Teilnahmepflicht an Kurs?

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franzi

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Gibt es eine Teilnahmepflicht, wenn es sich um einen vom Europäischen Sozialfonds geförderten Kurs geht?
Kann eine Ablehnung der Teilnahme sanktioniert werden?
 

franzi

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Ich soll da erstmal hingehen, EGV wird hinterher aufgesetzt. Meine alte EGV gilt bisher noch und soll zugunsten dieses Kurses aufgehoben bzw. durch eine neue EGV erneuert werden.
 

ks712

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Gibt es eine Teilnahmepflicht, wenn es sich um einen vom Europäischen Sozialfonds geförderten Kurs geht?
Kann eine Ablehnung der Teilnahme sanktioniert werden?

Meine SB legte mir beim letzten Termin auch einen Vertag vor, wo das JC, Ich und der Maßnahmeträger unterschreiben müssen.

Sie deutete auf die Unterschriftenzeile, wo ich unterschreiben sollte, und meinte "mit Ihrer Unterschrift bestätigen Sie den Erhalt der Unterlagen." Doch ich konnte dort lesen "Ja, ich will an der durch den ESF geförderten Maßnahme teilnehmen...."

Dann schaute ich mir die Unterlagen genauer an. Ich sagte dann, dass ich die erstmal in Ruhe prüfe, da sie sehr umfangreich sind. Somit habe ich nichts abgelehnt. Meine SB meinte auch mehrmals "Wenn Sie daran nicht teilnehmen möchten, dann sagen sie es mir.", ob das damit zutun hat, dass diese Maßnahmen freiwillig sind, weiß ich nicht.

Aber ich denke, man kann diese Maßnahmen auch direkt ablehnen, wenn man daran nicht teilnehmen möchte. Ich habe aber auch irgendwo mal gelesen, dass Leute eine Zuweisung zu solchen Maßnahmen bekommen haben.

Hast du irgendwas unterschrieben?
 

franzi

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Ne bis jetzt nicht, ich soll dort erstmal vorsprechen ...
Ich weiß allerdings nicht, ob ich dort irgendwelche Unterlagen unterschreiben soll, wenn ich vor Ort bin.
 

0zymandias

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[...]Ich weiß allerdings nicht, ob ich dort irgendwelche Unterlagen unterschreiben soll, wenn ich vor Ort bin.

If in doubt, don't - Wenn Du Zweifel hast, lass' es.

Einen Unterschriftszwang gibt es nicht. Sollte es ein seriöses Unternehmen sein, lassen sie Dir Zeit zum Prüfen, Reinschnuppern, etc.

Wenn Leute Dir einen schlechten Vertrag reinwürgen wollen, dann machen sie Druck. Das Angebot gilt leider nur heute und ich muss gleich weg oder Wehe, wehe, wenn das Ihr SB erfährt, ojemine!

Mal ganz neugierig frag: Gibt es denn Grund, auf einen seriösen Bildungsträger hoffen zu dürfen?
 

Texter50

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Geh hin und sammele alle Papiere ein, derer Du habhaft werden kannst.
Das gesammelte Zeuchs stell hier anonymisiet ein. Wichtich: sage nie, Du willst etwas nicht machen. :icon_lol:

Während Deiner noch laufenden EGV, in der das Teil nicht steht, müsste schon eine Zuweisung aufschlagen. Einer Kündigung der laufenden EGV sollte man in diesem Falle nicht zustimmen: never change a running system! :icon_biggrin:
 

ks712

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Ne bis jetzt nicht, ich soll dort erstmal vorsprechen ...
Ich weiß allerdings nicht, ob ich dort irgendwelche Unterlagen unterschreiben soll, wenn ich vor Ort bin.

Hast du von deinem SB irgendwelche Unterlagen für die Maßnahme bekommen???

Mir wurde so ein Schriftstück gegeben, wo das JC unterschrieben hat, ich unterschreiben sollte und dann der MT auch noch unterschreiben sollte. Daran geheftet war eine Abtretungserklärung für die Fahrtkosten und eine Einwilligungserklärung zur Datenweitergabe. Einen Flyer für die Maßnahme habe ich mir auch geben lassen.

Hast du etwas schriftliches das du zu dem Maßnahmeträger musst? Hat dein SB nur gesagt, du sollst dort vorsprechen? Oder hast du dies schriftlich bekommen?

Wieso willst du dann zu den Maßnahmeträger gehen?

Mir wurde auch gesagt, dass ich beim MT vorsprechen soll, gleich im Anschluss an dem Termin beim JC, da ich aber alle Unterlagen über das Wochenende zum Prüfen mit nach Hause genommen habe, konnte ich nicht nach dem Termin dorthin.

Darauf meinte meine SB es gibt zwei Varianten, wie es weitergeht.

1. Montag früh zum MT. Alle Unterlagen ausfüllen und unterschreiben lassen und danach zum JC und die Unterlagen am Empfang abgeben.

