Studie:Arbeitnehmer kommen aus Angst zur "Arbeit", wenn sie auch krank sind

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Steamhammer

Gast
Depression und Burnout: Arbeitnehmer verheimlichen Krankheit - SPIEGEL ONLINE

Ob Depression oder Burnout: Psychische Krankheiten sind laut einer neuen Studie der dritthäufigste Grund für Fehlzeiten im Job. Doch viele Betroffene kommen trotz des Leidens zur Arbeit - aus Angst.Jeder dritte Erkrankte glaubt der Umfrage zufolge außerdem, dass es im Job nur wenig Verständnis dafür geben würde, wenn ein Mitarbeiter wegen seelischer Probleme ausfällt. Viele versuchen deshalb, ihre Probleme zu verheimlichen.
Die verkommene deutsche Arbeitswelt verschlingt ihre Kinder...
Niemand, wirklich Niemand sollte auf das Befinden des Arbeitgebers Rücksicht nehmen, wenn sie oder er krank ist.

Solange Menschen dies aus Angst eben doch tun, bleibt die deutsche Arbeitswelt so, wie sie jetzt ist: Schlimmer als die Pest.
 

Pfirsich

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Ein wichtiger Lesetipp, danke.
Doch viele Betroffene kommen trotz des Leidens zur Arbeit - aus Angst.
Ich denke, wer Angst hat kann überhaupt nicht - qualitativ gut - arbeiten.

Das IST oder vielmehr: das WÄRE geradezu ein Kriterium für freiheitlich demokratische Arbeitsqualität: "Jeder hat das Recht, ohne Angst zu arbeiten."
 

Pfirsich

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Depressionen, Angststörungen und andere Seelenleiden sind laut dem DAK-Gesundheitsreport, in dessen Rahmen die Befragung stattfand, der dritthäufigste Grund für Fehlzeiten im Job.
Etwas zu kurz kommt der - meines Erachtens durchaus vorhandene - Umstand, dass es nicht zuletzt die Arbeitsbedingungen selbst sind, die krank machen!

Sicherlich gibt es seelische Krankheiten ganz ohne Ursache aus dem Beruf.

Die Quote der arbeitsplatzbedingten seelischen Leiden sollte man aber doch wohl nicht unterschlagen.

Ansonsten ist krank eben krank, ob organisch oder psychisch ist einerlei. Gesundheit geht immer vor. Das sollte auch einer noch sehr auf das Überleben im marktwirtschaftlichen Konkurrenzkampf (bzw. auf das "schnelle Geld") erpichten Firma einleuchten.
 
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Steamhammer

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Ein wichtiger Lesetipp, danke.


Ich denke, wer Angst hat kann überhaupt nicht - qualitativ gut - arbeiten.

Das IST oder vielmehr: das WÄRE geradezu ein Kriterium für freiheitlich demokratische Arbeitsqualität: "Jeder hat das Recht, ohne Angst zu arbeiten."
Eben. Das begreift das Arbeitgeberpack in seiner giergetriebenen Einfalt nicht. Die wssen aber nur zu genau, dass das "Job"center unbegrenzt "Nachschub" liefert.

Deutsche Arbeitgeber betrachten Menschen als austauschbare Dinge, daher gehen sie oft so schlimm mit ihnen um.
 

hartaber4

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Eben. Das begreift das Arbeitgeberpack in seiner giergetriebenen Einfalt nicht. Die wssen aber nur zu genau, dass das "Job"center unbegrenzt "Nachschub" liefert.

Deutsche Arbeitgeber betrachten Menschen als austauschbare Dinge, daher gehen sie oft so schlimm mit ihnen um.
Du weißt aber z.B. unter welchen Bedingungen deine Klamotten gefertigt wurden, die du trägst oder wie gut es den Arbeitern ging, die die Südfrüchte geerntet haben, die du isst ?

Nur mal so am Rande....
 
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ExitUser

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ich sag ja der deutsche ist dumm ^^

aus angst weiter zu schuften wenn man krank ist hehe sowas kann nur den deutschen in den sinn kommen ^^
 

Paolo_Pinkel

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Das BMAS würde sagen, dass die Arbeitnehmer sicherlich nur machen, weil sie sich mehr leisten wollen. Was ja auch "Sinn" macht. Immerhin ist D das geilsten Land der Welt, wir haben Aufschwung und fast Vollbeschäftigung:icon_pfeiff:
 

Hartzeola

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Ich denke, wer Angst hat kann überhaupt nicht - qualitativ gut - arbeiten.
Hier geht es um die Angst vor Verlust des Arbeitsplatzes.

Ist im Prinzip nicht neu und nicht nur in Deutschland so.

Ein Mensch, der krank ist, kann überhaupt nicht arbeiten. Ein leichtes Unwohlsein mindert bereits die Leistung.
 

hartaber4

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Hier geht es um die Angst vor Verlust des Arbeitsplatzes.

Ist im Prinzip nicht neu und nicht nur in Deutschland so.

Ein Mensch, der krank ist, kann überhaupt nicht arbeiten. Ein leichtes Unwohlsein mindert bereits die Leistung.
Das sahen Wehrmachtsärzte durchaus flexibel..... Kein Kopp unterm Arm..... und tschüß!
So behandeln "Ausbeuter" ihr Personal in DK:


Natürlich kommt es auch vor, dass ich um 20 Uhr ein Mandantengespräch führen muss, aber dafür gehe ich auch spätestens um 18 Uhr nach Hause.

