Teilhabechancengesetz - Der Termin beim Sachbearbeiter ist völlig schief gelaufen (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

franzi

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Ich möchte hier nur kurz schildern, wie es mir heute beim Termin bei meinem Spezial-SB ergangen ist.
Leider ist da einiges aus dem Ruder gelaufen.

Grundsätzlich ist es so, dass Menschen, die schon länger (als 6 Jahre) erwerbslos sind, nun mit dem neuen Gesetz mit Brachialgewalt in Arbeit gebracht werden sollen.
Ich schreibe das so drastisch, weil es tatsächlich so ist, dass man keinerlei Wahlfreiheit hat, was den Arbeitgeber, den Tätigkeitsbereich etc. angeht.
Auch wenn mehrere gesundheitliche Probleme bestehen, wird dies ignoriert und trotzdem mit Druck vermittelt.

Wenn sich keine Arbeitgeber auf dem freien Markt finden, dann wird in soziale Träger vermittelt. Dort wird man als Hilfskraft in verschiedenen Bereichen eingesetzt, die man sich nicht aussuchen kann. Das können auch Bereiche sein, die mit den eigenen Qualifikationen nichts zu tun haben und wo man keinerlei Vorkenntnisse hat. Es ist also eindeutig eine Hilfstätigkeit.

Zuvor wird man aber noch gründlich "entqualifiziert", also passend gemacht für den Helfer-Job. Begründung: Man sei für den allgemeinen Arbeitsmarkt ohnehin zu alt, die Qualifikationen seien nicht mehr aktuell, man sei außerdem unattraktiv etc.

Mein SB hat heute den Umschlag, der für den ärztlichen Dienst bestimmt war, aufgerissen, mit der Begründung, er müsse das ja bearbeiten.
Weiters fordert er von mir eine Email-Adresse und die Erreichbarkeit per Handy (weil im Regelsatz ja auch ein Betrag fürs Telefonieren vorgesehen ist).

Meine EGV wurde nicht aktualisiert. Das, was besprochen wurde, fand alles heute nur mündlich statt.

Ich habe den Eindruck, dass hier mit Überrumpelungs-Taktik vorgegangen wird. Man wird irgendwo zugeteilt, möglichst rasch.
Ohne, dass die Details schriftlich festgehalten werden und ohne dass man einen schriftlichen Nachweis darüber hat, was vereinbart wurde.

Vor Arbeitsantritt erfolgt noch ein mehrwöchiges Coaching.
Das Vorstellungsgespräch beim Arbeitgeber wird vom SB persönlich begleitet, d. h. er ist bei dem Gespräch als Dritter anwesend.
 

franzi

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Der Umschlag muss normalerweise ungeöffnet an den ärztlichen Dienst weitergeleitet werden. Mein SB sagte aber, das wird anders gehandhabt, er müsse das bearbeiten und erst dann weiterleiten.
Er könnte theoretisch auf den Formularen Änderungen vornehmen, die ich so nicht geschrieben habe.
Zum Glück habe ich das ausgefüllte Formular kopiert, sodass ich die Original-Version habe.
 

JobcenterBoss

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Soweit ich das mit dem Teilhabechancengesetz mitbekommen habe muss man eine Unterschrift beim AG? leisten und diese ist freiwillig. Also lass dich nicht so unter Druck setzen. Wie bekam der SB überhaupt den Brief an den ärztlichen Dienst in die Hand?
 

franzi

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Ich habe so etwas bisher noch nie erlebt! Was hätte mir eine Begleitung gebracht?
Die hätte auch nichts Konkretes machen können.

Soweit ich das mit dem Teilhabechancengesetz mitbekommen habe muss man eine Unterschrift beim AG? leisten und diese ist freiwillig. Also lass dich nicht so unter Druck setzen. Wie bekam der SB überhaupt den Brief an den ärztlichen Dienst in die Hand?
Den musste ich bei meinem SB wieder abgeben, normalerweise wird der dann an den ÄD weitergeleitet. Diesmal war es aber nicht so.

