Studium - was nun ?

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

vives

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
29 Juli 2009
Beiträge
2
Bewertungen
0
hallo,
stehe derzeit in SGB II Regelleistungsbezug, nehme aber im Oktober Studium auf. Bin selbst nicht bafögberechtigt o.ä.
Habe Nebenjob ca. 150 EURO.
FRAGE: Steht mir irgendeine Sozialleistung zu, bspw. Wohngeld?

Vilen Dank
vives
 

Erolena

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
7 November 2007
Beiträge
5.939
Bewertungen
1.508
Wenn Du "dem Grunde nach" nicht bafög-berechtigt bis, dann bist Du wohngeldberechtigt.
Anders ist die Lage, wenn du meinst, dass Du kein Bafög bekommst, weil die Eltern zu viel verdienen (sogenannter Null-Bescheid für Bafög-Berechtigte).
 

Mario Nette

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
13 Dezember 2007
Beiträge
12.324
Bewertungen
847
Je nach Konstellation könnte ein Anspruch auf Leistungen zur Deckung der ungedeckten Kosten der Unterkunft (also SGB II) bestehen. Allerdings sind deine Informationen sehr vage.

Mario Nette
 
G

Gelöschtes Mitglied 26

Gast
Könntest Di vielleicht kurz eine nähere Angabe oder einen Link dazu posten ?

Ich suche auch eine Möglichkeit die Lebenskosten etwas gedeckt zu bekommen wenn man ohne Einkommen nicht vermittelbar ist und somit keinen Anspruch auf ALG2 hat.
 
E

ExitUser

Gast
hallo,
stehe derzeit in SGB II Regelleistungsbezug, nehme aber im Oktober Studium auf. Bin selbst nicht bafögberechtigt o.ä.
Habe Nebenjob ca. 150 EURO.
FRAGE: Steht mir irgendeine Sozialleistung zu, bspw. Wohngeld?

Vilen Dank
vives

Ich fürchte, dir steht kein Mietzuschuss nach § 22 SGB II zu, weil du dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen wirst und kein Bafög beziehst. Du wirst aber etwas Wohngeld bekommen.

Steht dir kein Kindergeld mehr zu?
 

Erolena

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
7 November 2007
Beiträge
5.939
Bewertungen
1.508
...Ich suche auch eine Möglichkeit die Lebenskosten etwas gedeckt zu bekommen wenn man ohne Einkommen nicht vermittelbar ist und somit keinen Anspruch auf ALG2 hat.
Geht es um Studium, kein Bafög-Anspruch? Oder um normale Arbeitslosigkeit? Man kann den Zusammenhang nicht verstehen. Formulier mal die Frage anders und wenn es nicht ums Studium geht, dann vielleicht hier im ALG II Forum "neues thema" aufmachen. Wäre mein Vorschlag. Sonst geht es hier unter.
 

Carinaa

Elo-User*in
Mitglied seit
24 Januar 2008
Beiträge
160
Bewertungen
2
Wohngeld wird es bei einem Einkommen von 150€ wohl auch nicht geben. (zu niedriges Einkommen)
Ohne zu wissen, warum der Antrag abgelehnt wurde, kann denke ich keiner diese Frage beantworten.
 

vives

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
29 Juli 2009
Beiträge
2
Bewertungen
0
Zunächst danke für deine/eure Antworten.
bafög ist wirklich kein thema, da kein anspruch, kindergeld ebenso.
am ende bleibt wie erwähnt einkommen von 150 euro, nur davon kann man ja nicht leben und wohnen.
warum glaubt ihr gibt es kein WG? wenn nun mal nur 150 euro da sind, suche ja dringend job, so ist es ja nicht.
gruß
vives
 
G

Gelöschtes Mitglied 26

Gast
@Erolena:

Ne, geht sich um etwas anderes, aber auch hier geht es sich darum, wie man möglichst eine kleine finanzielle Unterstützung bekommen kann, wenn man dem Arbeitsmarkt eben nicht frei zur Verfügung stehen kann.

