Studie über Pegida-Anhänger: Männlich, über 50, verheiratet, konfessionslos

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wolliohne

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Was steckt wirklich hinter Pegida? Warum gehen deren Anhänger in Dresden auf die Straße? Aus welchen Milieus kommen sie? Eine Studie des Göttinger Instituts für Demokratieforschung gibt Antworten.

Es war vor einem Jahr, im Januar 2015: Da wetteiferten gleich mehrere Universitätslehrstühle und Institute darum, als Erste ihre Umfragen unter Teilnehmern der damals noch neuartigen Pegida-Demonstrationen in Dresden zu veröffentlichen. Danach schien die akademische Energie vorerst erschöpft. Auch galt es bald als nicht ungefährlich, bei den zunehmend aggressiver gestimmten Pegidisten Erhebungsbögen zu verteilen oder gar Forschungsinterviews anzustellen. Denn auszuschließen war nicht, dass die Magister aus Soziologie und Politologie von den misstrauischen und in Teilen durchaus krawallbereiten Demonstranten für verderbliche Repräsentanten der Lügenpresse gehalten würden und dies handfest zu spüren bekommen hätten.
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Habt ihr euch mal gefragt, warum 50% davon 56 und älter sind bzw. warum gerade diese da mitmachen?
 

Nimschö

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Meine Theorie: Die sind im Schnitt noch patriarchalische Strukturen gewöhnt, ihre Frauen haben sich oft emanzipiert und die suchen jetzt irgendeinen Weg wieder Dominanz verströmen zu können? "Nicht kompetent in vielen Dingen? Komm mit uns den Knüppel schwingen" :icon_mrgreen:
 
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Der Link führt leider nicht zum Artikel.
Meine Theorie, obwohl die Frage an euch alle gerichtet war!
Es wird wohl Perspektivlosigkeit und Arbeitslosigkeit sein. Das macht unzufrieden, die Gemeinschaft fehlt.
 

doppelhexe

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"pegida" läuft ja vornehmlich im osten/sachsen...

und die heute über 50-jährigen haben schon einmal ein system gestürzt, das ihnen nicht mehr gepasst hat. die haben schon einmal monatelang mit montagsdemos gezeigt, das sie ausdauer haben...
und heute kommt zur unzufriedenheit noch arbeitslosigkeit , armut, einsamkeit, aber vor allem verbale abwertung der "bessergestellten" und politik hinzu.
vergessen sollte man aber auch nicht, das es in der mehrzahl nicht der "arbeitslose sozialschmarotzer" ist, der da mitläuft... dummheit und sozialneid kann man pegida wohl eher nicht unterstellen...

https://tu-dresden.de/aktuelles/newsarchiv/2015/1/pegida_pk
 

Roter Bock

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Dummheit kann man sehr wohl der pegida unterstellen, denn sie haben aus der Geschichte nichts gelernt. Witzigerweise trifft über 50, verheiratet und konfessionslos auf mich zu - trotzdem wie komme ich dazu pegida zu unterstützen?

Deren Lieblingspartei dürfte die AfD werden, unsäglich rechts unterwandert und einfach nur untern Teppich.
Die wahre Alternative ist links von rechts. Drittes Reich 2.0 braucht kein Mensch.

Roter Bock
 
E

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Danke! Gelesen...
Nun ja, Studienabschlüsse sind in diesen Jahrgängen ohnehin selten. Durften früher auch nur Parteigänger machen. Zu DDR Zeiten wurden ausländische Bürger auch in eigens dafür vorgesehene Blöcke untergebracht, blieben also weitgehends unter sich, was mich aber dennoch nicht von Besuchen abhielt. Ich war zu Gast bei Russen, Vietnamesen und Jugoslawen.
Eventuell haben viele deshalb heute Probleme. Sind zu viele wohl aus deren Sicht, irgendwie alles zu viel.
Zunächst einmal hat trotzdem jeder das Recht zu demonstrieren. Ich bin da so neutral wie die Schweiz. Ich gehöre keiner Partei an und mir geht es nur um Recht oder Unrecht. Mich interessiert die Nationalität dabei nicht.
 

doppelhexe

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... dummheit und sozialneid kann man pegida wohl eher nicht unterstellen...

