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Teil EMrente beantragt,nicht gewollte volle Erwerbsminderungsrente bekommen

Fusselrolle1

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Hallo,
mein Mann ist seit 12/2013 krank geschrieben, er hat eine unbefristete Arbeitsstelle im ÖD.
Nach einem gescheiterten Arbeitsversuch in 6/2013 (bis 6 Stunden gearbeitet), dann war Schluss) Teilerwerbsminderungsrente beantragt, jetzt Bescheid über volle Erwerbsminderungsrente bekommen.
Das hat er aber so nicht beantragt, er will ja mit einer Teilzeitstelle über 28 Stunden wieder arbeiten. Der AG will ihn ja auch wieder haben. Beim VDK ist im Moment unser Berater in Urlaub, und niemand so richtig kompetent.
Wie nun verhalten?
Wiederspruch einreichen? und abwarten, oder
Teilzeitvertrag aushandeln und Rentenversicherung über geänderte Verhältnisse in Kenntniss setzen?

LG
Fussel
 

gelibeh

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Ihm kann nicht verboten werden, einen Teilzeitarbeitsplatz anzunehmen. Dann setzt man die DRV in Kenntnis und die Rente wird reduziert. Wenn er es aber doch nicht schafft, dann könnte es ein Problem geben, die volle Rente wiederzuerlangen. Er soll das ganz genau mit dem Arzt besprechen. Manchmal geht das was man möchte und was man wirklich kann, sehr auseinander. Und so ganz ohne Grund bekommt man keine volle Rente, gerade da sträubt sich die DRV sehr.
 

Sansiveria

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Und so ganz ohne Grund bekommt man keine volle Rente, gerade da sträubt sich die DRV sehr.
... und manche müssen sehr lange kämpfen, um eine volle EMR zu bekommen (oder eine teilweise EMR).

... und manche bekommen sie nie ... egal wie krank sie sind.
 

desmona

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Ihm kann nicht verboten werden, einen Teilzeitarbeitsplatz anzunehmen. Dann setzt man die DRV in Kenntnis und die Rente wird reduziert. Wenn er es aber doch nicht schafft, dann könnte es ein Problem geben, die volle Rente wiederzuerlangen. Er soll das ganz genau mit dem Arzt besprechen. Manchmal geht das was man möchte und was man wirklich kann, sehr auseinander. Und so ganz ohne Grund bekommt man keine volle Rente, gerade da sträubt sich die DRV sehr.
...genau
-----------------------------

...ich bin zwar in Rentendingen so gar nicht bewandert, aber ich weiß, dass irre viele Menschen (auch hier im Forum) drum kämpfen eine EM-Rente anerkannt zu bekommen...und es sich mitunter ziemlich lange hinzieht...bzw. abgelehnt wrd.

wenn bei deinem Mann nun (und das sogar recht schnell) eine EM-Rente bewilligt wurde, so schließe ich daraus, dass schon (leider) massive Gründe vorliegen müssen...

...ich könnte mir vorstellen (nachvollziehbar) dass dieses "ich bekomm jetzt Rente...kann nicht mehr so arbeiten (leisten) wie ich will etc." zum großen (psych) Problem entwickelt...

...aber genug spekuliert...steht mir hier auch nicht zu

...zum "praktischen" Procedere ist auch u.a. hier im Forum @Doppeloma aussagekräftig...sie meldet sich bestimmt auch noch:wink:

p.s.@Fusselrolle1 (süßer Nick)...willkommen hier im Forum
 

axellino

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Kann man denn überhaupt von vornherein gleich eine Teilerwerbsminderungsrente beantragen???

So kenne ich das nicht.Ich musste aufgrund meiner Erkrankung allgemein die Erwerbsminderungsrente beantragen und die volle wurde mir dann zugesprochen.

Ich würde euren nächsten Schritt genau überlegen,ob ihr auf die volle Rente verzichten wollt und auch könnt.Wer weiss wie es langfristig weiter mit Gesundheit und Erwerbsfähigkeit geht.
 

Muzel

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Ich wurde bei Antragstellung gefragt, ob ich Teilrente will. Davon hat mir der Berater abgeraten, weil sie meist abgeschmettert wird.
 

Doppeloma

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Hallo Fusselrolle,

mein Mann ist seit 12/2013 krank geschrieben, er hat eine unbefristete Arbeitsstelle im ÖD.
Nach einem gescheiterten Arbeitsversuch in 6/2013 (bis 6 Stunden gearbeitet), dann war Schluss) Teilerwerbsminderungsrente beantragt, jetzt Bescheid über volle Erwerbsminderungsrente bekommen.
Wurde die EM-Rente auf Zeit (also mit Befristung bis XXX) bewilligt oder ohne Befristung bis zum Eintritt in die Altersrente ???