Moderation:
2 Beiträge zusammengeführt. Bitte nicht mehrere Beiträge in kurzer Zeit posten. Man kann das eigene Posting innerhalb der Editierzeit (60 Minuten) jederzeit ändern oder erweitern. Des Weiteren lassen sich auch mehrere und auch verschiedene Zitate in einen Beitrag einfügen. Bitte in Zukunft beachten :) LG @HermineL
 

JobcenterBoss

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Nein. Bitte nie beim SB persönlich abgeben. Normalerweise ist das ja schon so ein Fensterbriefvordruck, wo die Adresse des ärztlichen Dienst abgedruckt ist. Also einfach per Post schicken.
 

franzi

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Da war kein Fensterbrief, sondern nur "An den ärtzlichen Dienst ..." ohne Angabe einer Adresse!
 

DonOs

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Zum Thema Telephon:

Im Hinblick auf zusätzliche Kommunikationswege (E-Mail, Telephon) steht und behältst du dir das Recht als mündiger Bürger vor, über deren Einsatz und Weitergabe selbst zu bestimmen. Dem JobCenter steht eine Ladungsfähige Adresse für den üblichen Postweg zur täglichen Erreichbarkeit zur Verfügung. Diese nach dem Gesetz voll umfänglich ausreichend ist. Auch möchte ich anmerken, noch nie in meiner Hilfebedürftigkeit die Situation angetroffen zu haben, in der eine Kontaktaufnahme stündlich nötig wurde.

Telephon gibt es nicht Punkt Fordern kann der SB viel. Ob ein Telekommunikation Anteil im Regelsatz enthalten ist oder nicht, spielt keine Rolle, da der mündige Bürger selbst darüber entscheidet. Für ganz hart gesottene gebe ich immer folgende Nummer an: Frank geht für dich ran unter (0 163) 1 73 77 43. Das ist eine Telephonnummer, die lästige Anrufer auf Abstand hält. So hört sich Frank geht ran an: https://www.frankgehtran.de/franksansage.mp3

Zum Thema Umschlag für den ärztlichen Dienst würde ich mich mal mit dem Datenschützer deines Vertrauens ins Benehmen setzen, die Vorgehensweise des SB geht gar nicht. Die Vermittlungsfachkräfte sind fachlich dazu nicht ausgebildet, über die medizinische Erheblichkeit bestimmter Unterlagen entscheiden zu können. Der SB scheint sich hier viel rausnehmen zu wollen. Auch würde ich Nürnberg davon in Kenntnis setzen, ebenso erwähnen das man deine gesundheitlichen Aspekte nicht Berücksichtigt.
 

JobcenterBoss

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Dann würde ich das nächste mal entweder auf die Adresse bestehen oder mir die Zimmernummer des äD geben lassen und den Brief persönlich dort abgeben. Mit dem Hinweis auf Datenschutz.
 

kge

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man sei außerdem unattraktiv
Öhm, er hat dich hässlich genannt? :mad: Unglaublich! Da kann ich nur zustimmen, dass du dort NIE wieder allein hingehen solltest. Wenigstens wird er nicht versuchen, die in die Prostitution zu drängen, das habe ich bei meinem JC nämlich schon mehr oder weniger unterschwellig erlebt.

Wenn sich keine Arbeitgeber auf dem freien Markt finden, dann wird in soziale Träger vermittelt. Dort wird man als Hilfskraft in verschiedenen Bereichen eingesetzt, die man sich nicht aussuchen kann.
Also 1-Euro-Job? Oder sogar die Behindertenwerkstatt oder ähnliches? (Nehme mal an, dass JC hat noch nicht genug Behinderte in diese Restverwertungsanstalten gequasselt, um die Statistik zu frisieren.)

