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Studie stellt Ein-Euro-Jobs ein verheerendes Zeugnis aus

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#1
POTSDAM - Ein-Euro-Jobs erhöhen nicht die Chancen auf eine reguläre Stelle. Genau das Gegenteil ist der Fall. Sie sind für die Betroffenen der Einstieg in den Ausstieg aus dem Arbeitsmarkt. Die Folge: regelrechte Maßnahme-Karrieren mit bis zu vier oder fünf aufeinanderfolgenden Ein-Euro-Jobs. Das ist das Ergebnis einer Studie, die die langjährige Arbeitsmarktexpertin der Brandenburger SPD, Esther Schröder, bei der Friedrich-Ebert-Stiftung veröffentlicht hat.
Die SPD-Politikerin aus Luckenwalde (Teltow-Fläming) hält die Arbeitsmarktreform Hartz IV im Prinzip noch immer für richtig. Die Ergebnisse ihrer Studie machen jedoch die Tatsache, dass fast 30 Prozent der Mittel, die in Deutschland für die Arbeitsmarktpolitik zur Verfügung stehen, für Ein-Euro-Jobs verplempert werden, zu einem Skandal. „Ein-Euro-Jobs sollten die Ultima Ratio der Arbeitsmarktpolitik sein. Sie sind aber Prima Ratio“ – also das am häufigsten angewandte Instrument – ärgert sich Schröder.
Besonders gravierend: Nur in Ausnahmefällen gibt es im Jobcenter eine Vor- oder Nachbereitung für die sechsmonatigen Maßnahmen, im Expertenjargon auch „Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung“ genannt. „Dabei ist ein solches Fallmanagement eigentlich die Voraussetzung“, betont Schröder. Sie hat für die Studie 50 lange Interviews mit Teilnehmern solcher Maßnahmen geführt, die sich in der vergangenen Legislaturperiode an ihr Hartz IV-Kontaktbüro im Landtag wandten. Von diesen 50 hatten nur sechs während ihrer Zeit als Ein-Euro-Jobber Kontakt zum Jobcenter, und auch das nur, weil sie sich über die Arbeit beschwerten oder um Verlängerung baten. Auch nach den sechs Monaten herrschte meist Funkstille. 37 der 50 Befragten gaben an, mit ihnen sei danach nicht gesprochen worden. In keinem Fall gab es eine Auswertung der erworbenen Fähigkeiten.
Bemerkenswert fand Schröder, dass die Ein-Euro-Jobs häufig auf Eigeninitiative der Betroffenen zustande kamen. „Das ist eine Auslese der Aktiven“, urteilt sie. Ziel der Ein-Euro-Jobs sei aber im Gegenteil, die besonders schwer Vermittelbaren zu erreichen. „Da gibt es qualifizierte Handwerker, die gehen von einer Maßnahme zur nächsten“, berichtet sie. Manche hätten die gleichen Tätigkeiten vorher schon unter besseren Bedingungen als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme (ABM) ausgeübt. Den Kontakt zum regulären Arbeitsmarkt verlören so sogar junge Leute.
Auf dem Abstellgleis - Studie stellt Ein-Euro-Jobs ein verheerendes Zeugnis aus*-*Märkische Allgemeine - Nachrichten für das Land Brandenburg

dazu

Den Murks beseitigen

Hartz IV ist Murks. Das müssen mittlerweile selbst diejenigen einräumen, die sich für die Arbeitsmarktreform der ehemaligen rot-grünen Bundesregierung einmal stark gemacht haben. Murks ist nicht die Idee der Reform – die war völlig richtig – sondern deren Umsetzung. Fördern und fordern war die Idee, umgesetzt wurde nur das Fordern, das Element des Zwanges, etwa die Annahme selbst des sinnlosesten Ein-Euro-Jobs, weil einem andernfalls das Geld gekürzt wird.
Die Studie der Arbeitsmarktexpertin und Ex-SPD-Landtagsabgeordneten Esther Schröder zeigt dies überdeutlich. Auch wenn die Ergebnisse auf einzelnen Tiefeninterviews basieren, also nur Ausschnitte aus der Hartz IV-Welt zeigen können, machen sie eines klar: Der Staat wirft Millionen aus dem Fenster, um Menschen durch Maßnahmen zu schleusen, die zu nichts gut sind.
Mathias Richter verlangt eine wirkliche Arbeitsmarktreform und ein Ende der Ein-Euro-Jobs - Den Murks beseitigen*-*Märkische Allgemeine - Nachrichten für das Land Brandenburg

