Tafel-Chefin in Halle beklagt «Sozialschleife»

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Paolo_Pinkel

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(PR-inside.com 21.12.2008 09:33:59) - Die Tafel in Halle wird von immer jüngeren Bedürftigen besucht.
Die Leiterin der Tafel in Halle, Kerstin Dybizbanski, sagte der
Nachrichtenagentur ddp, es sei besorgniserregend, dass immer mehr
junge Eltern in den Schlangen vor der Tafel stehen...

Tafel-Chefin in Halle beklagt «Sozialschleife»

Gruss

Paolo
 

MrsNorris

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Hört sich echt wieder nach Hetz-Propaganda an. Nach dem Motto: Den jungen Leute sind Markenklamotten wichtiger als eine warme Mahlzeit für ihre Kinder. Leider kenne ich solche Leute aber auch persönlich.
 

Emma13

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Hört sich echt wieder nach Hetz-Propaganda an. Nach dem Motto: Den jungen Leute sind Markenklamotten wichtiger als eine warme Mahlzeit für ihre Kinder. Leider kenne ich solche Leute aber auch persönlich.

Kenne ich auch - hier wird das Geld-Herausschmeissen leider zu einer Art "Ersatzbefriedigung" für nicht gestillte Bedürfnisse, wie diese jungen Menschen sicher in ihrer Jugend erfahren mussten und immer noch erfahren müssen !!:eek:

Grüße - Emma
 

Mario Nette

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Ja herrje, welche Werte werden denn den jungen Bürgern(!!!) (also auch mir :icon_smile:) heutzutage vermittelt? Dem Konsumtrommelfeuer ist nur schwerlich zu entgehen. Zugegeben, mich erinnert das oftmals an die Annahme von Forschern zur Onlinesexsucht: In vielen Gesprächen stellte sich heraus, dass die Menschen dabei mehr und mehr nach dem perfekten Bild/Video suchen. Auch über den Konsum wird versucht, ein tief liegendes Bedürfnis zu befriedigen, was mit blöden, leblosen Gütern allein nie und nimmer gelingen wird - aber die Hoffnung stirbt ja zuletzt, gelle. Die andere Seite der Medaille sind dann Leute, die sich mit dem Shoppen-Gehen unheimlich schwer tun (ich nehme mich da nicht aus).

Was soll denn dann über so einen Artikel vermittelt werden: Ihr jungen Leute, ihr armen Schweine - versucht erst gar nicht, auf unsere schöne, tolle Konsumebene zu kommen. Begnügt euch doch um Himmels Willen. Widersteht den Verlockungen, der Werbung, dem Gruppenzwang. Seid anders. Haltet nicht mit. Jener ist zynisch, der das aktuelle Marksystem hochhält, während er nach unten die Peitsche schwingt. You know: Not for Homers.

Mario Nette
 

Jenie

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Meine güte was erwarten die den???

1. Wenn junge Menschen mit Handys und Markenkleidung kommen muss das nciht heissen - ich habe es nun gekauft - kann auch aus besseren Zeiten sein.

2. Steht Ihnen nicht mehr zu an etwas Teilzuhaben was Jahrzehnte lang selbstverständlich galt? -

3. Was tun wohl Menschen denen man die Zukunft raubt und die keine Chance sehen noch bekommen auf besserung als das was sie nun haben?

4. Langzeitarbeitslose die es schaffen sich so noch Irgendwie aufrecht zu halten - kann man eher dafür nehmen das sie sich irgendwie noch aufrecht halten.

was glauben die Affen den eigentlich wer sie sind??? Gerade Junge Leute die noch nicht alles im leben sich aufbauen konnten sind doch voller Hoffnungen und Träume -- Träume die Medial gesendet werden in die Köpfe der hoffentlich Konsumierenden Gesellschaft!

Und seht euch all die Sterbenden ELITEN an! Welch Angst sie haben ihren Standart zu erhalten und rotzfrech verlangen wir sollen bezahlen!!! Und dann gönnt man dem PÖPEL noch tnicht mal das nötigste mehr was er schafft sich dazu zu ordern??? Dreck... pssssssst . gr.,,,,, grummel leise darf ich ja alles wieder nicht rauslassen..

OK ich brüll mein Kissen an!
 

Kaleika

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Das hätte ich nicht klarer formulieren können!! :icon_klatsch:

Super!

Kaleika
 
D

Debra

Gast
LOL - der Artikel ist echt der Hammer.

«Inzwischen versorgt die Tafel schon die dritte Generation», erklärt sie.
Na, was hat die denn gedacht? Was lernen denn die Kinder von Eltern, die zur Tafel gehen? - Essen kriegt man bei der Tafel.
Warum die sich darüber beklagt, ist mir schleierhaft. Und wozu ihr "Angebot" dann überhaupt dienen soll, auch. Hatte sie gedacht, sie "hülfen" nur Alten und Alleinerziehenden und die sterben dann irgendwann aus und sie kann ihre Tafel dicht machen?
 
