Studie der Hochschule Koblenz Einstieg in Festanstellung ist selten (1 Betrachter)

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wolliohne

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BONN/REMAGEN. Ein-Euro-Jobber finden nur selten im Anschluss einen regulären Arbeitsplatz, trotzdem sind viele mit ihrer Tätigkeit zufrieden. Das ist das Fazit einer am Freitag in Remagen vorgestellten Studie der Hochschule Koblenz (Rhein Ahr Campus) in Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirche und Wohlfahrtsverbänden. mehr...

und hier:


Campus Remagen

Bischof und Präses stellen Studie zur Langzeitarbeitslosigkeit vor

REMAGEN. "Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen dürfen nicht allein ein Instrument der Integration in den ersten Arbeitsmarkt sein, sondern müssen auch ein Instrument der Teilhabe sein." Das sagte der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, bei der Vorstellung der Studie "Endstation Arbeitsgelegenheit!? Teilhabeperspektiven in Ein-Euro-Jobs - Die Sicht der Betroffenen" in Trier. mehr...
 

XxMikexX

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Klar, Geld braucht keiner, dabei sein ist alles.:icon_razz:

Es wäre schön wenn diese "Erkenntnisse" mal auf den Bereich Kirche übertragen werden.

Streichung aller Vergünstigungen, Steuerpflicht, keine staatlichen Zahlungen mehr an die Kirche!
Keine Eintreibung von Geldern mehr. (Kirchensteuer)

Praktiken die noch aus Napoleons Zeiten zurückgehen, gehöhren endgültig abgeschafft!


Mal sehen wie man dann solchen "Studien" gegenübersteht.
 
E

ExitUser0090

Gast
Das hätte ich denen auch so sagen können.

"Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen dürfen nicht allein ein Instrument der Integration in den ersten Arbeitsmarkt sein, sondern müssen auch ein Instrument der Teilhabe sein."
Teilhabe an was? Werden EEJ jetzt schon als Teilhabe betrachtet?

Die Studie habe in Interviews mit 45 Personen die individuellen Erwerbsverläufe betrachtet.
Doch so viele Personen? Muss ja eine Wahsinnsstudie sein.
 

BEA51

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Warum sollten sie auch festanstellen – sie werden ja reichlich
gepampert von Stadt und Land, nachfolgend ein Auszug meiner persönlichen Erfahrungen...(Vorsicht lang)

Ich sitze jetzt im 6. Jahr(!!!) im Vorzimmer einer gemeinnützigen Schuldnerberatung bestehend aus meiner Wenigkeit und dem Schuldnerberater. Wir sind Bestandteil einer gGmbH mit Kronenkreuz im Briefbogen – wenn man nach SB in HN googelt
ist es gleich der erste Eintrag und hört mit ...gilde auf. Gut ein Drittel aller amtlichen PIvenzverfahren werden von uns initiiert, dazu noch außergerichtliche Einigungen sowie Mietschuldnerberatung.

Zu meiner Person w, Ü 50 aktuell 57, GdB 70 unbefristet, umgeschulte Bürokauffrau mit IHK-Abschluss und Berufserfahrung in Zeitarbeit

Meine „Förderungen“:
06/2006 bis 06/2007 als 1 Euro bis 1 Euri fuffzich mit ca 30 Std. wöchentlich
allg. Verwaltung
07/2007 bis 12/2008 als 1 Euro bis 1 Euri fuffzich mit ca 30 Std. wöchentlich (SB)
01/2009 bis 12/2010 nach §16 a bis nochwas als BEZ (berufl. Eingliederungs-
zuschuss) ca. 40 Std. 1365 brutto, 75 % gefördert (SB)
01/2011 bis 06/2012 ehrenamtlich per 1 Euro 30 bis 40 Std.– angeblich wurde keine
Förderung angeboten, dem war nicht so, es wurden Zuschüsse
mit 50 % für Schwerbehinderte und Übernahmeverpflichtung
angeboten und von gGmbH abgelehnt weil zuwenig (SB)
08/2012 bis 07/2013 nach §16 a bis nochwas als FAV (berufl. Eingliederungs-
zuschuss) ca. 39 Std. 1310 brutto, 75 % gefördert (SB)

Und bevor man mich jetzt anmotzt warum ich bisher nix dagegen unternahm –
Ich stand bis ab Ende 2005 bis Frühsommer 2010 unter gesetzlicher Betreuung in allen Bereichen.
Das hat mir ein suizidaler Aussetzer und die „umfassende“ Betreuung der Landkreisbehörden beschert aber das ist eine andere Geschichte.

