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Studie: Hartz-IV-Empfänger haben mehr Geld als Geringverdiener

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ladydi12

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#2
Hallo Phinas,

das ist sicher mal wieder ein Fake oder eine steilvorlage, um das am 09.02.10 erwartete Urteil über die Verfassungswidrigkeit und die Regelsatzhöhen des Bundesverfassungsgericht entsprechend zu "beeinflussen" und zu manipulieren damit die Regelsätze bloß nicht erhöht werden.

meint ladydi12
 

Catsy

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#3
Na, wie wär's denn mit einer "Vermögenssteuer" auf den Regelsatz?

Nachdem wir ja alle im Geld nur so schwimmen, unsere Kinder ja sowieso kaum etwas brauchen (sollen sich gefälligst an dem ausgerechneten "Bedarf" orientieren!:icon_dampf:), die Wohnungen ja überall so preiswert zu bekommen sind, kein H4-Empfänger unter den Preiserhöhungen von Stromversorgern etc. zu leiden hat (nach Frau Merkel bekommen wir ja Strom auch bezahlt *würg*)

wäre es doch nur logisch, wenn wir endlich auch mal eine "Vermögens- oder Reichensteuer" zahlen würden!
 

Merkur

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#4
Beispiel als Reinigungskraft. In diesem Fall wäre kein Abstand zwischen Lohn und Arbeitslosengeld mehr gegeben.
Glatte Lüge ,denn die haben Mindestlohn.
Sie sollten lieber ihre bekloppten Maßnahmen einsparen.
Die Bundesarbeitsagentur steckt große Geldsummen in Weiterbildungsmaßnahmen. So lernen Arbeitslose z.B. den Umgang mit dem Besen. Doch was bringt einem 63-jährigen Ingenieur eine Umschulung zum Lagerarbeiter?
Weiterbildung für die Statistik | MDR.DE
 
E

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Gast
#5
4.5 Kürzung des Regelsatzes
Es ist unmittelbar klar, dass die Lohnabstände größer würden, wenn der Regelsatz verringert würde.
Bei einer ausreichend großen Reduktion würde der Lohnabstand in allen Fällen unkritisch in dem in dieser Studie definierten Sinne. Eine Regelsatzkürzung wird aber politisch offenbar nicht gewollt. Sie
wäre zudem für sich genommen unter Umständen nicht mit dem Grundgesetz vereinbar.29 Möglicherweise wird das Bundesverfassungsgericht am 9. Februar 2010 sogar verkünden, dass die geltenden Regelsätze – jedenfalls für einzelne Personengruppen – zu niedrig sind.
Es gibt allerdings Vorschläge, eine Kürzung des Regelsatzes mit anderen Maßnahmen zu verbinden und so verfassungskonform zu machen. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen
Entwicklung (2006) und das ifo Institut (Sinn et al. 2006) haben entsprechende Vorschläge gemacht. Sie schlagen – bei Unterschieden im Detail – vor, die Hinzuverdienstmöglichkeiten zu verbessern. Personen, die trotz verstärkter Anreize keinen Arbeitsplatz finden, sollen durch Tätigkeiten auf dem zweiten Arbeitsmarkt ihre Unterstützung in Höhe des bisherigen ALG II sichern können (Sachverständigenrat 2006: 4). Das Existenzminimum für jene, die einen Arbeitsplatz im privaten Sektor nicht finden, wird durch ein Beschäftigungsangebot der Kommunen gesichert; ein „Weiterverbleib der kommunal Beschäftigten unter Einschaltung privater Zeitarbeitsfirmen“ (Sinn et al. 2006: 8) ist zulässig.
http://www.ifw-kiel.de/medien/wirtschaftspolitik/politikberatung/veroffentlichungen/hartziv-2010

na, dann freut Euch mal alle.
 

Hungrig

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#6
Diese "News" spiegeln leider den gewollten Volkszorn, der gegen jeden Elo ist. Wir werden nicht vom Volk repräsentiert und wer denkt, das wir das Volk sind, der irrt, dafür gibt es noch "zu wenige" wie uns.