Das hat er aber so nicht beantragt, er will ja mit einer Teilzeitstelle über 28 Stunden wieder arbeiten. Der AG will ihn ja auch wieder haben.
Hier kann ich den Vorschreibern nur zustimmen, es ist eigentlich unerheblich was er "beantragt hat" (oder welche Vorstellungen er dabei noch hatte arbeiten zu können), die EM-Rente wird immer voll geprüft und wenn die DRV der Ansicht ist eine Volle EM-Rente zu geben, dann wird die wohl auch notwendig sein.

Kann ja sein dass der AG ihn gerne wieder haben möchte, aber zunächst ist ja wohl seine Gesundheit und die Leistungsfähigkeit ausschlaggebend und nicht was der AG gerne möchte.

Beim VDK ist im Moment unser Berater in Urlaub, und niemand so richtig kompetent.
Wie nun verhalten?
Widerspruch einreichen?
Widerspruch gegen eine Volle Berentung bei erwiesener voller Erwerbsminderung würde wohl keiner wirklich verstehen können, was soll das bringen ???
So eine Rente bekommt man nur wenn es nicht anders geht und er kann dazu bis 450 Euro monatlich verdienen ... gerne bei seinem AG wenn der Interesse daran hat ...

Das wäre ja wohl sinnvoller wenn er sich zunächst in diesem Rahmen ausprobiert, ob das wirklich auf die Dauer geht gesundheitlich ...
Du schreibst, dass er seit längerem AU geschrieben ist, aktuell auch noch, dann zeugt das ja eher davon dass er überhaupt nicht arbeiten kann ... was die Voll-Rente ja bestätigt hat.

Teilzeitvertrag aushandeln und Rentenversicherung über geänderte Verhältnisse in Kenntniss setzen?
Was er mit seinem AG "aushandeln" kann und will weiß ich nicht, jede Aufnahme einer Tätigkeit zusätzlich zur EM-Rente wäre der DRV mitzuteilen, das steht ja auch entsprechend im Rentenbescheid drin.

Wird die Zuverdienstgrenze (bei Voll-Rente 450 Euro) überschritten erfolgt zunächst eine Kürzung der Rente und ab einem bestimmten Zeitrahmen der Tätigkeit /Höhe des zusätzlichen Einkommens, wird es auch zur Überprüfung der kompletten Rentenberechtigung kommen ... da meldet sich die DRV dann schon von ganz alleine ...

Ich weiß ja nicht wie alt dein Mann ist und warum es euch so "stört", dass er die volle EM-Rente bekommen hat "obwohl er nur die Halbe haben wollte" ... das kann man sich eigentlich nicht aussuchen ... :icon_kinn:

Ich selbst gehöre zu denen die da nicht so gut "bedient" wurden von der DRV, musste fast 3 Jahre (bis zum Sozialgericht) darum kämpfen, dass man meine gesundheitlichen Probleme überhaupt anerkannt und eine Rente bewilligt hat ... bis dahin war ich schon fast 4 Jahre AU geschrieben und musste zuletzt sogar Hartz 4 beantragen ... weil kein anderer mehr zahlen brauchte ...

Da habe ich wirklich meine Schwierigkeiten solche Fragen nachzuvollziehen, ich kenne auch viele andere Antragsteller auf EM-Rente die sich "glücklich" schätzen würden, so problemlos die EM-Rente bewilligt zu bekommen und es sind ganz sicher keine gesunden Leute, von denen ich hier schreibe ...

MfG Doppeloma
 

dallith

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Falls Dein Mann eine befristete EM-Rente bekommt, dürfte ihm auch sein Arbeitsplatz erhalten bleiben, damit hat er auch eine kleine Sicherheit in der Hinterhand. Sollte er nach einiger Zeit wirklich wieder arbeiten können, hat er weiter eine Arbeitsstelle.
Ansonsten haben meine Vorredner vollkommen recht, es ist sehr schwer, EM-Rente zu bekommen und die DRV ist die letzte, die einem etwas schenkt.
 

Fusselrolle1

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Hallo Fusselrolle,

Hallo und guten Morgen,

Wurde die EM-Rente auf Zeit (also mit Befristung bis XXX) bewilligt oder ohne Befristung bis zum Eintritt in die Altersrente ???