Dummheit kann man sehr wohl der pegida unterstellen, denn sie haben aus der Geschichte nichts gelernt. Witzigerweise trifft über 50, verheiratet und konfessionslos auf mich zu - trotzdem wie komme ich dazu pegida zu unterstützen?

Deren Lieblingspartei dürfte die AfD werden, unsäglich rechts unterwandert und einfach nur untern Teppich.
Die wahre Alternative ist links von rechts. Drittes Reich 2.0 braucht kein Mensch.

Roter Bock

ich hab mich missverständlich ausgedrückt...

wer da mit läuft ist nicht unbedingt pegida... aber identifiziert sich mit denen und ihren aussagen.

und die sind nicht dumm ... dumm ist, wer für seine denke/nicht-denke nix kann ...

wer sich wider besseren wissens mit dieser ideologie (oder teilen dieser) identifiziert ist nicht dumm, damit würde man denen noch ne entschuldigung liefern.

... Nun ja, Studienabschlüsse sind in diesen Jahrgängen ohnehin selten. Durften früher auch nur Parteigänger machen.

und? ein besseres allgemeinwissen als die heutige jugend hatten wir alle male... ausserdem haben sehr viele ohne parteibuch studiert.
 
E

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Gast
Hatten wir, hatten wir doppelhexe.;)

Aber ich streite mich da schon genug mit meinem Nachbarn. Da wir Freunde sind, musste ich das Thema bei ihm abhaken, denn er will mir immer erklären, wie ich in der DDR gelebt habe. Da werde ich leicht fuchsig...
 

BonoboBert

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Über 50 bedeutet größtenteils nur Volksschulabschluss nach Klasse 8 oder sonstige nedrigschwelligste Schulabschlüsse, also bildungsfern! War halt früher so, nur Elite durfte ans Gymnasium. Das macht sich bis heute bemerkbar in einer überalterten Gesellschaft.
 
E

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Über 50 bedeutet größtenteils nur Volksschulabschluss nach Klasse 8 oder sonstige nedrigschwelligste Schulabschlüsse, also bildungsfern! War halt früher so, nur Elite durfte ans Gymnasium. Das macht sich bis heute bemerkbar in einer überalterten Gesellschaft.

Redest Du jetzt von Ost oder von West?
 

CanisLupusGray

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hhhmm, gemäß der Faden-Überschrift passe ich da wohl ins Beuteschema,
aber so wie sich der Faden hier einige Beiträge vor meinem hier entwickelt, muss ich auch mal was sagen:
als gelernter und aktenkundig systemkritischer DDR-Bürger der auch ohne Parteimitgliedschaft ZWEI Studienabschlüsse gemacht hat, kann ich mich nicht mit dem braunen Gedankengut anfreunden.

Rattenfänger und Mitläufer gab es schon immer und wird es immer geben, solange es den mit dem Bauch denkenden Homo sapiens gibt. Und der Homo sapiens germanicus war dabei ja schon immer Weltmeister.
 

Allimente

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Über 50 bedeutet größtenteils nur Volksschulabschluss nach Klasse 8 oder sonstige nedrigschwelligste Schulabschlüsse, also bildungsfern! War halt früher so, nur Elite durfte ans Gymnasium. Das macht sich bis heute bemerkbar in einer überalterten Gesellschaft.

In welchem Land bist Du denn aufgewachsen? Man konnte, bei entsprechender Qualifikation, locker 10 Schuljahre machen und danach noch weiterführende Schulen besuchen und das ohne der Elite anzugehören. Was Du meinst trifft vielleicht auf die Generation 70+ zu. Sorry, aber ich habe selten so einen Quatsch gelesen.
 

BonoboBert

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Man konnte, bei entsprechender Qualifikation, locker 10 Schuljahre machen und danach noch weiterführende Schulen besuchen und das ohne der Elite anzugehören.

