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Such dringend Hilfe wegen kurzfristiger MAE

nili87

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Hallo Forumgemeinde, ich bin 27 Jahre und habe mir hier schon öfters Hilfe gesucht und gefunden. Jetzt habe ich selber ein großes Problem.
Ich wurde durch das JC 100% gekürtzt wobei ich auch meine Mitschuld trage, da ich einig Termine beim AV versämt habe.Jetzt sagt meine AV ich soll eine MAE machen da sie mich für Alkoholkrank hältin einem kirchlichen Verein.
Gut ich trinke Abends so 2-3 Flaschen Bier aber mit der Kirche habe ich nichts zu tun.Und kann sie mich zu so einem gemeinnützlichen Verein schicken.
So und nun zu meinen Fragen:

1.Ist die Mae noch eine zusätzliche Tätigkeit da es sich um eine evangelische Diakone handelt?
2.Ich bin Atheist und mein Glauben widerspicht sich mit dem was die da sagen.
3.Darf sie sich anmaßen mich in eine Suchttherapie zu schicken?
4.Wie soll ich mich verhalten hat jemand einen Rat für mich und macht es Sinn Widerspruch einzulegen?

Als Anhang lade ich die Zuweisung mit hoch.
Danke schon mal im voraus an alle die sich das durchlesen und ich bin für jede Antwort.

Mit freundlichen Grüßen.

nili87
 

saurbier

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Hallo,

was soll man hier schon sagen.

Du gehst nicht zu den Terminen und trinkst abends so 2 bis 3 Flaschen.

Das die/der SB hier etwas härter durchgreifen dürfte doch verständlich sein.

Und ja, man kann dich zu einer Entziehungsmassnahme schicken, wenn sich der Verdacht auf entsprechende Drogen (gleich welcher Art) erhärtet. Denn nur gesunde Menschen kann man in Arbeit schicken.

Wer täglich soviel Alkohol zu sich nimmt, bei dem besteht die Gefahr der Abhängigkeit.

Übrigens, hochgeladen hast du auch wieder nichts.

Vielleicht ist die härtere Gangart doch angeraten.


Gruss saurbier
 

Sabricia

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Hochgeladen ist leider nichts.

Aber Suchtberatung bei der Diakonie oder anderen Einrichtung ist nicht christlich ausgelegt. Die werden dir nichts von Gott oder etc. erzählen. Ist aber sehr hilfreich
 

Hainbuche

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Guten Tag nili87,

Den Umfang Ihres Alkoholkonsums und die Möglichkeit des Bestehens einer Abhängigkeit kann und will ich nicht beurteilen.

Allerdings würde ich Ihnen raten, den regelmäßigen Bierkonsum grundsätzlich nicht allzu unbefangen zu kommunizieren.

Es gibt nämlich Leute, die bereits dann von einer Abhängigkeit ausgehen, wenn jemand praktisch jeden Tag überhaupt Bier trinkt, und sei es nur ein kleines Glas.

Falls Sie allerdings den Effekt der 2-3 Flaschen täglich in einer Weise spüren, von der Sie selbst der Ansicht sind, daß z. B. Ihre Terminversäumnisse dadurch mitverursacht werden, wäre eine bewußte Auseinandersetzung damit im Rahmen einer Therapie vielleicht sogar zu empfehlen.
 

SrgtSmokealot

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@saurbier Das Jobcenter kann dich nicht zu einer Entziehungskur schicken, das wär ja auch noch schöner :icon_evil: Hier dreht sichs um ne MAE also 1€ Job, hmmm da müssten wir mal warten was die Experten sagen, mir war als hätt ich mal was gelesen das jemand aufgrund seine Ateismus ne mAE bei nem kirchlichen Träger erfolgreich abwehren konnt :icon_kinn:
 

Chosyma

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Moin,

die Abwehr der MAE weil diese bei der Diakonie stattfindet, wird meiner Ansicht nach nicht gelingen. Da müssen andere Argumente her, wie bspw. Arbeiten sind nicht zusätzlich- dazu müsste man allerdings die Zuweisung sehen, die du hoffentlich noch hochlädst... Nur dann kann man dir Hinweise für die Gegenwehr geben

Worauf ich hinaus willl, sollten die im Einzelfall religiöse Habndlungen ( z.B. im Kindergarten mit den Kleinen vorm Essen zu beten)von dir verlangen kannst du die natürlich als Atheist verweigern( ich hoffe du bist "anerkannter" Atheist offiziell aus der Kirche ausgetreten und nicht noch immer ne "Karteileiche") aber damit wird nicht die ganze MAE gegenstandslos.

