Studie,Arbeitsmarkt"reformen" bringen nichts

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wolliohne

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Die Auftraggeber aus dem Wirtschaftsministerium hören das Ergebnis der Studie nicht gerne: Eine Liberalisierung des Gütermarkts bringt Wachstum, der Abbau von Arbeitnehmerrechten aber nicht.

Die Auswirkungen umfangreicher Strukturreformen auf die Konjunktur wurden bislang kaum systematisch untersucht. Die Forschungsinstitute Prognos, BAK Basel Economics und IAW Tübingen gingen nun in einer umfangreichen Studie diesem Aspekt von Reformen nach. Darüber hinaus wurde geprüft, ob geld- und fiskalpolitische Maßnahmen die Strukturreformen sinnvoll flankieren können. Das Ergebnis: Deregulierungen des Gütermarktes zeitigen nach einigen Jahren positive Ergebnisse in Form von Wachstum. Dagegen konnte nicht festgestellt werden, dass Veränderungen am Arbeitsmarkt- Reglement etwas verbesserten.
Die Studie wurde im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums erstellt. Dort scheint man über das Ergebnis aber nicht glücklich zu sein. Deshalb wurde die Präsentation der Ergebnisse den erstellenden Instituten überlassen.

Wir veröffentlichen eine
kurze Zusammenfassung.



https://fr-online.de/in_und_ausland/politik/dokumentation/?em_cnt=1250723&em_cnt_page=1
 

wolliohne

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UN schlagen Alarm,Prekäre Jobs weltweit im Trend

VON EVA ROTH

Draußen Fensterputzer mit Mini-Lohn, drinnen gut bezahlte Manager
+ Draußen Fensterputzer mit Mini-Lohn, drinnen gut bezahlte Manager (dpa)
Die Vereinten Nationen (UN) schlagen Alarm: Während die Weltwirtschaft wächst, nimmt die Job-Sicherheit ab. Innerhalb eines Jahrzehnts sei die globale Arbeitslosenquote von sechs auf 6,3 Prozent gestiegen. Gleichzeitig sei die Weltwirtschaft um 3,8 Prozent pro Jahr gewachsen, heißt es in dem Weltsozialbericht der UN.

Für die Menschen sei es schwieriger geworden, "anständige Arbeit" zu finden. Denn angesichts der Globalisierung hätten viele Regierungen die Arbeitsmärkte flexibilisiert, damit die Firmen wettbewerbsfähig bleiben oder werden. Für einen Großteil der Beschäftigten bedeute dies mehr soziale Unsicherheit. So sei weltweit ein Trend zu prekären Jobs, etwa befristeten Stellen, zu beobachten. Tarifverträge verlören an Bedeutung, stattdessen müssten die Menschen öfter ihre Arbeitsbedingungen individuell aushandeln. Dies führe zu einer Machtverschiebung zugunsten der Arbeitgeber.



https://fr-online.de/in_und_ausland/wirtschaft/aktuell/?em_cnt=1250797
 
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