Teilw. Erwerbsminderung über GdB/ Einfluss Arge

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Neride

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Hallo!

Ich war zuerst im Bereich allgemeine Fragen, ich hoffe jetzt bin ich richtig gelandet, wenn nicht wär es lieb wenn der Beitrag passend verschoben werden könnte.

Ich bin von Dezember 2006 bis Ende Juni 2009 durchgängig krank geschrieben gewesen. In der Hoffnung nun wieder arbeiten zu können und mir eine Halbtagsstelle suchen zu können, habe ich mich dann wieder gesund gemeldet. (gegen den Rat meines Hausarztes...war blöd, ich weiß...aber ich wollt so gern wieder arbeiten...)

Da ich bei Erkrankung arbeitslos in Hartz 4 war, wirds jetzt spannend. Beim ersten Besuch sagte mein SB ich müsse erst vom Arzt der Arge untersucht werden, ob ich tatsächlich wieder arbeitsfähig sei. Dass mit der Teilzeit würde wahrscheinlich aber nicht angenommen und wenn der sagt Vollzeit geht, müsse ich eben auch in Vollzeit vermittelt werden. Entsprechende Maßnahmen in die ich gepackt werden könne wurden mir schon angekündigt :icon_neutral:

Auf einen Tipp hin den ich hier bekommen habe, habe ich meinen Hausarzt auf die Möglichkeit angesprochen eine teilw. Erwerbsminderung durch zu bekommen.

Ursprünglich erkrankt bin ich an Entzündungen im ZNS mit Verdacht auf Multiple Sklerose. Später stellte sich heraus das ich zwei kaputte Bandscheiben hatte, die ebenfalls Auslöser sein könnten (inzwischen operiert und ersetzt), da war ich aber auch bereits in Psychotherapie wegen Dissoziativer Störung/PTBS, was laut Therapeut ebenfalls Auslöser gewesen sein kann...

Fakt ist, in die erlernten Berufe kann ich in Vollzeit nicht mehr arbeiten gehen, beides wären Schreibtischtätigkeiten. Ich bekomme jedoch bei dieser Körperhaltung massive Rückenprobleme. (Schmerzen, Finger werden taub)
Dazu kommt eine stark erhöhte Stressanfälligkeit, die sich bei mir psychosomatisch zeigt, hohe Infektanfälligkeit u.ä.

Nun habe ich mit meinem hausarzt gesprochen und der sagte mir es wäre sinnvoll erstmal zu beantragen einen bestimmten Grad der Behinderung zugesprochen zu bekommen, da laut seiner Erfahrung dann die teilweise Erwerbsminderung sehr viel eher anerkannt würde. Er praktiziert hier sehr lange, ich nehme mal an er hat da schon einschlägige Erfahrungen gemacht.

Für mich ist das alles komplettes Neuland. Ich habe mich hier zwar schon ein paar Stunden durchgewühlt (vielen Dank an alle, hab einige tolle Tipps gefunden), aber ein paar Fragen sind übrig. Würd mich freuen wenn jemand was dazu weiß und mir helfen mag.

1. Hat jemand hier die Reihenfolge Antrag wg. GdB und erst danach Antrag wegen tw. Erwerbsminderung durch? Wie ist es gelaufen, war es hilfreich?

2. Welche Reihenfolge ist wichtig? Soll ich beide Anträge gleichzeitig stellen oder warten was wegen GdB raus kommt und erst hinterher den anderen Antrag stellen?

3. In den nächsten Wochen wird der Termin beim Arzt der Arge auf mich zu kommen. Kann der rausgezögert werden wenn ich angebe das die anderen Anträge laufen? (soll man ja in dem Forumlar angeben ob die laufen....)

4. Hat es auf die Anträge Einfluss was der Arzt der Arge für richtig hält?

Ich habe echt große Bedenken von einem Arge-versauten Mediziner für voll arbeitsfähig erklärt zu werden und dadurch dann keine Chance auf Teilzeit mehr zu bekommen. :confused:

Direkt nach dem Besuch beim SB ist mein Blutdruck hoch geschnellt (da ist er noch) und mein Blutzucker ausgetickt (hat 24 Stunden gedauert). Diese Stressreaktionen sind körperlich anstrengend und psychisch belastend. Nun habe ich Angst in einer sinnlos-Vollzeitmaßnahme gepackt zu werden, die dazu führt dass ich unter Schmerzen nach kurzer Zeit wieder krank geschrieben werden muss und ggf. weitere gesundheitliche Folgeschäden erleide.

Ist es richtig das die teilweise Erwerbsminderung mich von meinem Horror-SB wegbekommt und ich dann tatsächlich nur in Teilzeit eingesetzt werden darf?

Viele Fragen und sicher wirr, sorry. Ich bin ziemlich durch den Wind.

Liebe Grüße, Neride
 
E

ExitUser

Gast
Ich glaube nicht, dass die Arge eigene Ärzte hat. Die werden dich zum medizinischen oder psychologischen Dienst der Arbeitsagentur schicken. Da kann man wohl an solche oder solche Exemplare geraten.

Wichtig ist, dass du deren Befunden auch nicht ausgeliefert bist, sondern auch Gegengutachten deiner Ärzte beibrigen kannst. Die Entscheidung, ob du einen Antrag bezüglich GdB stellst, liegt bei dir. Das wäre natürlich ein gutes Argument für eine teilweise Erwerbsminderung, nur wirst du da unter Umständen auch zu Gutachtern geschickt. Oft wird erst nach Widerspruch ein angemessener GdB bewilligt. Dazu sollten dir deine Ärzte, aber einiges sagen können.