Zur Suchtproblematik: wie kommt der SB darauf? Hast du was Entsprechendes erzählt oder ein Bier getrunken vorm Termin und dein Atem roch nach Alkohol? Sollte es nur eine Unterstellung sein, für die der SB keinerlei Anhaltspunkte hat, bekäme der sofort eine entsprechende Ansage von mir, derartige unbegründete unverschämte Übergriffe in mein Privatleben zu unterlasssen.

Das du eine Therapie machst, mag der SB wolllen, aber kein Therapeut der diesen Namen verdient, arbeitet mit jemandem der dies nicht will. Therapie geht erfolgreich nur freiwillig. Eine Einweisung zur Therapie kann ein SB nicht veranlassen (das darf nur ein Arzt in Verbindung mit einem richterlichen Beschluss), aber er kann verlangen, dass du zu einer Untersuchung beim Psychologischen Dienst gehst. Und er kann dir vorschlagen freiwillig! zu einer Beratungsstelle zu gehen.

Zu den Sanktionen: Widerspruch eingelegt, überprüfen lassen, ob die wirklich rechtmäßig sind? Wenn nicht solltest du das vielleicht mit Hilfe eines Anwalts mal tun.

Oh fast vergessen willkommen im Forum

LG Antje
 

0zymandias

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Zu 2.: Nein, leider reicht das nicht, außer man will Dich missionieren. Vgl.: http://www.elo-forum.org/alg-ii/127189-Ein-Euro-Job-moralischen-gruenden-ablehnen.html

Zu 3.: Keine Zwangstherapie, siehe Textblock am Ende dieses Postings.

Wenn Du gegen die Maßnahme etwas unternehmen möchtest, brauchen wir Einblick in Deine anonymisierten Papiere (EGV, EGVA, Zuweisung, ...).
Prinzipiell solltest Du jetzt weder beim JC noch beim MT etwas unterschreiben.


Medizinische/psychiatrische Zwangsbehandlung
Der angegriffene Bescheid erscheint rechtswidrig. Unter anderem ist bereits die Verpflichtung zur Durchführung einer psychiatrischen Behandlung unverhältnismäßig und damit rechtswidrig.
[...]
Im vorliegenden Verfahren ist die Verpflichtung des Antragstellers zur Durchführung einer psychiatrischen Behandlung zur Verbesserung seiner Leistungsfähigkeit wegen Verstoßes gegen den Verhältnismäßigkeitsgrundsatz rechtswidrig. Die Kammer kann bereits nicht erkennen, dass die zwangsweise Verpflichtung zur Vornahme einer solchen medizinischen Behandlung ein geeignetes Mittel darstellt, um die Leistungsfähigkeit des Antragstellers zu verbessern. Der Antragsteller sieht selbst nämlich keine Notwendigkeit für eine derartige Behandlung und ist mit einer solchen Maßnahme nicht einverstanden. Für den Erfolg einer psychiatrischen Behandlung dürfte jedoch die freiwillige Teilnahme und aktive Mitwirkung des Betroffenen Voraussetzung sein. Beides ist vorliegend (noch) nicht gegeben.
Unabhängig davon ist die Verpflichtung jedoch auch nicht zumutbar im engeren Sinne. Der mit der Behandlung verfolgte Zweck - die Verbesserung der Leistungsfähigkeit zum Zwecke der besseren Eingliederung in Arbeit - steht außer Verhältnis zu dem damit verbundenen Eingriff in das Selbstbestimmungsrecht des Antragstellers. Die Annahme eines sanktionsbewehrten Zwangs zur vollständigen Wiederherstellung der Gesundheit und Verbesserung der Belastbarkeit greift in erheblichem Maße in das Selbstbestimmungsbestimmungsrecht und die Integrität des Antragstellers nach Art. 2 Abs. 1 Grundgesetz (GG) i.V.m. Art. 1 Abs. 1 GG ein. Mangels gesetzlicher Grundlage kann dieser Eingriff mit dem Ziel der Eingliederung in Arbeit nicht gerechtfertigt werden. Der Antragsteller muss autonom entscheiden können, ob bzw. wann er sich wegen gesundheitlicher Einschränkungen in ärztliche bzw. psychiatrische Behandlung begibt (in diesem Sinne auch SG Braunschweig, Beschluss v. 11.9.2006, S 21 AS 962/08 ER, zit. nach Erwerbslosen Forum Deutschland (Forum) - Powered by vBulletin). Der Antragsgegner kann insoweit lediglich (Beratungs-)Angebote unterbreiten. Eine allgemeine Verpflichtung des Leistungsempfängers zur Gesunderhaltung bzw. Gesundung besteht nicht, auch nicht aufgrund des Selbsthilfegebots nach § 2 Abs. 1 SGB II.
SG Schleswig Az.: S 16 AS 158/13 ER
 