"Ohne Befristung bis zum Eintritt der Altersrente, mein Mann ist 55 J. und hat einen GdB von 50."

Hier kann ich den Vorschreibern nur zustimmen, es ist eigentlich unerheblich was er "beantragt hat" (oder welche Vorstellungen er dabei noch hatte arbeiten zu können), die EM-Rente wird immer voll geprüft und wenn die DRV der Ansicht ist eine Volle EM-Rente zu geben, dann wird die wohl auch notwendig sein.

"Das ist aber schon seltsam, man beantragt die Teilrente und legt ja auch schriftlich dar was er noch arbeiten kann, man wird ja im Antrag gefragt, und dann wird einfach per Gutachten nach Aktenlage entschieden? Der musste noch nicht einmal zur Prüfung zum Gutachter-Doktor."

Kann ja sein dass der AG ihn gerne wieder haben möchte, aber zunächst ist ja wohl seine Gesundheit und die Leistungsfähigkeit ausschlaggebend und nicht was der AG gerne möchte.

"Das wissen wir ja auch, er war ja im Rahmen der Eingliederung auch bis 6 Std. arbeiten, aber mehr ging nicht, deswegen Beantragung Teil EM."


Widerspruch gegen eine Volle Berentung bei erwiesener voller Erwerbsminderung würde wohl keiner wirklich verstehen können, was soll das bringen ???
So eine Rente bekommt man nur wenn es nicht anders geht und er kann dazu bis 450 Euro monatlich verdienen ... gerne bei seinem AG wenn der Interesse daran hat ...

Das wäre ja wohl sinnvoller wenn er sich zunächst in diesem Rahmen ausprobiert, ob das wirklich auf die Dauer geht gesundheitlich ...
Du schreibst, dass er seit längerem AU geschrieben ist, aktuell auch noch, dann zeugt das ja eher davon dass er überhaupt nicht arbeiten kann ... was die Voll-Rente ja bestätigt hat.

"Er hat die Wiedereingliederung abgebrochen wril er nicht 8 Std. voll arbeiten kann, 6 Std. waren o.k, aber nicht 8.

Was er mit seinem AG "aushandeln" kann und will weiß ich nicht, jede Aufnahme einer Tätigkeit zusätzlich zur EM-Rente wäre der DRV mitzuteilen, das steht ja auch entsprechend im Rentenbescheid drin.

"Ja, steht drin"

Wird die Zuverdienstgrenze (bei Voll-Rente 450 Euro) überschritten erfolgt zunächst eine Kürzung der Rente und ab einem bestimmten Zeitrahmen der Tätigkeit /Höhe des zusätzlichen Einkommens, wird es auch zur Überprüfung der kompletten Rentenberechtigung kommen ... da meldet sich die DRV dann schon von ganz alleine ...

"Wenn ich das richtig verstehe und auch im Bescheid lese, dann kann er z.B. mit seinem AG aushandeln er will noch so und soviel Stunden arbeiten bis zu dem und dem Eurobetrag und das dann der Rentenstelle mitteilen?"

Ich weiß ja nicht wie alt dein Mann ist und warum es euch so "stört", dass er die volle EM-Rente bekommen hat "obwohl er nur die Halbe haben wollte" ... das kann man sich eigentlich nicht aussuchen ... :icon_kinn:

"Wir wollen nicht aussuchen, aber auch nicht Leistung beziehen obwohl er noch arbeiten kann.
Und es ist auch schlimm das andere so lang kämpfen müssen um die EM Rente und wir das gar nicht wollen."

Ich selbst gehöre zu denen die da nicht so gut "bedient" wurden von der DRV, musste fast 3 Jahre (bis zum Sozialgericht) darum kämpfen, dass man meine gesundheitlichen Probleme überhaupt anerkannt und eine Rente bewilligt hat ... bis dahin war ich schon fast 4 Jahre AU geschrieben und musste zuletzt sogar Hartz 4 beantragen ... weil kein anderer mehr zahlen brauchte ...

Da habe ich wirklich meine Schwierigkeiten solche Fragen nachzuvollziehen, ich kenne auch viele andere Antragsteller auf EM-Rente die sich "glücklich" schätzen würden, so problemlos die EM-Rente bewilligt zu bekommen und es sind ganz sicher keine gesunden Leute, von denen ich hier schreibe ...

