Studie Arme zahlen die Energiewende

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wolliohne

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Energie
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Die Kosten für die Energiewende tragen vor allem Geringverdiener. Auch Singles und Alleinerziehende werden stärker belastet als Paare mit Kindern, wie eine Studie zeigt. Mehr...
 

Heidschnucke

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Was habt Ihr sonst erwartet!

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E

ExitUser

Gast
Wenn man das über den prozentualen Anteil am Einkommen berechnet, den jeder aufwenden muß, ist das logisch.

Die Energiewende wird über den Strompreis bezahlt. Mein Kühlschrank braucht nicht mehr Strom, weil ich gut verdiene (vielleicht sogar weniger, weil ich mir ein moderneres Gerät leisten kann), und auch nicht, weil ich Butter, Käse und Joghurt für zwei statt für eine Person kühle.

Mein Fernseher (übrigens noch ein alter Röhrenfernseher) fragt beim Stromverbrauch nicht, wieviel ich verdiene, und auch nicht danach, ob ein Single oder 'ne Großfamilie davor sitzt. Meine Lampen leuchten den Raum aus, egal ob nur ich drinsitze oder eine ganze Fußballmannschaft.


Ein Zwei-Personen-Haushalt mit einem Monatsnettoeinkommen von 1.800 € zahlt halt ungefähr das selbe an Strom wie einer mit ca. 3.300 € Nettoeinkommen. Klar, daß der prozentuale Anteil der Stromkosten vom Einkommen im ersten Haushalt höher ist. Deshalb zahlen trotzdem beide Haushalte gleich viel!

Aber: der besserverdienende Haushalt gönnt sich vielleicht noch einen Trockner, damit die Wäsche nicht ständig in der Wohnung hängt. Höherer Stromverbrauch. Oder hat den ein oder anderen sonstigen technischen Schnickschnack, wie elektrische Rolläden, einen Extrakühlschrank für den Wein usw. (ich hab' davon nur den Trockner). Erhöht den Stromverbrauch und damit die absoluten Kosten für Strom, und trotzdem zahlt dieser Haushalt dann prozentual weniger von seinem Einkommen für Strom als der stromsparende Haushalt mit weniger Einkommen.

Sorry, aber muß ich mich jetzt entschuldigen, daß ich einen (gutbezahlten und relativ sicheren) Arbeitsplatz habe und daher einen geringeren Anteil meines Einkommens für Strom und damit für die Energiewende zahle? Erst wenn ich auch absolut weniger zahlte, wäre das ungerecht.


Und kommt mir jetzt nicht damit, daß Geringverdiener sich keine stromsparenden Geräte leisten können. Ich kauf' mir auch nicht alle zwei Jahre einen neuen Kühlschrank, weil der weniger Strom verbraucht. Mein jetziger ist ca. 5 Jahre alt, der davor war 14 Jahre alt, und wäre ich nicht aus beruflichen Gründen umgezogen und hätte die Einbauküche übernommen, dann hätte ich vermutlich immer noch den inzwischen 18 Jahre alten Kühlschrank. Ich tausche nämlich erst aus, wenn ein Gerät kaputt ist.
 

roterhusar

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Als Merkel 2010 den Ausbau des Internets als Rettung für die Wirtschaft ausgab, wusste ich, bald wir das Internet für Erwerbslose unbezahlbar. Aber die Wirtschaft freute sich.
Dasselbe gilt für den Ausbau der Stromnetze. Sie sind so überflüssig wie jedes AKW, aber sie sollen unbedingt ausgebaut werden, damit der strompreis steigen kann.
 
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