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Suche guten Text zu: Warum auch kl. Selbständige ins ALG(-II) gehören

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ethos07

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#1
Hi,
mein pAP macht bislang einen durchaus vernünftigen Eindruck; nur ab und zu kommen populistische Töne durch, wie: "Selbständige gehören doch nicht in die Arbeitslosen-Sozialsicherung", "Selbständige versuchen doch mit unseren Sozialleistungen nur ihre Investitionen günstig abzuschreiben".

Da ich irgendwann nun sicher eine EGV als Existenzgründer mit ihm abschließen soll,

suche ich ein, zwei gut lesbare, kürzere Texte, die deutlich machen, warum dieses alte Bild vom Selbständigen längst nicht mehr zutrifft und die ARGEN also Freiberufler wie mich keinesfalls partout sofort in den 1. oder 3. Arbeitsmarkt zurück befördern sollten...

Bei mediafon habe ich nur sehr kleine Ausschnitte dazu gefunden.

Kennt jemand weitere gute Texte, warum auch kleine Selbstädnige Arbeitslosengeld I und II erhalten können sollten, ohne kurzatmig von Ihrer Tätigkeit abgehalten zu werden?

Gruß!
ethos07
 

Silvia V

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#2

ethos07

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#3
könnte noch weitere Text-Hinweise brauchen!

Danke Silvia V für den link. Allerdings bewirbt die von dir angegebene Site den NEUeinstieg in die Selbständigkeit aus der Erwerbslosigkeit heraus. Während ich gerade umgekehrt

Texte suche, die für den VERBLEIB in der SELBSTÄNDIGKEITwährend einer neuen - vorübergehenden oder partiellen - Bedürftigkeit von kleinen Solo-Selbständigen/Freiberuflern plädieren. Mit Hilfe von ALG oder (aufstockendes) ALG-II.

Der Gesetzgeber hat für solche kleinen Solo-Selbständige ja auch ganz richtig das ALG(-II) geöffnet und schiebt sie nicht mehr sofort in die Sozialhilfe. Nur das ist bei den meisten SBs und FM so noch nicht (oder dank Müntefering etc. wieder nicht mehr) angekommen. Für die allermeisten SBs ist ein Selbständiger, der sich nicht durchgängig auf eigenen Füssen halten kann, sofort und bleibend gescheitert - wie man das eben von Selbständigen so klassisch im Kopf hat. Deshalb tut der SB/FM dann alles, um den kl. Solo-Selbständige schleunigst im 1.- 3. Arbeitsmarkt zu "integrieren" - und desintegriert ihn damit kräftig weiter aus der Solo-Selbständigkeit. Statt diese Selbständigkeit zu stützen.
Weil es aber auf dem 1. Arbeitsmarkt und erst recht auf dem 2./3./... Arbeitsmarkt noch düsterer ausschaut als für kleine Solo-Selständige, gehört die auf den 1.-3. Arbeitsmakrt bornierte ARGEN-"Integration" bei bedürftigen Solo-Selbständigen auf den historischen Misthaufen. (So zumindest auch die Sicht z.B. von mediafon/ver.di.)

Und zu dieser neuen Sicht, wonach die kleinen Solo-Selbständige mit ALG-II gestützt und keineswegs wieder gewaltsam in die alten, nicht mehr funktionierenden 1.- n.ten Arbeitsmärkte zurück gepfercht werden sollten, suche ich eben noch den einen oder anderen guten Text.:icon_question:

Gruß,
ethos07
 

Silvia V

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#4
Es ging mir da vorrangig um die Argumentation,denn wenn man Dich "leben" lässt,könntest Du mittel-bis langfristig selbst Arbeitsplätze schaffen.
Darüber sollte sich der SB im klaren sein,wenn er Dir Steine in den Weg wirft,dann vernichtet er potentielle Arbeitsplätze.

Die meisten SB in der Vermittlung sind ohnehin kontraproduktiv,denn vor lauter
Kontrollwahn und Vermittlungswut in 1 €-Jobs haben etliche SB den Begriff "versicherungspflichtige Tätigkeit,welche eine normale Existenz sichert" aus ihrem
Wortschatz gestrichen.
Muß man ja auch nicht kennen,denn Vermittlung in "Zwangsarbeit" ist doch so schön bequem und anspruchslos:mad:
 

Lisa2

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#5
Es gibt keinen Grund, dich in einen 1-Euro-Job zu stecken, wenn du monatliche Einnahmen hast, und seien sie noch so klein.
Jede Tätigkeit ist wichtiger als ein EEJ. Das wissen auch die paps.

Dich zur Aufgabe der selbstständigen Tätigkeit zwingen, kann dich auch niemand. Auch wenn sie das gerne machen würden ;-).
Ich würde mir alternativ eher überlegen, ob es sinnvoll ist, sich einen Nebenjob (sozvers.) zu suchen, der den Hartz-Bedarf deckt. Parallel dazu kannst du deine Selbstständigkeit weiter ausbauen. Ohne ständigen Druck und Schikanen und Einnahmen-Vorlagen.
 

ethos07

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#6
Danke für eure Postings.
Gewiss trifft eure neg. Einschätzung für viele SBs zu; auch ich bekomme immer wieder wirklich dreiste Schikanen bei einzelnen Bekannten mit.

Aber , wie ich bereits im Eingangsposting deutlich machte: Es gibt auch andere pAPs. Und mein pAP gehört zum Glück dazu. Er hat seinen Verstand und sein Menschsein ganz offensichtlich nicht mit Eintritt ins AMT abgegeben.
Deshalb lautet meine Spielregel mit ihm bis auf weiteres: Wenn schon "Fordern&Fördern", dann aber auf Gegenseitigkeit. Und da ich ja um einiges lebenserfahrener bin als er, werden wir sehen, wohin das führt...:icon_kinn:

Gruß!
ethos07
 
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