Stuttgart 21: Deutschlandradio manipuliert bei Berichterstattung zur Bürgerbewegung (1 Betrachter)

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wolliohne

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Stuttgart 21: Deutschlandradio manipuliert bei Berichterstattung zur Bürgerbewegung
Im Länderreport von Deutschlandradio Kultur gab es gestern, am 21.02.2014 einen Bericht, der sich mit der Bürgerbewegung gegen Stuttgart21 beschäftigte. Michael Brandt berichtet darin vom Ausstieg der Grünen, des VCD, des BUND und von ProBahn aus dem Aktionsbündnis und analysiert die Veränderung innerhalb des Protests gegen Stuttgart 21. Doch leider geriet der Bericht äußerst einseitig und sollte ganz offensichtlich dem Zuhörer suggerieren, dass die Bürgerbewegung gegen Stuttgart 21 sich »radikalisiere« und ihr Ende gekommen sei. Um diesen Eindruck zu untermauern, schreckte der öffentlich-rechtliche Sender selbst vor offensichtlicher und sehr dreister Manipulation von O-Tönen nicht zurück. (Ein Kommentar von Zwuckelmann.) (…)
Der unwissende Zuhörer gewinnt also abermals den Eindruck, dass die Tausend Montagsdemonstranten inzwischen ein radikaler, verbohrter Haufen geworden wären, die vor vernünftigen, gemäßigten Gegnern keinen Respekt mehr hätten. Selbst ihre eigenen Leute brüllten sie inzwischen nieder. Doch hier manipuliert das Deutschlandradio in einer Art und Weise, wie man es ihm nicht zugetraut hätte. Denn die eingespielten Lügenpack-Rufe (hier ab Minute 13:50) gab es bei dieser 208. Montagsdemo, auf der Peter Conradi seit langem einmal wieder aufgetreten ist und auf die sich die Zitate beziehen, gar nicht. Das heißt, die Radioredakteure haben von einer anderen Montagsdemo die Aufzeichnungen der Lügenpack-Rufe, die in einem ganz anderen Zusammenhang entstanden sein müssen, in diesen Bericht montiert, um bewusst falsche Aussagen mit O-Tönen zu untermauern. Dieses Vorgehen kann man nicht anders als Betrug und bewusste Täuschung nennen. Wer sich davon überzeugen mag, dass es keinerlei Lügenpack-Rufe gab, sondern im Gegenteil großen Applaus, sehe sich die Rede von Peter Conradi auf der 208. Montagsdemo hier an.
Am Schluss kann man sich nur fragen, was Brandt mit diesem Beitrag bezweckt. Denn er sagt selbst, dass sich alle Befürchtungen der Gegner bewahrheitet hätten: der Kostendeckel sei gesprengt, der ursprüngliche Zeitplan sei deutlich verschoben, das Mineralwasser bereite der Bahn doch größere Probleme, die Leistungsfähigkeit würde zunehmend in Frage gestellt. Damit zeigt Brandt doch gerade, dass es Gründe genug gibt, auch heute noch gegen Stuttgart 21 zu protestieren. Aber anstatt sich über so unerschrockenes bürgerschaftliches Engagement zu freuen und alles dafür zu tun, dass die Lügen der Bahn weiterhin an die Öffentlichkeit kommen, kompromittiert er den Protest und schreckt dabei sogar vor dreister Manipulation nicht zurück.
Quelle: cams21
 
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