“Teile und herrsche“ oder “Klassenkampf von oben“

wolliohne

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[FONT=&quot]“Teile und herrsche“ oder “Klassenkampf von oben“
[/FONT][FONT=&quot]Scharf-links.de
Auch die noch offiziell 2,8 Millionen arbeitslosen Frauen und Männer in Deutschland, einschließlich der Armen im offenen Hartz-IV-Strafvollzug, benötigen einen rechtlichen Anspruch auf einen (gesetzlichen) “Mindestlohn“ ab 15 Euro-Std. aufwärts.[/FONT]
 

Der Ratlose

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Na 15 € als Mindestlohn.

Das wars dann wohl. Das ist eine dieser Forderungen wo die masse sich einfach weglegt vor Lachen.

Ich würde den Leuten von scharf-links mal empfehlen eigene Unternehmen zu gründen und so die Gelegenheit zu haben dann 15 € Mindestlohn zu bezahlen.

Allein der Vergleich mit fast 2500€ Brutto und 700 € spätere Rente ist schon völlig hohl.
 

Erolena

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@DerRatlose
Genau weiß ich nicht, was du mit "hohl" meinst. Du glaubst das vermutlich nicht. Ich hab den verlinkten Artikel noch gar nicht gelesen, sondern zuerst mal wegen deiner Zweifel im Internet gesucht.

Nach 35 Jahren mit 2500-Brutto-Verdienst bekommt man ab 2030 voraussichtlich 688 Euro Rente. Das hat das Bundesarbeitsministerium vor Kurzem berechnet. Der Grund sind die Rentenkürzungen. Das meldete im Herbst die Presse.

Bis 2500 brutto droht Sozialamt: Millionen Normalverdienern droht Altersarmut - Gesetzliche Rente - FOCUS Online - Nachrichten
 

Der Ratlose

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Das Problem bei den linken ist doch das Unvermögen den zusammenhang von Ursache und Wirkung zu erfassen.

Was hat der unternehmer mit dem Unvermögen des Angestellten oder Arbeiters zu tun der es nicht auf die Reihe bekommt sich gegen den Rentenbetrug zu wehren?

Bestimmt der Unternehmer die Rentenhöhe?
Veruntreut und verballert der Unternehmer die Rentenbeiträge derer die dort einzahlen?

bei den linken läuft das doch wie folgt:
Eine neue Bande ist in der Stadt. Sie fängt an die Einwohner der Stadt zu erpressen.
Sie wollen von jedem Einwohner 200 € im Monat haben.

Und dann passiert das unglaubliche,die Leute bewaffnen sich nicht, sie rotten sich nicht zusammen und sagen ihr bekommt das Geld nicht.
Denn dafür müssten sie ja was tun.

Nein, sie gehen in ihre Firma wo sie arbeiten und sagen "hallo Chef,ich brauche 200 € mehr im Monat, meine Lebenshaltungskosten sind gestiegen".:icon_neutral::icon_neutral::icon_neutral:
 

Roter Bock

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...was hast Du für ein Problem Ratloser?

das Ansinnen ist die logische Konsequenz aus der Situation - das der Wähler die selbst geschaffen hat ist die andere Seite.

Aber vom Grundsatz her braucht es den Mindestlohn - das hat sogar die CDU begriffen. Ob der Mindestlohn nun bei 9,50 Euro oder 15,00 Euro liegt ist gleich. Wenns nach den Arbeitgebern geht führen wir die Leibeigenschaft wieder ein und zahlen garnix.

Die 15,00 Euro kann man fordern - bekommen wird man die nicht.

Wenn aber eine Firma schon plattgeht wenn ein Mindestlohn gezahlt werden muss, dann braucht sie volkswirtschaftlich keiner. Die werden doch über Aufstocker sowieso schon subventioniert. Das sind die "Fusskranken" der Nation. Geschäftsmodelle die nur gehen wenn billig malocht wird.

Roter Bock
 
E

ExitUser

Gast
Beispiel:
Bei so ner Jauchsendung saß vor paar Wochen ein FDPler, der ne ganze Kette an Friseursalons hat, 60 Stück wenn ich mich recht entsinne. Den Namen weiss ich nicht mehr.