An deiner Stelle würde ich mal bei den sozialen Trägern anrufen und sie fragen, was sie davon halten, dass ALG2-Empfänger in ihre Maßnahmen gemobbt werden sollen. Wenn du Glück hast und auf engagierte Sozialarbeiter u.ä. triffst, kommt dann schon der ein oder andere Beschwerdeanruf zustande. Ist aber immer Glückssache, da einige der Arbeitnehmer in den sozialen Trägern froh darüber sind, produktive Arbeiter, um die man sich nicht kümmern muss, unter falschen Vorbehalten "einzustellen".
 

KaffeTrinker

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Wieviele Stellen sollen so auf Zwang geschaffen werden 25.000? Wenn ich so im Forum lese dann müsste das Boot schon längst voll sein...Mein Beileid zu diesem Termin
 

franzi

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So, kleines Update:
- Nürnberg ist informiert
- Datenschutzbeauftragter ist informiert
- Ärztlicher Dienst ebenfalls informiert

Man sicherte mir zu, sich umgehend und gewissenhaft um mein Anliegen zu kümmern und bedauerte ausdrücklich, dass ich so einen Vorfall habe erleben müssen.
 

Allimente

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Hätte mein SB einen geschlossenen Umschlag, der nicht für ihn bestimmt ist, geöffnet, hätte ich ihn umgehend darauf aufmerksam gemacht, dass er das unterlassen soll und ich, wenn er das nicht sofort macht, geeignete Schritte gegen ihn einleiten werde.

Manchmal muss man einfach klare Kante zeigen, sonst machen die, was sie wollen. Ich weiß auch, dass das nicht jeder so kann wie ich, deshalb bitte in Zukunft mit einem Beistand solche Termine wahrnehmen. Ansonsten immer (bei E-Mail und Handy z. B.) nach der Rechtsgrundlage fragen und sich das auch gleich mal schriftlich geben lassen. Kann SB das nicht, bekommt er das auch nicht.

Ich z. B. bereite mich immer gut auf Termine vor und habe im Zweifel immer den einen oder anderen Ausdruck mit den entsprechenden Gesetzestexten dabei. Ich habe auch einige Jahre gebraucht um so handeln zu können, hat auch echt Nerven gekostet, aber letztendlich hat es mir sehr geholfen. SB überlegt sich alles ganz genau bei mir oder läßt mich komplett in Ruhe.

Stay strong....
 

Birt1959

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Ich habe so etwas bisher noch nie erlebt! Was hätte mir eine Begleitung gebracht?
Die hätte auch nichts Konkretes machen können.


Den musste ich bei meinem SB wieder abgeben, normalerweise wird der dann an den ÄD weitergeleitet. Diesmal war es aber nicht so.
Und ob ein Beistand, vor allem ein versierter, den Unterschied ausmacht! Vor allem, wenn es sich beim SB um einen der Marke Macho handelt. Sobald jemand da zu zweit auftaucht - das gilt übrigens für sämtliche Behörden - benehmen sich die SBs anders. Weil sie nämlich in dem Fall mit möglichen Zeugen konfrontiert sind, falls es zu juristischen Streitigkeiten kommt.

ABER man geht möglichst nicht mit Verwandten oder weiteren Mitgliedern einer BG in den JC. Diese Unterstützer könnten als befangen gelten.

Wenn Du einen Beistand suchst: hier im Forum gibt es sie.

Suche/Biete Begleitung zur ARGE/Jobcenter

Du musst nur zum passenden Bundesland klicken, da sind die Beistände nach Orten aufgeführt.

Nein. Bitte nie beim SB persönlich abgeben. Normalerweise ist das ja schon so ein Fensterbriefvordruck, wo die Adresse des ärztlichen Dienst abgedruckt ist. Also einfach per Post schicken.
Genau so macht man das. Am besten schickt man den Servus auch noch per Einschreiben mit Rückschein. Und die persönliche Abgabe geht nur mit Empfangsbestätigung. Die Kopie der ersten Seite/des Briefumschlags mitnehmen, dann kann der SB am Empfangstresen seinen Eingangsstempel draufklopfen und mit Handzeichen unterzeichnen. Schwupps ist man abgesichert. In vorliegendem Fall sollte man aber auf den Umschlag ziemlich dick das schöne Wörtchen Vertraulich schreiben. Um das zu gewähren, würde ich sogar noch einen Stempel draufdrücken. Das kann das my little pony Ding vom Töchterchen sein. Hat man keinen Stempel, tut es irgend ein Aufkleber mit Motiv.