Das Volk hat gewählt, wie es einst schon andere "tolle Sachen" in Deutschland wählte und irgendwann wird es vielleicht einsichtig, wenn jeder zweite oder mehr unter von Hilfe abhängig ist, doch dann: "Hat man halt nicht gewußt, wie schlimm es doch ist..."

Wenn ein paar mehr verhungert sind...

...wird es hoffentlich wieder heißen:..."Das deutsche Volk fängt an, die furchtbaren Verbrechen zu büßen, die unter der Leitung derer, welche es zur Zeit ihrer Erfolge offen gebilligt hat, begangen wurden..."
 

Feind=Bild

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#7
Stärkere Anreize für Beschäftigung schaffen

Die Autoren der Studie stellen gleichzeitig Möglichkeiten vor, mit denen der Lohnabstand erhöht und Anreize zur Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung geschaffen werden könnten. "Eine Erhöhung des Kindergelds, der Ausbau einer erschwinglichen Kinderbetreuung sowie die Förderung der Qualifikation und Mobilität von Arbeistlosengeld-II-Beziehern" sind demzufolge sinnvolle Ansätze.
Bin kein Experte des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, aber wäre nicht auch mehr Lohn ein Anreiz? :icon_confused:
 
E

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#8
Wer meckern will, findet immer was.

Der Artikel ist äußerst objektiv geschrieben. in der genannten repräsentativen Umfrage sagen immerhin 61 Prozent, dass der Regelsatz zu niedrig ist. Für nur vier Prozent der Befragten ist er zu hoch.
Kritisiert wird nicht der zu hohe Hartz IV Satz, sondern der geringe Lohn.
 
E

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#9
Wer meckern will, findet immer was.

Der Artikel ist äußerst objektiv geschrieben. in der genannten repräsentativen Umfrage sagen immerhin 61 Prozent, dass der Regelsatz zu niedrig ist. Für nur vier Prozent der Befragten ist er zu hoch.
Kritisiert wird nicht der zu hohe Hartz IV Satz, sondern der geringe Lohn.
Weil die nicht alles von dieser Studie erzählt haben.
 

Hungrig

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#10
Bin kein Experte des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, aber wäre nicht auch mehr Lohn ein Anreiz? :icon_confused:
Als wenn das der Motivationsmechanismus Deutscher Industrie und Politikerfreunde wäre... da schickt man lieber seine Funktionäre los und dreht an den Daumenschrauben (niedrigere Sozialausgaben), kann dann auch noch die Löhne nochmals kürzen, um die Gewinne zu erhöhen und lacht sich beim ProSeco über die Idis eins. Dem Arbeiter oder dem der zuerst nicht für 1,50€ arbeiten wollte, sagt man dann:"Friss... oder stirb!:biggrin: - gibt genug von euch!"

So funktioniert es doch, nicht umsonst steigen bei uns nicht die Löhne, sondern sinken noch im Gegensatz zu allen umliegenden Ländern.
 

Feind=Bild

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#11
Wer meckern will, findet immer was.

Der Artikel ist äußerst objektiv geschrieben. in der genannten repräsentativen Umfrage sagen immerhin 61 Prozent, dass der Regelsatz zu niedrig ist. Für nur vier Prozent der Befragten ist er zu hoch.
Kritisiert wird nicht der zu hohe Hartz IV Satz, sondern der geringe Lohn.
Aber allein die Formulierung machts schon!
Wenn da stünde: "Geringverdiener haben weniger als H4ler" dann wäre die Aussage zwar die Gleiche, aber das Thema wären dann die armen Geringverdienst-aber-dennoch-Arbeiter. So sinds aber (mal wieder) die bösen Sozial-Schmarotzer!
 
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#12
Ich glaube kaum, dass sich die Richter des BVerfG von solchen Kampagnen beeinflussen lassen, die eher dazu geeignet sind das
Gegenteil zu bewirken. Mir ginge es, wäre ich Richter, so, und würde es als versuchte Einflußnahme auf das Gericht werten. Oft genug schon wurden die Regierungen vom BVerfG abgewatscht.
 

