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Suche Erfahrungen zum Thema: Umzug wegen Schule/Arbeit

Robsche

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#1
Heyho Community,

mal zu mir und meinen Anliegen.

Ich bin vor kurzen 25 geworden und habe beruflich leider bisher nichts erreicht, musste eine Ausbildung abbrechen und sonst auch keinen Job gefunden. Nun habe ich mich an einigen Schulen in NRW beworben um dort mein Abitur zu machen (habe bis jetzt Fachabitur) um danach studieren zu gehen.

Ich habe eine zusage von einer Schule in Detmold bekommen das ich ab August dort zur Schule gehen kann.
Ich wohne derzeit allerdings im Ruhrgebiet.
Ich habe letztes Jahr schonmal mit meinen Arbeitsvermittler gesprochen und er meinte das eine Schule schon ein wichtiger Grund wäre zum umziehen und das sie den Umzug wohl bezahlen würden.

Meine Frage(n):

Hat jemand schonmal Erfahrung damit gemacht mit einen Umzug in eine "weitentfernte" Stadt?
Bezüglich wie es aussieht auf Wohnungssuche zu gehen?
Ich mein ich kann ja nicht jedentag dort hinfahren und nach Wohnungen suchen oder ständig wegen Kleinigkeiten dort hinfahren.
Werden die nötigen Kosten übernommen wenn ich dort hinfahren muss um mir eine Wohnung zu suchen?

Über jegliche Info´s und ratschläge wäre ich sehr dankbar.

MfG Robsche
 

Doppeloma

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#2
Hallo Robsche,

Ich habe eine zusage von einer Schule in Detmold bekommen das ich ab August dort zur Schule gehen kann.
Hast du diese Zusage schriftlich bekommen und darüber aktuell schon mit deinem Arbeitsvermittler gesprochen, ob denn jetzt eine Zustimmung zum Umzug und die notwendige finanzielle Unterstützung auch realisiert wird ???

Ich wohne derzeit allerdings im Ruhrgebiet.
Ich habe letztes Jahr schonmal mit meinen Arbeitsvermittler gesprochen und er meinte das eine Schule schon ein wichtiger Grund wäre zum umziehen und das sie den Umzug wohl bezahlen würden.
Nur darüber reden (und voriges Jahr) nützt aber nicht viel, du musst das alles schriftlich und nachweislich beantragen, mit der Bitte um eine dringende Entscheidung, da du ja im August mit der Schule anfangen willst.

Ich kenne mich allerdings nicht mit weitergehenden Bestimmungen dazu aus, ob du dann überhaupt noch Anspruch auf ALGII haben wirst, dazu meldet sich hoffentlich noch Jemand der da mehr Ahnung von hat als ich... :confused:

Hat jemand schonmal Erfahrung damit gemacht mit einen Umzug in eine "weitentfernte" Stadt?
Bezüglich wie es aussieht auf Wohnungssuche zu gehen?
Allgemein ist mir bekannt, dass man sich die Kosten-Übernahme für den Umzug (und erforderliche Beschaffungskosten /Fahrten) vom aktuell zuständigen JC schriftlich geben lassen sollte und muss ... das neu zuständige JC muss dann wohl der konkreten Wohnung zustimmen, wegen Übernahme der KdU, weil es dort ja andere Richtlinien (zur Angemessenheit) geben dürfte, solltest du zumindest auch dazu Informationen einholen.

Mit den Kosten des Umzuges haben die ansonsten (meines Wissens) nichts weiter zu tun ... mindestens eine "Reise" zur dortigen JC-Öffnungszeit solltest du also einplanen und dir auch dort unbedingt alles schriftlich geben lassen.

Ich mein ich kann ja nicht jedentag dort hinfahren und nach Wohnungen suchen oder ständig wegen Kleinigkeiten dort hinfahren.
Während Hartz 4-Bezug sind wir nicht umgezogen, daher kann ich nur berichten, wie wir einen "normalen" Fern-Umzug organisiert haben, denn wir haben im letzten Sommer-Urlaub endgültig beschlossen, an den Urlaubsort ganz umzuziehen (400 km).

Vorab hatten wir uns schon im Internet nach Wohnungen /Wohnungsgesellschaften umgesehen und uns die Telefon-Nummern notiert bzw. einfach mal angerufen und nachgefragt wegen passender Wohnungen.

Wir haben auch eine sehr günstige Wohnung gesucht und möglichst im Erdgeschoß, weil wir inzwischen beide unsere Probleme mit vielen Treppen haben und die Renten auch ihre finanziellen Grenzen setzen.