Es kommt darauf an, dass man sieht, ob der Umschlag von Unbefugten geöffnet wurde. Tesa könnte ja auch vom Absender draufgeklebt worden sein, weil der Umschlag nicht schloss.


Da war kein Fensterbrief, sondern nur "An den ärtzlichen Dienst ..." ohne Angabe einer Adresse!
In den meisten Fällen sitzt der ärztliche Dienst bei den zuständigen Agenturen für Arbeit. Die kann man auf der BA Seite suchen. Ansonsten beim Rententräger oder der Krankenkasse anrufen, die wissen das normaler Weise auch.


Zum Thema Telephon:

Im Hinblick auf zusätzliche Kommunikationswege (E-Mail, Telephon) steht und behältst du dir das Recht als mündiger Bürger vor, über deren Einsatz und Weitergabe selbst zu bestimmen. Dem JobCenter steht eine Ladungsfähige Adresse für den üblichen Postweg zur täglichen Erreichbarkeit zur Verfügung. Diese nach dem Gesetz voll umfänglich ausreichend ist. Auch möchte ich anmerken, noch nie in meiner Hilfebedürftigkeit die Situation angetroffen zu haben, in der eine Kontaktaufnahme stündlich nötig wurde.
Das ist genau der Punkt. Hat ein JC die Telefonnummer kann der den LB ganz schön dressieren. Wem es gefällt, wie ein Tanzbär durch die Manege geführt zu werden, soll meinetwegen dem JC auch noch die Schuhgröße angeben.

Außerdem kann mir dann der SB ein Telefonat aufzwingen, obwohl ich vielleicht gerade gar nicht in der Lage bin, lange zu telefonieren. Denn einen Rückruf untersagen die ja häufig.

Telephon gibt es nicht Punkt Fordern kann der SB viel. Ob ein Telekommunikation Anteil im Regelsatz enthalten ist oder nicht, spielt keine Rolle, da der mündige Bürger selbst darüber entscheidet. Für ganz hart gesottene gebe ich immer folgende Nummer an: Frank geht für dich ran unter (0 163) 1 73 77 43. Das ist eine Telephonnummer, die lästige Anrufer auf Abstand hält. So hört sich Frank geht ran an: https://www.frankgehtran.de/franksansage.mp3

Zum Thema Umschlag für den ärztlichen Dienst würde ich mich mal mit dem Datenschützer deines Vertrauens ins Benehmen setzen, die Vorgehensweise des SB geht gar nicht. Die Vermittlungsfachkräfte sind fachlich dazu nicht ausgebildet, über die medizinische Erheblichkeit bestimmter Unterlagen entscheiden zu können. Der SB scheint sich hier viel rausnehmen zu wollen. Auch würde ich Nürnberg davon in Kenntnis setzen, ebenso erwähnen das man deine gesundheitlichen Aspekte nicht Berücksichtigt.
Vielen Dank für Frank!

Du hast mit dem Datenschutz völlig Recht. Ein SB ist ein Verwaltungsangestellter und die haben einfach keine Ahnung von medizinischen Geschichten. Wenn der offensichtlich überhebliche SB da einen Einblick haben will, überschreitet er seine Kompetenzen. Solchen Leute gehört eine heftige Abreibung durch Vorgesetzte. Und notfalls kann man auch noch die Presse bemühen...