Charlot

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Wenn Du eine Sucht hast, dann ist dies eine Krankheit.
Um eine Krankheit festzustellen, dafür sind Ärzte zuständig, nicht die Diakonie.
Ebenso zur Behandlung der Krankheit.
 

ibuR

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Die TE hat den Thread in einem *Parallel*forum eingestellt, scheinbar waren die Antworten dort nicht wunschgemäß. Dort kann man auch alles lesen, denn dort hat sie es scheinbar geschafft, die Unterlagen hochzuladen.:wink:
 

SrgtSmokealot

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Hmmm da stehn keine Stundenangaben (zb 30h pro Woche) keine Anfangs und Endzeiten, die tätigkeiten sind nicht genau definiert usw, was die heut so alles als zuweisen beschimpfen.........
 

Caso

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Hallo Forumgemeinde, ich bin 27 Jahre und habe mir hier schon öfters Hilfe gesucht und gefunden. Jetzt habe ich selber ein großes Problem.
Ich wurde durch das JC 100% gekürtzt wobei ich auch meine Mitschuld trage, da ich einig Termine beim AV versämt habe.Jetzt sagt meine AV ich soll eine MAE machen da sie mich für Alkoholkrank hältin einem kirchlichen Verein.
Gut ich trinke Abends so 2-3 Flaschen Bier aber mit der Kirche habe ich nichts zu tun.Und kann sie mich zu so einem gemeinnützlichen Verein schicken.
So und nun zu meinen Fragen:

1.Ist die Mae noch eine zusätzliche Tätigkeit da es sich um eine evangelische Diakone handelt?
2.Ich bin Atheist und mein Glauben widerspicht sich mit dem was die da sagen.
3.Darf sie sich anmaßen mich in eine Suchttherapie zu schicken?
4.Wie soll ich mich verhalten hat jemand einen Rat für mich und macht es Sinn Widerspruch einzulegen?
Um mit 27 Jahren auf 100% Sanktion zu kommen, brauchts aber schon mehr als ein paar versäumte Termine.
Das JC sagt nicht nur was, sondern du hast eine Zuweisung bekommen. Zu einer Arbeitsgelegenheit mit MAE.
Morgen sollst du dort erscheinen. Um 10.30 Uhr.

Mit Religion hat das nichts zu tun.
Ja, die Diakonie kann solche AGH mit MAE durchführen, das ist dann der Maßnahmeträger.
Von Suchttherapie steht nirgends was. Was sie sagt, müßte sie schriftlich machen.
 

0zymandias

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Ist das eigentlich eine zulässige Tätigkeit, von mir aus auch Ziel, für eine MAE nach § 16 d SGB II:

Feststellen der Kontrollfähigkeit bezüglich Suchtmittel ?

Ich meine mich erinnern zu können, dass es dabei um Integration in den ersten Arbeitsmarkt gehen soll.

Zeiten und Orte sind nicht in der Zuweisung definiert; das kann aber nicht dem MT überlassen werden.

Auch im Diakonissennest nichts unterschreiben. Kein Lebenslauf, keine Zeugnisse vorlegen.
 

nili87

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Hallo ich habe mal eine andere Frage,
Ich habe gerade aus Österreich einen Anruf bekommen das ich dort Arbeiten kann (ich habe mich auch dort beworben bei der Zeitarbeitsfirma/ Personalvermittlung).
Nun meine Frage, bekomme ich bei 100% Sanktion den Vorschuß auf Reisekosten, Arbeitsbekleidung, Unterkunftskosten aus dem Vermittlungsbudget genehmigt?
In dem Fall hätte sich das oben genannte problem erledigt.
 

SrgtSmokealot

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Deine Sanktion hat ja nix mit dem Vermittlungsbuget zu tun, als kannst sowas natürlich beantragen (Schriftlich mit Empfangsbestätigung!) :wink:
 

nili87

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Hallo zusammen war Heut bei der Diakonie.
Habe mir alles mitgeben und meine Anwesheit Bestätigen lassen.
Könnt ihr da mal bitte drüberschauen.
Danke im voraus.
MfG
 

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