Einen Makler wollten wir daher schon wegen der zusätzlichen Kosten möglichst nicht einschalten, so ergab sich dann bereits im Urlaub ein Besichtigungstermin, einer sehr schönen, günstigen Wohnung ... für die wir uns auch sofort entschieden haben.

Das Finden der Wohnung war also in diesem Falle gar nicht so schwer, kann natürlich bei dir ganz anders sein ... versuche da viel über Internet und Telefon zu machen, denn viele Fahrten schon für die Suche, wird man dir sicher nicht bezahlen wollen.

Trotzdem solltest du "keine Katze im Sack" mieten und dir eine Wohnung (die in Frage käme) unbedingt vor Ort auch ansehen, es gibt leider auch in der Hinsicht inzwischen viele Ganoven, die über Internet/Telefon was "vermieten", was es in echt gar nicht gibt ... oder was sich dann als wenig bewohnbar erweist, wenn man genauer hinschaut.

Von deinem aktuellen Vermieter solltest du dir eine Bescheinigung geben lassen, dass du keine Mietschulden hast, das wollen viele Vermieter sehen vor dem Mietvertrag ...

Ob man mit Hartz 4 unbedingt "beliebt" ist bei der Wohnungssuche kann ich nicht beurteilen, wir waren dann schon beide Rentner, selbst eine kleine Rente ist aber immerhin regelmäßiges /sicheres Einkommen ... :icon_kinn:

Vielleicht wäre ja auch eine Wohngemeinschaft zunächst eine Möglichkeit für dich, auch das kann ich nicht beurteilen, ob das dann einfacher zu regeln geht, wenigstens für den Anfang ...

Eine eigene Wohnung kannst du dir ja dann vielleicht auch später noch suchen, wenn du direkt vor Ort bist ...

Werden die nötigen Kosten übernommen wenn ich dort hinfahren muss um mir eine Wohnung zu suchen?
Ich denke nicht, dass man dir dafür häufig was zahlen wird, weil es auch andere Möglichkeiten der reinen "Suche" gibt, aber zur Besichtigung von Angeboten, solltest du das unbedingt versuchen und dich nicht mit Bildern und Beschreibungen zufrieden geben (müssen) ...

In unserem Falle waren dann keine weiteren Reisen mehr nötig, wir fanden auch im Urlaub direkt noch einen Maler für die Wohnung (weil die stark renovierungsbedürftig war und der neue Mieter das hier selber machen muss) und der hat dann später auch die Schlüssel bei der Verwaltung besorgt und an sich genommen, bis wir mit dem Möbelwagen hier angekommen sind, war auch die Wohnung frisch gestrichen.

Den verbindlichen Vorvertrag mit der Wohnungsgesellschaft hatten wir noch im Urlaub abgeschlossen und nun wohnen wir seit 2 Monaten hier, wo wir sonst immer Urlaub gemacht haben, bereut haben wir unsere Entscheidung noch keine Sekunde ... :icon_klatsch:

Aber wie beschrieben, haben wir den Umzug komplett selbst organisiert und bezahlt, ob das bei Hartz 4 auch so "einfach" zu regeln geht, das weiß ich leider nicht, wir brauchten ja Niemanden (mehr) um Erlaubnis und Kosten-Übernahme zu bitten.

MfG Doppeloma
 

bLum

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#3
Ist das ne Schule für den 2. Bildungsweg?
Wenn ja frag mal nach ob die ein Wohnheim haben.

Anspruch auf ALG ... hast du denke ich nicht. Für schulische Ausbildungen gibts das jeweilige Landes-AföG (elternunabhängiges!). Wenn da kein Anspruch (mehr) besteht gäbe es eventuell was vom JC. Aber das weiß ich nicht 100%ig. Könntest bei nem Studentenwerk von irgendeiner Uni in deiner Nähe anrufen, die kennen sich i.d.R. mit sowas aus.

Ich bin damals aus ner WG, im Bezug, ins Wohnheim gezogen, privat organisiert, von daher hab ich keinen Plan ob die so einen Umzug finanzieren. Glaube ich aber eher nicht, weil das ja nicht mal berufsorientiert ist sondern ne Erstausbildung, und die hast du mitm Fachabi ja. edit: einziges Argument, was vll. ziehen könnte, wäre, falls du xAfög-Anspruch hast, dass du damit aus dem ALG-Bezug kommst? Frage mich eh wie du das geschafft hast, das durch zu bekommen. Nachm Fachabi, so mein Wissen, _darf_ man eigentlich keine allgemeine HSR mehr machen ?!?!?!
 

Robsche

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#4
Ich danke euch schonmal im vorraus.

Ich hätte das wohl schon die Woche über unternehmen müssen, werde aber am Montag bei meinen Arbeitsvermittler anrufen um mir einen Termin geben zu lassen oder in der offenen SPrechzeit dort vorbei zuschauen. (soviel Zeit habe ich ja dann auch nicht mehr!)