E

ExitUser

Gast
Die Tafel in Halle wird von immer jüngeren Bedürftigen besucht.
Die Leiterin der Tafel in Halle, Kerstin Dybizbanski, sagte der
Nachrichtenagentur ddp, es sei besorgniserregend, dass immer mehr
junge Eltern in den Schlangen vor der Tafel stehen.
Ja, so ist es. Und was tut die Tafel konkret dagegen, dass immer mehr (junge) Leute sich an den Tafeln einfinden?

Halle (ddp-lsa). Die Tafel in Halle wird von immer jüngeren Bedürftigen besucht. Die Leiterin der Tafel in Halle, Kerstin Dybizbanski, sagte der Nachrichtenagentur ddp, es sei besorgniserregend, dass immer mehr junge Eltern in den Schlangen vor der Tafel stehen. Während in den Gründungsjahren des Hilfsprojektes Ende der 90er Jahre hauptsächlich ledige Mütter zwischen 35 und 40 Jahren sowie «ältere Damen und Herren» um Hilfe suchten, kämen seit etwa zwei Jahren verstärkt auch junge Familien. «Viele sind gerade mal 20 Jahre alt und haben zwar keine Ausbildung, aber zwei Kinder», sagte Dybizbanski.
Ende der 90er gab es in D ein paar hundert Tafeln, mittlererweile verbreiten sich diese Einrichtungen wie die Pest, und "versorgen" die Menschen mit Wohlstandsmüll. Statt zu monieren, dass junge Mütter statt einer Ausbildung zwei Kinder hätten, wäre es doch eher angebracht, den jungen Frauen zu einer Ausbildung zu verhelfen, die die jungen Familien unabhängig von Hartz IV und der Tafel machen. Andererseits würden sich diese Gutmenschen mit der Neigung zur "Nächstenliebe?" dann überflüssig machen.


Die jungen Familien würden immerhin durch das ALG II unterstützt, kämen aber offenbar damit nicht zurecht.
Mit dem Geld kommt kaum eine gestandene Familienmanagerin zurecht, wie ich eine bin. Was erwartet man da von einer 20jährigen?

Die Ursache dafür sieht die Tafel-Chefin vor allem im Mangel an Bildung sowie im nicht erlernten Umgang mit Geld und der folgenden «Schuldenfalle».
Woher hat die Frau ihre Weisheiten? Kennt sie jeden einzelnen "Fall" der die Tafel anläuft persönlich, oder plappert sie nur das nach, was sonst in der BLÖD steht oder Professor (Un)Sinn verbreitet?

Einige der jungen Leute kämen zur Tafel mit «den neuesten Handys, teuren Spielsachen für die Kleinen und mit Markenkleidung», stellte Dybizbanski fest. Deshalb reiche die Stütze am Monatsende nicht mehr für Miete, Strom oder Lebensmittel.
Als ich das erste Mal zu einer Tafel ging, trug ich meinen nagelneuen Wintermantel, dazu eine Tuchhose, Lederschuhe und einen hübschen Schal. Und nun? Was kann man davon ableiten? Dass ich nicht bedürftig bin? Dass ich nicht mit Geld umgehen kann? Dass ich mein Geld für unnütze Sachen zum Fenster rauswerfe, und deshalb zur Tafel muss?
(Erklärung: Meine Schwester hatte mich wieder einmal eingekleidet.)

Offensichtlich wäre es denn Herrschaften lieber, man würde als abgerissener Schlumpf an der Tafel erscheinen, damit sie eine Möglichkeit erhielten, natürlich aus purer Menschenfreundlichkeit, den Bedürftigen den Weg in die Kleiderkammer zu zeigen. Schließlich liegt da auch noch so viel Zeugs herum, das keiner will. Ich frage mich immer öfter, wer hier wem helfen soll?


Sie könne verstehen, dass «man mit ´Hartz IV´ nicht die große Welle» machen könne. Sie gehe jedoch davon aus, dass die meisten der sogenannten Wendekinder, die jetzt 20 Jahre alt seien und zur Tafel kämen, offenbar nie gelernt hätten, mit Geld zu haushalten.
Diese Frau hat nicht einmal eine ungefähre Vorstellung davon, was es heißt mit 351,- auskommen zu müssen. Oder mit 207 Euro für ein Kleinkind, dass alle Augenblicke aus seinen Sachen und Schuhen wächst. Ganz abgesehen davon, dass davon noch sämtliche Nebenkosten finanziert werden müssen.
Ich mag einfach nicht mehr Leuten zuhören, die noch nie in der Situation waren Hartz IV zu bekommen, aber gleichzeitig anderen vorwerfen nicht mit Geld umgehen zu können. Sie reden schlicht von Dingen, von denen sie nichts verstehen.
Ich empfehle daher der Tafelleiterin, in einem Selbstversuch 12 Monate mit 351 Euro auszukommen, die Schikanen auf dem Amt erlasse ich ihr, danach darf sie sich erneut zum Thema Geld und Hartz IV äußern. Ich bin gespannt, ob sie dann noch immer triviales zum besten gibt, oder inzwischen dazugelernt hat.

