Taschengeld von den Eltern, wird das angerechnet ?

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Pummelbacke

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Hallo,

eine Bekannte von mir ist 23 Jahre alt, bezieht ALG II (als Aufstockung)
Sie geht einer Teilzeitbeschäftigung nach (sozialversicherungspflichtig)

Der Steuerberater Ihrer Eltern, hat Ihr geraten eine eidesstaatliche Versicherung
abzugeben, das Sie zusätzlich Taschengeld von Ihren Eltern erhalten habe,
weil dann können die Eltern Ihre Steuerschulden reduzieren, wie viel Geld darf
Sie denn zusätzlich an Taschengeld im Jahr erhalten? Ich habe mal ein Urteil
gelesen wo irgendetwas mit 175,- EUR stand, allerdings bin ich nicht ganz schlau
darauß geworden, also bitte nicht nur mit Links antworten sondern es auch mit
eigenen Worten erklären, wie viel Taschengeld pro Jahr und beisst sich das nicht
mit den Freibeträgen die Sie schon durch die Aufstockung erhält?
 

gila

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Nun frage ich persönlich mich, warum in aller Welt die Freundin sich einer STRAFBAREN HANDLUNG aussetzen soll und ob der Steuerberater mit so
einem "Rat" noch alle Tassen im Schrank hat.
Er sollte für sein Honorar in der Lage sein, andere Abschreibungsmöglichkeiten
zu finden.
Rate ihr als Freundin davon ab!
 

Flodder

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Das Taschengeld wird ihr als Einkommen angerechnet. Was für Eltern, die Taschengeld an den Kindern noch steuermindert absetzen wollen :icon_neutral:
 

franky0815

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175€/anno senken ja auch die steuerlast wahnsinnig, ich glaube dem steuerberater war langweilig und wollte mal sehn wie die leutchen auf einen witz reagieren.
 

biddy

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Alles über 10 € Zufluss im Monat (nicht zur berücksichtigender Bagatellbetrag nach § 1 Abs. 1 Nr. 1 Alg II-Verordnung) würde der Tochter eh als Einkommen angerechnet werden. Aber die Alg-II-beziehende Tochter, die dann Einkommen eines Jahres dem Jobcenter nachmelden müsste, welches sie tatsächlich niemals erhalten hat, was vermutlich einen Riesenärger verursachen wird einschl. Ordnungswidrigkeitsverfahren, hatte ja der Steuerberater wohl kaum im Blick, nur die Steuerlast seiner Mandanten ^^
 

biddy

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Das Taschengeld wird ihr als Einkommen angerechnet. Was für Eltern, die Taschengeld an den Kindern noch steuermindert absetzen wollen :icon_neutral:

Damit kann auch Unterhalt an bedürftige Verwandte gemeint sein, den man als außergewöhliche Belastung absetzen kann (ich glaube es sind etwas über 8000 € im Jahr). Legitim ist das schon, hört sich nur seltsam an, wenn man "Tochter" und "Taschengeld" liest. Möglich ist das z.B. auch bei Paaren in eheähnl. Gemeinschaft, bei denen der Erwerbstätige die Krankenversicherungsbeiträge des Partners finanziert. Diese (und weitere Zuwendungen) können steuerlich abgesetzt werden. Grundsätzlich finde ich das gut so. Nur eben nicht in solch einem Fall hier: Alg-II-Bezug des Empfängers und dann für die Vergangenheit. Schwachsinn.
 

Flodder

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Tatsache ist ja, dass die Tochter aufstockt und damit schon ihre Freibeträge ausnutzt. Ein zusätzliches "Taschengeld" würde voll auf das ALG II angerechnet (kein zusätzlicher Freibetrag). Die Tochter erhält weniger Geld, damit die Eltern einige EUR Steuern sparen? Pfui Eltern und Steuerberater.
 
G

Gelöschtes Mitglied 30227

Gast
Taschengeld an Kinder ist leider nicht steuermindernd. Bullshit vom Steuerberater. Unterhalt hat er wohl gemeint. Und das würde für beide Parteien nach hinten losgehen. Ich hoffe nur der "Berater" hat das nicht schon gegenüber der Steuerbehörde bekanntgegeben.

Immer sagen man hat nichts bekommen. Sonst muss man Geld zurückzahlen und bekommt wahrscheinlich noch eine Strafe.

Und in Zukunft lieber aufs Taschengeld verzichten, wenn die Eltern sich das anscheinend nicht leisten können.
 