Der meinte, sinngemäß: Wir zahlen übertariflich, 6€/h Grundgehalt plus blablabla. Wenn jetzt ein Mindestlohn käme, müssten wir das auf den Kunden umlegen.

Was mich da interessiert hätte, was aber natürlich nie erwähnt wird, weil es sich ja nicht schickt, über Geld zu reden:

Mich würde der Umsatz sowie der Reingewinn interessieren.
Da könnte man nämlich ganz genau schauen, wie sich der Lohn auf den Gewinn auswirkt und letzteren ggf. anpassen.

(mir schon klar dass sowas nicht kommen wird, aber genau da liegt doch auch der Hund begraben. Der Arbeitgeber ist nämlich nicht der Hochwohlgeboren und die Angestellten seine Deppen, sondern das ganze ist eine Symbiose, wo der eine auf den anderen angewiesen ist. Sollte es zumindest von der Logik her sein).
 
E

ExitUser

Gast
Die passende Wortschöpfung für all diese überflüssigen Plattformen zur Selbstperformance für schwarz-rot-gelb-grüne Politk-Marionetten. :icon_daumen:


Sorry für OT​
Das sollte ja, zumindest hier, jeder wissen, hoff ich doch. Von daher sah ich keinen Sinn für ne Beleidigung vom Günter.

Du hast aber ein rot vergessen. ;)
 

Der Ratlose

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@ roter bock

es ist nicht gleich ob der mindestlohn 9,50 € ist oder 15 €.

das hat etwas mit realitätsverlust zu tun und mit dem Umstand das der normale Arbeitnehmer sofort dichtmacht wenn er 15€ Mindeslohn hört.

Alles was danach noch gesagt wird ist gegen eine Wand gesagt.
 

roterhusar

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Gut dass wir hier einen haben, der Ursache und Wirkung verstanden hat.
Die Aussicht, dass es Arbeit für alle gibt, ist eine Utopie, die etwas angeschlagen wirkt. Vor allem, wenn sie den Sozialstaat ersetzen soll, was nicht schwer einzusehen ist.
Allemal ist dies leichter durchzusetzen, als die anderen Modelle, wie Hartz V, Grundeinkommen, zurück zum Arbeitslosengeld der 80er Jahre und Andere.
 

druide65

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Das Problem bei den linken ist doch das Unvermögen den zusammenhang von Ursache und Wirkung zu erfassen.
Na dann kannst du ja als Ratloser den Linken ja mit Rat und Tat beiseite stehen ,damit sie den Zusammenhang erkennen.

Bestimmt der Unternehmer die Rentenhöhe?
Ja.Höhere Löhne=Höhere Renten.Niedriglohn= Grusi.Ursache und Wirkung.

Veruntreut und verballert der Unternehmer die Rentenbeiträge derer die dort einzahlen?
Wenn ich Niedriglöhne zahle oder Vollzeitjobs in Minijobs oder 400€ Jobs umwandele und nur wegen Profitmaximierung weniger Geld in die Sozialkassen fließen...nun man könntes es fast schon Veruntreuung nennen.

Das wars dann wohl. Das ist eine dieser Forderungen wo die masse sich einfach weglegt vor Lachen.
Sicher?Die "Masse" geht lieber für einen 5er knüppeln?
Na ich weiß nicht....
 

Der Ratlose

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Lieber druide65.

Mit den Rentenbeiträgen die jetzt gezahlt werden, wird gerade die aktuelle Rente ausgezahlt.

und wenn du 20 € die Stunde bekommst, so bedeutet das nur das der Rentenzuschuß des Staates gesenkt werden kann.

Das was ihr durch einen höheren Lohn haben möchtet sind die Anwartschaften.
Das heist in 40 Jahren müssen die ganz jungen dann extrem viel buckeln um diese Anwartschaften auszuzahlen.

Wer also glaubt das höhere Löhne auch eine höhere Rente in 40 Jahren bedeutet der hat den Rentenbetrug nicht so richtig verstanden.
Seit Adenauer ist die kapitalgedenkte Rente nicht mehr existent.

Früher haben immer ein Jahrgang für sich selbst eingezahlt.
Und das Geld durfte auch nicht durchgebracht werden.
Hat natürlich auch nie so richtig geklappt.