Philas

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#13
Aber allein die Formulierung machts schon!
Wenn da stünde: "Geringverdiener haben weniger als H4ler" dann wäre die Aussage zwar die Gleiche, aber das Thema wären dann die armen Geringverdienst-aber-dennoch-Arbeiter. So sinds aber (mal wieder) die bösen Sozial-Schmarotzer!
Ganz genau! Selbst wenn der Artikel ansonsten einigermaßen objektiv geschrieben ist, der Inhalt der Überschrift sagt genau das Gegenteil. Und das bleibt hängen!

Wieviele überfliegen eine Zeitung nur und lesen nur die Überschriften. Das ist kein objektiver Artikel, sondern Meinungsmache! Bei der Hetze, die hier in Deutschland stattfindet, geht es glaube ich weniger um das Urteil wegen des Hartz-IV Satzes, sondern darum, in der breiten Masse eine Zustimmung für die geplanten Verschärfungen von Schwarz-Gelb zu sichern.
 
E

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#14
Ihr scheint es immer noch nicht kapieren zu wollen.

Egal wie der Artikel geschrieben wurde, er bezieht sich auf diese Studie und Ihr hängt Euch an die Abstimmung, die nur zur Ablenkung erwähnt wurde.

Abstimmungen können sich von Heute auf Morgen genau ins Gegenteil ändern, die Studie bleibt und kann die zukünftigen "Umfragen" und "Abstimmungen" jederzeit beeinflussen.

Spezialisten.....
 
E

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#15
Abstimmungen können sich von Heute auf Morgen genau ins Gegenteil ändern, die Studie bleibt und kann die zukünftigen "Umfragen" und "Abstimmungen" jederzeit beeinflussen.
Völlig richtig. Abstimmungen sind totaler Quatsch. Die Steigerung sind noch "Online-Abstimmungen". Die einzigen Abstimmungen die zählen, sind die an der Wahlurne. Wer da nicht teilnimmt, dem kann man halt nicht helfen.
 
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#16
Ich darf keine Zeitung mehr lesen,
Den Stern kann man auch nicht mehr lesen. Wer nicht richtig rechnen kann ist nicht lesenswert.

(nach Frau Merkel bekommen wir ja Strom auch bezahlt *würg*)
Nicht nur Merkel sagt das, der Stern schreibt es auch.

Das Existenzminimum für jene, die einen Arbeitsplatz im privaten Sektor nicht finden
Also hat nur jemand eine Existenzberechtigung, wenn er sich als Sklave verdingt. Na danke, da verzichte ich doch gern auf meine Existenz.

Bin kein Experte des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, aber wäre nicht auch mehr Lohn ein Anreiz?
Ein Anreiz nicht, sondern ein Muß.

... objektiv geschrieben...
Objektiv geschrieben heisst in meinen Augen, dass grundsätzliche Dinge die zum Thema beitragen nicht verschwiegen werden.
 

lichtblick

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#17
Leider bin ich seit längerem krank und beziehe Krankengeld von der Krankenkasse...da dies zum Leben nicht ausreicht musste ich nebenher Hilfe zum Lebensunterhalt für meine Kinder und mich beantragen...jeder der behauptet man kann gut von diesem Geld leben müssete es glatt selber mal ausprobieren...ich jedenfalls bin froh wenn ich wieder normalen Lohn bekomme ( der zwar auch nicht riesig ist ) und wieder einigermaßen normal leben kann...ich kann nur jedem meine Bweunderung aussprechen der von so wenig Geld den Alltag meistern kann...
 
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#18
Leider bin ich seit längerem krank und beziehe Krankengeld von der Krankenkasse...da dies zum Leben nicht ausreicht musste ich nebenher Hilfe zum Lebensunterhalt für meine Kinder und mich beantragen...jeder der behauptet man kann gut von diesem Geld leben müssete es glatt selber mal ausprobieren...ich jedenfalls bin froh wenn ich wieder normalen Lohn bekomme ( der zwar auch nicht riesig ist ) und wieder einigermaßen normal leben kann...ich kann nur jedem meine Bweunderung aussprechen der von so wenig Geld den Alltag meistern kann...
danke :icon_smile:

und ich setze mich, auch wenn ich zur Zeit nichts davon habe, dafür mit meinen Kräften ein, das Du und die anderen Beschäftigten wieder so viel verdienen, das sie sich mehr leisten können als auch nur das Notwendigste zum Leben und nicht mehr mit Hartz IV Aufstocken müssen.
 

