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Tatort Werkstatt Frankfurt

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annette

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#1
Ich weiß nich, ob hier im Forum Leute aus Frankfurt aktiv sind, für die könnte diese Veranstaltung jedenfall interessant sein und für alle anderen als Info.

Wir möchten auf eine Veranstaltung von MitarbeiterInnen sozialer Vereine
in Frankfurt aufmerksam machen:

Organisator: AK Soziale Vereine
Ort: Club Voltaire, Kleine Hochstrasse
Zeit: Mo. 15.01.2007, 19:00 Uhr

Die Veranstaltung, auf der die betroffenen Ex-Betriebsräte anwesend sein werden, möchte über den Ablauf dieses Skandals informieren. Sie will außerdem ein Zeichen der Solidarität für die Ex-Betriebsräte setzen und zugleich für einen Gerichtsbesuch am 23.1.2007 mit den ehemaligen Werkstatt-Betriebsräten mobilisieren helfen. Und sie will z.B. durch die Anwesenheit von Teilen des studentischen Protestplenums ein erster Anstoß für eine Debatte sein, ob und wie der Fall der Werkstatt Frankfurt Perspektiven für eine übergreifende lokale Kampagne gegen die "Prekarisierung von oben" sein kann.

Hintergrund:

Tatort Werkstatt Frankfurt

Bislang fast unbemerkt von der Öffentlichkeit spielt sich in der "Werkstatt Frankfurt" - die im Auftrag der Stadt, der Bundesagentur für Arbeit und im Auftrag der Rhein-Main-Jobcenter-GmbH arbeitssuchende Menschen qualifiziert, ausbildet und ausbeutet (ca. 1.000 MitarbeiterInnen) - seit Anfang dieses Jahres ein Skandal ab, der deutlich macht, was "Fordern und Fördern" im Detail bedeutet. Ein-Euro-Jobber werden massiv auf regulären Arbeitsplätzen eingesetzt, ein Betriebsrat, der versucht wenigstens gleiche Rechte für Ein-Euro-Jobber durchzusetzen, wird bedroht, abgewählt und mit Klagen und Schikanen aller Art überzogen.

Die Stadt Frankfurt und der neue Sozialdezernent Becker von der CDU leugnen ihre Verantwortung und die reguläre Belegschaft der "Werkstatt" schweigt ängstlich unter der autoritären Fuchtel der Geschäftsführung, um ihre Arbeitsplätze zu retten.


Als ob es niemanden interessieren würde...

Da die Informationen über diesen Fall bisher nur auf labournet.de veröffentlicht waren, sehen wir es als unsere Pflicht an, sie ebenfalls zu verbreiten, zumal eine wichtige Veranstaltung mit den Beroffenen, wie auch Arbeitsgerichtsprozesse bevorstehen.

Auf einem Treffen haben wir die absurde Geschichte von den Betroffenen erzählt bekommen, leider werdet ihr nur einen Bruchteil davon in dem folgenden Text wiederfinden.

Der Kernpunkt, der uns sehr angesprochen hat ist, dass KollegInnen, in diesem Fall der ehemalige Betriebsrat der "Werkstatt Frankfurt", die Situation der ZwangsleiharbeiterInnen des Arbeitsamtes (1-Euro-Jobber) ernst genommen- und das gemacht hat, was auch wir seit Jahren verlangen: ihnen wurde im Entleihbetrieb der Status von "ArbeitnehmerInnen" zugestanden. Der ehemalige BR zog daraus ebenfalls die Konsequenz, dass die "1-Euro-Jobber" das Recht auf Teilnahme an den Betriebsratswahlen bekommen sollten. Daraufhin überschlugen sich die Ereignisse.


Dokumentation des Skandals

den Rest des Beitrages findet Ihr hier:
http://www.fau.org/artikel/art_061225-150802

nützliche Hintergundinfos auch hier:
http://www.labournet.de/branchen/dienstleistung/allg/werk_frankfurt.html
 
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