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Studienabbruch wegen psychischer Probleme - ALG2?

Versager

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#1
Hallo,

ich weiß gar nicht recht, wie ich anfangen soll, das Ganze ist eine längere Geschichte in der ich am Besten auf mein Leben und meinen psychischen Zustand eingehe. Ich erhielt heute die Nachricht, dass meine PKV mir ab dem nächsten Monat keine Studentenversicherung mehr bieten kann, aufgrund meines Alters, das heißt der monatliche Betrag wird sich vervierfachen. Die Beträge hab ich immer von meinen Ersparnissen gezahlt, aber die sind auch bald aufgebraucht. Die studentische PKV hatte ich 2010 abgeschlossen, als die gesetzliche KV wegen meines Alters wegfiel und ich "eigentlich" kurz vor dem Abschluss des Studiums stand.

Letztlich fehlten nur noch ein Praktikum und die Abschlussarbeit. Zu dem Praktikum kam es trotz vieler Bewerbungen nie, in mir wuchs der Gedanke, dass dieses Studium ein völlig Fehlentscheidung war (meine Noten waren Gut aber ich wohl einfach nicht der Typ für den künftigen Job) und nach einem nicht besonders gut verlaufenen Bewerbungsgespräch (zum Glück nur telefonisch) hatte ich 2011 einen völligen Zusammenbruch nach dem ich mich völlig aufgegeben habe.

Dazu muss ich sagen, ich litt schon immer unter fehlendem Selbstbewusstsein und einer "Angst" vor Menschen. Aber seit dem Zusammenbruch verließ ich das Haus so gut wie gar nicht mehr. Das Alles geht einher mit Depressionen und gelegentlichen Selbstmordgedankenspielen, nach allem was ich gelesen habe passt das zum Krankheitsbild der Selbstunsicher-vermeidenden Persönlichkeitsstörung (DSM-IV). Ich fühle mich eigentlich nur noch in den eigenen vier Wänden wohl und meinen Mitmenschen, abgesehen von der engsten Familie, gehe ich strickt aus dem Weg und hoffe das mich niemand auf mein Leben anspricht. Ich hielt das Studium durch die Semester-Beiträge aufrecht wegen der günstigen Krankenkasse, die im Lauf der letzten 3 bis 4 Jahre all mein Erspartes fraß. Nachts plagten mich die Sorgen, was ich tun soll, wenn mein Geld aufgebraucht ist und ich mich nicht mehr vor der Welt verkriechen kann. Dieser Moment ist wohl jetzt gekommen.

Ja, ich weiß, was ich schreibe klingt alles wahnsinnig dumm. Da sagt jeder rational denkende Mensch:"Ab zum Psychotherapeuten". Nur handelt jemand, wie ich, der nur noch durch seine Ängste gesteuert wird nicht rational, schiebt alles auf und meine größte Sorge war die Selbstbeteiligung meiner PKV die mein Erspartes noch schneller vernichtet und mir mein letztes bisschen "Sicherheit" genommen hätte.

So nach der ganzen Hintergrundgeschichte zurück zum Wesentlichen. Die Nachricht meiner PKV hat mich so ziemlich aus der Bahn geworfen, bin gerade echt verzweifelt und weiß gar nicht was ich machen soll. Ich hoffe mal, dass aus dem oben geschriebenen ersichtlich ist, dass ich wirklich psychische Probleme habe. Ich war damit noch nicht beim Arzt und somit ist auch noch nichts diagnostiziert, mir ist natürlich klar das ich behandelt werden muss. Ich weiß, dass ich zum Amt muss und dort ALG2 beantragen, da mich meine PKV sonst sehr bald in die Schulden treibt. Ich weiß allerdings nicht, wie ich da vorgehen soll. Verschweige ich meine psychischen Probleme und melde mich einfach arbeitssuchend, obwohl ich mit Sicherheit nicht in der Lage dazu wäre einen Job in diesem Zustand anzunehmen? Wäre nett wenn mir da jemand weiterhelfen könnte.
 
