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Stufenlose Widereingliederung ins Mobbing-Umfeld ?

algfranz

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#1
Hallo, bin nach einiger Zeit Krankengeldbezug nun zur Reha wegen Mobbing und damit verbundener Folgeprobleme.

Nun stellt sich die Frage wie es nach der Reha wohl weiter geht.

Es gibt ja so wie ich es verstanden habe folgende Möglichkeiten:

Weiter AU
Nicht mehr AU
Rentenantrag
Stufenweise Wiedereingliederung

Eine stufenweise Wiedereingliederung wurde schon angesprochen, nur wäre das eine stufenweise WE ins Mobbing-Umfeld, was ich für nicht besonders effizient halte.

Habt ihr hier ein paar Tipps wie es hier sinnvoll weitergehen könnte ?
 
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#2
Möchtest du denn grundsätzlich dort wieder arbeiten oder eher nicht?

Wie fit fühlst du dich?

Weiß dein Chef vom Mobbing?
 

algfranz

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#3
Möchtest du denn grundsätzlich dort wieder arbeiten oder eher nicht?
-> Prinzipiell ja.

Wie fit fühlst du dich?
-> Sehr schlecht.

Weiß dein Chef vom Mobbing?
-> Er ist der Mobber.
 
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#4
Weiß dein Chef vom Mobbing?
-> Er ist der Mobber.
Ach du Schxxxx. Diese Situation kenne ich leider auch.

Leider kann ich dir da schlecht einen Tipp geben (bei mir war es anders, hatte bloß einen befristeten Arbeitsvertrag). Ich hoffe, hier meldet sich noch wer dazu! Ansonsten würde ich das Problem unbedingt auf der Reha ansprechen.
 

Salzwasser

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#5
Entweder sprichst du dich mit dem Chef aus (mit Vermittler natürlich) oder du suchst nach einem anderen Job.

Wieso Rentenantrag?
 

algfranz

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#6
Entweder sprichst du dich mit dem Chef aus (mit Vermittler natürlich) oder du suchst nach einem anderen Job.

Wieso Rentenantrag?
Hatte verstanden dass bei einigen Patienten eine "misslungene" Reha zum Rentenantrag umgedeutet werden kann.

Das mit dem Aussprechen ist natürlich eine Option beantwortet aber nicht die Frage wie mit einer bei der Reha mit vorgeschlagenen Wiedereingliederung vorzugehen wäre. Muss man das machen oder welche Alternativen gäbe es erst einmal ?
 

Katzenstube

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#8
Lieber ALGFranz,
was für einen Rat soll oder kann man Dir geben? Ich war in selbiger Situation: Bossing. Nachweisbar! Wurde für rund 6 Monate Au geschrieben, habe mir auf eigene Kosten einen RA genommen und eine Abfindung rausgeschlagen.

War aber danach arbeitslos und da ich damals schon Mitte 40 war gab es 10 unsäglich schlimme Arbeitsjahre, mit Unterbrechungen durch Arbeitslosigkeit weil viele Arbeitsverträge befristet waren.

Ich selber hätte mich dem Bossing nicht ausgesetzt weil mein damaliger Boss mich loshaben wollte. Und wer Möglichkeiten sucht, der findet irgendwann welche weil ich Mensch (mit Fehlern bin) und kein Computer. Ich hätte die Stärke nicht gehabt jeden Tag gegen die Wand laufen zu müssen!

Nur DU selber kannst entscheiden welche und wieviel Kraft DU hast und wie DU DIR Deinen weiteren Lebensweg vorstellst. Ein Thema, welches wohl auf der Reha ausgebiebig besprochen werden sollte.

Eine große Rolle dürfte Dein Alter und Dein Job spielen bzw. Deine Qualifikationen. Hast Du Dich schon beworben bei anderen Unternehmen? Wir sind die Chancen, was kannst Du aus Absagen entnehmen???