Denn die Armut werde teilweise in einer «Sozialschleife» von den Eltern an die Kinder und Kindeskinder weiter vererbt, beklagt die 46-Jährige. «Inzwischen versorgt die Tafel schon die dritte Generation», erklärt sie. (ddp)
Ich weiß garnicht warum sich die Tafeln immer wieder zu Wort melden. Sie existieren doch gut vom Elend der anderen. Und partizipieren auch nicht schlecht. Schließlich ist ihnen die gesellschaftliche Anerkennung sicher, wenn sie täglich mehrere Tonnen Nahrungsmüll für bares Geld an die Armen weitergeben.

Ich habe meinen Tafelausweis zurückgegeben.
Ich mag den Abfall einfach nicht mehr essen, den man mir noch als genießbar andiente, und für den auch noch zahlen musste.
 

Kaulquappe

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Ja, so ist es. Und was tut die Tafel konkret dagegen, dass immer mehr (junge) Leute sich an den Tafeln einfinden?


Ende der 90er gab es in D ein paar hundert Tafeln, mittlererweile verbreiten sich diese Einrichtungen wie die Pest, und "versorgen" die Menschen mit Wohlstandsmüll. Statt zu monieren, dass junge Mütter statt einer Ausbildung zwei Kinder hätten, wäre es doch eher angebracht, den jungen Frauen zu einer Ausbildung zu verhelfen, die die jungen Familien unabhängig von Hartz IV und der Tafel machen. Andererseits würden sich diese Gutmenschen mit der Neigung zur "Nächstenliebe?" dann überflüssig machen.



Mit dem Geld kommt kaum eine gestandene Familienmanagerin zurecht, wie ich eine bin. Was erwartet man da von einer 20jährigen?


Woher hat die Frau ihre Weisheiten? Kennt sie jeden einzelnen "Fall" der die Tafel anläuft persönlich, oder plappert sie nur das nach, was sonst in der BLÖD steht oder Professor (Un)Sinn verbreitet?


Als ich das erste Mal zu einer Tafel ging, trug ich meinen nagelneuen Wintermantel, dazu eine Tuchhose, Lederschuhe und einen hübschen Schal. Und nun? Was kann man davon ableiten? Dass ich nicht bedürftig bin? Dass ich nicht mit Geld umgehen kann? Dass ich mein Geld für unnütze Sachen zum Fenster rauswerfe, und deshalb zur Tafel muss?
(Erklärung: Meine Schwester hatte mich wieder einmal eingekleidet.)

Offensichtlich wäre es denn Herrschaften lieber, man würde als abgerissener Schlumpf an der Tafel erscheinen, damit sie eine Möglichkeit erhielten, natürlich aus purer Menschenfreundlichkeit, den Bedürftigen den Weg in die Kleiderkammer zu zeigen. Schließlich liegt da auch noch so viel Zeugs herum, das keiner will. Ich frage mich immer öfter, wer hier wem helfen soll?



Diese Frau hat nicht einmal eine ungefähre Vorstellung davon, was es heißt mit 351,- auskommen zu müssen. Oder mit 207 Euro für ein Kleinkind, dass alle Augenblicke aus seinen Sachen und Schuhen wächst. Ganz abgesehen davon, dass davon noch sämtliche Nebenkosten finanziert werden müssen.
Ich mag einfach nicht mehr Leuten zuhören, die noch nie in der Situation waren Hartz IV zu bekommen, aber gleichzeitig anderen vorwerfen nicht mit Geld umgehen zu können. Sie reden schlicht von Dingen, von denen sie nichts verstehen.
Ich empfehle daher der Tafelleiterin, in einem Selbstversuch 12 Monate mit 351 Euro auszukommen, die Schikanen auf dem Amt erlasse ich ihr, danach darf sie sich erneut zum Thema Geld und Hartz IV äußern. Ich bin gespannt, ob sie dann noch immer triviales zum besten gibt, oder inzwischen dazugelernt hat.


Ich weiß garnicht warum sich die Tafeln immer wieder zu Wort melden. Sie existieren doch gut vom Elend der anderen. Und partizipieren auch nicht schlecht. Schließlich ist ihnen die gesellschaftliche Anerkennung sicher, wenn sie täglich mehrere Tonnen Nahrungsmüll für bares Geld an die Armen weitergeben.

Ich habe meinen Tafelausweis zurückgegeben.
Ich mag den Abfall einfach nicht mehr essen, den man mir noch als genießbar andiente, und für den auch noch zahlen musste.