Das mit der Volksschule ist Unsinn. Da gebe ich dir uneingeschränkt recht.
In der DDR ist fast jeder bis zur 10. Klasse durchgeschleift worden.

Aber wie konnte man in der DDR eine weiterführende Schule besuchen, wenn man nicht zur Elite gehörte?

In meiner Klasse durfte 1 (in Worten ein) Schüler auf die EOS* - und das nur, weil er sich für 10 Jahre NVA entschieden hatte.


* für die User aus den gebrauchten Bundesländern:
EOS = Erweiterte Oberschule = Abitur
 

hellucifer

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Ich bezweifle sehr stark, ob man der Studie überhaupt Glauben schenken kann.

Die da mit der Pegida mitlaufen, tun das, weil das so schön einfach ist und weil man sich mal so richtig schön auskotzen kann. Die haben vielleicht den Grips, sich mit schwierigen Fragen auseinanderzusetzen, aber sie haben einfach keinen Bock dazu. Deshalb vertrauen sie lieber irgendwelchen Rattenfängern, die einfache Antworten geben und für sie die "Drecksarbeit" erledigen!
 

Allimente

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Aber wie konnte man in der DDR eine weiterführende Schule besuchen, wenn man nicht zur Elite gehörte?

Von der damaligen DDR war ja auch nicht die Rede, zumindestens nicht in meinem Posting und kann ich das von daher auch nicht beurteilen. Ich weiß nur, dass die meisten älteren Menschen ü50 sehr gut gebildet sind (Schule/Berufschule/Realschule/Abendschule/Abitur/Gesellenprüfung/Meisterprüfung) usw.. Aber manchmal glaube ich, dass es den jungen Menschen an ausreichender Bildung fehlt. Man hat den Eindruck, dass kaum einer einen graden Satz schreiben kann und mit dem Kopfrechnen und der Allgemeinbildung ist es auch nicht so weit her. Natürlich ist das nur meine subjektive Meinung und muß keinesfalls der Realität entsprechen.
 

doppelhexe

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Erst informieren, dann aufregen:

? Bildungsstand - Bevölkerung in Deutschland nach Alter und Schulabschluss 2014 | Statistik

Die Statistik spricht Bände! Die Jugend ist heutzutage wesentlich besser gebildet!
PS: Habe auch nie bestritten, dass man 10 Schuljahre machen konnte...aber es hat nunmal kaum jemand getan!

so ein blödsinn, der schulabschluss sagt überhaupt nichts über den bildungsstand aus. nicht umsonst dreht sich einem heute der magen um, wenn allgemeinwissen abgefragt wird und die einfachsten fragen nicht beantwortet werden können. selbst gymnasiasten bemängeln, das sie jede menge scheixxe lernen, aber nichts, was mit dem leben zu tun hat. und schon garnichts von empathie... nur ellenbogen... und ausbildungsfähig sind die schüler von heute auch kaum noch.
fahr mal in nem schulbus mit, du wirst böse erwachen. und wenn ich die vielen legastheniker, selbst in gymnasien, sehe wird mir übel...

eine type, die mir die relativitätstheorie erklären kann (weil er es kann,l nicht weil ich es verstehe) aber ansonsten über leichen geht und nicht mal ein ei kochen kann ... der ist nicht gebildet... höchstens eingebildet und nicht lebensfähig...

Das mit der Volksschule ist Unsinn. Da gebe ich dir uneingeschränkt recht.
In der DDR ist fast jeder bis zur 10. Klasse durchgeschleift worden.

Aber wie konnte man in der DDR eine weiterführende Schule besuchen, wenn man nicht zur Elite gehörte?

In meiner Klasse durfte 1 (in Worten ein) Schüler auf die EOS* - und das nur, weil er sich für 10 Jahre NVA entschieden hatte.