Noch mehr Befragungen von Ein-Euro-Jobbern würde ein noch verheerenderes Zeugnis ausstellen. Deswegen werden die auch nie gefragt.
 

Woodruff

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#3
26.01.2007: Reaktion auf Studie: CDU will Ein-Euro-Jobs abschaffen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft

10.08.2005: NETZEITUNG | ARBEIT UND BERUFNACHRICHTEN: FDP will Ein-Euro-Jobs drastisch zurückfahren


Jetzt haben sie Gelegenheit dazu, den vollmundigen Ankündigungen Taten folgen zu lassen.

Tun wird sich wohl nichts in dieser Richtung, weil dann die Arbeitslosenzahl drastisch ansteigen würde. Lieber schmeißt man weiterhin pro Jahr über eine Mrd. an Steuergeldern zum Fenster heraus und sieht zu, wie reguläre Arbeitsplätze verdrängt werden.:icon_neutral:
 

Mario Nette

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#4
@Woodruff
Sehen wir bei Pofalla nach Jahren eine gewisse positive Lernkurve? 2005 und davor hat er Ein-Euro-Jobs kritisiert. 2005 fand er sie dann doch ganz gut mit der Bedingung der Prüfung. In 2006 betonte er die Prüfung erneut, um in 2007 zum Schluss zu kommen: Das, was er vor 2005 gedacht hat, ist dann wohl doch korrekt -> Ein-Euro-Jobs abschaffen. So, wir haben nun fast 2010. Und, was ist?

Beispiele:

2005, Pofalla:
CDU/CSU-Fraktionsvize Ronald Pofalla verabschiedete sich in einem Interview mit der Berliner Zeitung von früherer Unionskritik gegen die Ein-Euro-Jobs, bei denen aber im Halbjahresrhythmus zu prüfen sei, ob diese reguläre Jobs kosteten. Danach, so Pofalla, sehe es aber derzeit nicht aus. Scharf kritisierte Pofalla die Absicht seines Lieblingskoalitionspartners FDP, die Bundesagentur für Arbeit zu zerschlagen. Die Unionsidee eines staatlich geförderten Niedriglohnsektors halten Experten der Bundesagentur für Arbeit für problematisch: Modelle nach angelsächsischem Vorbild würde kaum reguläre Jobs schaffen, aber Verdrängungseffekte in diesem Bereich auslösen.
Quelle: Kommunen fordern mehr Ein-Euro-Jobs / Kehrtwende der Union bei Hartz IV | Demo Online

2005, Pofalla:
Zugleich warnte Pofalla vor einem Anstieg der Ein-Euro-Jobs für Langzeitarbeitslose: "Ich gehe davon aus, daß maximal 100 000 bis 150 000 Ein-Euro-Jobs ohne dramatische Verdrängungswirkungen am Markt möglich sind." Die von Clement anvisierte Zielmarke von 600 000 Ein-Euro-Jobs würden das Aus von kleinen Betrieben im Mittelstand bedeuten. Insbesondere im Handwerk würde es zu Verdrängungseffekten kommen. Damit könnten sich die Ein-Euro-Jobs "schnell zum Job-Killer für reguläre, sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze entwickeln".
Quelle: http://www.welt.de/print-welt/artic...e_ueber_niedrigere_Arbeitslosenbeitraege.html

2007, Pofalla:
CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla hat die Abschaffung der Ein-Euro-Jobs gefordert. Der Politiker reagierte damit auf eine Studie, wonach die Billigarbeitskräfte reguläre Jobs vernichten. Die Ein-Euro-Jobs seien "eine Zumutung für Arbeitslose und Steuerzahler".
Quelle: Reaktion auf Studie: CDU will Ein-Euro-Jobs abschaffen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft

Ob Pofalla die von mir hochgeladenen Dokumente kennt? Liegt er an der Leine oder warum sonst lässt er die Steuergeldverschwendung seit Jahren geschehen? Von daher: Nix zu erwarten von ihm.