Auch meine bisherigen Nachforschungen ergaben das Ergebnis, das selbstinitiative bestraft wird. Jemand der studiert oder eigenhändig eine Maßnahme finanziert, erhält nirgendwo hilfen, weil sich diese eins nach dem anderen gegenseitig ausschließen.

Siehe auch hier: Es stimmt das sie kein Wohngeld bekommen wird. Zwar hat sie ein viel zu geringes Einkommen, aber das ist eben auch ironischerweise viel zu gering um damit Wohngeld zu bekommen. Dabei soll das Wohlgeld ja gerade dort ausgleichen. Zusammen mit dem Wohngeld könnte man wenigstens etwas besser leben als ohne ....

ALG2 bekommt sie auch nicht, BaFög auch nicht, BAB auch nicht, ... trauriges Deutschland ... da heißt es soch immer das jeder die Möglichkeit hat sich zu bilden ...

Komischerweise fangen die Wohngeldtabellen aber bei 10 € Einkommen an, was wiederrum total irrsinnig ist, da wohl keiner ne Wohnung für 10 Euro gemietet bekommt (Einkommen muß Monatsmiete ja immer überschreiten) ...

Ich dachte Mario Nette kennt da einen Weg wenigstens eine Unterkunft anteilig bezahlt zu bekommen.

@vives:

WG wird vermutlich abgelehnt werden weil das Amt aufgrund deiner zu geringen Einnahmen (150 €) davon ausgeht das Du das Geld nicht für die Wohnung sondern für den Lebensmittelbedarf nutzt. Das ist zwar total hirnrissig, aber so sind deutsche Ämter nunmal ... von "Intelligenz" keine Spur und ne Hilfe ist das so auch nicht.

Man muß in diesem Land eben erst reich sein bevor man Leistungen vom Staat beziehen darf ... siehe Manager, Banken, ...Vorstände, ...
 
G

Gelöschtes Mitglied 26

Gast
[18.05.2005, 17:45]

Kein Arbeitslosengeld II für Langzeitstudentin


Dortmund (dpa) - Studenten können Arbeitslosengeld II nur in besonderen Härtefällen als Darlehen erhalten. Ein solcher Härtefall liegt nicht vor, wenn ein Studium abgebrochen werden muss, um den Lebensunterhalt sicherzustellen. Dies hat das Sozialgericht Dortmund in einem am Mittwoch veröffentlichten Fall einer 37-jährigen gelernten Möbelfachverkäuferin entschieden (Beschluss vom 12.05.2005, Az.: S 22 AS 50/05 ER).
Die Dortmunderin studiert nach zwei abgebrochenen Studiengängen im 6. Fachsemester und im 17. Hochschulsemester Rechtswissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum. Die Studentin beantragte, die Arbeitsgemeinschaft ARGE im Job-Center Dortmund im Eilverfahren zu verpflichten, ihr Grundsicherungsleistungen zu gewähren.
Das Sozialgericht Dortmund wies den Antrag ab. Für Studenten bestehe kein Anspruch auf Arbeitslosengeld II, weil ihre Ausbildung bereits nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) förderungsfähig sei. Dies gelte auch dann, wenn eine Langzeitstudentin die Anspruchsvoraussetzungen des BAföG nicht mehr erfülle. Der Gesetzgeber schließe eine «versteckte Ausbildungsförderung auf der zweiten Ebene» aus Mitteln der Grundsicherung für Arbeitssuchende aus.
Zwar schränke ein Verzicht auf die Ausbildung die Chancen ein, von Sozialleistungen unabhängig zu werden. Doch lasse sich hieraus nicht die Verfassungswidrigkeit des Gesetzes herleiten. Das Grundgesetz beinhalte keinen Rechtsanspruch auf individuelle staatliche Ausbildungsförderung, hieß es. Der Antragstellerin sei zuzumuten, den Voraussetzungen für Arbeitslosengeld II durch eine Exmatrikulation oder Beurlaubung vom Studium gerecht zu werden und dadurch die geltend gemachte existenzielle Notlage zu beseitigen.
Sie steht dem Arbeitsmarkt definitiv nicht frei zur Verfügung, das ist ein Grundsatz des ALG2. ALG2 ist genausowenig wie Sozialhilfe dazu gedacht eine Ausbildung zu finanzieren.

