Taugt der Bundesfreiwilligendienst als Sprungbrett ins Arbeitsleben? Was meint ihr?

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G

Gelöschtes Mitglied 46910

Gast
Das mit der Jobsuche... es will nicht funktionieren. Keine Ahnung woran es liegt. Ich bin komplett Ratlos.

Mir ist dieses Wochenende eine Idee in den Sinn gekommen. Warum nicht ein Jahr den Buftdi machen? Ich würde unter Menschen kommen und vielleicht ergibt sich hieraus eine echte Jobmöglichkeit?!

Aber hab ich denn tatsächlich eine realistische Chance, auf den Bufdi? Oder "nehmen die auch nicht Jeden"?! Bau ich mir hier grad ein Luftschloss auf?
Morgen werd ichs hoffentlich erfahren. Da will ich mich mal im Rathaus informieren...

Wenn die Reaktion, auf mein Vorhaben, allerdings schlecht ausfällt, will ich die Frühverrentung... :cry:
 
G

Gelöschtes Mitglied 46910

Gast
mach das doch, dann hast du wenigstens Ruhe vor dem JC ;)

Wenn man sich mal die Fakten anschaut (sofern man einige Aussagen als wahr annimmt):

Es gibt Fachkräftemangel.
Es werden händeringend Arbeiter gesucht.
Ich finde keinen Job.

Offensichtlich bin ich zu nichts zu gebrauchen = arbeitsunfähig = Erwerbsminderungsrente.
(Wobei ich tatsächlich die meisten körperlichen und motorisch anspruchsvollen Arbeiten nicht machen könnte)

Bufdistellen sind ja ähnlich wie 1 Euro Jobs "zusätzlich", daher kannst du dir ja ausrechnen wie hoch deine Chance auf eine Jobmöglichkeit danach ist.

Naja, ich würde, wie gesagt, mal wieder unter Menschen kommen und letztlich würde ich zu dem Taschengeld auch nicht nein sagen...
 
E

ExitUser 55598

Gast
Es gibt Fachkräftemangel.
Es werden händeringend Arbeiter gesucht.
You made my day :D

Du glaubst das Märchen vom Fachkräftemangel doch nicht ernsthaft???!!!
Fakt ist, es gibt mehr Arbeitslose als freie Arbeitsstellen.
Und warum wandern gute ausgebildete Leute ins Ausland ab? Wegen der Bezahlung hauptsächlich.

Die Legende vom Fachkräftemangel wurde von den Politikern und Arbeitgebernverbänden doch nur in die Welt gesetzt, um die Löhne zu drücken und die Stellen mit Zuwandern ( die natürlich weniger Lohn bekommen und sich auch wenig mit deutschen Arbeitsrecht auskennen) zu belegen.
Passiert zum Beispiel seit Jahren schon in der Pflegebranche, dort werden sogar Menschen aus Asien (!) hergelockt oder an den polnischen 24 Std. Kräften, die auch noch bei den alten Menschen in den Haushalten mitleben, natürlich zu schlechten Löhnen.

Bitte, bitte schau dir mal Videos z.B. bei YouTube über das Thema Fachkräftemangel an.

mal wieder unter Menschen kommen und letztlich würde ich zu dem Taschengeld auch nicht nein sagen...
dann such dir doch unter der offiziellen Internetseite des Bundesfreiwlligendienstes schon mal passende Einsatzstellen herraus, suche Kontakt und hospiere da auch mal ein paar Stunden.


Ich wollte das auch mal machen, musste aber feststellen, das man da genauso ausgenutzt wird, wie beim Freiwilliges Sozialen Jahr oder bei den 1 Euro Jobs.
 
G

Gelöschtes Mitglied 46910

Gast
Bitte, bitte schau dir mal Videos z.B. bei YouTube über das Thema Fachkräftemangel an.

Hab ich gemacht. Es gibt sehr viele Dokus von den öffentlich Rechtlichen zum Thema - weshalb Fachkräftemangel ein Märchen ist.
Leider erzählen genau diese Medien das Märchen aber dennoch weiter...