:icon_daumen:
 

Mandy32

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Hamburgeryn:icon_daumen:
Da gibt es nichts hinzuzufuegen.

Zu der Frage:Ich weiß garnicht warum sich die Tafeln immer wieder zu Wort melden.

Ich denke mir(muss nicht stimmen)das diese Tafeln,die diese elende Propaganda hinausposaunen ganz einfach nur,die Akzeptanz in den Koepfen der Menschen nochmehr manifestieren wollen.Eventuell merken sie,das sie ihre Luegenmaerchen nichtmehr lange aufrechterhalten werden koennen,weil zunehmend mehr Menschen aus unterschiedlichen Hintergruenden(nicht nur die aus den vorherigen "Sozialhilfegenerationen") auf "Almosen"angewiesen sind.Diese Tafen wollen nur ihre Existenzberechtigung erhalten und das mit jeglicher Schaebigkeit wie z.B. Verleumdung,uebler Nachrede,Volksverhetzung usw..

Mit Naechstenliebe hat das jedenfalls nichts zu tun.

LG Mandy
 
E

ExitUser

Gast

Was die Dame aussagt zeigt deutlichst dass sie sich bei ihren "Überlegungen" wohl mehr von den INSM-Medien Meinungen konditionieren ließ, als wirkliche Erfahrungen und Überlegungen zu verwenden.

Einerseits sollen Hartzler nicht verwahrlosen, andererseits wirft man ihnen schon fast neidvoll und suggestiv vor sie hätten Wertvolles, das ihnen in ihrer Situation gar nicht zustünde. Kein Gedanke daran dass solcherlei zumeist noch aus besseren Lebensabschnitten der Betroffenen stammen.

Das immer wieder gerne genommene "Argument" des Generations übergreifenden Lebens von Sozialleistungen ist vielmehr eine schallende Ohrfeige für den Gesetzgeber und die Ausführenden im dahingehenden Sozialsystem, als das es als Vorwurf gegen Hilfebedürftige verwendet werden kann - jedenfalls für alle die mitdenken und sich nicht von Sozialneid und -Hetze der Medien beeinflussen lassen.

Schon das alte System der Sozialhilfe zementierte Armut unter dem Vorwand sie zu beseitigen indem Verschiebebahnhöfe genutzt wurden und damit solcherlei auch vom "Kunden" angenommen wird wurden den Ausführenden entsprechende Möglichkeiten zum Zwang in die Hand gegeben. Dies hat sich mit den bei der Einführung von HatzIV und den damit angekündigten, und immer wieder scheinheilig als Vorwand verwendeten "Möglichkeiten und Mechanismen zur schnellen Arbeitsaufnahme" nur noch weiter verschlimmert.

Ein gigantisches und teures Monster an Bürokratie zwingt auch Menschen die früher nie Sozialleistungen bezogen und erstmalig Arbeitslos wurden in ein System, aus dem ein "Entkommen" nur den wenigsten vergönnt ist. Der überwiegende Teil wird regelrecht in Grund und Boden verwaltet und letztlich im Sozialsystem zementiert.

Gruß, Anselm
 
R

Rounddancer

Gast
Zu der Frage:Ich weiß garnicht warum sich die Tafeln immer wieder zu Wort melden.

Ganz einfach, weil sie aufzeigen möchten, daß sie immer mehr hungrige Mäuler stopfen sollen, mit immer weniger Spendenware (da ja die Supermärkte immer öfter von ihrer teuren Politik der ganztägig vollen Regale heruntergehen,- und so, wie es sich eigentlich stets gehört hätte, nur noch so viel Ware bestellen, wie voraussichtlich auch verkauft werden kann).

Dabei wird ihre Mühe nicht mal gewürdigt. Die konservative Politik verhöhnt sogar die ehrenamtlichen Tafel-Helfer. So scheiterte im ehrenamtlichen (!) Bezirksbeirat von Bad Cannstatt ein Antrag, aus dem lokalen Etat des Bezirksbeirats 300 EUR für einen Weihnachtsessen für 55 ehrenamtliche Tafelmitarbeiter Zuschuß zu geben, am Votum der Vertreter der CDU.
Dafür genehmigten die CDU-Vertreter mit Freuden namhafte Zuschüsse für ein lokales Faschingstreffen (6500 EUR) und Kurkonzerte (7000 EUR).
 

Mandy32

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@Rounddancer

Nein, ich wurde missverstanden.Ich hatte eigentlich gehofft durch die deutliche Aussage"das diese Tafeln,die diese elende Propaganda hinausposaunen "deutlich gemacht zu haben,welche Tafeln ich im Speziellen meine.

Ich achte sehr ehrenamtliche Helfer(besondersdiejenigen,die dies nicht tun um ihr Selbstwert aufzupolieren),aber das sind auch die die nicht so schamlos daherschwaezen wie diese Tafelchefin!

