Taschengeldkonto für Schüler

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helz

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hallo,

haben für unsern 14jährige sohn ein taschengeldkonto angelegt, welches ihm helfen soll, mit dem bargeldlosen zahlungsverkehr klar zu kommen.
sehe ich auch als erzieherische pflicht.


habe nun gehört, dass kind nicht mehr als 10 euro im monat dahin überwiesen bekommen darf, weil es sonst als zufluss gilt.

der kindsvater überweißt exakt diese 10 euro taschengeld.

heißt es, das ich meinen anteil (ebenfalls 10 euro) nicht überweisen sollte und besser bar auszahlen, obwohl diese kohle ja aus meinem regelsatz kommt?
 

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Hallo

ich sehe das so das wenn du das Geld aus dem Regelsatz bezahlst das dies dann nur eine Verschiebung ist.
Also kein Einkommen.
Da Geld wird ja nicht mehr.

Gruß Uwe
 

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Hallo

ich kann mir 100 Konten zulegen.
Da hat mir keiner reinzureden.
Allerdings muss ich diese angeben beim Mobcenter.
Wenn die Mutter ihrem Kind das Taschengeld überweist ist das ein Transfer keine Geldvermehrung.
Wenn dem so wäre würde ich jeden Tag das Geld meiner Freundin überweisen und zurück.Dann wäre ich spätestens Dienstag Millionär

Da meine Freundin der Kopf der BG ist überweist sie mir einen teil auf mein Konto.
Mir das als Einkommen anzurechnen wäre Lachhaft.
Allerdings kann ich mir vorstellen das das Jokecenter das gerne mal probieren würde.

Gruß Uwe
 

helz

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Die Idee mit dem Konto mag erzieherisch sinnvoll sein, gibt aber nur unnötigen Ärger mit dem Amt.


in wie fern?

oder muß ich das vorurteil bedienen als hartz iv empfänger bildungsfern zu sein und mich um die bildung bzw. erziehung meines nachwuchses nur in soweit zu bemühen, wie es das bildungspaket von unser röschen vorsieht?


btw. ich nehme an, das es dafür - für das konto vom schüler, nicht für die erziehung - auch richtlinien gibt , oder?

@forenmen guter punkt! :icon_daumen:
 
G

gast_

Gast
so würde ich das auch sehen. :cool:
die frage ist, sieht das amt das auch so?:icon_kratz:

Das ist sch....egal, wie das Amt das sieht!

Hier geht es drum, daß ein Kind ein Anrecht auf ein Konto hat... und wenn ich will, kriegt es sein komplettes Alg II bzw Sozialgeld sogar direkt durch Überweisung vom Amt drauf und überweist mir seine Anteile an Miete usw - oder ich überweise eben das, was ich ihm von seinem ALG II lasse.

SB, die meinen, sie müssen rum spinnen, muß der Kopf so oder so zurecht gesetzt werden...
 

Harz17

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Genau ;) So gesehen, kannst du sogar freundlich beim Amt fragen ob die nicht gleich die 10€ auf das Konto deines Kindes überweisen!

Das muss das Amt nicht machen aber die könnten es durchaus einrichten!

Mit einer freundlichen Frage kommt man eh immer weiter :p
 

Harz17

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Das Amt könnte - wenn der Bearbeiter freundlich ist - das Taschengeld auf ein eigenes Konto überweisen. Aber das Amt kann - in der Regel - nur die lebensnotwendigen Sachen bezahlen. Sowas wie Miete und Strom.

Also: "Das Amt muss es nicht machen" :biggrin:

Apropos. Der Vater darf die 10 Euro m.E. gar nicht regelmäßig deinem Kind überweisen. Weil es ja dann Zufluss ist. Wenn der Kontoinhaber dein Sohn direkt ist. Dann müsste das Geld ja sogar angerechnet werden.

§ 1 Nicht als Einkommen zu berücksichtigende Einnahmen 12. Geldgeschenke an Minderjährige anlässlich der Firmung, Kommunion, Konfirmation oder vergleichbarer religiöser Feste sowie anlässlich der Jugendweihe, soweit sie den in § 12 Absatz 2 Satz 1 Nummer 1a des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch genannten Betrag nicht überschreiten.