Das ist zwar bescheuert, aber so ist es im Beamtenstaat eben, da wird lieber unsinnig Geld aus dem Fenster geschmissen und sich nachher über hohe Kosten beklagt ... :icon_kotz:
Der Staat wünscht hier definitiv das man sich Arbeitslos macht und zum Dauerarbeitslosen ohne berufliche Perspektive wird.
 

Carinaa

Elo-User*in
Mitglied seit
24 Januar 2008
Beiträge
160
Bewertungen
2
Nicht Äpfel mit Birnen vergleichen!
Bei dem Urteil wurde BAB abgelehnt, weil die Dame zwar dem Grunde nach förderfähig ist, da sie aber wohl zu lange studiert hat, ist sie aus persönlichen Gründen nicht mehr förderfähig.

SGB2 §7 (5)
Auszubildende, deren Ausbildung im Rahmen des Bundesausbildungsförderungsgesetzes oder der §§ 60 bis 62 des Dritten Buches dem Grunde nach förderungsfähig ist, haben keinen Anspruch auf Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts.

Also zum dritten mal: Es kommt auf den Grund der Ablehnung an!
 
G

Gelöschtes Mitglied 26

Gast
Wie sicher bist Du Dir da ?

Das Studium ist grundsätzlich BaFög-fähig. Somit ist der Bezug von ALG2 ausgeschlossen. Die Gründe für eine BaFög-Ablehnung interesieren das Gesetz nicht.
Für Studenten bestehe kein Anspruch auf Arbeitslosengeld II, weil ihre Ausbildung bereits nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) förderungsfähig sei. Dies gelte auch dann, wenn eine Langzeitstudentin die Anspruchsvoraussetzungen des BAföG nicht mehr erfülle.


Es gibt zwar Ausnahmen, aber die Chance ist sehr gering

  • Studierende und SchülerInnen, deren Ausbildung dem Grunde nach mit BAföG gefördert werden kann, haben grundsätzlich keinen Anspruch auf Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem Sozialgesetzbuch II (ALG II).
  • Bestimmte SchülerInnengruppen sind von diesem Grundsatz ausgenommen.
  • Ein Anspruch auf ALG II kann für Personen in BaföG-förderungsfähiger Ausbildung nur dann entstehen, wenn die Ausbildung wegen Krankheit, Schwangerschaft oder Kindeserziehung unterbrochen wird (Urlaubssemester).
  • Bei Vorliegen eines besonderen Härtefalls kann ALG II ausnahmsweise als Darlehen gewährt werden. Die Anforderungen sind allerdings sehr hoch.
  • Der Leistungsausschluss umfasst nicht die Inanspruchnahme von Leistungen in besonderen Lebenslagen. Im Falle der Hilfebedürftigkeit kann also ein Mehrbedarf ab der 13. Schwangerschaftswoche, für Alleinerziehende etc. beantragt werden.
  • Ebenfalls nicht umfasst sind Leistungen für Angehörige, insbes. Kinder, mit denen man zusammenlebt. Für sie kann folglich ALG II/Sozialgeld beantragt werden, sofern ihr Unterhalt nicht anderweitig sichergestellt ist.
  • Studierende und SchülerInnen in BAföG-förderungsfähigen Ausbildungen sind in der Regel erwerbsfähig und können - wenn überhaupt - nur ALG II erhalten. Sozialgeld und Sozialhilfe können nur dann in Anspruch genommen werden, wenn Erwerbsunfähigkeit eintritt.
 

