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Teilhabe am Arbeitsleben, Berechnung Übergangsgeld

Verstehichnicht

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15 Sep 2018
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#1
Hallo,

folgendes verwirrt mich:
Mein Mann, 30 % ige Behinderung, aber gleichgestellt mit einem 50 % Behinderten hat über die Rentenversicherung eine Umschulung gemacht, zwei Jahre lang. Erfolgreich abgeschlossen. Beantragt hatte er damals die Teilhabe am Arbeitsleben.
Aussage, dieser Antrag hat Gültigkeit, bis er wieder im normalen Arbeitsleben steht. Mündlich.
Ok, während der Umschulung bekam er Unterhaltsgeld, dieses wurde anhand seines letzten Einkommens berechnet.

Nach der Umschulung irre viele Bewerbungen, bis jetzt trotz super Zeugnisse keinen Job, wir denken, wir wissen woran es liegt.
Ok, Kontakt aufgenommen zur Rentenversicherung, um Aufbaukurs gebeten, um die Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen.
Inzwischen war nämlich auch das Arbeitslosengeld ausgelaufen und wir sitzen in ALG 2....nicht schön.

Aufbaukurs abgelehnt, aber Maßnahme inkl. Praktikum angeboten ....Mann hat eingewilligt, sollte auch wieder Übergangsgeld bekommen.
Heute bekommen wir den Bescheid, Übergangsgeld ist gerade mal die Hälfte von dem Übergangsgeld, was er während der Umschulung bekam, also wären wir auf ergänzend Hartz vier angewiesen. Man hat ein fiktives Gehalt was er in seinem Umschulungsjob verdienen könnte zur Berechnung genutzt. Und davon dann einen bestimmten Prozentsatz.

Wir sind davon ausgegangen, sein letztes Gehalt würde wie auch in der Umschulung zählen.

Nochmal kurz zusammengefasst:

Arbeit im normalen Unternehmen, erkrankt, 31.12. Auflösungsvertrag, danach 6 Monate arbeitslos, dann Umschulung als Teilhabe zum Arbeitsleben, Unterhaltsgeld berechnet nach letztem Arbeitergebergehalt.
15. Januar diesen Jahres Ausbildung beendet, 6 Monate arbeitslos mit ALG 1, seit einem Monat nun ALG 2. Maßnahme über die Rentenversicherung am 4. August begonnen, heute Bescheid über Unterhaltsgeld, deutlich geringer als beim ersten Mal, da fiktives Einkommen zu Grunde gelegt wird.

Kann das wirklich so sein????

Wenn ja, wirft das nämlich noch weitere chaotische Fragen auf.

Für Hilfe wären wir sehr dankbar, denn im Netz findet man lauter kann, und könnte etc. Bestimmungen.

MFG Mareike
 
Mitglied seit
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#2
Weil die Berechnung nach Paragraph 68 SGB IX erfolgt. Also fiktiv nach dem höchsten Berufsabschluss und dann sind es wohl 1076,70 Euro Übergangsgeld in Stufe drei mit Berufsausbildung ohne Kind mit Kindergeldanspruch. Die Berechnung erfolgt so, weil die letzte sv-pflichtige Tätigkeit wohl länger als drei Jahre bei Maßnahmebeginn zurück liegt. Die Berechnung erfolgt so seit 01.01.2018 dank BTHG und vor allem Fr. Nahles für diese Verschlechterung.
 

Doppeloma

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#3
Hallo Verstehichnicht, :welcome:

zu den Berechnungen kann ich dir nicht weiterhelfen, aber da kam ja schon ein Hinweis und das mit "plötzlichen Gesetzes-Änderungen" nach einer Umschulung kenne ich leider auch ...