Philas

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#20
danke :icon_smile:

und ich setze mich, auch wenn ich zur Zeit nichts davon habe, dafür mit meinen Kräften ein, das Du und die anderen Beschäftigten wieder so viel verdienen, das sie sich mehr leisten können als auch nur das Notwendigste zum Leben und nicht mehr mit Hartz IV Aufstocken müssen.
:icon_daumen: Zusammenhalt ist das Wichtigste!
 

michel73

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#21
Hartz-IV-Empfänger haben mehr Geld als Geringverdiener

Zitat T-Online:

Zu diesem Ergebnis kommen Forscher des Kieler Institut für Weltwirtschaft

Eine Lösung sehen die Autoren in der Erhöhung staatlicher Leistungen für Berufstätige,aber auch in der Kürzung der Hartz-IV-Regelsätze.

1000 Personen für Umfrage befragt

Anlass der Umfrage war das mit Spannung erwartete Grundsatzurteil des Bundesverfassungsgerichts, das demnächst über die Höhe der Hartz-IV-Sätze entscheidet. Für die Studie befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa vom 5. bis 7. Januar 1000 Personen.

Klassenfahrt gehört zum Existenzminimum

Die Umfrage liefert auch Einschätzungen der Befragten, was zum Existenzminimum dazugehört und durch den Regelsatz abgedeckt werden sollte. Dazu zählt etwa eine Klassenreise für Schulkinder; 90 Prozent sprachen sich laut Umfrage dafür aus. 74 Prozent nannten Sportausrüstung und Vereinsbeiträge für die Kinder. An dritter Stelle liegt mit 70 Prozent ein monatlicher Familienbesuch in Kino, Zoo oder Museum. Ein Fahrrad für jedes Kind sollte nach Meinung von 68 Prozent der Befragten im Regelsatz enthalten sein. Für 55 Prozent gehört auch die Tageszeitung zum Existenzminimum.

Wird ja immer besser und T-Online ist jetzt auch schon auf Blöd Niveau ?
 
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#22
Hartz-IV-Empfänger haben mehr Geld als Geringverdiener

Zitat T-Online:

Zu diesem Ergebnis kommen Forscher des Kieler Institut für Weltwirtschaft

Eine Lösung sehen die Autoren in der Erhöhung staatlicher Leistungen für Berufstätige,aber auch in der Kürzung der Hartz-IV-Regelsätze.

1000 Personen für Umfrage befragt

Anlass der Umfrage war das mit Spannung erwartete Grundsatzurteil des Bundesverfassungsgerichts, das demnächst über die Höhe der Hartz-IV-Sätze entscheidet. Für die Studie befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa vom 5. bis 7. Januar 1000 Personen.

Klassenfahrt gehört zum Existenzminimum

Die Umfrage liefert auch Einschätzungen der Befragten, was zum Existenzminimum dazugehört und durch den Regelsatz abgedeckt werden sollte. Dazu zählt etwa eine Klassenreise für Schulkinder; 90 Prozent sprachen sich laut Umfrage dafür aus. 74 Prozent nannten Sportausrüstung und Vereinsbeiträge für die Kinder. An dritter Stelle liegt mit 70 Prozent ein monatlicher Familienbesuch in Kino, Zoo oder Museum. Ein Fahrrad für jedes Kind sollte nach Meinung von 68 Prozent der Befragten im Regelsatz enthalten sein. Für 55 Prozent gehört auch die Tageszeitung zum Existenzminimum.

Wird ja immer besser und T-Online ist jetzt auch schon auf Blöd Niveau ?

lies mal #5, das wollen die damit erreichen. Das ist eine groß geplante Aktion zur Volksverdummung mit Koch, Sinn, der aus S. H. und diversen anderen Instituten.
 
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#24
Ehm ja. Üble Gedankenmanipulation kurz vor dem Urteil. Nicht mehr.

Unter den hundert waren sicherlich keine richtigen ALG 2 Empfänger.
 
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#25
Warum organisieren sich Arbeitslose heute nicht mehr? Warum geht niemand mehr so wie früher nachts Plakate kleben? Warum läuft man heute nicht mehr für sein würdevolles Dasein auf die Straße? Warum verbinden sich die einzelnen Gruppen nicht und treten gemeinsam an die Öffentlichkeit?