* für die User aus den gebrauchten Bundesländern:
EOS = Erweiterte Oberschule = Abitur

weiss nicht, wie es bei euch gehandhabt wurde, aber durchgeschleift wurde nicht. das passiert heute, da man den kindern das ja nicht zumuten kann, sitzenzubleiben, genau wie benotungen vor der 3. klasse und noch so andere sächelchen... damals in der ddr sind genug kinder sitzengeblieben, oder in der 8. klasse abgegangen.
auch soll es durchaus schüler gegeben haben, die aufgrund ihrer leistungen zur EOS kamen, zb. 8 allein aus meiner klasse... und nur 1 wollte länger zur armee... aber 3 jahre (zumindest die jungs) mussten sie schon, war eben ein geben und nehmen... :wink:
 

BonoboBert

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so ein blödsinn, der schulabschluss sagt überhaupt nichts über den bildungsstand aus.
Selbstverständlich sagt der Schulabschluss etwas über den formalen Bildungsstand aus, denn das ist ja Sinn und Zweck der Abschlüsse. Man darf in der Regel davon ausgehen, dass aus jemandem mit Hauptschulabschluss kein Intellektueller wird. Ausnahmen bestätigen jede Regel.

Ich kann mich an eine ähnliche Studie über die CDU-Wähler erinnern. Das ging auch mal durch die Presse und verwundert ja auch kaum. Nach der von mir verlinkten Statistik ist es demnach vollkommen logisch: Je älter der Wählerschnitt, desto schlechter gebildet ist er. Rechtskonservative Parteien beginnen erst bei 50+.
 

Te expecto

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Über 50 bedeutet größtenteils nur Volksschulabschluss nach Klasse 8 oder sonstige nedrigschwelligste Schulabschlüsse, also bildungsfern! War halt früher so, nur Elite durfte ans Gymnasium. Das macht sich bis heute bemerkbar in einer überalterten Gesellschaft.

Sag mal, denkst du meine Generation ist total verblödet?

Selbstverständlich sagt der Schulabschluss etwas über den formalen Bildungsstand aus, denn das ist ja Sinn und Zweck der Abschlüsse. Man darf in der Regel davon ausgehen, dass aus jemandem mit Hauptschulabschluss kein Intellektueller wird. Ausnahmen bestätigen jede Regel.

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Die Hauptschule hatte zu meiner Zeit einen ganz anderen Stellenwert als heute.

Ich habe mit meinem Abschluss zwei Ausbildungen gemacht. Leider ist es heute so, dass in vielen, vielen Berufen ein höherer Bildungsabschluss gewünscht wird.
 

doppelhexe

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Selbstverständlich sagt der Schulabschluss etwas über den formalen Bildungsstand aus, denn das ist ja Sinn und Zweck der Abschlüsse. Man darf in der Regel davon ausgehen, dass aus jemandem mit Hauptschulabschluss kein Intellektueller wird. Ausnahmen bestätigen jede Regel.
Ich kann mich an eine ähnliche Studie über die CDU-Wähler erinnern. Das ging auch mal durch die Presse und verwundert ja auch kaum. Nach der von mir verlinkten Statistik ist es demnach vollkommen logisch: Je älter der Wählerschnitt, desto schlechter gebildet ist er. Rechtskonservative Parteien beginnen erst bei 50+.

du vergisst ein wort... schüler mit HEUTIGEM hauptschulabschluss werden kaum inetellektuelle... damals (nach dem krieg) hatten viel nur 8 oft sogarn nur 6 klassen und sie sind alles geworden, haben studiert, wurden lehrer, ingenieure ...
danach gabs auch für 10-klässler in der DDR berufsausbildung mit abitur und vor allem abendschulen, wo man auch später noch abschlüsse machen oder studieren konnte... fernstudium usw...
während heutige 10-klassenabgänger nicht mal ne ausbildung kriegen, weil sie nicht ausbildungsfähig sind...

und dann bitte auch noch eins nicht vergessen... mal von dem ganzen politischem geschmuse abgesehen war das bildungssystem der DDR eines der besten und vorbildlichsten der welt... musste nach der wende natürlich zerschlagen werden, ein dummes volk führt sich besser in die schei**e ...
über den bildungsstand der wessis 50+ kann ich persönlich natürlich nichts sagen ...
 
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