System Tafel leider draußen bleiben: Die neue Armut in der Konsumgesellschaft.“ (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

wolliohne

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Die Autorin und Journalistin Kathrin Hartmann im Gespräch mit Michael Langer
über ihr Buch „
Quelle 1: Deutschlandradio (Podcast – Teil 1) [Audio - mp3]
Quelle 2: Deutschlandradio (Podcast – Teil 2) [Audio - mp3] Anmerkung Martin Betzwieser: Hoch interessant. Kathrin Hartmann entlarvt das System der Tafeln in Deutschland als Geschäftsmodell, an dem Handel und Arbeitgeber verdienen und in dessen Mittelpunkt nicht Bedürftige und deren Situation sondern ehrenamtliche Helfer/innen und das gute Image stehen. Weiterhin setzt sich die Autorin und Bangladesh-Reisende kritisch mit Mikrokrediten und deren Auswirkungen auseinander.
Gleiche Gesprächspartnerin, anderer Sender – und ebenfalls nicht langweilig:
Am Tisch mit Kathrin Hartmann, “Sozial-Anwältin”
Kaufen Sie Ihre Lebensmittel mit dem “Bio”- oder “fairgehandelt”-Siegel? Arbeiten Sie ehrenamtlich bei der “Tafel” oder unterstützen Sie mit Ihrem Geld die Vergabe von Mikrokrediten an Arme in Entwicklungsländern? Alles Quatsch, sagt Kathrin Hartmann.
Quelle: hr2/Kultur “Doppelkopf” (Podcast) [Audio - mp3]
 

jimmy

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Damit muss Sie in den Massenmedien auftreten, und nicht in irgend einer Buxtehude-Radiosendung die eh niemand hört. :icon_neutral:
 

hartaber4

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Was kann denn dradio dafür, dass die Massen lieber Masse statt Klasse lieben? Hier umreisst der Marktanteil auch etwas den Zustand der deutschen Bevölkerung....

Massenmedien bietet eben selten eine Plattform für so eine journalistische Arbeit...
 
R

Rounddancer

Gast
Das hören sich eh bloß die an, die sovel Information auch verarbeiten können.
Die anderen hören die Sender, die fast nur mit englischer Musik versetzte Werbung hören,- wo Wortbeiträge nicht erwünscht sind.
 
X

xyz345

Gast
Haha.... ja, wenn das Fass überläuft, dann ist Ende Gelände. :icon_lol:
*Hüstel* Sorry, für den Ausrutscher.

:biggrin:
 
M

Minimina

Gast
Schönes Interview mit Kathrin Hartmann. Das verharlosende, unsichere Gelächter immer wenns bristant wird, sollte sie sich allerdings abgewöhnen, wenn sie ernst genommen werden will.

Gut fand ich auch, wie sie das Scheinsoziale Engagement von Danone und Addidas in den Drittweltländern wie Fabriken die sich durch Drückerkolonen finanzieren oder das Unwesen der Mikrokredite, daß die Leute nur noch mehr in die Krise stürzt (ganz im Gegensatz zu der Nobelpreispropaganda).

LG MM
 

Hamburgeryn1

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Schönes Interview mit Kathrin Hartmann. Das verharlosende, unsichere Gelächter immer wenns bristant wird, sollte sie sich allerdings abgewöhnen, wenn sie ernst genommen werden will.
Ja, das nahm dem Inhalt die gewisse Schärfe, die angesichts der Brisanz des Themas unbedingt nötig ist.

Doch vom Inhalt her, war es spitzenmässig! :icon_daumen:
 

Erolena

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Ich bin begeistert von ihren Beiträgen.

Apropos 'ernst nehmen': Am Ende muss sie womöglich auch noch auf einen Hosenanzug umsteigen, damit sie im Fernsehen in die graugefärbten Plauerrunden passt. :icon_sad:
 
M

Minimina

Gast
Erolena,

es geht nicht um Vorschriften sondern um die Wahrnehmung. Und Lachen zu einer sehr ernsten Angelegenheit sendet entgegengesetzte Signale, die beim Gegenüber bestimmte Reaktionen auslösen.

Hinzu kommt in diesem Fall, daß es sich um Signale auf zwei verschiedenen Ebenen handelt, nämlich der logischen (das sachliche Thema an sich) und der emotionalen (das Lachen).

In diesem Fall wird beim Betrachter immer die emotionale Ebene (rechtes Hirn) vor der logischen Ebene (linkes Hirn) überwiegen, d.h. das Thema tritt in den Hintergrund, während die Gefühle in den Vordergrund treten.

Hier die Unsicherheit und das Beschwichtigen wollen, was im übrigen meistens nur von Frauen angewendet wird, da Mädchen in unserer Gesellschaft schon von Kindheit an lernen müssen sich unterzuordnen.

Das hat rein gar nichts mit Sympathie oder Kleiderordnung zu tun, sondern mit der Funktionsweise des menschlichen Gehirns.

LG MM
 
E

ExitUser

Gast
Erolena,

es geht nicht um Vorschriften sondern um die Wahrnehmung. Und Lachen zu einer sehr ernsten Angelegenheit sendet entgegengesetzte Signale, die beim Gegenüber bestimmte Reaktionen auslösen.

Hinzu kommt in diesem Fall, daß es sich um Signale auf zwei verschiedenen Ebenen handelt, nämlich der logischen (das sachliche Thema an sich) und der emotionalen (das Lachen).

In diesem Fall wird beim Betrachter immer die emotionale Ebene (rechtes Hirn) vor der logischen Ebene (linkes Hirn) überwiegen, d.h. das Thema tritt in den Hintergrund, während die Gefühle in den Vordergrund treten.

Hier die Unsicherheit und das Beschwichtigen wollen, was im übrigen meistens nur von Frauen angewendet wird, da Mädchen in unserer Gesellschaft schon von Kindheit an lernen müssen sich unterzuordnen.

Das hat rein gar nichts mit Sympathie oder Kleiderordnung zu tun, sondern mit der Funktionsweise des menschlichen Gehirns.

LG MM
Man kann es auch deutlich übertreiben und völlig nebensächliche Dinge, wie unwichtige Kommunikationsstile, die durch die eigene subjektive psychodynamische Wahrnehmung im Kortex erfasst wurden, so insolent kommentieren und süffisant in den Vordergrund rücken, dass die wesentliche mediale Botschaft im Kontext des Threadverlaufes/-Themas zu Gunsten der Selbstgerechtigkeit untergeht... :cool:
 
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