Gruß von Katzenstube
 
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#9
Hat keiner einen Rat ?
Du schreibst: im Prinzip möchtest Du an deinen Arbeitsplatz zurück und gleichzeitig geht es Dir aber noch schlecht.
Du solltest den Umstand dem Arzt in der Reha erläutern, der dich dann ggfs. arbeitsunfähig daraus entlässt.

Du brauchst Standing um gegen das Bossing anzugehen. Da Du hier nicht geschrieben hast, was der denn so mit dir veranstaltet, hat man wenig Ansatzpunkte zur Hilfe.

Es gibt einen guten Ansatz aus dem Konfliktmanagement:
Verfolger muss man Stoppen - dafür müsste man wissen, was dein Verfolger mit dir anstellt, um ihn zu stoppen.
 

Birgit63

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#10
Nur weil du auf deinem jetzigen Arbeitsplatz von deinem Chef gemobbt wirst, kannst du nicht in Rente gehen (es sei denn, du hast nur noch 2 oder 3 Jahre bis zur Rente). Ich kenne Mobbing und für mich wäre es auch keine Option an den bisherigen Arbeitsplatz zurückzukehren. Aber dann musst du dir einen neuen Arbeitsplatz suchen. Wie schon geschrieben, such dir einen Anwalt und versuche noch eine Abfindung herauszuschlagen. Du hast ja Atteste, so dass die Kündigung deinerseits nicht zu Sanktionen führen kann.
 

Lilastern

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#11
@algfranz

Hast du dir schon einmal überlegt die Stelle zu wechseln?

Bis du denn momentan so stabil dass du wieder belastbar bist und arbeiten kannst<?

Das sind alles Faktoren das musst du selbst wissen. Wir kennen dich ja nicht persönlich.

Denke wenn du gemobbt wirst, ist es auf jeden Fall besser die Stelle zu wechseln, vorausgesetzt dein Gesundheitszustand lässt es zu.
 

Fairina

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#12
Nein, an den Arbeitsplatz kannst du nicht zurück kehren, das schlag dir aus dem Kopf. Aber warum bist du nicht gegen deinen Chef vorgegangen. Da hätte eine hübsche Abfindung unter Umständen raus kommen können. Warte ab, was man in der Reha sagt. Dort müßte es auch Mitarbeiter geben, die dich beraten können.

Da wo ich heute bin, bin ich u.a. auch wegen Mobbing/Bossing. Es zerstört Menschen in jeder Beziehung und hat lebenslange Auswirkungen. Such dir einen anderen Arbeitsplatz. Versuch die KK ins Boot zu bekommen. Die werden sich ihr Geld wieder holen wollen. Versuch vor Ort und/oder im Net Foren zu finden mit dem Problem.


Hab dir mal eines raus gesucht. Das hier ist ganz gut.
http://forum.mobbing.net/
 

Doppeloma

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#13
Hallo algfranz,

Hallo, bin nach einiger Zeit Krankengeldbezug nun zur Reha wegen Mobbing und damit verbundener Folgeprobleme.
Na-Ja, in Reha kommt man eher NUR wegen der Folgeprobleme oder welche Mittel / Informationen konnte man dir in der Reha schon gegen das Mobbing in die Hand geben ???

Ich kenne nur so Gruppentherapien aus solchen Rehas wo man Strategien "zur Lösung von Arbeitsplatz-Konflikten" bespricht, was das taugen könnte ist mir nicht bekannt, ich hatte keine Mobbing-Probleme in der Firma.

Nun stellt sich die Frage wie es nach der Reha wohl weiter geht.
Kommt ja darauf an, wie man den Verbleib an deinem aktuellen Arbeitsplatz überhaupt einschätzen möchte, du schreibst ja selbst, dass du dort (an sich) schon gerne wieder arbeiten würdest ... also MUSS ja was gegen das "Bossing" gemacht werden, wenn das der einzige Grund ist der dich (noch) hindert die Arbeit wieder aufzunehmen.