In den Brief den ich von der Schule dort bekommen habe stand drin, das ich zum Infotermin am 15. Schreibzeug mitbringen sollte um meine Kurse zu wählen, um ein wenig mehr Gewissheit zu bekommen habe ich natürlich dort angerufen. Lider war die Dame am Telefon leicht beschäftigt und antwortete auf meine Frage ob dies "nur" ein Infotag ist oder ob ich mich freuen kann dort angenommen zu sein, mit einen "sowohl als auch".

Sehr schwammig für mich diese Aussage.:icon_question:

Wie gesagt werde ich mich schnellstmöglich mit meinen Arbeitsvermittler auseinander setzen und werde anschließend meine Ehrfahrungen hier teilen.
 

Robsche

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#5
Frage mich eh wie du das geschafft hast, das durch zu bekommen. Nachm Fachabi, so mein Wissen, _darf_ man eigentlich keine allgemeine HSR mehr machen ?!?!?!
Nachdem man die Fachhochulreife erhalten hat (11.-12. Klasse) qualifiziert man sich auch für die Algemmeine Hochschulreife, ALLERDINGS muss man in dem Fall die 12. Klasse wiederholen.

Hätte ich damals schon bei meinem alten Berufskolleg machen können, allerdings wollte ich dann erstmal meinen Grundwehrdienst hinter mich bringen.
Und meine jetztige Bewerbung wurde abgelehnt.
 

bLum

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#6
Ah, ok, danke, das ist mir neu :)
Wünsche dir viel Glück ...oder besser gesagt: Erfolg!
 

Pendlerin

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#7
Moin Robsche, meine Tochter hat den Sprung in umgekehrter Richtung ausgeübt.

Sie ist quasi vom Grenzland Nds/NRW ins Ruhrgebiet nach Essen gewandert.
Dafür benötigte sie einen gewichtigen Grund.
Grund: Abitur.

Das Abitur kann man ja quasi an zig Schulen machen/ nachmachen und gerade im Ruhrgebiet hat es unendliche Möglichkeiten.

Meine Tochter musste nachweisen das sie am Heimatort( mit entsprechendem Umkreis, bis zu 1,5h Fahrtzeit je Richtung ) kein Abitur erwerben hätte können.
Dieser Nachweis war im Fall meiner Tochter sofort erbracht. Erst kam sie in einem Internat unter ( 3 Jahre Härtefallbafög ) jetzt lebt sie mit Schülerbafög in einer WG.

Im Internat war ja quasi alles vorhanden, aber aus verständlichen Gründen wollte meine Tochter ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben führen.
Für ihren Umzug vom Internat in die WG erhielt sie keine Hilfen. Ihr Erspartes ging komplett drauf.

Ich denke mal bei dir läuft es auch auf Schülerbafög raus. Bafög ist vorrangig zu beantragen. Es ist anzunehmen das jedes JC sagt: Ja klar können Sie machen...tschöösssss. Also grob gepeilt dürftest du dann quasi weg vom JC sein.

Über den Daumen gepeilt würde ich mal behaupten: Bafög und Kindergeld. Durch deinen Grundwehrdienst dürftest du ja noch Anspruch haben ( genau weiss ich das aber nicht ) Die Schule muss jedoch den Förderungsansprüchen entsprechen ( Kolleg ect. ) Es wäre eben zu klären ob du nicht im gewissen Wohnumkreis eine ähnliche Schule besuchen könntest.

Übrigens: Alle Anträge jetzt im Mai stellen. Es dauert Monate eh Bafög bearbeitet wird. Wenn meine Tochter im Mai die Baföganträge gestellt hatte bekam sie die ersten Zahlungen rückwirkend immer so Ende Oktober. Es gibt also eine längere Zeit welche man überbrücken muss.

Grüssle von der Pendlerin
 

Robsche

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#8
Pendlerin ich danke dir sehr für deine Informationen.

Da ich den Brief für den "Info-Tag" erst kürzlich bekommen habe und ich sogesehen noch keine wirkliche Zusage habe, ist es schlecht jetzt schon Bafög zubeantragen.

Habe zwar heute bei meinen Arbeitsvermittler angerufen, allerdings war der gute Herr heute nicht zu erreichen, werde es morgen nochmal versuchen.

Ich hoffe sehr für mich das alles sehr schnell geht in nächster Zeit.

Sobald ich mit meinen Vermittler gesprochen habe werde ich wieder neue Infos posten um anderen die den gleichen Weg eventuell beschreiten möchten sich hier schlau lesen können ;)
 
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