So ein Verhalten pranger ich an,weil das mehr schadet wie nuetzt.

Es reicht deutlich zu erwaehnen,das die Mittel nichtmehr ausreichen,die zunehmende Armut zu bekaempfen und nicht so eine verlogene Moralpredigt abzuliefern.

Verstehst du mich jetzt,was ich meine?

Liebe Gruesse Mandy
 

jane doe

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neid

Einerseits sollen Hartzler nicht verwahrlosen, andererseits wirft man ihnen schon fast neidvoll und suggestiv vor sie hätten Wertvolles, das ihnen in ihrer Situation gar nicht zustünde. Kein Gedanke daran dass solcherlei zumeist noch aus besseren Lebensabschnitten der Betroffenen stammen.
stimmt!

deshalb wurde aus der verbrauchsstichprobe auch pelze und wassersportgeräte rausgestrichen.

um das einmal zynisch zu vermerken: ich bin froh, daß vielen (arbeitsplatzbesitzern) jetzt aufgeht, auch im hinblick auf die finanzmarktkriese und der scheinwirtschaft, welche sich nun real auswirkt, daß nach nur einem jahr dann hartz 4 droht! ich hoffe, daß noch mindestens 2 mio arbeitslose bis zur wahl dazukommen.
 

Kalkulator

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Das immer wieder gerne genommene "Argument" des Generations übergreifenden Lebens von Sozialleistungen
Ich weiß gar nicht, ob die Dame aus den westlichen Bundesländern kommt und wo sie ihre Weisheit mit den Sozialhilfegenerationen her hat. Das entwickelte sich erst mit der Einführung von ALG2.
 

Mandy32

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AW: neid

@jane doe
Ja,das klingt im ersten Moment grausam und missguenstig.Ich bin aber Deiner Meinung,da diese Art von Pferdekur auch zur Verbesserung fuer Arbeitnehmer sich in Zukunft entwickeln wird.Leider sind Menschen nur schwer lernfaehig und es muss erst fuer die Mehrzahl ans Eingemachte gehen.

Warum der Mensch so gestrickt ist,verstehe ich leider nicht,weil auch die Art der medialen Gehirnwaesche nicht unbegrenzt ist.

LG MANDY
 

Jenie

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Das liegt aber auch daran - das die EU Gelder gerade für Soziale Projekte und Einrichungen gewährt werden. Wie viele Alg empfänger flüchten sich nach verlorenen Arbeitsplatz in diese Dinge um eine Aufgabe oder was sinnvolles zu tun zu haben - genauso diejenigen die NICHTS produzieren als Lügen mit den Sozialen Einrichtungen um angeblich Arbeitslosen einen Arbeitsplatz zu schaffen und die Trainees -- alles im Namen Sozial.

Das ist genauso eine Begleitende Entwicklung aufgrund immer weniger Arbeitsplätze
 

wolliohne

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Staat macht auf billig statt auf sozial"

Tafel-Bundesverband wirft Politik Versäumnisse vor "

Der Bundesverband der Tafeln hat die Politik aufgefordert, in der Krise mehr zum Schutz armer Kinder zu unternehmen. Der Zusammenhang sei so einfach wie verhängnisvoll, sagte der Vorstandsvorsitzende des Verbandes, Gerd Häuser, der "Berliner Zeitung". Armut bedeute schlechte Ernährung und wenig Bildung.
Häuser warf dem Staat vor, immer weiter von seiner Aufgabe der Daseinsfürsorge abzurücken und auf Bürgerengagement zu setzen. Das sei billiger für ihn. So würden die gemeinnützigen Tafeln zu einem Teil der Sozialpolitik.



Bundesverband der Tafeln kritisiert Sozialpolitik des Staats | tagesschau.de
 
F

FrankyBoy

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Ich beklage eine Sozialschleife, dessen Ursache vor allem in der Produktivität von "voll automatischen Fabriken" etc. liegt - da wo noch vor wenigen Jahrzehnten, tausende von Menschen die Fabrikhallen bevölkert wurden, stehen jetzt 2 vollautomatische Anlagen, mit denen täglich tonnenweise Pommes-Frites, Büroklammern oder Windeln produziert werden.

Mein Standpunkt ist der folgende: Wenn es schon keine "geeigneten" Arbeitsplätze mehr für Menschen gibt, dann muss das Gesellschaftsmodell eben ein anderes sein, wie jenes, unter dem wir alle zu leiden haben; auch könnte ich mir vorstellen, automatisierte Produktionsmittel mit Steuer- und Sozialabgaben zu belegen denn es ist schließlich kein Naturgesetz, dass hier Einhalt gebieten würde.