Meine erste rechtliche Beratung in 2011 ergab keine Angriffspunkte, ich hätte lt. dem RA Ludwig Z. Berlin gegen das Jobcenter vorgehen müssen, das mach mal in einer 120.000 Einwohner-Stadt, wo alle Verwaltungen – höflich ausgedrückt – doch stark miteinander verwoben sind und mit der Gewissheit, irgendwann doch wieder als ALG II- oder GruSi-Bezieher davon abhängig zu sein.

Eine lokale RAin fand keinen Angriffspunkt bei „gemeinnützig“ weil SB-Abrechnung bei Stadt HN und Regierungspräsidium TÜ, zu „zusätzlich“ hat sie sich nicht geäußert
(Hinweis: lt. diakonischen Begriffen sitze ich auf einem sogenannten“ Regie-arbeitsplatz“), überprüfte meine Unterlagen jedoch auf Befristungsfehler.

Zu BEZ noch kein beweisbarerTreffer aber nachweislich mit Beginn der FAV und so werde ich spätestens August einen Entfristungsantrag beim hiesigen Arbeitsgericht stellen!!!
Dies mit einem flauen Gefühl im Magen, ich könnt auch sagen, mir geht der A.... auf Grundeis, weil noch viele Fragen offen sind

[FONT=&quot]- [/FONT]werde ich überhaupt gewinnen können
[FONT=&quot]- [/FONT]selbst einreichen oder mit RAin per Prozesskostenhilfe, ich Null Reserven
[FONT=&quot]- [/FONT]steht mir, wenn positiver Verlauf ein Arbeitsvertrag mit jetziger Integrations-Tochter oder ein AV mit gGmbH zu, wurde immer „intern verliehen“ an SB und befürchte ein bevorstehende Auflösen mancher gGmbH-Töchter
[FONT=&quot]- [/FONT]welche Eingruppierung und wielange rückwärts gerichtet – ich gogle mir die Finger wund nach AVR A.....gilde und Diak. Werk aus 2008 und finde nix - *mal auffordernd in die Runde schau“, das Teil krieg ich nicht bei, nur Einsicht

Langziel: Wenn die Mobberei, mit der realistisch zu rechnen ist, zu arg wird, werde ich wohl aus gesundheitlichen Gründen den erwerbsmindernden Rentenweg beschreiten müssen.

Mittlerweile wird das pampern reduziert, aktuelles Beispiel: Von 120 Plätzen AGH-Landkreis werden 80 ab 31.Juli nicht mehr genehmigt!

So, das reicht erst mal. Zu meinen gewonnenen Einsichten und Ansichten anbei im nächsten Fenster ein Text aus Blog Ad Sinistram, der die Situation auf den Punkt bringt und mich dazu brachte, dass ich meine Person jetzt als Arbeitgeber sehe.

Gemischte Grüssle aus Südwest
BEA
 

BEA51

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Der Wert der Wertlosen

Was wäre dein Arzt ohne dich,
chronisch Kranker? – Ohne dich hätte er nur sporadische Kunden, nur seltene Gäste in seinen Räumen zu begrüßen; ohne dich wäre sein Gehalt wenig gehaltvoll; wäre seine ökonomische Existenz innerhalb des Gesundheitswesens kränkelnd!
Und was wäre die Pharmaindustrie erst ohne dich? – Weil du bist, darf auch sie in diesem Umfang sein; weil du chronisch leidest, wird Bayer und Pfizer ein wohliges Dasein gesichert; weil dich der Schmerz täglich plagt, gibt es für diese Konzerne eine gesicherte Branchenzukunft!

Weißt du, wie wertvoll du bist,
pflegebedürftiger Behinderter? – Auch du sicherst den Speise- und Gabentisch derer, die sich deiner annehmen; auch bist du es, der Behörden, Ärzte, Pharmaunternehmen und viele weitere rotieren läßt; du bist ein Unkostenfaktor mit volkswirtschaftlichen Höchstwerten!