Sonst wird eine Wiedereingliederung (als LTA = berufliche Förderung bald nach der Reha dann üblich auf Kosten der DRV) wenig Sinn ergeben können, den Mobber kann man ja dadurch auch nicht dauerhaft entfernen.

Nun wissen wir nicht was konkret du überhaupt arbeitest, ob das eine große oder kleine Firma (oder Verwaltung ?) ist und welche Möglichkeiten es da gibt über Personalvertretungen / Betriebsrat eine Änderung dieser Situation herbeizuführen.

Wenn du selbst dafür KEINE Möglichkeiten siehst, ist es müßig darüber nachzudenken, selbst wenn du die Arbeit an sich noch verrichten kannst ... nur dafür ist so eine berufliche Förderung auch gedacht, innerbetriebliche Probleme (mit Chefs oder Kollegen) können damit NICHT "aus der Welt geschafft werden".

Weiter AU
Wenn du die Arbeit eigentlich wieder aufnehmen könntest im Ergebnis der Reha, dann bringt es dich auch nicht weiter noch länger AU geschrieben zu sein ...

Ein Krankenschein ist ja auch nicht dafür gedacht dich auf die Dauer vor deinem Chef zu schützen, sondern soll dir nur ermöglichen gesund zu werden wenn du akut krank bist.

Nicht mehr AU
Dann musst du am Tag nach der Reha deine Arbeit beim AG (zu den alten Bedingungen) sofort wieder aufnehmen, dein Arzt könnte dich zwar (trotzdem) noch weiter AU schreiben aber das wird die KK dann nicht mehr akzeptieren (wollen).

Ich nehme mal an die KK hat dich auch zu dieser Reha aufgefordert, das ist immer ein Zeichen dafür, dass die dein Krankengeld möglichst bald beenden möchten.

Rentenantrag
Kannst du vergessen unter diesen Bedingungen, nur weil man bei einem bestimmten AG mit dem Chef nicht klar kommt bekommt man keine EM-Rente, dann MUSS man sich eben eine andere Arbeit suchen, wo der Chef vielleicht netter und erträglicher ist ...

EM-Rente bekommt man NUR wenn man nach Ansicht der DRV überhaupt NICHT mehr arbeiten KANN (weniger als 3 Stunden täglich am "allgemeinen Arbeitsmarkt") aus rein gesundheitlichen Gründen ... und das durchzusetzen ist schon schwer genug, das schreibe ich dir aus eigener Erfahrung.

Mir wurde in der letzten Reha sogar bescheinigt, dass ich meine letzte (noch vorhandene) Tätigkeit überhaupt nicht mehr machen darf, ich sollte aber trotzdem keine EM-Rente bekommen, sondern mir "einfach" ANDERE Arbeit suchen (oder von der AfA vermitteln lassen). :icon_neutral:

Eine stufenweise Wiedereingliederung wurde schon angesprochen, nur wäre das eine stufenweise WE ins Mobbing-Umfeld, was ich für nicht besonders effizient halte.
Das siehst du sicher richtig aber dazu habe ich dir ja bereits weiter oben was geschrieben, welchen konkreten Sinn eine solche berufliche Förderung haben soll, aber WAS stellst DU dir denn nun selber vor, wie es weitergehen soll ???

Weiter AU zu sein wird ja dein Problem am vorhandenen Arbeitsplatz auch nicht lösen können, auch Krankengeld gibt es nicht ewig und die KK wird auch weiter versuchen dich bald los zu werden ...
Wenn du dort dann angibst, dass du wegen Mobbing / Bossing nicht in die Fima zurück kannst / möchtest dann wird man dir auch anraten zu kündigen und dir was Anderes zu suchen, weil man deswegen nicht unbegrenzt AU bleiben KANN.