Viele Stimmen behaupten auch vehement das Gegenteil. für diese Diskussion habe ich einfach mal unterstellt, das alles so ist, wie in der Öffentlichkeit berichtet wird.
 
E

ExitUser 55598

Gast
von den öffentlich Rechtlichen zum Thema
Dir ist schon klar, das die öffentlichen Rechtlichen alles andere als neutral berichten ;)
Staatsfunk halt.

Mal anders: Geh doch mal auf der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit gucken und schau dir ganz oben die Zahl der Bewerbungsprofile aktuell bei : 2,19 Millionen an, dann die Zahl der "freien" Stellen, die aber überwiegend aus Leihbuden mit Fakestellen bestehen, aktuell bei 1,7 Millionen ergibt eine erhebliche Differnz.
 

Kerstin_K

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Dir ist schon klar, das die öffentlichen Rechtlichen alles andere als neutral berichten ;)
Staatsfunk halt.

Mal anders: Geh doch mal auf der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit gucken und schau dir ganz oben die Zahl der Bewerbungsprofile aktuell bei : 2,19 Millionen an, dann die Zahl der "freien" Stellen, die aber überwiegend aus Leihbuden mit Fakestellen bestehen, aktuell bei 1,7 Millionen ergibt eine erhebliche Differnz.
Wobei längst nicht alle offenen Stellen bei der AfA gemeldet sind, aber auch nicht alle Arbeitslosen, zim Beispiel, wenn sie kein ALGII erhalten.
 

Curt The Cat

Redaktion
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Moinsen Negev ...!

Ich war mal so frei und hab' den Titel Deines Fadens etwas abgerundet. Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage ist immer freundlich und - soviel Zeit sollte sein. Ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11
11. Themen/Threads erstellen
Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen.Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!! oder Bundesfreiwilligendienst als Sprungbrett?, sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt!
Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf ausreichend Zeichen erweitert und zudem einen deutlichen Hinweis im Texteingabefeld hinterlassen. Da passt deutlich mehr als drei bis fünf Worte rein ...

Erhellendes zum Thema findet man auch hier ... ->klick

Ich wünsche Dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt hier im Forum.


:icon_wink:
 
E

ExitUser 55598

Gast
Wobei längst nicht alle offenen Stellen bei der AfA gemeldet sind, aber auch nicht alle Arbeitslosen, zim Beispiel, wenn sie kein ALGII erhalten.
Das war auch nur als Beispiel gedacht, weil der Threadersteller nicht versteht, warum er bei dem "Fachkräftemangel" keine Arbeit findet.
 

Gollum1964

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Hallo Negev,

BufDi als Sprungbrett?

Meiner Meinung nach hängt das vom Alter und der beruflichen Vorerfahrhrung ab.
Als junger Mensch zu Beginn des Erwerbslebens wird das gerne gesehen und auch akzeptiert (bei mir Wehrdienst im Alter von 19) bei späteren Vorstellungsgesprächen.

Mir wollte man vor gut einem Jahr auch BufDi nahelegen?
Ich habe nach der Sinnhaftigkeit gefragt? Als Mittfünfziger mit Diplom und mehr als 20 jähriger qualifizierter Berufspraxis.
Irgendwie wurde ich den Eindruck nicht los, dass ich in eine Sackgasse geraten würde und das es hier mehr um die Statistik ging. Ich hatte die Befürchtung, dass man mich nachher weder bei den Arbeitgebern noch bei der BufDi-Stelle für ernst nimmt.

Und zu den Selbstvorwürfen:

Lass das sein, in vielen Fällen liegen die Vermittlungshemmnisse eher auf Seiten der Arbeitgeber als bei dir selber. Bei mir ist es das Alter aus Sicht der Arbeitgeber. Allerdings wird jeder mal alt.
 
G

Gelöschtes Mitglied 46910

Gast
Das war auch nur als Beispiel gedacht, weil der Threadersteller nicht versteht, warum er bei dem "Fachkräftemangel" keine Arbeit findet.

Doch... ich versteh schon.

Ich sehe mich nur einem Dauerfeuer ausgesetzt: "denn geh halt arbeiten", "das kann doch nicht sein", "dann musst du halt..."
Irgendwann adaptiert man das Ganze auch ein wenig. "Wie können so viele Leute das falsche sagen" - oder zumindest so undifferenziert sein?