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#2
.. Verschweige ich meine psychischen Probleme und melde mich einfach arbeitssuchend, obwohl ich mit Sicherheit nicht in der Lage dazu wäre einen Job in diesem Zustand anzunehmen? ...
Du solltest schnellst möglichst zum Arzt und dich AU schreiben lassen (Da Fakt) und weitere professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Ärzte haben auch normalerweise Adresse von Beratungs - und Hilfestellen, die dir weiter beistehen und deine Situation gemeinsam mir dir analysieren und angehen. Allein schaffst du es wohl klar nicht! Zögere nicht dir Hilfe zu holen, es ist KEINE Schande, es wäre ggf. nur fatal, weiter Zeit zu verlieren. Auch Unis haben psychosoziale Beratungsstellen, die Qualität kann ich dir nicht sagen. Aber auch dort gibt es weitere Adressen und Infos.
Größere Kommunen haben z.B .den sozialpsychatrischen Dienst.
Dort wird man allerdings dann aktenkundig.


Wichtig das du handellst und dir Hilfe holst. Du machst den Anschein dass das gehen könnte. Die Versagensängste liegen sicher tiefer, langfristig kannst du das auch angehen und bewältigen.

Immerhin hast du schon viel von deinem Studium geschafft, wohl mehr als viele andere, die sich sicher nicht alle als Versager fühlen.
 

Snickers

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#3
Könnte Dich Jemand aus der Familie begleiten? Ich würde zur nächsten psychiatrischen Ambulanz fahren, noch scheinst du ja krankenversichert zu sein.

Die haben bessere Möglichkeiten Dir weiter zu helfen. Du brauchst wohl jetzt Jemanden der dir beiseite steht und dich begleitet.

Sonst rufe doch bitte die Telefonseelensorge an:

Eine starke Gemeinschaft | TelefonSeelsorge Deutschland

Alles Gute!
 

Versager

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#4
Danke für die schnelle Antwort.

Wird bei den Beratungsstellen der Ärzte auch das Finanzielle thematisiert?
Die größte Sorge ist nämlich ich bald durch die PKV in die Schuldenfalle tappen könnte. Da ich vielleicht 1000€ auf dem Konto habe und die PKV will jetzt jeden Monat 280€ und hinzukommen 400€ (jährlich) Selbstbeteiligung, wenn ich mich behandeln lasse. Wenn ich daran denke hätte ich vermutlich nicht mal mehr die Ruhe mich behandeln zu lassen und ich weiß natürlich, dass es nötig ist.
 

Muzel

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#5
Wegen der KK solltest du dir einen Beratungsschein besorgen.
 
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#6
Danke für die schnelle Antwort.

Wird bei den Beratungsstellen der Ärzte auch das Finanzielle thematisiert?...
Weniger. Hier werden dir wohl Sozialarbeiter und/oder Fachkräfte der Beratungstellen besser weiterhelfen. Mit ihnen solltest du zum Amt (Nicht allein!!!) und alles klären und veranlassen.
Zeit ist auch dein Geld.
 

Muzel

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#7
Wegen des Studienabbruchs gibt es Beratungsstellen, die du aufsuchen solltest. Weiterhin solltest du dir einen Behindertenstatus besorgen. Das macht das Verfahren einfacher. Vielleicht solltest du auch einen Sozialversichertenverein beitreten.
 

Versager

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#8
Wegen der KK solltest du dir einen Beratungsschein besorgen.
Kannst du mir das genauer erklären, ich kenne mich damit leider nicht sonderlich gut aus. Habe gerade schon versucht "Krankenkasse" und "Beratungsschein" zu googlen, da gabs dann Hauptsächlich Ergebnisse zum Thema Schwangerschaftsabbruch, Rechtshilfe und künstliche Befruchtung.
 
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#9
Weniger. Hier werden dir wohl Sozialarbeiter und/oder Fachkräfte der Beratungstellen besser weiterhelfen. Mit ihnen solltest du zum Amt (Nicht allein!!!) und alles klären und veranlassen.
Zeit ist auch dein Geld.
Nur zur Klarstellung: Ärzte nicht gleich Beratungsstellen. Letztere sollten auch finanziell grundsätzlich helfen können oder andere Stellen nennen können.
 

Versager

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#10
Danke für die vielen Tipps, fühle mich gerade schon etwas weniger verzweifelt, wenn es so viele Hilfsmöglichkeiten gibt.
Muss mich erst mal im Netz schlau machen was Sozialarbeiter, Behindertenstatus und Sozialversichertenverein angeht. Falls dazu noch Fragen haben sollte melde ich mich hier noch mal.
 
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#11
Danke für die vielen Tipps, fühle mich gerade schon etwas weniger verzweifelt, wenn es so viele Hilfsmöglichkeiten gibt.
Muss mich erst mal im Netz schlau machen was Sozialarbeiter, Behindertenstatus und Sozialversichertenverein angeht. Falls dazu noch Fragen haben sollte melde ich mich hier noch mal.
Info kann nicht schaden, aber das Netz kann auch mal überfordern: in deiner Situation würde ich nicht zuviel recherchieren, alsbald den Arzt aufsuchen und eine Beratungstelle, z.B an der Uni; auch dort wird man dir weiterhelfen.
 

Versager

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#12
Info kann nicht schaden, aber das Netz kann auch mal überfordern: in deiner Situation würde ich nicht zuviel recherchieren, alsbald den Arzt aufsuchen und eine Beratungstelle, z.B an der Uni; auch dort wird man dir weiterhelfen.
Ja ist halt blöd, wenn man nicht die richtigen Infos im Netz findet. Suche gerade immer noch nach einer Beratungsstelle, für den Sozialarbeiter oder die Fachkraft für Amtsbesuche. Leider finde ich hier für meine Stadt im Psychosoziale-Bereich nur eine Hospizgruppe, Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung und eine Psychologische Beratungsstelle für Familientherapien. Passt alles nicht so wirklich oder?

Die Beratungsstelle an der Uni käme für mich jetzt nicht wirklich in Frage, weil ich das Thema Studium abgehakt habe und sie auch recht weit entfernt von meinem Wohnort ist. Schon allein der Gedanke, mich da mit Zug und Straßenbahn voller fremder Menschen auf den Weg zu machen, an den Ort an dem ich seit 4 Jahren nicht mehr war, ist schon mehr als nur beklemmend für mich. Das fand ich damals schon sehr unangenehm, aber da war ich wenigstens noch kein völliges psychisches Wrack.
 

Rübennase

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#13
Wenn du den ALG2 Antrag noch diesen Monat stellst wirkt er auf den ersten des Monats rückwirkend. Würde ich also diese Woch noch erledigen. Falls der Antrag bewilligt wird bist du dann auch ab 06.2014 über das Jobcenter krankenversichert. Zu den gesundheitlichen Dingen kann ich dir nur raten so schnell wie möglich mit einem Arzt zu sprechen und dich krankschreiben zu lassen. Am besten erstmal zum Hausarzt und die AU plus Überweisung zu einem Facharzt holen. Der Rest wurde ja schon genannt. Die meisten Landeskrankenhäuser bieten aber auch offene Sprechstunden an.
 

Versager

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#14
Wenn du den ALG2 Antrag noch diesen Monat stellst wirkt er auf den ersten des Monats rückwirkend.
Danke für den Hinweis, werde versuchen mich zusammenzureißen und die Geschichte, wenn Nötig mit Hilfe meiner Familie in Angriff zu nehmen. Wobei ich mich frage, ob mein Studium beim ALG2 hinderlich sein könnte, da ich ja "offiziell" noch bis September eingeschrieben bin.
 
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#16
Dann würde ich mich noch diese Woche exmatrikulieren.
JA !! Ganz wichtiger Tipp, am besten noch vor Antragstellung beim JC, sonst gibt es nur weitere Probleme bei der Leistungsbewilligung (grundsätzlich Ausschlusskriterium!!) und da dein Studium aus deiner Sicht gelaufen ist, hast du selbst auch Ausbildungsmäßig von daher kein Problem.

So schnell wie möglich exmatrikulieren !!!: kannst ja anrufen und sagen das du aus gesundheitlichen Gründen dein Studium nicht weiterführen kannst und dich so schnell wie möglich exmarikulieren möctest.

Könnte sein, das man da noch einen Laufzettel bekommt vorher (Bücher zurückgegebe etc. ) Das wäre doof weil dann müsstest du ggf dort noch antanzen. Ich würde da in dem Fall Klartext reden wenn es sein musst, das die verstehen, das du z.B aus Gründen der Panikattacken nicht mehr kommen könntest. Die Institute und Abteilungen sollen dir dann per mail oder Brief bescheinigen, dass alles geregelt ist. Vieleicht ist das alle aber nicht nötig.

Also : ein Schritt nach dem anderen: Arzt, Exmatrikulation, JC Antrag... .

Was die Beratungstellen betrifft: Rufe die Stadt an, ggf haben die ein ein Gesundeitsamt Lasse dich entsprechend vebinden. Ansonsten soll der Arzt dir weiterhelfen.
Lasse dich von deinen Angehörigen unerstützen und entlasten, damit das einigermaßen flutscht !!!

Wiveiel Einwohner hat deine Stadt, wieviel die nächstgrößere, wie weit weg?
 

Versager

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#17
Habe mir gerade schon mal den Antrag für die Exmatrikulation runtergeladen, leider ist ein Laufschein integriert (Unterschrift des Fachbereichs und der Bibliothek) Desweiteren wollen sie bei einer Exmatrikulation im Semester auch noch den Studentenausweis und das Semester-Ticket zurück. Hoffe mal, dass sich das mit den Unterschriften irgendwie von denen regeln lässt, nachdem ich beim Arzt war und dass ich den Ausweis und das Ticket per Einschreiben schicken kann.

Noch eine Frage wegen dem Arztbesuch, muss ich zwingend erstmal zum Hausarzt oder kann ich mich auch direkt an einen Psychotherapeuten in meiner Stadt wenden? Ich war seit langer Zeit nicht mehr beim Arzt.

Zur Frage: Meine Stadt hat ca. 30.000 Einwohner die nächst größeren Städte sind ca. 30km entfernt.
 

TM30

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#18
Gibt es an Deiner UNI nicht auch einen psychologischen Dienst. Eventuell kannst Du diesen telefonisch oder über email kontaktieren und dich informieren lassen, sowohl was das Studium betrifft, als auch was die für Dich günstigen Wege sind, Ärzte aufzusuchen und dergleichen. Wenn nicht direkt an deiner Uni, eventuell die nächst größere Uni der Region anklingeln.
Ansonsten Fragen zur Exmatrikulation über die Studienberatung, da gibt es auch studentische Beratungen sowohl telefonisch als auch per mail, klären.
Deine Fragen vorher schon anfangen aufzuschreiben, also mit Zettel und Stift am Telefon sitzen usw. Wenn Sachen während des Gespräches unklar sind, nachfragen. usw.
Die von Dir beschriebene Situation kommt häufiger vor, als Du vielleicht gerade glaubst. Ich hatte das vor ca. 5 Jahren.

Achso, was mir noch einfällt, frag die Studienberatung deines Fachbereiches, was Du in dieser Situation noch machen kannst. Außerdem, wenn deine Familie dich bezüglich der psychischen Situation unterstützen würde, würde sie es eventuell auch hinsichtlich der finanziellen tun und können? Ist da vielleicht doch noch ein Funken Möglichkeit?
 
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#19
...
Noch eine Frage wegen dem Arztbesuch, muss ich zwingend erstmal zum Hausarzt oder kann ich mich auch direkt an einen Psychotherapeuten in meiner Stadt wenden? Ich war seit langer Zeit nicht mehr beim Arzt.

Zur Frage: Meine Stadt hat ca. 30.000 Einwohner die nächst größeren Städte sind ca. 30km entfernt.
Nach meiner Kenntnis kannst du dich direkt an einen Therapeuten wenden. Du hast die Möglichkeit jeweils mehrere Probesitzungen zu absolvieren, bevor du dich für einen entscheidest (unbedingt nutzen).
Da eine Therapie langfristig erfolgt, überlege ich grade, ob du nicht zunächst die Krankenversicherungsfrage lösen solltest. Zum Arzt kannst du aber und solltest du aber jetzt trotzdem gehen).

Es könnte sein, das das JC eine Grundprämie an die PKV zahlt, bin mir nicht sicher, ob du automatisch in die GKV kommen kannst, aucht wenn du wolltest.
Diese Frage könntest und solltest du aber z.B. mit jeder gesetzlichen Krankenkasse vorab klären (mind. Email wählen, nicht telefonisch!!).

Vielleicht kann einer mal dazu Stellung nehmen: wenn man aktuell und vor der ersten Antragstellung nicht erwerbsfähig ist, ist dann eher das Sozialamt zuständig und greift ein anderer Rechtskreis??
 

Rübennase

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#20
Vielleicht kann einer mal dazu Stellung nehmen: wenn man aktuell und vor der ersten Antragstellung nicht erwerbsfähig ist, ist dann eher das Sozialamt zuständig und greift ein anderer Rechtskreis??
Man ist so lange erwerbsfähig bis die Rentenversicherung das Gegenteil feststellt. Meistens muss man zu einem Gutachter.
 

Versager

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#21
Nach meiner Kenntnis kannst du dich direkt an einen Therapeuten wenden. Du hast die Möglichkeit jeweils mehrere Probesitzungen zu absolvieren, bevor du dich für einen entscheidest (unbedingt nutzen).
Da eine Therapie langfristig erfolgt, überlege ich grade, ob du nicht zunächst die Krankenversicherungsfrage lösen solltest. Zum Arzt kannst du aber und solltest du aber jetzt trotzdem gehen).
Der Berater von meiner PKV hat mir gesagt, dass vom Vertrag her 30 Sitzungen gezahlt werden.

Es könnte sein, das das JC eine Grundprämie an die PKV zahlt, bin mir nicht sicher, ob du automatisch in die GKV kommen kannst, aucht wenn du wolltest.
Diese Frage könntest und solltest du aber z.B. mit jeder gesetzlichen Krankenkasse vorab klären (mind. Email wählen, nicht telefonisch!!).
Laut meinem Berater würde das Amt die PKV komplett übernehmen und wechseln in die GKV könnte ich nur, wenn ich in ein sozialversicherungspflichtiges Angestelltenverhältnis komme. Es wäre mir natürlich lieber, wenn ich wieder in der GKV wäre, letztlich war ein längerer Verbleib in der PKV nie von mir geplant.
 
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#22
...
Laut meinem Berater würde das Amt die PKV komplett übernehmen und wechseln in die GKV könnte ich nur, wenn ich in ein sozialversicherungspflichtiges Angestelltenverhältnis komme. Es wäre mir natürlich lieber, wenn ich wieder in der GKV wäre, letztlich war ein längerer Verbleib in der PKV nie von mir geplant.
Persönlich wird es für dich das Beste sein, nach deiner Genesung in ein SV-pflichtiges Arbeitstverhältns zu kommen. Die PKV-Beiträge werden stark steigen (sind es schon) und irgendwann gibt es dann kein Zurück mehr und du kannst nur eine Grundversorgung bekommen.
Zudem, bei Familiengründung müssen i.d.R. Extra-Beiträge für Kind und Frau gezahlt werden. Manch einer hat da böse Überraschungen erlebt.

Nicht wenige die die GKV in Grund und Boden geschimpft haben bettelten später wieder in sie zurückkehren zu können.
 

Versager

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#23
Ja, mein Ziel ist es auch da langfristig wieder heraus zu kommen, aber ich frage mich wie lange das Beschäftigungsverhältnis andauern muss, damit man wieder in die GKV kann.
 

Caye

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#24
Du musst insgesamt mindestens 1 Jahr versicherungspflichtig sein, um danach auch als freiwillig Versicherter in der GKV bleiben zu dürfen.

Da man als ALG II-Empfänger aber versicherungspflichtig ist, reicht es theoretisch aus, wenn das sv-pflichtige Arbeitsverhältnis vor der Arbeitslosigkeit nur wenige Tage bestand.

Das hat zumindest meine Recherche zu dem Thema ergeben (stand vo einem sehr ähnlichen Problem), wie die Umsetzung in der Realität aussieht, ob es da Stress gibt bzw. die GKVen versuchen, sich rauszuwinden, weiß ich nicht.

Solltest du nochmal irgendwann ein Studium aufnehmen wollen, hast du leider Pech gehabt - einmal von der Versicherungspflicht befreit heißt für immer befreit.
 

Versager

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#25
Solltest du nochmal irgendwann ein Studium aufnehmen wollen, hast du leider Pech gehabt - einmal von der Versicherungspflicht befreit heißt für immer befreit.
Das mit der Versicherungspflichtbefreiung verstehe ich nicht ganz. Es herrscht doch grundsätzlich Krankenversicherungspflicht, ich darf ja auch meine Private nicht einfach kündigen und ohne Versicherung leben. Es gibt doch auch für Selbständige u. Freiberufler die Möglichkeit sich freiwillig gesetzlich zu versichern.

Dazu eine Frage anhand eines Beispiels:
Ein ehemals privatversicherter Selbständiger gibt die Selbständigkeit auf und nimmt ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis auf (ist somit wieder in der GKV). Wenn dieser dann wieder plant erneut selbständig zu werden, ist dann eine freiwillige GKV für ihn völlig ausgeschlossen und er muss sich privat versichern?
 
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#26
Das mit der Versicherungspflichtbefreiung verstehe ich nicht ganz. Es herrscht doch grundsätzlich Krankenversicherungspflicht, ich darf ja auch meine Private nicht einfach kündigen und ohne Versicherung leben. Es gibt doch auch für Selbständige u. Freiberufler die Möglichkeit sich freiwillig gesetzlich zu versichern.

Dazu eine Frage anhand eines Beispiels:
Ein ehemals privatversicherter Selbständiger gibt die Selbständigkeit auf und nimmt ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis auf (ist somit wieder in der GKV). Wenn dieser dann wieder plant erneut selbständig zu werden, ist dann eine freiwillige GKV für ihn völlig ausgeschlossen und er muss sich privat versichern?


Siehe z.B.:

Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung - Wechsel PKV GKV

Für dich dürfte der Wechsel in die GKV quasi unproblematsich sein.


Hast du dich schon exmatrikuliert bzw. dies in die Wege begleitet, warst du beim Arzt?
 

Versager

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#27
Hast du dich schon exmatrikuliert bzw. dies in die Wege begleitet, warst du beim Arzt?
Habe heute schon versucht einen Termin bei meinem Hausarzt zu machen, die Praxis allerdings die nächsten Tage geschlossen. Werde morgen versuchen direkt einen Facharzt anzurufen, der war ab heute mittag auch nicht mehr erreichbar.
Die Exmatrikulation wollte ich dann angehen, wenn ich ein Attest habe, in der Hoffnung, dass man mir in meiner Verfassung entgegenkommen kann, was den Laufschein angeht.
 

Versager

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#28
So, ein Termin bei einem Facharzt steht, allerdings erst in einem Monat (das war noch der mit der kürzesten Wartezeit). Das ist mir natürlich zu lang, weil ich mich ja recht bald exmatrikulieren und danach mit einem Sozialarbeiter den Amtsbesuch angehen will.
Mein Hausarzt wäre nächste Woche wieder da, allerdings Frage ich mich, was der mir für eine Diagnose stellen soll, der schließlich kein Psychotherapeut. Sollte ich einfach mal auf gut Glück zum Hausarzt gehen und schauen, was er für mich tun kann?
 

Rübennase

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#29
Frag ihn ob er dich so lange krank schreiben kann bis du den Termin beim Facharzt hast. Und lass dir auch direkt die Überweisung geben.
 

Caye

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#30
Das mit der Versicherungspflichtbefreiung verstehe ich nicht ganz. Es herrscht doch grundsätzlich Krankenversicherungspflicht, ich darf ja auch meine Private nicht einfach kündigen und ohne Versicherung leben. Es gibt doch auch für Selbständige u. Freiberufler die Möglichkeit sich freiwillig gesetzlich zu versichern.

Dazu eine Frage anhand eines Beispiels:
Ein ehemals privatversicherter Selbständiger gibt die Selbständigkeit auf und nimmt ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis auf (ist somit wieder in der GKV). Wenn dieser dann wieder plant erneut selbständig zu werden, ist dann eine freiwillige GKV für ihn völlig ausgeschlossen und er muss sich privat versichern?
Selbstständige sind ein anderes Thema. Da ist es allein über die Jahresfrist geregelt, man muss mindestens ein Jahr versicherungspflichtig in der GKV sein, um darin bleiben zu dürfen.
Ich glaube, es gibt da auch noch eine Altersgrenze, ab einem gewissen Alter geht das dann auch nicht mehr, da bin ich mir aber nicht sicher. Nicht meine Baustelle. ;)

Beim Studium ist es so: Grundsätzlich bist du versicherungspflichtig in der GKV. Du kannst dich von der Versicherungspflicht befreien lassen, das heißt nicht, dass du damit dann unversichert rumlaufen darfst, aber damit kannst du dann eine PKV wählen. Wenn du dich einmal fürs Studium hast befreien lassen, gilt diese Befreiung für immer und eine Rückkehr in die GKV als "hauptberuflicher" Student ist dir verwehrt.

Diese Befreiungssache ist glaube ich nur seltsam formuliert. Das ist dasselbe Prinzip, was bei AN gilt, die über einer bestimmten Lohngrenze liegen - die können sich ja auch von der Versicherungspflicht befreien lassen, um dann eine PKV zu wählen, und dürfen so ohne weiteres auch nicht mehr zurück.
 

rudolphine

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#31
was mir ganz spontan einfällt ist, dass ich jemanden kenne, der eine Sondergenehmigung vom JC bekam, weil sein Studium so gut wie abgeschlossen war.
Ihm fehlte nur noch eine Hausaufgabe. (Wirtschaftswissenschaftler)

Vielleicht ist ja auch dein Dekan ein vertrauenswürdiger Mensch.

- Lebenshilfe - klingt doch gar nicht so verkehrt.
Schleich da doch mal ums Haus und sondiere Lage und Leute.
Und frag dann einfach mal nach, ob sie dir helfen können und sei es, dass sie die richtige Stelle kennen, an die du dich wenden musst.

lg
 
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#32
...Frage ich mich, was der mir für eine Diagnose stellen soll, der schließlich kein Psychotherapeut. ...
Lass das mal die Sorge des Arztes sein, der wird schon was finden. Ich denke es geht in die psychische Richtung. Es wird eine erste, vorläufige Diagnose sein, die dann wohl vom Facharzt dann präzisiert werden soll und muss und hoffentlich "gut funktioniert". (Ich höre über Psychater, das da viele Deppen dabei sein sollen). Außerdem hat er eine Liste mit ICD-Schlüsseln, da kann er sich ja notfalls was halbwegs passendes raussuchen ... .
 

Erolena

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#33
Die Arbeitsagentur schreibt

" ... Beziehen Sie Arbeitslosengeld II und sind privat krankenversichert, kann für Sie max. der halbierte Beitrag im sog. Basistarif der privaten Krankenversicherung und max. der halbierte Höchstbetrag für eine angemessene private Pflegeversicherung als Zuschuss übernommen werden. Zahlen Sie einen geringeren Beitrag, wird dieser als Zuschuss übernommen. Der Zuschuss zur privaten Kranken- und Pflegeversicherung wird direkt an Ihr Versicherungsunternehmen überwiesen.

Der Zuschuss wird nicht gezahlt, wenn es in der Bedarfsgemeinschaft bereits ein krankenversicherungspflichtiges Mitglied gibt und eine Familienversicherung erfolgen kann.

Weitere Informationen finden Sie im Merkblatt
Zuschuss zu Beiträgen zur Kranken- und Pflegeversicherung für Leistungsbezieher nach dem SGB II. "

Quelle: Sozialversicherungen bei Bezug von Arbeitslosengeld II - www.arbeitsagentur.de

Merkblätter - www.arbeitsagentur.de (vorletztes Merkblatt)
 
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#34
Die Arbeitsagentur schreibt

" ... Beziehen Sie Arbeitslosengeld II und sind privat krankenversichert, kann für Sie max. der halbierte Beitrag im sog. Basistarif der privaten Krankenversicherung und max. der halbierte Höchstbetrag für eine angemessene private Pflegeversicherung als Zuschuss übernommen werden. Zahlen Sie einen geringeren Beitrag, wird dieser als Zuschuss übernommen. Der Zuschuss zur privaten Kranken- und Pflegeversicherung wird direkt an Ihr Versicherungsunternehmen überwiesen....
Hm, von den Leuten die hier schon über ihre PKV schrieben und im ALG II waren, hab ich nich nie gehört, dass die eine Hälfte zahlen bzw. überhaupt was zahlen..... .
 
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