Und was schmarotzen sie sich an deiner reich,
Arbeitsloser? – Durch deine Existenz ernähren sich Sachbearbeiter, Fallmanager und Vermittler im Staatsdienste; private »In-Arbeit-Presser« füllen sich durch dich und anstatt deiner die Taschen; du sicherst denen, die dich gängeln und drücken den Lohn; wärst du nicht dort wo du bist, wären sie dort wo sie sich sicher sind, nie zu landen!

Hast auch du einen Nutzen,
verarmtes Kind aus der Unterschicht? – Sei dir sicher, du kleine Ballastexistenz, dein Dasein ist nützlich. Denke daran, wie du Heere von Sozialarbeitern, Psychologen und entrüsteten Journalisten fütterst; wie du deren Kindern geradezu die satte Wurst vor die Nase hältst; wie dein ärmliches Ausgelachtwerden das sorgenfreie Lächeln derer fördert, die an deinem In-der-Welt-sein gesättigt werden!

Wenig lieb, aber doch teuer bist du, nicht sterben wollender
Rentner. Bist du wenigstens vollends wertlos, läßt es sich wenigstens auf dich schimpfen und losgehen? – Aber was wäre das Pflegepersonal ohne dich; langweilen würden sie sich zwischen den rar gesäten Terminen bei Arbeits- und Sozialämtern; wenn du nicht gebrechlich geworden wärst, erbrächen sie sich an Nutzlosigkeit; überflüssig wären die Blutsauger, die sich an deiner Antiquiertheit laben - all jene, die dir gerädertes Essen liefern oder in einem sterilen Büro deine Rente verwalten; durch deine Greisenhaftigkeit wissen sich Familien und deren Kinder genährt – gelebte Generationengerechtigkeit!

Aber du,
obdachloser Penner, erlaubst uns doch sicherlich, dir keinen Wert einzuräumen? – Aber was wäre dann mit denen, die sich deiner annehmen und sich durch diese Annahme ihr Brot sichern; oder mit solchen, die deine wenigen Belange am Staat verwalten und bearbeiten; oder mit jenen, die dich in einen Bus packen und dich aus der Stadt herausfahren, wenn ein städtisch-öffentliches Ereignis ins Haus steht, bei dem die Stadt nicht durch herrschende Obdachlosigkeit diskreditiert werden will?

Ihr Wertlosen, was gebt ihr dieser Gesellschaft nur zu Essen! Arbeitgeber seid ihr, Lebensspender, verkannte Ernährer von Großfamilien! Durch euch wird geurlaubt, wird gekauft, wird ein wohliges Leben ermöglicht! Ihr seid der wahre Wert der Wertschöpfung, ohne euch sähen viele Mittagstische spärlicher, viele Kinderzimmer leerer, viele Geldbeutel windiger aus! Der Dank, den man euch dafür entgegenbringt, muß euch mit Stolz erfüllen...

entliehen by roberto j. de lapuente – Blog ad sinistram

Grüssle aus Südwest
BEA
 

JulieOcean

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Schon vor einigen Jahren hieß es immer, dass weniger als fünf Prozent aller Ein-Euro-Jobber im Anschluss an den "Job" eine feste Stelle finden. Und bei denen, die trotzdem was fanden war noch nicht mal sicher, ob die Ein-Euro-Arbeit darauf hingewirkt hat.

Also nichts Neues.

Interessant aber ,dass es jetzt noch mal aufgekocht wird. Vielleicht um ein wenig Stimmung zu machen und Ein-Euro-Arbeit zugunsten von Null-Euro-Arbeit abzulösen?

Ich vermute alles, nur nichts Gutes.
 

BEA51

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Hier in BaWü hecheln sie - AWO, Caritas, Diakonie & Co. - nach einem sogenannten dritten voll finanzierten Arbeitsmarkt der gerade "versuchsweise" als Gute-Arbeit-Programm startet oder auch Passiv-Aktiv-Transfer genannt wird:

(War in der Schwäbischen Zeitung)
Land finanziert Arbeitsplätze als Eingliederungshilfe

Das Land will sich verstärkt um Langzeitarbeitslose kümmern.