Erolena

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
7 November 2007
Beiträge
5.939
Bewertungen
1.508
hallo, stehe derzeit in SGB II Regelleistungsbezug, nehme aber im Oktober Studium auf. Bin selbst nicht bafögberechtigt o.ä. Habe Nebenjob ca. 150 EURO.
FRAGE: Steht mir irgendeine Sozialleistung zu, bspw. Wohngeld?
Vilen Dank vives

Dagegen gibt es Ausbildungsgänge, die generell nicht förderfähig sind nach Bafög. Z.B. eine privat finanzierte Ausbildung als Kosmetikerin. Da könnte man nachschauen, wenn das zutrifft. Kannst du nicht mal ein bischen mehr verraten. Die Gesetzeslage ist wirklich immer anders. Eigentlich sagt ein Bafög-Ablehnungsbescheid, wenn du einen hast, genau den grund was nicht förderfähig ist - ausbildungseinrichtung, ausbildungsgang, Person - ich denke auch mit Paragraph der für Ablehnung der grund ist. Davon hängt es ab, ob du WG oder ALG 2 bekommen kannst oder nicht. Wenn es nicht mehr infos (auch als vergleichbarer Fall verkleidet) gibt, macht es keinen Sinn zu spekulieren. Vives scheint nicht zu glauben, dass wir noch etwas herausfinden.
 
G

Gelöschtes Mitglied 26

Gast
Dagegen gibt es Ausbildungsgänge, die generell nicht förderfähig sind nach Bafög. Z.B. eine privat finanzierte Ausbildung als Kosmetikerin. Da könnte man nachschauen, wenn das zutrifft.

Richtig, aber da kommt es dann drauf an, wie sehr sie dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen kann. Bei einem ernsthaften Studium in der Regel sehr wenig wie ich denke.
 

Carinaa

Elo-User*in
Mitglied seit
24 Januar 2008
Beiträge
160
Bewertungen
2
Wie sicher bist Du Dir da ?
100% sicher. Ich bin im Moment in der selben Situation, allerdings geht es bei mir um BAB (zweite Ausbildung).
Die ARGE prüft den Ablehnungsbescheid und somit die Begründung, warum BAB/BaföG abgelehnt wurde. Die Ablehnung enthält auch § zur Ablehnungsbegründung.

aber da kommt es dann drauf an, wie sehr sie dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen kann.
Aufstocker stehen dem Arbeitsmarkt auch nur bedingt zur Verfügung. Dies spielt also in dem Fall keine, bzw. eine untergeordnete Rolle.
 

Erolena

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
7 November 2007
Beiträge
5.939
Bewertungen
1.508
Die Situation ist eben grundsätzlich unterschiedlich. Verdienen die Eltern zuviel = kein Bafög. Dann müssen sie das "Kind" unterstützen. Das ist auch einklagbar, bzw. auch über Bafög-Amt Vorschuss zu bekommen.
Wenn man aber wegen Zweitstudium kein Bafög bekommt, dann bekommt man auch kein ALG 2 (wegen Vermeidung von parallel-förderung). Dann auch kein KdU-Zuschuss aus SGB II möglich. Aber in dem Fall ist Wohngeld möglich. Und da spielt dann aus meiner Sicht das zu geringe Einkommen keine Rolle.
Mit der grundsätzlichen WG-Berechtigung, da bin ich ganz sicher. Dass es an der Einkommenshöhe scheitern soll, scheint mir zweifelhaft. Bei den Kindern mit Unterhalt und Kindergeld + Wohngeld dürfte es ja regelmäßig auch um geringe Beträge (Einkommen) gehen und sie bekommen Wohngeld. Dann dürfte die Aussage des Wohnungsamtes falsch sein. Aber das habe ich schon in Beitrag #2 geschrieben. Wir haben doch solche Fälle hier häufiger, da könnte man noch tiefer recherchieren, wenn man wüßte, worum es nun geht (bzw. gerade nicht geht.) So geheim kann keine Bafög-Ablehnung sein...
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten