Studium in aussicht (1 Betrachter)

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Zipi

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Hallo,
ich bin neu hier und hätte direkt mal eine Frage.

Ich beziehe seit kurzem ALG I.
Am 01.08.2010 werde ich (sicher) ein Studium beginnen. Das heißt ich bin maximal 3 1/2 Monate Arbeitssuchend.
Am liebsten wäre es mir wenn ich diese Zeit über weiter ALG I beziehen würde und mich schon einmal auf das Studium vorbereiten kann, wohnung suche usw. .
Da ich eine Ausbildung im Elektrik bereich habe sagte man mir das es fast unmöglich sei für diese Zeit arbeitssuchend zu bleiben.
In der tat habe ich nun innerhalb kürzester Zeit 8 Vermittlungsvorschläge bekommen.
Da ich nunmal kein PKW habe sondern "nur" ein Fahrrad habe ich vielen Vorschlägen (die über 40 km entfernt liegen) mit genau diesem Grund schon abgesagt.
Nun gibt es aber auch eine Stelle die unmittelbar in meiner Nähe liegt. Ich denke dort werde ich nicht absagen können ohne Sanktion befürchten zu müssen.
Wie aber oben schon erwähnt würde ich mich am liebsten schon einmal auf das Studium vorbereiten und andere Sachen erledigen.
Gibt es da keine Chance?

Hoffe Ihr habt ein paar nützliche Ratschläge für mich.

MfG
Zipi
 

andre85

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Hallo,

ich war in derselben Situation letztes jahr und bin zufällig gelernter ELEKTRONIKER und bei mir waren es 5 monate vor dem studium!

kurz gesagt NEIN du stellst dich dem arbeitsmarkt zur verfügung darum erhälst du ALG1. Da kann man nichts dran drehen denn wenn sie was für dich haben musst du dich falls du im vermittlungsvorschlag RECHTSFOLGEBELEHRUNG hast bewerben!

Also es ist meiner Meinung nach nicht möglich 3 monate "urlaub" zu machen und dafür ALG zu bekommen.

gruß andre´
 
E

ExitUser

Gast
@Zipi

Du mußt, um ALG zu beziehen, den sogenannten "Vermittlungsbemühungen" des Arbeitsamtes zur Verfügung stehen und auch angemessene eigene Bemühungen zur Stellensuche unternehmen - auch wenn du in Kürze ein Studium planst. Das Arbeitsamt wird dir deswegen keinen "Urlaub" gewähren oder von der Übermittlung von Stellenvorschlägen absehen. Jedenfalls geht das offiziell nicht. Wie es in der Praxis aussieht, ist immer eine andere Frage. Es kann ja durchaus für deine Zukunft insgesamt sinnvoller sein, wenn du dich schon jetzt irgendwie auf dein Studium vorbereitest.

Du mußt dich auf Vermittlungsvorschläge mit Rechtsfolgenbelehrung umgehend bewerben. Nur bedeutet eine Bewerbung noch kein Vorstellungsgespräch und ein Vorstellungsgespräch kein Stellenangebot. Du kannst (und sollst) im Vorstellungsgespräch durchaus wahrheitsgemäße Angaben zu deiner Situation und deinen weiteren Plänen machen. Also beispielsweise, daß du kein Auto besitzt und daß du schon in Kürze fest die Aufnahme eines Studiums eingeplant hast. Das ist nur ein Gebot der Fairness gegenüber einem Stellenanbieter, damit der weiß, daß er aller Voraussicht nach nicht langfristig mit dir rechnen kann. Man kann dir deswegen auch nichts vorwerfen.
 

Erolena

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Zum Bewerbungsschreiben: Wir haben Ärger bekommen, als in einem Bewerbungsschreiben stand, dass eine Arbeit nur für 10 Monate bis zum Studienbeginn gesucht wird. Drohung: Entzug der Leistungen. Tatsächlich gab es erst einen guten Arbeitsplatz, als der Verweis auf die Befristung aus dem Bewerbungsschreiben gestrichen war.

Aber im Lebenslauf war trotzdem ganz unten angefügt: "Berufsziel: xyz".
Damit wußte der Arbeitgeber Bescheid, ohne große Worte. Auch im Bewerbungsgespräch wurde über diesen Berufswunsch nicht gesprochen. Der Arbeitgeber fragte aber dann im Sommer von sich aus nach, wann denn das Studium anfangen wird und bis wann der Beschäftigte (hoffentlich) noch zur Verfügung steht.

Das Studium ist finanziell ziemlich hart, gerade am Studienanfang. Für die Wohnung, WG o.ä. muss die Kaution bezahlt werden. Die Lücke zwischen Bafög-Antrag und Bafög-Zahlung muss überbrückt werden (6 bis max. 10 Wochen Bearbeitungszeit). Deshalb freut sich fast jeder, wenn er zuvor noch etwas verdienen kann.
Natürlich musst du die Vermögensfreigrenzen fürs Bafög im Auge behalten, falls du schon angespart hast.
 
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