Öhm, er hat dich hässlich genannt? :mad: Unglaublich! Da kann ich nur zustimmen, dass du dort NIE wieder allein hingehen solltest. Wenigstens wird er nicht versuchen, die in die Prostitution zu drängen, das habe ich bei meinem JC nämlich schon mehr oder weniger unterschwellig erlebt.
Die Bemerkung ist schlicht eine Beleidigung und die ist strafbar. Bei der Geschichte mit der Hurentätigkeit würde ich mich auf diesen Artikel berufen. Auch wenn der schon von 2013 ist.

Also 1-Euro-Job? Oder sogar die Behindertenwerkstatt oder ähnliches? (Nehme mal an, dass JC hat noch nicht genug Behinderte in diese Restverwertungsanstalten gequasselt, um die Statistik zu frisieren.)
Wie heißt es so schön beim Spiel Schiffe versenken: Treffer einer, versenkt.
Was anderes kann ich mir auch nicht vorstellen.

An deiner Stelle würde ich mal bei den sozialen Trägern anrufen und sie fragen, was sie davon halten, dass ALG2-Empfänger in ihre Maßnahmen gemobbt werden sollen. Wenn du Glück hast und auf engagierte Sozialarbeiter u.ä. triffst, kommt dann schon der ein oder andere Beschwerdeanruf zustande. Ist aber immer Glückssache, da einige der Arbeitnehmer in den sozialen Trägern froh darüber sind, produktive Arbeiter, um die man sich nicht kümmern muss, unter falschen Vorbehalten "einzustellen".
Keine gute Idee - die Wohlfahrtsleute verdienen viel zu gut dran. Und stellen oft die Mitarbeiter*innen befristet ein. Wer also seinen Job behalten will - und es gibt hunderte von prekär beschäftigten Sozialarbeiter*innen bzw. Sozialpädagog*innen - der hält sich bedeckt und sagt nichts.
Ums noch mit dem ollen Luther aus Wittenberg zu sagen: Wes Brot ich eß, des Lob ich sing.

Hätte mein SB einen geschlossenen Umschlag, der nicht für ihn bestimmt ist, geöffnet, hätte ich ihn umgehend darauf aufmerksam gemacht, dass er das unterlassen soll und ich, wenn er das nicht sofort macht, geeignete Schritte gegen ihn einleiten werde.

Manchmal muss man einfach klare Kante zeigen, sonst machen die, was sie wollen. Ich weiß auch, dass das nicht jeder so kann wie ich, deshalb bitte in Zukunft mit einem Beistand solche Termine wahrnehmen. Ansonsten immer (bei E-Mail und Handy z. B.) nach der Rechtsgrundlage fragen und sich das auch gleich mal schriftlich geben lassen. Kann SB das nicht, bekommt er das auch nicht.

Ich z. B. bereite mich immer gut auf Termine vor und habe im Zweifel immer den einen oder anderen Ausdruck mit den entsprechenden Gesetzestexten dabei. Ich habe auch einige Jahre gebraucht um so handeln zu können, hat auch echt Nerven gekostet, aber letztendlich hat es mir sehr geholfen. SB überlegt sich alles ganz genau bei mir oder läßt mich komplett in Ruhe.

Stay strong....
Ich kann fast alles unterschreiben, bis auf diese Telefongeschichte. Allein in diesem Forum liest man täglich, dass man mit Agentur und Jobcenter nicht telefoniert. Die meisten hier sind doch nicht bescheuert, wenn sie den Tipp geben. Mich hat in all den Jahren nur eine SBin angerufen, weil sie bei manchen Jobangeboten einfach klären wollte, ob ich die mit meiner Behinderung erledigen kann.

Unnötig zu sagen, dass der JC ihren Arbeitsvertrag nicht verlängerte.

Ansonsten hat man entweder versucht, mir den Antrag auf Fahrtkostenübernahme aus dem Sinn zu quatschen oder aber man wollte mir telefonisch unpassende Jobangebote machen. (z.B. sollte ich mal als Vertreterin Schulbücher an den Mann bzww. die Frau bringen. Der Haken bestand darin, dass ich weder Auto noch Führerschein hatte (und habe). Das wußte der Vermittler auch.)