Mario Nette
 
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#5
26.01.2007: Reaktion auf Studie: CDU will Ein-Euro-Jobs abschaffen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft

10.08.2005: NETZEITUNG | ARBEIT UND BERUFNACHRICHTEN: FDP will Ein-Euro-Jobs drastisch zurückfahren


Jetzt haben sie Gelegenheit dazu, den vollmundigen Ankündigungen Taten folgen zu lassen.

Tun wird sich wohl nichts in dieser Richtung, weil dann die Arbeitslosenzahl drastisch ansteigen würde. Lieber schmeißt man weiterhin pro Jahr über eine Mrd. an Steuergeldern zum Fenster heraus und sieht zu, wie reguläre Arbeitsplätze verdrängt werden.:icon_neutral:
Die "beste Ausrede" haben sie doch zur Zeit!

"Die Finanz- und Wirtschaftskrise"

Das viele Länder und Kommunen auch an solchen Spekulationen beteiligt waren und sie sich selbst Arm gemacht haben, weil sie Städt-. und Landeseigentum an "Heuschrecken" verkauft haben, das wird "natürlich" nicht gesagt.

Jetzt haben sie "kein Geld" und sind angeblich "auf die Hilfen und Arbeitskraft der Elos" angewiesen, weil sie sich (angeblich) keine neuen, tariflich bezahlten Beschäftigen "wegen der angespannten Finanzlage"
leisten können.

:icon_dampf: :icon_kotz:
 

twaini

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#6
Immer wieder witzig wenn ich lese das man für sowas ne Studie brauchte,die brauchte ich nicht was ich mir schon vorher dachte ist bittere realität.

Nach nun fast 5 Monaten Entgeldvariante weiss ich wie udn wo der Hase her läuft,Maßnahmen gibt es in den verschiedensten Farben und formen sowie der rest die lieben Euro Jobber tätigen in den Städtischen betrieben.

Manche von den "fest" Angestellten dort haben schon regelrecht Angst ihren Job zu verlieren,denn ehemals Angestellt die aus irgendwelchen Gründen weg sind oder in Rente gingen sind nicht durch neue Angestellte ersetzt worden,sondern durch Euro Jobber oder durch diverse "Entgeldvarianten".

Auch wei ich schon anderswo schrieb ist es einfach ne tatsache würde man euro udn Maßnahme Leutz alle raus ziehen könnten die ihren Laden dicht machen weil sie nicht mal mehr in de lage währen aufkommende Arbeit noch zu schaffen.

Wie auch immer erzählen kann ich vieles für mich ist klar das Städtische sowie diverse Karitative und Soziale einrichtungen ,sie diese Modelle ganz gehörig zu nutze machen,es stinkt zum Himmel aber alle machen mit.

Viele denken sie würden sich durch ihren fleiß irgendwann mal nen Arbeitsvertrag verdienen,doch das ist alles nur ein schöner Traum der sich nur nie erfüllen wird, den heute noch als Entgeldvariante da kann es sein das man sobald diese zu ende ist als nächstes als Euro Jobber dort ist,einige denen es so erging sind auch dort und das teils schon über 2-4 jahre.

Und was mich an dem ganzen gerade so richtig anekelt ist diese verarsche Euro Jobber vs. Entgeldvarianten und damit meine ich nicht die 16e Entgelkiste,sondern es gibt da schon eine andere.

Denn egal ob Euro Jobber oder Entgeldkiste,wenn man genau hin schaut bleibt das Geld nämlich fast gleich egal was man von beidem macht.


gruss
 
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