Stuttgart / dpa Die Job-Chancen für schwer vermittelbare Arbeitslose im Südwesten sollen durch ein neues Angebot des Landes steigen. Mit dem bundesweit einmaligen Programm „Passiv-Aktiv-Tausch“ will die baden-württembergische Sozialministerin Katrin Altpeter (SPD) den „Sorgenkindern“ den Einstiegs in den ersten Arbeitsmarkt erleichtern. Den Arbeitgebern wird die Anstellung eines Langzeitarbeitslosen schmackhaft gemacht, in dem der Staat zweieinhalb Jahre lang den Großteil des Gehalts zahlt.
Als Ziel nannte Altpeter in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa: „Diese Menschen sollen von ihrer Arbeit leben und gewisse Fähigkeiten wieder erlernen können, die sie für den ersten Arbeitsmarkt brauchen.“ Einsatzstellen könnten Beschäftigungsgesellschaften, Wohlfahrtsverbände und Kommunen, aber auch Unternehmen sein. „Bedingung ist, dass damit kein regulärer Arbeitsplatz verdrängt wird.“
Bei dem Programm erhält der Arbeitslose 1400 Euro brutto monatlich für eine Vollzeitstelle. Dieser Betrag setzt sich zusammen aus 400 Euro Eingliederungszuschuss der Bundesagentur für Arbeit, 350 Euro der Stadt- und Landkreise aus dem Topf für Unterkunft und Verpflegung für Hartz-IV-Empfänger und 150 Euro Arbeitgeberbeitrag. Das Land steuert 500 Euro bei. Nach der Förderung von zweieinhalb Jahren muss der Arbeitgeber den Mitarbeiter mindestens ein halbes Jahr weiter beschäftigen. Dabei wird ein Mindeststundenlohn von 8,50 Euro pro Stunde angesetzt.


Der „Passiv-Aktiv-Tausch“ soll erst als Modell eingeführt und drei Jahre lang wissenschaftlich begleitet werden, sagte Altpeter. „Wir wollen wissen, ob eine flächendeckende Einführung und eine Übernahme in Bundesrecht sinnvoll wäre.“ Am Ende könnte eine Bundesratsinitiative des Landes stehen. Am 10. Januar wird Altpeter das Konzept dem Kabinett vorstellen.
In Baden-Württemberg sind nach Angaben der Ministerin rund 70 000 Menschen seit mehr als einem Jahr arbeitslos, 27 000 Menschen befinden sich länger als zwei Jahre in dieser misslichen Lage. Von ihnen haben 7000 Vermittlungshemmnisse wie gesundheitliche oder psychische Belastungen. „Die meisten dieser Menschen wollen sich in den Arbeitsmarkt integrieren und nicht in der sozialen Hängematte ausruhen“, zeigte sich Altpeter überzeugt.
(Erschienen: 02.01.2012 07:20)

Aber Workfare-NullArbeit ist natürlich auch eine Option. Wir werden sehen, was unserer Uschi oder welchem Nachfolger auch immer dazu noch einfällt.

Grüssle aus Südwest
BEA
 

Vincet

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Klar, Geld braucht keiner, dabei sein ist alles.:icon_razz:

Es wäre schön wenn diese "Erkenntnisse" mal auf den Bereich Kirche übertragen werden.

Streichung aller Vergünstigungen, Steuerpflicht, keine staatlichen Zahlungen mehr an die Kirche!
Keine Eintreibung von Geldern mehr. (Kirchensteuer)

Praktiken die noch aus Napoleons Zeiten zurückgehen, gehöhren endgültig abgeschafft!


Mal sehen wie man dann solchen "Studien" gegenübersteht.
Ja, der Hass auf die Kirche ist riesengroß. Insbesondere hier in Deutschland. Aber ohne die Kirche hätte ich mein Abitur nicht nachmachen können. Die Kirche hat nämlich das BaföG komplett übernommen. Ich brauche das nicht zurückzahlen. Deswegen verzeihe mir, wenn ich mich nicht zu den Kirchenhassern dazu geselle.
Und ich bin auch wahrlich kein Befürworter von Ein-Euro-Jobs. Und ich würde auch nie und nimmer so einen Job annehmen. Aber mein Bruder hat eine Festanstellung nach seinem dortigen Ein-Euro-Job erhalten. Ich glaube aber, dass dies wohl nur zu den Ausnahmefällen gehört. Es ist möglich, aber die Quote wird wohl sehr gering sein.
 
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