Hartzeola

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Ich habe mal ein Urteil
gelesen wo irgendetwas mit 175,- EUR stand, allerdings bin ich nicht ganz schlau
darauß geworden, also bitte nicht nur mit Links antworten sondern es auch mit
eigenen Worten erklären, wie viel Taschengeld pro Jahr und beisst sich das nicht
mit den Freibeträgen die Sie schon durch die Aufstockung erhält?

Damals galt noch eine Bagatelgrenze von 50 €, Geschenk von Oma überstieg diesen Betrag.

Es wurden keine bestimmten Grenzen fest gesetzt, nach jahrelangem Streit verzichtete einfach JC auf seine Forderung.
 

Pummelbacke

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Genau deshalb frage ich ja nach, da ich den Braten auch nicht so richtig traue,
der Steuerberater meinte, dass er das schon des öfteren so gemacht hat.
Und es geht um ca. 700,- EUR (Steuernachzahlung) und die Steuerberaterin
will eben über mehrere Monate verteilt (nach Ihrer bunten Welt) diese 700,- EUR
entgegen setzen (als Taschengeld oder gar "Spende") also liege ich da richtig
wenn ich denke, dass das Geld komplett bei meiner Bekannten angerechnet wird,
Sie das dann alles zurückzahlen muss und eventuell sogar ein Schreiben vom
Amtsgericht erhält?
 

Hartzeola

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Und es geht um ca. 700,- EUR (Steuernachzahlung) und die Steuerberaterin
will eben über mehrere Monate verteilt (nach Ihrer bunten Welt) diese 700,- EUR
entgegen setzen (als Taschengeld oder gar "Spende") also liege ich da richtig
wenn ich denke, dass das Geld komplett bei meiner Bekannten angerechnet wird,
Sie das dann alles zurückzahlen muss und eventuell sogar ein Schreiben vom
Amtsgereicht erhält?

Dazu gibt es ein anderes Urteil, dass Du wahrscheinlich nicht kennst, deshalb Zitat:

Generell gilt: Ist die Schenkung als Einkommen zu werten, so muss diese auf die Hartz-IV-Bezüge angerechnet werden. So etwa im Fall einer Hartz-IV-Empfängerin, die von ihrem Vater mehrfach Geld geschenkt bekommen hatte. Davon sollte sie ihre Girokontoschulden bezahlen und sich etwas leisten können, wofür der Hartz-IV-Satz nicht ausreicht.

Pech für sie: Das Jobcenter forderte die Frau auf, 1344 Euro zurückzuzahlen – als rückwirkende Kürzung des Arbeitslosengeldes II. Zu Recht, wie das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel entschied. Die arbeitslose Frau habe keinen Anspruch darauf, das geschenkte Geld zusätzlich zu den Hartz-IV-Hilfen zu behalten (Az. B 4 AS 46/11 R).
Hartz IV: Werden Geschenke angerechnet? | Geld*- Berliner Kurier
 

biddy

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1. Wir reden hier nicht über 10 EUR/monat
Nein? Über welchen Betrag genau? Ich hatte die Frage so verstanden: "Wieviel Euro sind möglich?"

2. ist das kein Freibetrag, sobald ich im Monat 10,01 EUR Einkommen habe, wird alles angerechnet. Allerdings dann minus 30 EUR Versicherungspauschale oder so. :popcorn:

Das weiß ich doch, dass es ein Bagatellbetrag ist (siehe anderes Posting); alter Hut.
30 € "oder so" is' nicht, wenn man bereits zu bereinigendes Erwerbseinkommen hat (siehe #1).
 

mathias74

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Genau deshalb frage ich ja nach, da ich den Braten auch nicht so richtig traue,
der Steuerberater meinte, dass er das schon des öfteren so gemacht hat.
Und es geht um ca. 700,- EUR (Steuernachzahlung) und die Steuerberaterin
will eben über mehrere Monate verteilt (nach Ihrer bunten Welt) diese 700,- EUR
entgegen setzen (als Taschengeld oder gar "Spende") also liege ich da richtig
wenn ich denke, dass das Geld komplett bei meiner Bekannten angerechnet wird,
Sie das dann alles zurückzahlen muss und eventuell sogar ein Schreiben vom
Amtsgericht erhält?