2. Montag ohne unterschriebene Unterlagen zum JC. Diese Variante würde mehr Zeit in Anspruch nehmen, da eine neue EGV abgeschlossen werden muss. Und ich deswegen wieder zu ihr zum Gespräch müsste.

Da ich nichts schriftlich bekommen habe, keine Einladung und es lt. meiner SB kein Termin war, sondern zusätzlich ist (wenn ich gleich vor Ort alles unterschreibe und erledige, bräuchte ich ja nicht noch einmal kommen...) bin ich Montag nirgendwo hingegangen.

Kann mir trotzdem jemand bitte erklären, ob diese Maßnahme wirklich freiwillig sind? Ich habe wie gesagt auch gelesen, dass Teilnehmer per Zuweisung in ESF geförderte Maßnahmen gelandet sind.
 

franzi

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Schriftlich habe ich auch keine Einladung oder Anweisung bekommen.
Es hieß nur: "Vereinbaren Sie dort einen Termin und gehen sie dort hin und danach melden Sie sich wieder bei mir, damit wir eine neue EGV machen können."
 

Charlot

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Du hast also keine verbindliche Zuweisung erhalten.
Es steht Dir also frei, ob Du Dich dort meldest und anschließend mit dem SB eine EGV darüber abschließt.
 

franzi

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Theoretisch ja, praktisch sieht es etwas anders aus ...

Mittlerweile hat das ganze den Touch der Lächerlichkeit ...

Näheres per PN ...
 

gelibeh

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Theoretisch ja, praktisch sieht es etwas anders aus ...
Du musst nur auf schriftliche Dinge reagieren und wenn Du noch eine gütige EGV hast, dann musst Du die neue auch nicht unterschreiben. Einen EGV-VA kann die SB auch nicht machen, wenn Du noch eine gültige EGV hast. Sie kann Dich einzig und alleine, der Maßnahme zuweisen. Was Anderes ist nicht möglich.
 

franzi

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Und wenn er mich zuweist, was mache ich dann?
(Bis jetzt ist ja erstmal noch gar nichts Schlimmes passiert).
Aufgrund der Urlaubszeit sind die beteiligten Personen bis Ende April erstmal nicht da.

Ich gehe mal davon aus, dass er mich nur zuweisen kann, wenn tatsächlich ein Platz frei ist. Solange das nicht sicher ist, hat ja auch eine Zuweisung keinen Sinn.
 

gelibeh

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Wenn die Kurse aber freiwillig sein sollten, dann kann er Dich nicht zwangsverpflichten. Ich vermute das fast, denn Du sollst Dir das ja angucken und dann soll eine neue EGV gemacht werden. Wenn er Dich da wirklich rein haben will, dann geht das ohne EGV und mit Zuweisung.
 

franzi

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Danke für den Hinweis.
Er ist ja ganz wild drauf, eine neue EGV zu machen, obwohl die alte noch längst nicht abgelaufen ist.
 

franzi

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So, in den nächsten Tagen wird sich nun entscheiden, wie es weiter geht.
Werde hier weiter berichten.
 

franzi

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Update:
Der Kurs ist inhaltlich gar nicht für mich geeignet. Dies ergab sich heute aus dem Info-Gespräch.
Das hätte man mir aber auch gleich sagen können.
 

ChrisD

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Hi,

die Maßnahme wird vom ESF gefördert.
Damit die Maßnahme vom ESF gefördert werden kann benötigt der MT deine Unterschrift zur Datenweitergabe und die ist freiwillig.

Vor kurzem konnten wir so eine solche Maßnahme sanktionslos abwenden.

lg Chris
 

franzi

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Diese hat sich wohl erledigt, aber die nächste lauert schon im Gebüsch ... das ist allerdings auch eine ESF-Maßnahme, also freiwillig ...
 

Doppeloma

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Hallo franzi,

Diese hat sich wohl erledigt, aber die nächste lauert schon im Gebüsch ... das ist allerdings auch eine ESF-Maßnahme, also freiwillig ...

ob eine Maßnahme für dich geeignet ist oder nicht hat dein SB eigentlich im Vorfeld mit dir zusammen (im Gespräch) festzustellen, zu ungeeigneten Maßnahmen soll man ja (eigentlich) gar nicht geschickt werden ... wie sollen die dich in Arbeit bringen ...

So eine Geldverschwendung ... freiwillige Maßnahmen KÖNNEN nicht (per Bescheid) "zugewiesen" werden, darum ja immer der "Eiertanz" um die Unterschrift auf einer EGV, wo diese Maßnahme dir dann "freiwillig angeboten wird" ... "Angebote" kann man auch ablehnen, Zugewiesenes nicht ... :biggrin:

Darum bekommt man keine Zuweisung und auch keinen "ersetzenden VA" für solche EGV ... weil dieser Unsinn eben nur per EGV "freiwillig vereinbart" werden kann ...

