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Tagesmütter / Kinderfrauen und Hartz IV – Eingliederungsvereinbarung

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woda

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11 Jun 2007
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#1
Vielleicht hilft diese Info einer Tagesmutter/Kinderfrau oder Eltern ,die eine Betreuung suchen.

Tagesmütter / Kinderfrauen und Hartz IV – Eingliederungsvereinbarung
Was bedeutet die Tätigkeit als Kinderfrau oder Tagesmutter?
Tagesmütter oder Kinderfrauen arbeiten in oder mit Familien und passen sich dem jeweiligen Familien - Rhythmus ( Arbeitszeiten ) an. Das ist ja im Sinne des Gesetzgebers, der bis 2013 für 1/3 alle Kinder einen Betreuungsplatz vor sieht.
Die Bundesweite Ausbildung für Tagesmütter und Kinderfrauen lehrt, sich zum Wohle des Kindes einzusetzen. Das heißt: Nach dem Abschluss eines Arbeitsvertrages baut die Tagesmutter /Kinderfrau ein Vertrauensverhältnis als Bezugsperson für das Kind auf. Das ist mit viel Einsatz verbunden, bis alle Parteien ein zufriedenes Verhältnis aufgebaut haben.
Eventuell hat die Tagesmutter auch noch Anschaffungen für das Kind zu machen( Kindersitz, Kinderwagen , Hochstuhl, Spielzeug usw.)
Wann arbeiten Tagesmütter und Kinderfrauen:
Wenn das Kind krank ist und nicht in den Kindergarten kann.
Wenn der Kindergarten Brückentage hat und zumacht und die Mutter/ Vater aber Arbeiten muss.
Über Mittag wenn der Kindergarten um 12.3o Uhr schließt und um 14.oo Uhr erst wieder öffnet. Mutter oder Vater aber arbeitet.
Wenn die Mutter/ Vater nach 16.30 Uhr arbeitet , wo keine öffentliche Einrichtung eine Betreuung übernimmt. Oder Ganztags wenn das Kind unter 3 Jahr ist , usw.
Was verdienen Tagesmütter und Kinderfrauen?
In den meisten Fällen wird diese Arbeit ein 400 € Shop sein. Ob privat oder vom Jugendamt bezahlt.
Wie steht dieses Arbeits- Verhältnis einer Tagesmutter/Kinderfrau zu der Eingliederung-Vereinbarung von Hartz IV . ( weil sie z.B. in einer Bedarfsgemeinschaft lebt ,in der , der Mann arbeitslos ist)
Laut Gesetz muss eine Hartz IV – Empfängerin eine alle 6 Monate eine Eingliederungsvereinbarung zustimmen, solange sie nicht 1200€ verdient und somit kein Hartz IV mehr benötigt. In einer Familie wird eine Tagesmutter oder Kinderfrau aber diesen Verdienst von 12oo€ selten erreichen.
Das heißt: Obwohl eine Tagesmutter/ Kinderfrau eine geringfügige Arbeit ( im Sinne des Verdienstes) ausübt und einen Arbeitsvertrag hat , muss sie der Aufforderung der Eingliederungsvereinbarung nachkommen und monatliche Bewerbungen nachweisen oder an Ausbildungsmaßnahmen teilnehmen. Damit sie keine Kürzungen des Geldes in Kauf nehmen muss.
Das heißt für die Familie des zu betreuenden Kindes, das die Agentur für Arbeit jederzeit die Kinderfrau /Tagesmutter aus der Familie nehmen kann und das Kind seine Bezugsperson verliert.
Diese Tatsache erzeugt ein frustrierendes und pädagogisch nicht vertretbares Arbeitsverhältnis auf beiden Seiten. :icon_evil:
Deshalb bitte ich darum , das Tagemütter/Kinderfrauen, die eine andere Familie/ alleinerziehende Mutter unterstützt , von der ARGE nicht weiter aufgefordert werden, Bewerbungen zu schreiben oder an Ausbildungsmaßnahmen teilzunehmen.
Antwortschreiben der ARGE

Die Problematik kann jeweils nur im Einzelfall geregelt werden. Eine pauschale Befreiung von Verpflichtungen ( Eingliederungvereinbarungen, Schulungen usw.) nach dem SGB II kann für Tagesmütter/ Kinderfrauen in Minijobs und gleichzeitigem ALG 11- Bezug nicht ausgesprochen werden. Dies würde dem SGB II widersprechen. Wir würden dem ALG 11- Bezug dauerhaft durch Ausübung eines Minijobs zustimmen, was ja gerade verhindert werden soll.
Eine versicherungspflichtige Beschäftigung wäre in jedem Fall vorrangig.

Das heißt für mich: das ich mit 59 Jahren und 30 Jahren Berufspause Bewerbungen schreiben muss, weil ich in einer Bedarfsgemeinschaft lebe .Nach 20 Jahre Kindererziehung und 10 Jahre Schwerstpflegtätigkeit meiner Mutter fange ich also beruflich wieder von vorne an.
Und meine berufstätige Mutter mit Ihrem Kind , bei der ich als Kinderfrau arbeite , kann mich jederzeit verlieren.

woda
 
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