"Das tut mir leid und sicherlich ist mein Mann auch nicht gesund, er hat leider eine sehr seltene Krankheit bei der so gut wie keine Erfahrungswerte, keine standartisierte Therapie und keine Prognosen gegeben werden können, da diese Krankheit sehr unterschiedliche Ausprägung3n hat und selbst Doctores sich schlau machen müssen. "

MfG Doppeloma
LG Fusselrolle
 

saurbier

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Hallo,

es wurde ja schon viel gutes geschrieben, im besonderen wieder einmal von Doppeloma.

Sofern dein Mann wirklich mit dem Gedanken spielt, weiter arbeiten gehen zu wollen, dann steht dem auch nichts im Weg.

Eine volle EMR besagt nicht, dass man nicht mehr arbeiten darf.

Selbst der Gesetzgeber hat dazu Möglichkeiten vorgesehen.

Zuerst einmal könnte dein Mann "ausprobieren", wozu er auch über einen längeren Zeitraum noch in der Lage ist. Ein Eingliederungsversuch über wenige Wochen sagt nach einem extrem langen Krankenverlauf nicht wirklich viel aus. (selbst erlebt)

Vielleicht wäre es von Vorteil, wenn dein Mann zuerst einmal auf 450,-€ Basis für einen längeren Zeitraum arbeiten gehen würde.

Klappt dies ohne gesundheitliche Probleme, dann kann er auch zeitlich mehr arbeiten.

Dann allerdings wird die volle EMR gemäß der im Angang zum Rentenbescheid befindlichen Leistungstabelle gekürzt (auf 1/3 respektive auf 2/3 bzw. ggf. sogar ganz gestrichen).

Allerdings sollte man sich dabei dann auch im klaren sein, dass wenn die volle EMR eben aus Leistungsgründen (eben weil er ja Arbeiten kann) wohlmöglich voll gestrichen wird, es sehr schwer sein dürfte in Zukunft eine solche nochmals zu erhalten. (Bekannten passiert)

Ebenfalls sollte man bedenken, dass sich ein zusätzliches Einkommen (Rente plus Arbeit) nicht mehr besonders auf die Höhe der Altersrente auswirken dürfte, ausgenommen er verdiente bisher an der Beitragsbemessungsgrenze, falls hier bedenken bezüglich der Höhe zur späteren Altersrente bestehen.

Ich hab z.B. jahrelang eine BU (2/3 Rente altes Rentenrecht) bekommen und bin halbtags noch arbeiten gegangen, bei sehr gutem Lohn (kein ZAF oder anderweitiger Dumpinglohn). Die damit erworbenen Rentenpunkte hatten bei mir keinerlei Auswirkungen bezüglich der jetzigen vollen EMR.

Ich persönlich würde, wenn ich nur der Arbeit wegen arbeiten wollte, das ganze auf 450,-€ Basis versuchen. Falls das eben nicht geht, im äussersten Notfall noch mit einer Kürzung um 1/3 der aktuellen Rente. Wobei dann unbedingt darauf zu achten wäre, dass er auf keinen Fall mehr als halbtags (auch nicht nur an 2 Tagen voll und danach frei) arbeiten sollte. Mehr als halbtags, könnte so mancher Sachbearbeiter wohlmöglich auch als ganztagsfähig auslegen.

Ihr solltet nicht vergessen, dass die von euch seinerzeit gewünschte Teil-EMR auch nur 50% der jetzigen Rente bedeuten würde.

Das ganze ist als Anregung zu verstehen.


Gruss saurbier
 

Fusselrolle1

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Thematiker*in
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Hallo,

vielen Dank für die vielen Ratschläge hier.

Er will wieder arbeiten und nicht nur auf 450 Eurobasis.
Er arbeitet die ganze Zeit schon von zu Hause aus und arbeitet seinem Kollegen zu (Fachinformatiker Systemintegration).
Mit seinem AG war das ja schon abgesprochen das er zwischen 3 und längstens 5,9 Std. wieder arbeiten gehen kann, es gehen halt nur nicht 8 Std.

Er findet seine persönliche Situation nicht angemessen berücksichtigt in dem Rentenbescheid.

Ich habe heute schon in Berlin angerufen und als Aktennotiz den Widerspruch notieren lassen, mein Mann hat diesen schon vorab per Fax dann geschickt, heute auch endlich in Absprache mit dem Schwerbehindertenbeauftragten.