Solange man hier zersplittert vor sich hindümpelt, werden die Nationalchristokraten vernichtend tätig sein.
 
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#26
Warum organisieren sich Arbeitslose heute nicht mehr?
Weil sie sich lieber selbst zerfleischen.

Warum geht niemand mehr so wie früher nachts Plakate kleben?
Heute wird nicht mehr geklebt sondern mit Kreide gemalt.

Warum läuft man heute nicht mehr für sein würdevolles Dasein auf die Straße?
Weil viele heute Angst haben.

Warum verbinden sich die einzelnen Gruppen nicht und treten gemeinsam an die Öffentlichkeit?
Weil jede Gruppe meint sie würde es besser machen.

Solange man hier zersplittert vor sich hindümpelt, werden die Nationalchristokraten vernichtend tätig sein.
So schauts aus.
 

michel73

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#27
http://www.ifw-kiel.de/medien/wirtschaftspolitik/politikberatung/veroffentlichungen/hartziv-2010

Seite 32 ist Interessant

Es zeigt sich, dass nicht jedes Instrument zur Erhöhung des Lohnabstandes geeignet ist:
Eine Kürzung der Regelsätze stünde wohl im Widerspruch zur grundgesetzlichen Garantie des
Existenzminimums. Sie erscheint nur dann machbar, wenn gleichzeitig die Möglichkeit eröffnet wird,
über Arbeitsleistungen den Kürzungsbetrag zurückzuerhalten. Dabei ist allerdings zu bedenken, dass
Arbeitsgelegenheiten, die der Staat dann anzubieten oder zu vermitteln hätte, zusätzlich und marktfern
sein müssten, um nicht reguläre Arbeitsplätze zu gefährden. Dies wiederum erschwert den Weg zum
ersten Arbeitsmarkt.


Mindestlöhne könnten zwar den Lohnabstand erhöhen, doch droht hier ein „Bumerang“-Effekt. Insbesondere
können Arbeitsplätze für Geringverdiener verloren gehen, weil sie sich bei zu hohem Mindestlohn
für den Arbeitgeber nicht mehr rechnen.

Erfolgversprechend könnten hingegen folgende Instrumente sein:

Ein höheres Kindergeld schafft Arbeitsanreize für Haushalte mit Kindern, deren verfügbares
Nettoeinkommen steigen würde. Die Gleichbehandlung von Kindern wäre sichergestellt, und eine
diskriminierende Wirkung von Einkommensgrenzen mit entsprechenden Anreizverlusten wie beim
Kinderzuschlag würde vermieden. Allerdings wären die finanziellen Lasten erheblich. Hier wären
neue Prioritäten zu setzen, die mit Kürzungen an anderer Stelle einhergehen müssten.

Erwerbstätigkeit und Familie werden miteinander vereinbar gemacht. Eine Kinderbetreuung ermöglicht
den Alleinerziehenden und bisher nicht erwerbstätigen Ehepartnern die Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen
Beschäftigung. Die Betreuungskosten werden begrenzt, damit das verfügbare
Einkommen aus Erwerbstätigkeit auch nach Abzug der Kinderbetreuungskosten einen anreizkompatiblen
Abstand zu einer ALG II-Zahlung aufweist. Bund, Länder und Kommunen müssten allerdings
auch hier entsprechende Ausgabenprioritäten setzen.

Der Kreis der ALG II-Bezieher wird in die Lage versetzt, eine relativ zum ALG II-Bezug gut entlohnte
Beschäftigung aufzunehmen. Dies könnte über eine Förderung der Qualifikation sowie über
eine Erhöhung der beruflichen und regionalen Mobilität erfolgen. Entsprechende Reformvorschläge,
wie etwa die Einführung von Einstellungsgutscheinen, könnten von der Politik aufgegriffen und
implementiert werden.

Nicht nur die Anreize für die Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung könnten
gestärkt werden. Um die notwendige Kooperationsbereitschaft sicherzustellen und Leistungsmissbrauch
zu vermeiden, bedarf es eines adäquaten Sanktionsinstrumentariums. Die vorhandenen Sanktionen
erscheinen ausreichend, jedoch sollten sie auch durchgesetzt werden.