Besser ist es umgekehrt = erst was Anderes finden und dann kündigen, es gibt auch für dich nicht NUR diesen einen, bestimmten Arbeitsplatz und ich nehme mal an du übst auch keine ganz "einmalige" oder sehr seltene Tätigkeit aus, die man nicht auch bei einem anderen AG finden könnte.

Das mit dem Aussprechen ist natürlich eine Option beantwortet aber nicht die Frage wie mit einer bei der Reha mit vorgeschlagenen Wiedereingliederung vorzugehen wäre.
Die Option, das eigentliche Problem in der Firma zu besprechen und vielleicht auch lösen zu können, gab es ja sicher auch schon ehe du dich deswegen hast AU schreiben lassen, um der Sache vorerst "aus dem Wege zu gehen".

Eine Wiedereingliederung ist sinnlos unter diesen Umständen also würde ich diesen Vorschlag auch in der Reha ablehnen, wenn was geklärt werden konnte beim AG, dann kannst du (vermutlich) auch ganz normal wieder einsteigen und weiter arbeiten.

Es passiert ja häufiger, dass mal Jemand länger krank ist und man bekommt deswegen auch nicht immer eine langsame Wiedereingliederung bewilligt.
Meine KK hat das damals sogar abgelehnt, obwohl ich wegen einer Herz-OP fast 1 ganzes Jahr AU geschrieben war ...die wollten eben auch kein Krankengeld mehr dafür zahlen müssen ...
Nach einer Reha würde aber die DRV solche Kosten (als berufliche Förderung) übernehmen, das wäre der KK sicher auch sehr recht als Ergebnis der Reha.

Hatte verstanden dass bei einigen Patienten eine "misslungene" Reha zum Rentenantrag umgedeutet werden kann.
Ja, wenn die Reha aus rein gesundheitlichen Gründen völlig misslungen ist, kann das schon mal passieren aber in der Regel soll die Reha dafür sorgen, dass du möglichst bald wieder arbeiten gehen wirst und möglichst vorerst noch gar keine EM-Rente nötig wird.

Ob man an seinen Arbeitsplatz aus anderen (firmeninternen) Gründen nicht mehr zurück möchte oder kann, ist dafür unerheblich, es gibt ja nicht NUR diesen einen Arbeitsplatz am "allgemeinen Arbeitsmarkt".

Muss man das machen oder welche Alternativen gäbe es erst einmal ?
Deine "Alternativen" oben sind jedenfalls keine, die lösen dein Problem mit dem AG und deinem Chef nämlich ALLE NICHT ... und eine EM-Rente bekommst du deswegen ganz bestimmt auch nicht bewilligt.

Du solltest mal beginnen ernsthaft über berufiche Alternativen nachzudenken, die dich nicht zwingen zu diesem AG überhaupt zurück zu kehren.
Keine Arbeit kann so "toll" sein, dass man sich dafür vom Chef "fertig machen lässt", ist es anders (die Arbeit ist wirklich so besonders toll), dann MUSST du lernen dich dagegen zu wehren, das ist eine Straftat, das muss man sich NICHT gefallen lassen, nur weil es der "Chef" ist.

Was "dazwischen" als Alternative sehe ich zumindest NICHT.

MfG Doppeloma
 

melaina81

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#14
Hallo alg-franz,

schau mal hier https://www.rehadat-bildung.de/de/w...inrichtungen_fuer_psychisch_Kranke/index.html und dann rechts unter "Kontaktadressen" ob es da was in Deiner Nähe gibt, wenn Dich das interessiert.

Wenn du noch stabilisierende Unterstützung brauchst, würde ich an deiner Stelle versuchen in ein RPK zu kommen. Da wird zu Anfang soweit ich weiß eine Belastungserprobung mit einem gemacht, wozu man in versch. Arbeitsbereichen vor Ort im RPK mit psychologischer Unterstützung sich bewegt. Es wird geschaut was einem noch zugemutet werden kann, wie hoch der Therapiebedarf ist, es gibt keinen Stress, man hat sein eigenes Zimmer und Bezugstherapeut.