Aber wem schreibe ich das überhaupt.
 

druide65

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Die Rentenversicherung in Deutschland läuft nach dem Umlageverfahren.Nicht nach Kapitaldeckung.
 

jockel

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Na 15 € als Mindestlohn.

Das wars dann wohl. Das ist eine dieser Forderungen wo die masse sich einfach weglegt vor Lachen.

Ich würde den Leuten von scharf-links mal empfehlen eigene Unternehmen zu gründen und so die Gelegenheit zu haben dann 15 € Mindestlohn zu bezahlen.

Allein der Vergleich mit fast 2500€ Brutto und 700 € spätere Rente ist schon völlig hohl.
Erbrachte Arbeitsleistung hat in Menge und Qualität ihren Wert. Das hat das christlich und neoliberal versaute Unternehmerlager gefalligst wieder zu lernen. Die Unternehmer erwarten, daß ihnen Respekt und Ehrfurcht gezollt wird.

Gut und schön - warum und wofür?

Für die Schlechtbehandlung der Lieferanten, der Betriebsbelegschaften und Kunden, nur weil Unternehmer vor Raffsucht, Machtgeilheit und Profitsucht nur so strotzen?

Unternehmer haben gefälligst ihren Verfassungsauftrag zu erfüllen, den sie täglich mißachten und draufrumtrampeln. Steht im Artikel 14 Abs. 2 GG

(2) Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.
Pflicht und dienen dem Allgemeinwohl und nicht dem Eigennutz. Das sagt ja wohl alles.

Wie ermittelt man den Mengen- und den Qualitätswert der Arbeit?

Er mißt sich am Arbeitszeitaufwand, den der größte Teil der Belegschaft zur Herstellung von Waren und Leistungen im Durchschnitt benötigt - also die Spitzen nach oben und unten sind nicht zu betrachten, um sein Leben in sozialer Sicherheit dauerhaft bestreiten kann. Die zu bezahlenden Lebenshaltungskosten bestimmen diesen Wert. Von seiner Arbeit muß man leben können und nicht sozial dahinsiechen. Die Frage Angebot und Nachfrage hat wegen ihres asozialen und sozialrassistischen Merkmals nicht zu gelten.

Die CDU/CSU und FDP werden sich mit ihrer asozialen Unternehmerhaltung nicht mehr lange halten können. Ihnen laufen in Scharen die Wähler davon, weil sie Wirtschaftsverstand und -können nicht besitzen, sondern nur vorgauckeln - also lügen und betrügen.

Je größer ein Wirtschaftsunternehmen, eine Kommune oder Staat, desto komplizierter und komplexer die zu lösenden Probleme.

Außer Rumlabern, Rumprotzen, Verschwenden, Rumfeiern bei jeder Fete und Einweihung, Grundsteinlegung und Co. können genannte Vom-Stamme-Nimm-Parteien nichts.

Großes Maul und nichts dahinter!!!
 

jockel

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@DerRatlose
Genau weiß ich nicht, was du mit "hohl" meinst. Du glaubst das vermutlich nicht. Ich hab den verlinkten Artikel noch gar nicht gelesen, sondern zuerst mal wegen deiner Zweifel im Internet gesucht.

Nach 35 Jahren mit 2500-Brutto-Verdienst bekommt man ab 2030 voraussichtlich 688 Euro Rente. Das hat das Bundesarbeitsministerium vor Kurzem berechnet. Der Grund sind die Rentenkürzungen. Das meldete im Herbst die Presse.

Bis 2500 brutto droht Sozialamt: Millionen Normalverdienern droht Altersarmut - Gesetzliche Rente - FOCUS Online - Nachrichten
Wieso dürfen bis 2030 AN nur noch einen Rentenwert von 46% ihres durchschnittlichen Monatsbruttoverdienstes aus dem Gesamtverlauf ihres Erwerbslebens erwarten dürfen und das bei Einzahlung von Pflichtbeiträgen zur KV, PV, RV, AV und Pensionäre bekommen vergleichsweise 75% an Monatsbruttoverdienst und zwar auf Grundlage nur der letzten besten Verdienstjahre und das ohne Beitragspflicht zu Sozialkassen?