UND bei den Jobangeboten musst du höllisch aufpassen, was Du sagst. Ansonsten wirst Du als arbeitsunwillig eingestuft und den Rest kennt man.

Dass ich mir bis auf einen Beschäftigungsmaßnahme alle Stellen selber suchte, versteht sich auch von selbst.

@franzi

im Prinzip hast Du das mit Nürnberg etc richtig gemacht. Nur hättest Du besser gewartet, bis der ÄD sich gerührt und Stelllung genommen hat. So bekommt der SB jetzt schon Kenntnis der Akte, weil er sich zu den Vorwürfen äußern muss. Da du da auch noch ohne Beistand warst, hast Du leider ein Eigentor geschossen.

Also lerne daraus:

Man geht überhaupt niemals alleine ins JC und man telefoniert auch nie mit ihm. Da gibt es meines Wissens keine Vorschrift dementsprechend und die üblichen geschäftlichen Gepflogenheiten gelten nun mal nicht im Umgang mit Agentur und JC. (Das musste ich auch mal lernen.)
 

franzi

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Ich habe kein Eigentor geschossen. Es sind alle wichtigen Stellen zeitnah und umgehend informiert worden.
Ein Beistand war in dem Fall auch gar nicht erforderlich. Ich habe die Original-Unterlagen kopiert und mit Begleitschreiben an den ÄD geschickt.
Ich kann ja nicht sicher sein, ob mein SB die Unterlagen tatsächlich dorthin schicken wird (zumal der Umschlag ja schon geöffnet worden ist).
Auf den Unterlagen steht der Name des SB und auch das Datum, wann ich die Unterlagen abgegeben habe.
Ich habe auch noch nie mit dem JC telefoniert.
Mein SB tritt am Wochenende einen Urlaub an ...

@franzi ... In der Zwischenzeit ist deinem Gott spielenden SB dein Gesundheitsfragebogen und die beinhaltete Diagnose bekannt.
Das juckt mich jetzt nicht mehr ...

BTW: Meine alte EGV (und die ist wirklich schon alt) gilt immer noch unverändert. Eine neue wurde nicht erstellt.
Ich halte mich weiterhin an das, was damals vereinbart worden ist.

In den letzten beiden Terminen war mein SB sehr gesprächig, entlud einen regelrechten Wortschwall über mich.
Das sind aber alles nur mündliche Dinge gewesen, die wir nicht schriftlich fixiert haben.
Er will sich offenbar den weiteren Schriftverkehr sparen.
Aber ich bekomme gerne Briefe. :icon_party: Wenn er etwas von mir will, soll er mir eine Einladung senden …

Moderation:
Erneut 2 Beiträge zusammengeführt. Du wurdest schon darauf hingewiesen das du deinen Beitrag innerhalb 60 Minuten editieren kannst. Bitte beachten das in Zukunft Folgebeiträge innerhalb der Editierzeit kommentarlos gelöscht werden. :) LG @HermineL
 

erwerbsuchend

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Man sei für den allgemeinen Arbeitsmarkt ohnehin zu alt, die Qualifikationen seien nicht mehr aktuell, man sei außerdem unattraktiv etc.
Bezog sich das mit dem unattraktiv sein auf die Qualifikationen oder tatsächlich auf das Aussehen? Wie hat der SB das konkret gemeint?
 

franzi

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Das bezog sich auf das Aussehen. Meine "Optik" stimme nicht und passe nicht für sämtliche Berufsfelder, in denen ich bisher tätig war und auch Erfahrung habe ...
Aber für ne Helferstelle wäre ich dann optisch ideal ...

Fazit:
- Es geht nur darum, die Menschen zu entqualifizieren, damit sie für Helferstellen passend gemacht werden!
Das ist das alleinige Ziel dieser Demütigungen!

Lasst euch davon bloß nicht irritieren, so hart es auch kommen mag!
Die Menschenwürde kann uns keiner nehmen!
 
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