Wenn ich mir die Entwicklung der Computer innerhalb der letzten 25 Jahre betrachte und mir vorstelle, was in den nächsten 25 Jahren passieren wird, dann halte ich es für realistisch, dass in naher Zukunft fast nur noch einige wenige Leute im "Blaumann" benötigt werden um Unmengen von Gütern zu produzieren; die Arbeitsplätze der Zukunft werden also mehr und mehr im Dienstleistungsbereich verlagert und die Arbeitsbedingungen hier, sind für viele Menschen sowieso schon als unerträglich zu bezeichnen.

Ein weiterer Aspekt ist der, dass durch die Produktion von Kraftfahrzeugen schlussendlich auch die Umwelt in einem nicht zu verantwortendem Maß zu leiden hat etc. - wir müssen endlich eine lebenswertere Zukunft gestallten und hierbei finde ich das Modell von Tafeln und Sozialkaufhäusern mehr als ungeeignet.
 

Paolo_Pinkel

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Ich beklage eine Sozialschleife, dessen Ursache vor allem in der Produktivität von "voll automatischen Fabriken" etc. liegt - da wo noch vor wenigen Jahrzehnten, tausende von Menschen die Fabrikhallen bevölkert wurden, stehen jetzt 2 vollautomatische Anlagen, mit denen täglich tonnenweise Pommes-Frites, Büroklammern oder Windeln produziert werden.

Mein Standpunkt ist der folgende: Wenn es schon keine "geeigneten" Arbeitsplätze mehr für Menschen gibt, dann muss das Gesellschaftsmodell eben ein anderes sein, wie jenes, unter dem wir alle zu leiden haben; auch könnte ich mir vorstellen, automatisierte Produktionsmittel mit Steuer- und Sozialabgaben zu belegen denn es ist schließlich kein Naturgesetz, dass hier Einhalt gebieten würde.

Wenn ich mir die Entwicklung der Computer innerhalb der letzten 25 Jahre betrachte und mir vorstelle, was in den nächsten 25 Jahren passieren wird, dann halte ich es für realistisch, dass in naher Zukunft fast nur noch einige wenige Leute im "Blaumann" benötigt werden um Unmengen von Gütern zu produzieren; die Arbeitsplätze der Zukunft werden also mehr und mehr im Dienstleistungsbereich verlagert und die Arbeitsbedingungen hier, sind für viele Menschen sowieso schon als unerträglich zu bezeichnen.

Ein weiterer Aspekt ist der, dass durch die Produktion von Kraftfahrzeugen schlussendlich auch die Umwelt in einem nicht zu verantwortendem Maß zu leiden hat etc. - wir müssen endlich eine lebenswertere Zukunft gestallten und hierbei finde ich das Modell von Tafeln und Sozialkaufhäusern mehr als ungeeignet.

Hi,

in der Tat gab es mal diesen Vorschlag, nämlich die sog. "Maschinensteuer". Diese würde Sinn machen. Der technische Fortschritt macht immer rasantere Schritte nach Vorne. Die Automatisierung und Rationalisierung wird immer besser.

Für die Menschen die aus dem Produktionskreislauf rausfallen (Arbeitslosigkeit) findet man nicht wieder eine neue Beschäftigung. Zumindest nicht für alle.

Das hat zur Folge, dass auf kurz oder lang die Arbeitslosenzahlen steigen werden. Sofern keine neuen innovativen Produkte das Tageslicht erblicken die von vielen Menschen entwicklet und produziert werden müssen.

Im Grunde genommen sägt man sich den Ast auf dem man sitzt selber ab. Entsprechende Gegenmaßnahmen wurden noch nicht eingeleiet. Man hofft einfach auf Vollbeschäftigung so wie unser Arbeitsminister.

Aber was bringt das den unzähligen Arbeitslosen wenn eine riesige Fabrikhalle nur noch von einer Hand voll Mitarbeiter belegt ist die die dort produzierenden Maschinen warten? Sowas gibt esschon seid langer Zeit in Japan.

Man kann zwar billige Produkte in Massen herstellen und anbieten jedoch wird die Schicht die sich sowas auch leisten kann immer geringer, weil immer mehr Menschen sich nur noch mit dem Existenzminimun begnügen müssen. Dem entsprechend ist auch das Konsumveralten, nämlich rein "existenzsichernd".

Daher halte ich diese Sache, nämlich Maschinen, die Menschen reguläre Arbeitsplätze wegnehmen aufgrund Effizienz und Rationalisierung mit einer entsprechenden Strafabgabe, die den Sozialkassen zugute kommt, zu belasten für sinnvoll.

Auch wäre es Sinnvoll Arbeitgeber die ihre Produktionsstädte ins Ausland verlegen aufgrund o. g. Gründe ebenfalls mit Strafabgaben zu belasten. Dann noch die Börsenumsatzsteuer und allen Millionären die ihren Wohnsitz ins Ausland verlegen haben die Staatsbürgerschaft entziehen.