Wenn man nun nach Ansicht des Kostenträgers Aussichten auf baldige Genesung (unter 6 Monate) und somit Wiederbeschäftigung auf dem Arbeitsmarkt hat, stehen die Chancen gut, dass sie dir wenn nötig (wenn du psychisch noch nicht belastbar genug bist) eine 3-6 monatige RPK-Maßnahme fördern, wo man begleitend Therapie bekommt (Einzelgespräche), also ganz intensives Förderprogramm, dass man wieder fit für den Arbeitsmarkt wird. Man bedenke wie lange es dauert ambulant an einen Therapieplatz zu kommen und dann ist es damit allein noch nicht getan. Die Chemie muss zudem stimmen, damit die Therapie hilft.

Einem Freund, der so wie Du, auch prinzipiell gerne wieder an seinen Arbeitsplatz zurückgekehrt wäre, allerdings ihn dort wieder zu erwartendes Bossing und Mobbing nicht zumutbar war, wurde diese RPK-Maßnahme abgelehnt, da sie nur bei Aussicht auf Erfolg unterstützt wird und Genesung in unter 6 Monaten zu erwarten ist. Er hatte davor schon einige Rehas usw. gemacht, er wurde ihnen auch zu teuer. Sein Reha-Antrag (das regelt alles das RPK, man muss nur ein paar Fragebögen ausfüllen +Arztbericht ausfüllen lassen, die es auf deren Webseite runterzuladen gibt) wurde abgelehnt und dann umgedeutet in einen EM-Rentenantrag und ganz wider Erwarten bekam er die volle auf 2 Jahre befristete EM-Rente, die er eigentlich abwenden wollte mit der RPK.

Vielleicht war was Hilfreiches für Dich dabei.
LG

wie mit einer bei der Reha mit vorgeschlagenen Wiedereingliederung vorzugehen wäre. Muss man das machen oder welche Alternativen gäbe es erst einmal ?
Du sagst es geht Dir sehr schlecht. Sag Deinem Reha-Arzt welche Beschwerden Du ggf. entwickelst, wenn Du nur daran denkst wieder zurück in das Bossing-Umfeld zu gehen. Wenn Du es nicht für zumutbar hälst, die aber meinen Dir täte eine Wiedereingliederung bei Deinem Bossing-Arbeitgeber gut :doh:, dann wohl nur, weil sie noch nicht ausreichend von Dir informiert wurden was das mit Deiner Gesundheit macht, wenn Du wieder dort hingehen würdest.
Sorge gut für Dich, gib ehrlich "Schwächen" zu, wie bspw. Ängste, Schmerzen, die Du vielleicht bisher noch nicht so wahr/ ernst genommen hast. Sie können Dir nur helfen, wenn sie deine Probleme kennen. Sorge dafür, dass Deiner Genesung der Weg geebnet ist, halte Dir also das Bossing vom Hals. Sprich Tacheles mit dem Arzt, damit er Dich schützen kann mit seinen Ausführungen im Reha-Bericht.

Bei meinem Freund schrieb er rein, würde zwar gerne wieder zurück in seine Firma und rein körperlich gesehen wäre er vollschichtig arbeitsfähig. Im Leistungsbild stand dann aber wofür er aus psychischen Gründen nicht mehr geeignet wäre: Akkordarbeit, Nachtschicht, Tätigkeiten mit hoher Verantwortung oder wo viel Kommunikation gefragt ist. Sprich, wenn er psychisch nicht belastbarer wird, käme für ihn nur Nachtwächter in Frage, ergo mussten sie ihn aus dem Verkehr ziehen (nachfolgender erneuter Reha-Antrag wurde umgewandelt in Rentenantrag), denn es dauert länger als 6 Monate die Seele zu stabilisieren in seinem Fall. Trauma... nicht vom Bossing, das war nur zusätzlich belastend.
 
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