Ist schon länger her (fast 20 Jahre) aber nicht weniger schlecht damals für mich ausgegangen ... VOR Beginn der Umschulung hieß es noch man habe dann wieder Anspruch auf ALGI daraus wenn man nicht gleich Arbeit finden sollte ... :icon_laber:

Als meine Umschulung dann beendet war (Ende 01/2000) gab es "leider" seit 01.01. neue Gesetze dazu und so musste ich direkt den Weg zum Sozial-AMT antreten, um mich und mein Kind "über die Runden zu bringen" (Hartz 4 gab es damals noch nicht). :icon_neutral:

Nach der Umschulung irre viele Bewerbungen, bis jetzt trotz super Zeugnisse keinen Job, wir denken, wir wissen woran es liegt.
Woran liegt es denn deiner Ansicht nach, keine Berufserfahrung im (vielleicht schon) etwas höheren Lebensalter ???

Ok, Kontakt aufgenommen zur Rentenversicherung, um Aufbaukurs gebeten, um die Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen.
Das ist kein besonders neues Problem, da werden auch weitere Schulungs-Maßnahmen kaum was dran ändern können ... dieses "Problem" gab es auch schon vor rund 20 Jahren (besonders) für etwas ältere Umschüler.

Die Berufs-Erfahrung die man von Bewerbern erwartet, kann man damit nicht ausgleichen, "Berufsanfänger" kann jeder AG jünger und meist auch gesünder bekommen und weniger zahlen braucht er dann meist auch zunächst.

Da gebe ich wirklich auch meine eigenen Erfahrungen wieder und die von meinem Männe, der auch umgeschult wurde, das mit den endlos vielen Bewerbungen (bundesweit sogar) kommt mir da sehr bekannt vor ...

Wir haben später Beide nie in den Umschulungsberufen gearbeitet, dass es auch (und wohl vorrangig) am "Alter" liegt wurde uns auch bestätigt, als unser (heutiger) Schwiegersohn nach wenigen Bewerbungen bereits einen festen Job gefunden hatte mit der neuen Ausbildung, er war ja auch erst zarte 26 Jahre alt ... :idea:

Inzwischen war nämlich auch das Arbeitslosengeld ausgelaufen und wir sitzen in ALG 2....nicht schön.
Nachvollziehbar aber beim Sozial-AMT war es damals auch nicht wirklich "schön", dafür hatte ich mit Mitte 40 auch nicht über 2 Jahre Schulbank (300 km weg von zu Hause) auf mich genommen ... :icon_evil:

Aufbaukurs abgelehnt, aber Maßnahme inkl. Praktikum angeboten ....Mann hat eingewilligt, sollte auch wieder Übergangsgeld bekommen.
Das wird ihn insgesamt (vermutlich) auch nicht in richtige Arbeit bringen, diese "Praktika" bringen doch auch NIX ... in der Regel hat man ja während einer Umschulung auch schon ein Berufs-Praktikum absolviert.
Vom regulären Arbeitsmarkt entfernt er sich mit jeder weiteren LTA-Maßnahme nur immer weiter ... und die Berufserfahrung, die man dann (weiter) von ihm erwartet, hat er immer noch nicht anzubieten ... darf ich fragen in welchen Berufsbereich die Umschulung erfolgte ???

Wir sind davon ausgegangen, sein letztes Gehalt würde wie auch in der Umschulung zählen.
Das sieht ja nun eher nicht danach aus und wenn das so stimmt mit der Gesetzes-Änderung, dann wird sich das auch nicht ändern lassen ... es gelten immer die gerade aktuellen Bestimmungen.

Arbeit im normalen Unternehmen, erkrankt, 31.12. Auflösungsvertrag, danach 6 Monate arbeitslos, dann Umschulung als Teilhabe zum Arbeitsleben, Unterhaltsgeld berechnet nach letztem Arbeitergebergehalt.
Warum ein Auflösungsvertrag, man kann ein Arbeitsverhältnis auch erst mal "ruhen" lassen, das sieht zumindest im Lebenslauf dann "besser" aus ...

Kann das wirklich so sein????
Darüber kann euch wohl nur die Rentenkasse aufklären, ihr solltet Widerspruch einlegen, dann muss das ja überprüft werden.

Wenn ja, wirft das nämlich noch weitere chaotische Fragen auf.
Dann stelle mal deine weiteren chaotischen Fragen, umso eher kann man dir darauf vielleicht schon hilfreiche Antworten geben ...
Es ist immer gut auf mögliche Probleme schon vorbereitet zu sein.

MfG Doppeloma
 
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