Im Moment scheint wieder "Hochkonjunktur" zu sein, für Verfrachten in Maßnahmen, irgendwo müssen ja die erneut "gesunkenen" Erwerbslosenzahlen herkommen, wo die ELOs wirklich bleiben hinterfragt ja keiner ...

Ist ja auch hier aktuell nicht der einzige Fall, wo man da auch geltende EGV einfach "über den Haufen werfen möchte", um eine neue mit der Maßnahme abzuschließen, was scheren da Gesetze, die das eigentlich so gar nicht erlauben ...:icon_eek:

Wenn es zur Pflicht zu machen ginge, dann würden die das auch machen, also ist es freiwillig und man muss sich zu NICHTS verpflichten (per EGV) was man gar nicht will, weil man es nicht braucht und es auch nicht in Arbeit bringt ... :icon_evil:

Schon die Hinterlist mit der da die Unterschrift gefordert wird, ist kaum noch zu überbieten ... aber das kenne ich ja auch von unserem JC ... bereits bei der Antragsabgabe ein "Schubs" in ein anderes Büro (ohne weitere Erklärungen) ... je ein frischer EGV-Ausdruck aus dem Drucker :"Unterschreiben Sie das mal, das ist hier so üblich ..." :icon_kinn:

Früher dachte ich auch mal, es sei "üblich" mir zunächst (bei einem Amt) zu erklären, was ich da warum unterschreiben soll, aber spätestens seit Hartz 4 hat der Bürger/"Kunde" wohl keinen Anspruch mehr auf Erklärungen ... :confused:

Wann merken die eigentlich beim ESF endlich mal, mit welchen perversen Methoden die von ihnen teuer geförderten Maßnahmen mit "Freiwilligen Teilnehmern" gefüllt werden und wann wird mal öffentlich ausgewertet, was diese Maßnahmen so angeblich bisher alles so "erfolgreich" bewirkt haben sollen ...

Für mich ist das bisher der größte "Sozial-Betrug" und alle wissen es und keiner macht was dagegen ... :icon_neutral:

MfG Doppeloma
 

franzi

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Ja, so sieht es aus ...
Wieder so eine aktuelle "Maßnahmen-Welle" ...

Mich sehenden Auges ins offene Messer laufen zu lassen und dann zu hoffen, dass ich so naiv sei und das nicht merke ...

In meinem Fall kam es ja gar nicht zur Unterschrift, weil vorab klar wurde, dass der Kurs nicht auf meine Bedürfnisse zugeschnitten ist und ich sofort unterstrichen habe, dass ich gerne an einem Kurs teilnehme, allerdings nur dann, wenn der mir irgendeinen Nutzen für meine berufliche Weiterentwicklung bringt.

Dies war im konkreten Fall eindeutig nicht zu erkennen.

Für mich hat die Annahme einer konkreten Arbeitsstelle eindeutig Vorrang vor einer Kursteilnahme, zumal für mich die Teilnahme an den bisherigen Kursen in keiner Weise hilfreich war, dieses Ziel - in Arbeit zu kommen - zu erreichen, ergo: kein geeignetes Mittel dafür war. Wenn es so wäre, stünde ich jetzt nicht in der Situation, in der ich mich aktuell befinde. Das Gegenteil zu beweisen erübrigt sich daher von selbst.

Allerdings wird die Sache beim nächsten Termin nochmal aufs Tapet kommen ...

Bei den Info-Veranstaltungen des ESF wird auf die Frage, was denn aus den Absolventen geworden ist, nicht eingegangen.

Ich habe vor einiger Zeit an so einer Veranstaltung teilgenommen. Diese dauerte mehr als eine Stunde, es wurde viel vorgetragen, aber wenig ausgesagt.

Folgende Fragen blieben offen und konnten nicht abschließend geklärt werden, weil die Kursleiterin plötzlich "ganz dringend zu einem Termin weg musste":

- Welche Qualifikationen man mit der Kursteilnahme konkret erwirbt
- Welche Wertigkeit die erworbenen Zertifikate haben
- Ob diese staatlich anerkannt sind
- Welchen Beruf bzw. welche Ausbildung man dadurch bekommt
- In welchen Betrieben man dann konkret Arbeit finden kann
- Wieviele Absolventen tatsächlich eine Stelle gefunden haben und wieviele dadurch dauerhaft in Arbeit kamen

Vor Beginn eines Kurses gehören diese Fragen zu den zentralen Punkten, die mich als Teilnehmer in spe vorab am dringlichsten interessieren.
- Werden diese Fragen vom Kursleiter nicht vorab angesprochen,
- muss man diese Themen selbst ansprechen, weil diese offenbar übergangen wurden,
- bleibt dann keine Zeit mehr, diese Fragen zu klären,
ist das für mich ein Indiz, dass es hier gewaltig hakt ...

Tja, Augen auf beim Eierkauf! Wer sich dann noch zu einer Unterschrift hinreißen lässt, dem kann wirklich nicht mehr geholfen werden.
 
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