Ich wollte ja auch hier über den Bufdi reden und nicht über "krude Verschwörungstheorien"... deshalb meine defensive Haltung.
 
E

ExitUser 55598

Gast
Ich sehe mich nur einem Dauerfeuer ausgesetzt
Ja, das kenne ich noch von meinem Erzeuger, als ich noch leider bei ihm gewohnt hatte... da ich Einzelgängerin bin habe ich diesbezüglich zum Glück meine Ruhe.

Ich wollte ja auch hier über den Bufdi reden
Okay, welchen Bereich würdest du denn gerne machen? Hast du dir in der Einsatzstellensuche schon Stellen herrausgesucht?
 
G

Gelöschtes Mitglied 46910

Gast
Okay, welchen Bereich würdest du denn gerne machen? Hast du dir in der Einsatzstellensuche schon Stellen herrausgesucht?

Da die Idee erst vor wenigen Tagen aufkam, hatte ich noch keine Zeit mir konkret Gedanke zu machen.
Eine Stelle in der Verwaltung wäre wohl naheliegend - da ich eine Ausbildung als Bürokaufmann hab.
Daten auswerten, eingeben, sichten usw.
Der Bereich Umweltschutz interessiert mich ebenfalls. Kultur und Bildung hört sich auch spannend an.

Was eher weniger geht, ist im Bereich Pflege und Betreuung - da hätte keiner der Beteiligten so richtig Spaß.
 
G

Gelöschtes Mitglied 46910

Gast

Nena

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Der Haken, der beim mir den Ausschlag gab, mich gegen den BuFDi zu entscheiden: Ich darf nur für eine Ausbildung kündigen, nicht für eine "richtige" Stelle. Und das ein ganzes Jahr lang.

Sprungbrett? "Ja, gerne, aber erst ab dem 01.05.20."
 
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ExitUser 55598

Gast
"Freiwillige und Einsatzstelle verpflichten sich für die vertraglich festgelegte Dauer des Dienstes"

Klingt ein bischen nach Bundeswehr ;)

"Der Vertrag kann aus einem wichtigen Grund, zum Beispiel bei Erhalt eines Studien- oder Ausbildungsplatzes, gekündigt werden. "
Ist ja krass. Ob man dann eine Vertragsstrafe bekommt, wenn man bei Arbeitsaufnahme trotzdem kündigt?

Wie oben schonmal erwähnt, ich wollte das auch mal machen, ich habe mir ein paar Einsatzstellen angeguckt, dabei hatte ich den Eindruck das man als Bufdi nur ausgenutzt wird.
Außerdem hatte ich kein Bock auf die monatlichen Seminare.
Ich hatte nämlich mal ein Freiwilliges Soziales Jahr gemacht und fand da besonders die Seminare nervig. Das brauche ich nicht nochmal.
 
G

Gelöschtes Mitglied

Gast
Ich machte 2016 und 2017 für jeweils 6 Monate Bufdi und im Vertrag stand was von 2 Wochen Kündigungsfrist (genau weiß ich das auch nicht mehr). Seminar war 1 Tag direkt im Betrieb vor Ort.
 
E

ExitUser 55598

Gast
Bist du übers Rathaus gegangen oder hast du dich bei den Stellen direkt gemeldet?
Wieso Rathaus?
Ich habe mich bei den Stellen direkt gemeldet und viele Angebote über die Einsatzstellensuchen funktion gelesen.
Grade bei Bufdi in Altenheimen wurde, wurde schon gesagt, das man Grund-und Behandlungspflege machen muss!
Als wäre das eine ganz normale reguläre Stelle im Heim, zumal man für Behandlungspflege Examen haben muss, das dürfen noch nicht mal Pflegehelfer machen.

Bei vielen Bufdi Stellen die ich gelesen habe, wurde auch Führerschein zwingend verlangt. Mich persönlich hätte damals nur noch eine Bufdi Stelle bei der Tafel interessiert, das war aber zu weit weg.
 
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