Zudem würde es die Bereitschaft zur Aufnahme einer relativ gering bezahlten Tätigkeit mit einem
nur geringen Lohnabstand fördern, wenn der Blick der Arbeitslosen auf eine mittelfristige Perspektive
gestärkt würde. Denn ein unattraktiv erscheinender Lohnabstand bei Aufnahme einer Beschäftigung
muss nicht von Dauer sein.
Mit zunehmender Beschäftigungszeit findet ein Aufstieg in der Lohnhierarchie
statt, der zu einem angemessenen Lohnabstand führen kann. Dieser Prozess kann innerhalb
eines Unternehmens oder durch einen Arbeitsplatzwechsel stattfinden. Diese Option auf eine
berufliche Weiterentwicklung lässt Arbeit lohnender erscheinen.
Die hier diskutierten politischen Handlungsoptionen sollten nicht als Substitute, sondern als Teile
eines Gesamtkonzepts begriffen werden, das bessere Rahmenbedingungen zur Integration von
ALG II-Beziehern in den ersten Arbeitsmarkt schaffen soll. Sie ergänzen einander und wirken gemeinsam
auf einen Ausstieg aus dem ALG II-Bezug, was der ursprünglichen Zielsetzung des
Hartz IV-Konzepts entspricht. Die Rendite einer solchen Politik würde in einer auf Dauer geringeren
Inanspruchnahme der Grundsicherung und anderer Transferleistungen bestehen. Darüber hinaus gilt
es, durch eine wachstumsorientierte Wirtschaftspolitik die Voraussetzungen für eine positive Entwicklung
der Nettolöhne zu schaffen. Auch auf diese Weise stiege der Abstand zwischen Löhnen und
ALG II-Zahlungen, die Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung gewänne an
Attraktivität.
 
E

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#28
Sie erscheint nur dann machbar, wenn gleichzeitig die Möglichkeit eröffnet wird, über Arbeitsleistungen den Kürzungsbetrag zurückzuerhalten.
Workfare eben, was gerade Koch und die IZA seit 2003 haben wollen.

Werden sie auch durch bekommen, da keinerlei richtige Gegenwehr.
 

michel73

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#29
Sie erscheint nur dann machbar, wenn gleichzeitig die Möglichkeit eröffnet wird, über Arbeitsleistungen den Kürzungsbetrag zurückzuerhalten.
Dabei ist allerdings zu bedenken, dass
Arbeitsgelegenheiten, die der Staat dann anzubieten oder zu vermitteln hätte, zusätzlich und marktfern
sein müssten, um nicht reguläre Arbeitsplätze zu gefährden. Dies wiederum erschwert den Weg zum
ersten Arbeitsmarkt.


Damit sagen die doch das es keinen Sinn macht, weil es ja in den 1 Arbeitsmarkt gehen soll ?

Erfolgversprechend könnten hingegen folgende Instrumente sein etc etc.
 
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#30
Dabei ist allerdings zu bedenken, dass
Arbeitsgelegenheiten, die der Staat dann anzubieten oder zu vermitteln hätte, zusätzlich und marktfern
sein müssten, um nicht reguläre Arbeitsplätze zu gefährden. Dies wiederum erschwert den Weg zum
ersten Arbeitsmarkt.


Damit sagen die doch das es keinen Sinn macht, weil es ja in den 1 Arbeitsmarkt gehen soll ?

Erfolgversprechend könnten hingegen folgende Instrumente sein etc etc.
Viele AGHs sind doch jetzt schon nicht mehr zusätzlich, denn es werden Ein-Euro-Jobber auch wegen den knappen Kassen der Kommunen eingesetzt, was jetzt gerade Koch verstärken will.

Wenn jeder einen Ein-Euro-Jobber haben kann, nur weil er kein Geld mehr hat, was ist daran dann noch zusätzlich?
 

michel73

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#31
Wenn jeder einen Ein-Euro-Jobber haben kann, nur weil er kein Geld mehr hat, was ist daran dann noch zusätzlich?
Da hast du allerdings Recht
 
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