Um deinen SB in seine Schranken zu weisen, könnte eine Aussage über medizinische oder beruflich Rehabilitation nützlich sein.
 

Neride

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Hi, danke! :icon_smile:

Ja, dass das mit den Anträgen lange dauert hat mein Arzt mir auch schon gesagt. Dann wird der SB wohl den vom medizinischen Dienst gemeint haben. Der hat mich so wuschig gemacht dass ich total konfus bin, sorry.

Versuchen werde ich das mit dem GdB und der teilweisen Erwerbsminderung auf jeden Fall. Ich habe jetzt drei Jahre darum gekämpft wenigstens soweit wieder fit zu werden dass ich halbtags arbeiten könnte und möchte mir das auf keinen Fall durch einen asozialen SB wieder kaputt machen lassen.

Ich hatte den SB drauf angesprochen, dass ich ja nun aus dem Beruf ziemlich lange raus bin und gern was machen würde um aufzufrischen, da hat er aber total abgeblockt und sein eigenes Ding weiter durchgezogen.
Wird der Gutachter da drauf reagieren? Gibt es da Formulierungen die er auf jeden Fall aufnehmen muss und dir mir die berufliche Reha ermöglichen?
 
E

ExitUser

Gast
Ich würde erstmal alles abblocken, bis entsprechende Gutachten vorliegen. Bei mir wurde von einer Psychologin der Aagentur die Notwendigkeit einer Reha bescheinigt. Die Rehaabteilung versucht sich nun aber auch wieder rauszuwinden, denn es könnte ja Geld kosten. Das wird noch ein langer Kampf werden.

Einfach stur bei deiner Sache bleiben und auf deine Einschränkungen verweisen. Ich sage immer, dass ich bereit bin zu arbeiten, sobald wir einen Arbeitgeber finden, der meine Erkrankung berücksichtigen kann und dann kommt meist nichts mehr, außer Schweigen im Walde.

Bei deiner längeren Krankengeschichte, wird es wohl kein Problem sein, einen Rehabedarf festzustellen. Ich war vorher nicht einmal bei einem Arzt und musste nur einen Test und ein Gespräch bei der Psychologin mitmachen.

Der Sesselpupser vom Dienst hat nicht die Kompetenz, um über solche Dinge zu entscheiden, auch wenn er das Gegenteil behauptet.
 

Tuckman

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Hallo zusammen!
Bei mir war es genauso, nachdem ich den Bericht von ärztlichen Dienst erhalten habe, wurde eine EGV mit meinem SB ausgefertigt, mit einem Antrag auf Teilhabe zum Arbeitsleben. Danach hatte ich einen Termin in der Reha Abteilung der ARGE,
und nach zwei Tagen wurde mir schriftlich mitgeteilt dass sie nicht für mich zuständig sind, und Sie die Unterlagen an den Rententräger weiter geschickt haben. Also geht das ganze wieder von vorne los nur heißt mein jetziges gegenüber Rententräger.
Tuckman
 

Muzel

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Neride, wenn du einen Antrag auf berufliche Reha stellen willst (Antrag auf Teilhabe am Arbeitsleben) brauchst du einen GdB (bzw, dass du von einer Behinderung bedroht bist).
 

Neride

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Okay, so langsam nimmt die Sache in meinem Kopf gestalt an. Ich muss zugeben dass ich große Angst vor der Arge und dem SB habe. Hängt mit meiner PTBS zusammen, ich drehe am Rad wenn ich das Gefühl bekomme falsch behandelt zu werden ohne mich wehren zu können. Also nicht nur sauer sein, sondern gesundheitliche Ausfallerscheinungen.

Okay, das Antragsformular für den GdB hab ich angefordert (hab leider keinen Drucker). Wäre toll wenn ich zumindest von meinem derzeitigen SB eingermaßen reibungslos weg käme. Anträge und der ganze Rattenschwanz hinterher schaffe ich, wenn ich dabei nicht die ganze Zeit mit Sanktionen durch die Arge rechnen muss weil ich nicht in Vollzeit arbeiten gehen kann und will.

Ich überlege mich wieder krank schreiben zu lassen bis geklärt ist ob ich auch von der Arge aus auf Teilzeit arbeiten gehen darf. Bin mir aber unschlüssig ob das Sinn macht.
 
E

ExitUser

Gast
Du brauchst nicht unbedingt einen GdB, wenn du einen Rehaantrag stellen willst. Ein Gutachten reicht auch und dass wirst du ja eh machen müssen, um die teilweise Erwerbsunfähigkeit anerkannt zu bekommen.

Nimm einfach jemanden vertrautes mit zum Gespräch. Dann ist es vielleicht einfacher.
 

Muzel

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Den Antrag auf berufliche Reha kannst du auch beim Arbeitsamt stellen. Sollte das AA nicht zuständig sein, muss es deinen Antrag an das zuständige Amt weiterleiten.
 

Neride

Elo-User*in
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Wie sieht es mit der Vertrauensperson aus. Ich les hier immer wieder dass es besser wäre wenn es jemand ist der nicht mit mir verwandt ist. Doch so jemanden habe ich leider nicht parat. Ich werde wohl zwangsläufig meine Mutter mit nehmen müssen. Aber ich hoffe um irgendwelchen Frechheiten seitens des Amts vorzubeugen bzw. diese zu bezeugen reicht es?
 
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