Entweder man ist Teil dieser Gesellschaft mit allen Rechtn und Pflichten oder nicht. Aber sich die Rosinen rauspicken geht nicht auf Dauer gut.

Gruss

Paolo
 

roterhusar

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Meine güte was erwarten die den???

1. Wenn junge Menschen mit Handys und Markenkleidung kommen muss das nciht heissen - ich habe es nun gekauft - kann auch aus besseren Zeiten sein.

Und selbst Spitzenhandys gibt es oft mit Vertrag für 1 Euro. Geht man davon aus, daß bei vielen jungen Menschen das Handy den Festnetztelefonanschluß oft komplett ersetzt, dann ist der Handybesitz so ungewöhnlich nicht. Außerdem gibt es bei Handys so oft neue Modelle, daß kaum noch jemand sagen kann, wann ein Handy ein "neues, teueres Modell" ist oder bereits ein oder zwei Produktgeneration alt und daher billigst zu haben. Von Gebrauchthandys gar nicht zu sprechen.

Was Markenkleidung angeht, gibt es sogar teuere Markenkleidung in Kleiderkammern. Denn auch diese wird so manchem Träger zu klein oder groß. Außerdem wechseln gerade Menschen mit Geld ihre "teuere (sieht manchmal nur so aus)" Markenkleidung öfter, so daß gut erhaltene noch recht neue Kleidung den Weg zum Gebrauchtkleidungsmarkt oder den Kleiderkammern findet. Die Möglichkeit, daß ein Hersteller Restbestände spendet oder Kleidungsstücke mit kleinen Fehlern, die er reguläre nicht verkaufen könnte, wird natürlich auch übersehen.



2. Steht Ihnen nicht mehr zu an etwas Teilzuhaben was Jahrzehnte lang selbstverständlich galt? -

Das sowieso, aber auch siehe oben. Vorurteile gibt es leider selbst bei den Tafelbetreibern. Und wann ist etwas schon so, wie man zuerst gedacht hätte?

3. Was tun wohl Menschen denen man die Zukunft raubt und die keine Chance sehen noch bekommen auf besserung als das was sie nun haben?

Sie verzweifeln...
.
 
E

ExitUser

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zitat aus der taz
Doch die jahrelange Arbeit mit den Armen im staatlich verordneten Mangel hat Herma Schulz, bei aller Freundlichkeit, bitter gemacht: Viele Bedürftige hätten trotz staatlicher Hilfe schon in der zweiten Woche des Monats nicht mehr genug Geld, um zurechtzukommen.
Wer 351,- im Monat bekommt, um ein ganzes Leben in einer der reichsten Industrienationen der Welt abzudecken, hat in der zweiten Woche tatsächlich kaum noch Geld zur Verfügung. Kann er ja auch nicht. Schließlich hat er bis zum Ende der ersten Woche Strom, Telefon/Handy, Versicherungen, Raten für dies und das, und zusätzlich die eine oder andere Rechnung bezahlt. Da sind auf einen Schlag locker 120,- - 150,- Euros weg, bei manchen auch noch mehr. Und essen muss der Mensch schließlich in dieser Woche auch, da ist es durchaus möglich das nach 8-10 Tagen nur noch maximal 150,- für den restlichen Monat übrig sind.
Hat Herma Schulz es schon mal mit Nachdenken versuchen??????
Sie strömten zu ihnen, weil sie "nicht in der Lage sind, ihr Geld einzuteilen".
Es gibt nichts einzuteilen, weil schlicht nichts zum einteilen da ist!!!!
Ein einziges Paar benötigte Schuhe. Eine warme Jacke für den Winter. Eine kaputte Waschmaschine oder überzogene Bewerbungsvorgaben von der Arge, und auch ein noch so ausgeklügelter Finanzplan kommt bei den paar Euronen vollkommen zum Kippen.
Es gebe häufig so ein "Anspruchsdenken: Ich kriege Hartz IV, also bin ich arm".
Natürlich bin ich arm, wenn ich Hartz IV bekomme. Arbeitslosengeld II ist das absolute Existenzminimum, welches ich auch nur dann von diesem Staat erhalte, wenn ich mich vorher finanziell nackt bis auf die Knochen ausgezogen habe. Ich habe dann keinerlei finanzielle Resourcen mehr, ich friste mein Dasein mit 351,- im Monat, und damit bin ich arm!
Dies sei auch ein "psychologisches Problem", ergänzt Christoph Schulz. Das Anspruchsdenken mancher Bedürftiger tue nicht zuletzt den Tafel-Helfern gelegentlich "weh", sagt er: "Die Leute poltern hier so rein."
Was ist das für eine Aussage? Was für ein Anspruchsdenken haben die Bedürftigen denn? Weisen sie schimmeliges Brot, in Verwesung übergegangenes Fleisch und fauliges Gemüse zurück?

