Teilhabe - Kein Anspruch über DRV, nun Antrag bei AfA stellen? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Gruut

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
31 Januar 2018
Beiträge
1
Bewertungen
0
Hallo,
ich bräuchte rückengerechte Möbel am Arbeitsplatz.
Eigentlich wollte ich dafür einen Antrag bei der DRV stellen, dort teilte man mir mit, das ich die Wartezeit nichterfüllt habe.
Man gab den Antrag an die AfA weiter, diese würde sich bei mir melden. Hat sie seit 2 Monaten nicht gemacht.

Ich überlege nun, ob ich das überhaupt möchte, diesen Antrag über die AfA stellen.

Ich habe so ein wenig das Gefühl, als möchte ich nicht, das die AfA so viel über mich erfährt. Es wird ja dann wahrscheinlich der ÄD eingeschaltet werden und man braucht diverse Arztberichte etc.

Sollte ich mal wieder arbeitslos werden, so wie es schon einmal der Fall war, möchte ich keine Nachteile haben.
Man hatte mir schonmal versucht mich aus dem ALG1 zu kegeln und an die DRV abzuschieben da ich zu krank gewesen wäre (und im Endeffekt wäre ich erstmal beim ALG2 gelandet, da ein Antrag auf EMR, wie man weiß, auch nicht so schnell beschieden wird).

Außerdem habe ich das Gefühl, das ein Antrag bei der AfA schwerer durchzusetzen sein wird wir bei der DRV.

Was meint ihr zu mienen Bedenken?
 

saurbier

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
7 März 2013
Beiträge
5.102
Bewertungen
7.796
Sorry lieber Gruut,

was willst du denn jetzt.

Wie kommst du überhaupt auf die Idee rückengerechte Möbel am Arbeitsplatz von der DRV einzufordern.

Liegt bei dir ein "gravierendes" gesundheitlichen Problem mit dem Rücken vor.

Zuerst einmal ist dein Arbeitgeber der erste Ansprechpartner, denn der hat dafür Sorge zu tragen das du keine gesundheitlichen Probleme im Zusammenhang mit deiner Arbeit erleidest (schau mal bei der DGUV rein).

Ich habe so ein wenig das Gefühl, als möchte ich nicht, das die AfA so viel über mich erfährt. Es wird ja dann wahrscheinlich der ÄD eingeschaltet werden und man braucht diverse Arztberichte etc.
Wie gesagt, sollten bei dir ernsthafte gesundheitliche Probleme vorliegen, dann ist es nur normal, dass man diese im Zusammenhang mit einem Leistungsantrag (ganz gleich ob AfA oder DRV) auch mit medizinischen Attesten belegen kann/muss.

Das war bei mir in jungen Jahren schon so, als ich nach einem Arbeitsunfall als Berufskraftfahrer einen Antrag für einen ortophädischen Fahrersitz stellte. Da wurde das medizinische Gutachten verlangt, was belegen musste das ich mit solch einem Sitz auch meinen Beruf weiterhin ausführen kann.

Sollte ich mal wieder arbeitslos werden, so wie es schon einmal der Fall war, möchte ich keine Nachteile haben.
Man hatte mir schonmal versucht mich aus dem ALG1 zu kegeln und an die DRV abzuschieben da ich zu krank gewesen wäre (und im Endeffekt wäre ich erstmal beim ALG2 gelandet, da ein Antrag auf EMR, wie man weiß, auch nicht so schnell beschieden wird).
Na ja, da dürfte wohl einiges auch wohlmöglich auf deiner Seite falsch gelaufen zu sein.

Wenn du einen Anspruch auf AlG-I gehabt hast, dann kann man dich nicht einfach ins ALG-II abschieben.

Im übrigen zahlt die AfA das ALG-I immer nur solange wie man einen Rechtsanspruch darauf hat und danach bleibt halt nur noch das ALG-II.Ist man noch jung, dann hat man eben nur 1 jahr Anspruch, ist man hingegen ü50 dann sind es bereits 15 Monate mit ü55 bereits 18 Monate und mit ü58 ganze 2 Jahre. Danach bleibt nur noch das ALG-II.

Das Renten-Anträge nun mal lange dauern können, ist auch nichts neues, vor allem heute wenn man aus der Reha als für den allgemeinen Arbeitsmarkt voll Leistungsfähig entlassen wird. Dar bist du ggf. auch keine Ausnahme.

Außerdem habe ich das Gefühl, das ein Antrag bei der AfA schwerer durchzusetzen sein wird wir bei der DRV.
Wenn du seitens der DRV bisher nicht über eine Reha mit erheblichen gesundheitlichen Einschränkungen erfasst bist, dürfte das wohl eher wenig Erfolg haben. Als Teil-EMR hingegen dürften die Aussichten dann weit besser sein.


Grüße saurbier
 
Oben Unten