Warum können Sie und viele Freiberufler, Selbstständigen, Politiker, Unternehmer
  • von eigenen abgetrennten Sozialsystemen und Versorgungswerken profitieren,
  • den Nutzen von Beitragsbemessungsgrenzen ziehen, wogegen die AN eine Vielzahl von ungünstigen Versicherungsbedingungen hinzunehmen haben
  • Die AN liegen immer unterhalb der Beitragsbemessungsgrenzen
  • haben steigende Lohnsteuern, SV-Beiträge und private Zuzahlungen bei sinkenden Versicherungsleistungen für die Zukunft hinzunehmen
  • haben Sozialrisiken von vielen Bevölkerungs- und Berufsgruppen, von der Mitversicherung der Familienangehörigen solidarisch mitzutragen
Die Bürgerversicherung wird zwingend nötig, wo die bisher Bevorteilten endlich auch mit Pflichtbeiträgen und Einkommenssteuern zur Kasse gebeten werden müssen.
 

jockel

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Das Problem bei den linken ist doch das Unvermögen den zusammenhang von Ursache und Wirkung zu erfassen.

Was hat der unternehmer mit dem Unvermögen des Angestellten oder Arbeiters zu tun der es nicht auf die Reihe bekommt sich gegen den Rentenbetrug zu wehren?

Bestimmt der Unternehmer die Rentenhöhe?
Veruntreut und verballert der Unternehmer die Rentenbeiträge derer die dort einzahlen?

bei den linken läuft das doch wie folgt:
Eine neue Bande ist in der Stadt. Sie fängt an die Einwohner der Stadt zu erpressen.
Sie wollen von jedem Einwohner 200 € im Monat haben.

Und dann passiert das unglaubliche,die Leute bewaffnen sich nicht, sie rotten sich nicht zusammen und sagen ihr bekommt das Geld nicht.
Denn dafür müssten sie ja was tun.

Nein, sie gehen in ihre Firma wo sie arbeiten und sagen "hallo Chef,ich brauche 200 € mehr im Monat, meine Lebenshaltungskosten sind gestiegen".:icon_neutral::icon_neutral::icon_neutral:
Der Unternehmer erkauft sich die politische und wirtschaftliche Macht und eigenen Vorteile durch Bestechung, Lobbyismus, Parteispenden.

Also haben die Unternehmer bei dieser ergaunerten Machtfülle auch soziale Pflichten und Verantwoortung zu tragen und sich nicht von eigenen Betriebsrisiken zu befreien, die sie meist auf die Bevölkerung abwälzen.
 

jockel

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...was hast Du für ein Problem Ratloser?

das Ansinnen ist die logische Konsequenz aus der Situation - das der Wähler die selbst geschaffen hat ist die andere Seite.

Aber vom Grundsatz her braucht es den Mindestlohn - das hat sogar die CDU begriffen. Ob der Mindestlohn nun bei 9,50 Euro oder 15,00 Euro liegt ist gleich. Wenns nach den Arbeitgebern geht führen wir die Leibeigenschaft wieder ein und zahlen garnix.

Die 15,00 Euro kann man fordern - bekommen wird man die nicht.

Wenn aber eine Firma schon plattgeht wenn ein Mindestlohn gezahlt werden muss, dann braucht sie volkswirtschaftlich keiner. Die werden doch über Aufstocker sowieso schon subventioniert. Das sind die "Fusskranken" der Nation. Geschäftsmodelle die nur gehen wenn billig malocht wird.

Roter Bock
Wenn alle Firmen die gleichen Lohn- und Sozialbedingungen garantieren müssen und sich keiner davon befreien kann, dann hat man endlich wieder die angebliche Wettbewerbsfreiheit, weil keine der Firmen bevorteilt oder benachteiligt sind im Verhältnis ihrer Unternehmenskonkurrenten.

Solange große Firmen staatliche Bevorzugungen erhalten und der Mittelstand und die Kleingewerbetreibenden nicht, hat das mit Konkurrenzgleichheit nichts zu tun.

Ist wie bei einem Wettlauf, wo die großen Firmen ungerechtfertigt einen Vorsprung erhalten, den sie nicht verdienen.
 
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