Das bestätigt Herma Schulz: "Die wirklich Bedürftigen haben eine Scham", sagt sie, "die sind so bescheiden." Andere dagegen "fahren mit großem Auto vor."
Ja, ja, die wirklich Bedürftigen stehen verschämt in der Ecke, das Gesicht zum Boden gewandt und drehen schüchtern ihren Hut in den Händen. Sie geben den Helfern eine echte Möglichkeit sich selbst aufzuwerten, indem sie den wahren Bedürftigen sanft in ihre Mitte ziehen und ihnen die Brosamen aufzeigen, die vom Tische des reichen Mannes abfielen. Diese werden dem wahren Bedürftigen nach Gutsherrenmanier in mitgebrachte Beutel und Taschen zugeteilt. Der echte Bedürftige bedankt sich nun artig für den teuer bezahlten Abfall, den er nun in einem Ziehwagen nach Hause karrt.
Die nicht wahrhaft Bedürftigen fahren große Autos und nähren so die obligatorischen Vorurteile aller Blöd-lesenden und RTL II-guckenden ehrenamtlichen Tafelhelfer.
Durch die starke mediale Beachtung des Tafel-Booms und der Hartz-IV-Problematik fühlten sich "viel mehr Menschen anspruchsberechtigt" und "rennen zur Tafel".
Niemand "rennt zur Tafel". Der Gang dorthin ist in der Regel das Ergebnis eines langen finanziellen Desasters. Und was heißt hier anspruchsberechtigt?
Die Tafel selbst erhebt den Anspruch, Menschen, die ein geringes Einkommen haben mit Lebensmitteln zu versorgen. Sie ist es, die viel Reklame für sich macht, sich mit einer Schirmherrin schmückt und TafelleiterInnen in Talkshows setzt, die sich dann mit Äußerungen wie "Der Hartz IV Satz darf auf keinen Fall erhöht werden", "Nicht mal die Tafelgänger wollen mehr Geld", "Es ist schlimm, dass es immer mehr Tafeln gibt, weil sich der Staat immer mehr aus seiner Verantwortung nimmt", "Es kommen immer mehr Kinder", vor einem Millionenpublikum entblöden.
Offiziell verkündet der Bundesverband, mit der Lebensmittelvergabe helfe man Menschen, "eine schwierige Zeit zu überbrücken" und gebe ihnen "dadurch Motivation für die Zukunft".
Wer Hartz IV bekommt, lebt in "einer schwierigen Zeit", und die meisten werden damit bis in alle Zukunft auskommen müssen. Doch worin der Zusammenhang zwischen einer Lebensmittelspende und Motivation liegt, ist mir nicht ganz klar.
"Hier gibts keine Motivation", kommentiert Herma Schulz trocken. Es gebe, von der Oma über die Mutter bis zum Enkel, "ganze Familien", die sich in der "Sozialhilfe-Karriere" eingerichtet hätten, "total". Nur in Einzelfällen könne man helfen, der Misere zu entkommen.
Ja, diese Sozialhilfekarrieren gibt es, gab es, und wird es immer geben. Und seit dem 1.1.2005 nimmt die Anzahl derer, die derartige Karrieren starten, immer weiter zu. Doch nicht etwa deshalb, weil es so gemütlich in der Hartz IV-gepolsterten Hängematte zu schaukeln, sondern weil es für immer mehr Menschen immer weniger Jobs gibt. Und diese Menschen haben entweder die Möglichkeit an Hartz zu verzweifeln oder sich darin einzurichten und das Beste aus ihrer Situation zu machen.
Bedauerlicherweise hat Herma Schulz nicht näher erläutert, wie sie in Einzelfällen helfen, damit Menschen aus ihrer Misere entkommen.
Sabine Werth (Tafelgründerin)warnt:Bedürftige dürften sich nicht durch das Abgrasen mehrerer Tafeln ganz von dieser Hilfe abhängig machen - auch aus politischen Gründen.
Richtig, sonst geht es den Tafelgängern irgendwann wie den Betreibern der Tafel, die mehr und mehr von der Firmenpolitik Lidls, Aldi, Daimler und deren Wohltaten abhängig sind.........
Wenn die Politik dies spitz kriege, könnten die Leistungen gekürzt werden: "Das haut sie uns dann um die Ohren - und dann sind wir alle erledigt."
Geht es etwas genauer? Warum sind dann ausgerechnet die Tafelbetreiber erledigt? Weil sie dann nicht mehr schaffen, mit ihrem Abfall die hungrige Meute zu füttern, die dann möglicherweise mit Stöcken und Steinen bewaffnet zum Kanzleramt marschiert, und ein Ende dieser menschenverachtenden Politik verlangt?
Sabine Werth ist eine toughe Frau. Jüngst hat sie die Berliner Tiertafel verklagt, weil sie den geschützten Namen Tafel nutzt.
Das nenne ich toughe!!:icon_neutral:
 
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