Quelle: Alg II-V - Verordnung zur Berechnung von Einkommen sowie zur Nichtberücksichtigung von Einkommen und Vermögen beim Arbeitslosengeld II/Sozialgeld

Nun sind allerdings schon einige Jahre vergangen, hatte es nur gesehen das ich ja gefragt wurde und nie geantwortet hab.
 

biddy

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Harz17, Das ist Blödsinn, hier handelt es sich um Umverteilung des RS innerhalb der BG und nicht um Geldgeschenke von Tante Linchen :icon_laber:

@Harz17 meint doch die 10 € vom Vater, der nicht zur BG gehört, also außerhalb wohnt.
Das ist also keine "Umverteilung des RS innerhalb der BG", sondern wirklich so gesehen ein "Geldgeschenk von Tante Linchen".



Aber trotzdem, @Harz17, stimmt das nicht:
Der Vater darf die 10 Euro m.E. gar nicht regelmäßig deinem Kind überweisen. Weil es ja dann Zufluss ist
und das steht auch in der Alg II-VO, zu der Du verlinkt hast und auch im selben Paragraphen, nur nicht unter Nr. 10, sondern unter Nr. 1 ganz zu Beginn:

§ 1
Alg II-Verordnung


(1) Außer den in § 11a des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch genannten Einnahmen sind nicht als Einkommen zu berücksichtigen:

1. Einnahmen, wenn sie innerhalb eines Kalendermonats 10 Euro nicht übersteigen,
 
E

ExitUser

Gast
Das ist sch....egal, wie das Amt das sieht!

Hier geht es drum, daß ein Kind ein Anrecht auf ein Konto hat... und wenn ich will, kriegt es sein komplettes Alg II bzw Sozialgeld sogar direkt durch Überweisung vom Amt drauf und überweist mir seine Anteile an Miete usw - oder ich überweise eben das, was ich ihm von seinem ALG II lasse.

SB, die meinen, sie müssen rum spinnen, muß der Kopf so oder so zurecht gesetzt werden...

Du hast vollkommen recht!

Leider übersiehst du aber, dass viele Sbchen das Jobcenter als rechtsfreien Raum ansehen und die Sozialgerichte das Ganze gern unterstützen.

Konkret:
SBchen fordert Kontoauszüge, addiert das Taschengeld von Vater und Mutter, fordert daraufhin per Anhörung Einsicht in sämtliche Konten des Kindes einschließlich Sparschwein und findet zu allen Überfluss noch eine Abbuchung: "Urlaub auf dem Bauernhof", wittert eine unerlaubte Ortsabwesenheit und storniert bis zur Klärung erstmal die komplette Leistung der BG.

Dass die Anrechnung der Zahlung der Mutter rechtswidrig und der Bauernhof lediglich ein Computerspiel ist, kann man vernachlässigen.
Bis der Rechtsfrieden wieder hergestellt ist, ist die gesamte BG verhungert. Da können Wochen oder Monate vergehen.

Das Ganze klingt utopisch. Leider ist es gängige Praxis.
 

Strolchenmann

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Die Überweisung des Vaters ist Zufluss an Einkommen und wird beim nächsten Datenabgleich auffliegen, dann wird zu 100% angerechnet

Die Mutter bei der hier der Junior wohnt kann dem Sohn soviel überweisen wie sie möchte solange dessen Freigrenzen in Richtung Vermögen unterschritten werden
 

biddy

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Schaust Du bitte auch mal in die Alg II-Verordnung, dort in § 1 Abs. 1 Nr. 1, was die 10 € vom Vater betrifft?

§ 1
Alg II-Verordnung


(1) Außer den in § 11a des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch genannten Einnahmen sind nicht als Einkommen zu berücksichtigen:

1. Einnahmen, wenn sie innerhalb eines Kalendermonats 10 Euro nicht übersteigen,


Die Überweisung des Vaters ist Zufluss an Einkommen und wird beim nächsten Datenabgleich auffliegen, dann wird zu 100% angerechnet
Der Thread 3 Jahre alt ist und der TE war das letzte Mal vor 2 Jahren online
 
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