Die in Berlin waren dann zwar auch erstaunt, aber mein Mann will keine Leistungen haben die ihm seiner Meinung nach nicht zustehen da er ja fähig ist zu arbeiten und niemand, auch nicht aus der Reha, dies in der Form anzweifelte.
Sicherlich könnte man mit dieser Krankheit zu Hause bleiben, aber mein Mann sitzt schon Kuhlen in die Couch, Arbeit ist für ihn auch Hobby und da will er nicht drauf verzichten.

Wir sind ja im Deutschen Staat, und sicherlich kann niemand in die Zukunft sehen, und eine genaue Voraussage mit dieser Krankheit ist völlig unmöglich.
Es geht im soweit gut, er will nicht die Allgemeinheit belasten, im Rahmen und Möglichkeit seiner Krankheit will er weiter produktiv arbeiten gehen.

Ich werde weiter berichten.


Fusselrolle



Hallo,

es wurde ja schon viel gutes geschrieben, im besonderen wieder einmal von Doppeloma.

Sofern dein Mann wirklich mit dem Gedanken spielt, weiter arbeiten gehen zu wollen, dann steht dem auch nichts im Weg.

Eine volle EMR besagt nicht, dass man nicht mehr arbeiten darf.

Selbst der Gesetzgeber hat dazu Möglichkeiten vorgesehen.

Zuerst einmal könnte dein Mann "ausprobieren", wozu er auch über einen längeren Zeitraum noch in der Lage ist. Ein Eingliederungsversuch über wenige Wochen sagt nach einem extrem langen Krankenverlauf nicht wirklich viel aus. (selbst erlebt)

Vielleicht wäre es von Vorteil, wenn dein Mann zuerst einmal auf 450,-€ Basis für einen längeren Zeitraum arbeiten gehen würde.

Klappt dies ohne gesundheitliche Probleme, dann kann er auch zeitlich mehr arbeiten.

Dann allerdings wird die volle EMR gemäß der im Angang zum Rentenbescheid befindlichen Leistungstabelle gekürzt (auf 1/3 respektive auf 2/3 bzw. ggf. sogar ganz gestrichen).

Allerdings sollte man sich dabei dann auch im klaren sein, dass wenn die volle EMR eben aus Leistungsgründen (eben weil er ja Arbeiten kann) wohlmöglich voll gestrichen wird, es sehr schwer sein dürfte in Zukunft eine solche nochmals zu erhalten. (Bekannten passiert)

Ebenfalls sollte man bedenken, dass sich ein zusätzliches Einkommen (Rente plus Arbeit) nicht mehr besonders auf die Höhe der Altersrente auswirken dürfte, ausgenommen er verdiente bisher an der Beitragsbemessungsgrenze, falls hier bedenken bezüglich der Höhe zur späteren Altersrente bestehen.

Ich hab z.B. jahrelang eine BU (2/3 Rente altes Rentenrecht) bekommen und bin halbtags noch arbeiten gegangen, bei sehr gutem Lohn (kein ZAF oder anderweitiger Dumpinglohn). Die damit erworbenen Rentenpunkte hatten bei mir keinerlei Auswirkungen bezüglich der jetzigen vollen EMR.

Ich persönlich würde, wenn ich nur der Arbeit wegen arbeiten wollte, das ganze auf 450,-€ Basis versuchen. Falls das eben nicht geht, im äussersten Notfall noch mit einer Kürzung um 1/3 der aktuellen Rente. Wobei dann unbedingt darauf zu achten wäre, dass er auf keinen Fall mehr als halbtags (auch nicht nur an 2 Tagen voll und danach frei) arbeiten sollte. Mehr als halbtags, könnte so mancher Sachbearbeiter wohlmöglich auch als ganztagsfähig auslegen.

Ihr solltet nicht vergessen, dass die von euch seinerzeit gewünschte Teil-EMR auch nur 50% der jetzigen Rente bedeuten würde.

Das ganze ist als Anregung zu verstehen.


Gruss saurbier
 

Piratin007

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Salü..bei mir ist es so, dass ich vom Geld her die volle EM-Rente bekomme aufgrund der Arbeitsmarkt-Situation, aber ich bin trotzdem Teilzeit-arbeitsfähig 3-6 h..Vielleicht ist das bei Dir auch so eine Entscheidung..kommt auf die Branche an. Das müsste dann aber auch so im Bescheid stehen..Mit 450,- komm ich am besten mit dem Zuverdienst. Kommt man drüber, wird die Rente gegengerechnet..Mit dem Mindestlohn ab Januar 2015 reduzieren sich dann nochmals die Stunden. Aber man kann sich auch mit wenigen Stunden total verausgaben..
 
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