Sie soll das gleich dem JC mitteilen die regeln das dann schon und die Steuerberaterin hätte dann ein Problem
 

franky0815

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Genau deshalb frage ich ja nach, da ich den Braten auch nicht so richtig traue,
der Steuerberater meinte, dass er das schon des öfteren so gemacht hat.
Und es geht um ca. 700,- EUR (Steuernachzahlung) und die Steuerberaterin
will eben über mehrere Monate verteilt (nach Ihrer bunten Welt) diese 700,- EUR
entgegen setzen (als Taschengeld oder gar "Spende") also liege ich da richtig
wenn ich denke, dass das Geld komplett bei meiner Bekannten angerechnet wird,
Sie das dann alles zurückzahlen muss und eventuell sogar ein Schreiben vom
Amtsgericht erhält?

bei 700€ steuernachzahlung geht es um wesentlich mehr als die 700€, ich kenne den steuersatz der leutchen ja nich aber ich denke das wir da bei ca. 3000€ +x landen.
wenn es sich dabei um rentner handelt wundert mich das auch nich, es gibt sehr viele rentner die garnich wissen das sie ihre rente noch versteuern müssen, da gibt es dann immer eine unangenehme überraschung.
 

gelibeh

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der Steuerberater meinte, dass er das schon des öfteren so gemacht hat.
Welche Konsequenzen das für den Empfänger hatte, kann sie aber nicht sagen, oder? Ich wette, die kennt das SGBII/SGBXII nicht oder die Empfänger bezogen keine Leistungen nach diesen Gesetzbüchern.
 
E

ExitUser

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Das mag ja sein, dass die Steuerberaterin das des Öfteren schon so gemacht hat. Und das mag auch klappen, wenn die Tochter beispielweise von 500 Euro im Monat lebt und KEINE zusätzlichen AlGII-Leistungen beantragt hätte. Solche Leute gibt's ja, die verzichten aufs Aufstocken.
Aber in diesem Fall würde ich davon die Finger lassen. Was nutzt es, wenn die Eltern dadurch zwar ihre Steuerschulden senken können, dafür aber die Tochter dann Schulden beim JC am NoNo hat und evtl. sogar noch angezeigt wird, weil ihr das ja doch reichlich spät einfällt, dass sie Unterstützung von den Eltern erhalten hat.

Was sind denn das für Eltern, die ihrer Tochter ihre Schulden aufbrummen wollen?
 

Pummelbacke

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Welche Konsequenzen das für den Empfänger hatte, kann sie aber nicht sagen, oder? Ich wette, die kennt das SGBII/SGBXII nicht oder die Empfänger bezogen keine Leistungen nach diesen Gesetzbüchern.

Kann schon aber das will Sie bestimmt nicht !!

Eine Frage noch wieso soll meine Bekannte eigentlich eine eidesstaatliche Versicherung
unterschreiben? Wenn ich nach eidesstaaliche Versicherung google, dann finde ich
immer nur etwas mit Vollstreckung und zahlungsunfähigkeit, also was ist denn überhaupt
der Sinn hinter der eidesstaatlichen Versicherung in diesem Fall?
 

biddy

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Sie versichert mit der Unterschrift, die Wahrheit zu sagen "und nichts als die Wahrheit" - es geht also um die Glaubhaftmachung einer Behauptung.

Stellt sich hinterher heraus, dass sie die Unwahrheit gesagt hat bzw. sie also mit der Unterschrift etwas Falsches als wahr versichert hat, kann's empfindliche strafrechtlich Konsequenzen geben; ebenso natürlich für den Anstifter. Die schriftliche Versicherung an Eides statt kannst Du vergleichen mit dem Eid ablegen vor Gericht, also mehr als nur ein "Indianerehrenwort".

*klick* Versicherung an Eides statt

*klick* Glaubhaftmachung
 

franky0815

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Eine Frage noch wieso soll meine Bekannte eigentlich eine eidesstaatliche Versicherung
unterschreiben? Wenn ich nach eidesstaaliche Versicherung google, dann finde ich
immer nur etwas mit Vollstreckung und zahlungsunfähigkeit, also was ist denn überhaupt
der Sinn hinter der eidesstaatlichen Versicherung in diesem Fall?

ich vermute mal das sie die unterstützungszahlungen in bar erhalten hat, um dem finanzamt die zahlungen zu beweisen muss der empfänger daher eine eidesstattliche versicherung abgeben.
wenn die zahlungen aufs konto gegangen wären hätten die auszüge gereicht.
 
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