Einmal saß ich nach 17 Uhr noch im Büro, mein Chef kam herein und sagte: 'Haben Sie noch ein Leben neben der Arbeit? Wollen Sie nicht lieber segeln gehen?'


aus

Karriere in Dänemark: "Wollen Sie nicht lieber segeln gehen?" - SPIEGEL ONLINE
 

hartaber4

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Das BMAS würde sagen, dass die Arbeitnehmer sicherlich nur machen, weil sie sich mehr leisten wollen. Was ja auch "Sinn" macht. Immerhin ist D das geilsten Land der Welt, wir haben Aufschwung und fast Vollbeschäftigung:icon_pfeiff:

Ja... voll geil.... wenn man dabei auch noch Aufstocken darf ( Leckerli zu den fetten Löhne!) Was für ein Paradies.... der Rest chillt in den Komfort-Hängematten der DRV und der Sozialämter.... oder beginnt seinen perfekt geebneten Bildungsweg in schweinegeilen Kindergärten........:icon_lol:

Deutschland..... innerlich habe ich schon lange gekündigt..... leider gibt es keine Abfindung.... und man muss sich die Fluchtkohle zusammensparen....
 

Hartzeola

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So behandeln "Ausbeuter" ihr Personal in DK:


Natürlich kommt es auch vor, dass ich um 20 Uhr ein Mandantengespräch führen muss, aber dafür gehe ich auch spätestens um 18 Uhr nach Hause.

Einmal saß ich nach 17 Uhr noch im Büro, mein Chef kam herein und sagte: 'Haben Sie noch ein Leben neben der Arbeit? Wollen Sie nicht lieber segeln gehen?'


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„Ich weiss nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll.“
Georg Christoph Lichtenberg
 

tiiflo

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Ich dumme Nuss bin zur Arbeit gegangen, nach 3 Wochen wurde ich krank.

Damals gerade als Zeitarbeiterin angefangen, mit Grippe/ Erkältung.

Da es gerade am Anfang des Arbeitsverhältnisses war, dachte ich, nö, geh da weiter hin, werde ja bald übernommen :icon_lol:. Ich dachte, na das geht schon wieder vorbei....

Tja, im Endeffekt war ich dann doch krank und hat sich länger hingezogen. Daraus gelernt: mach ich nie wieder. (hoffe ich jedenfalls, jedenfalls nehme ich mir das vor...)
 

ShowCenterFulda

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Deutschland..... innerlich habe ich schon lange gekündigt..... leider gibt es keine Abfindung.... und man muss sich die Fluchtkohle zusammensparen....
:danke:

Freunde und Verwandte von mir sind bereits im Ausland. Daher weiß ich, dass es nicht ganz leicht wird, die Verfolgungsbetreuung deutscher Bürokratie loszuwerden. Das erste, was Deutschland einem hinterherschickt, ist die Steuernummer. Dafür ist kein Weg zu weit und man recherchiert bis zur abgelegensten Insel.

Am dreistesten ist jedoch die GEZ: Nach Wegzug eines Freundes hat man tatsächlich blitzsauber übersetzt die Behörden im Zielland ernsthaft darüber "informiert", dass sie doch darauf achten SOLLEN, dass derjenige seine Rundfunkgeräte anmelden MUSS. Der Befehlston aus Deutschland kam im Zielland schon recht schräg und als Angriff auf deren Souveränität rüber, zumal im betreffenden Fall das Zielland den Rundfunk sowieso ganz anders und automatisch über die Steuern regelt.
 
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Steamhammer

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ich sag ja der deutsche ist dumm ^^

aus angst weiter zu schuften wenn man krank ist hehe sowas kann nur den deutschen in den sinn kommen ^^
Der grösste Teil der Deutschen ist tumber Befehlsempfänger ohne jeden Background. Daher rührt unter anderem die Situation am "Arbeit"smarkt.

Daher geht man krank arbeiten, daher blecht man für die Finanzwelt, daher gilt das Motto "Arbeit über Familie" und daher bekommt man kaum Kinder.

Ich kenne sowas allerdings auch aus meinen Besuchen in Ostasien, in China und Vietnam. Es ist sogar wesentlich extremer mit dem "arbeiten gehen" unter Krankheit. Mein Gastgeber hatte eines tages 39,5 Fieber gemessen und ging trotzdem zu seinem Job als Dachdecker. Nicht mal heimlich wäre ihm der gedanke gekommen, zuhause zu bleiben. Seine Tochter, damals 9, heute 11, wurde gezwungen, zu einer Neujahrsaufführung in Hai Phong zu gehen, an der sie engagiert war. Hohes Fieber, bleiches gesicht, eine schwere Bronchitis.. Die Kleine ist gegangen und hat es durchgezogen...kein Wort der Klage irgendwie.Die Nachfrage meinerseits, wie man so etwas tuen könne, wurde lediglich mit einem nachsichtigen Lächeln und völligstem Unverständnis beantwortet.

Hier aber ist weniger reine Unterwürfigkeit die Ursache, sondern der konfuzianistische Glauben, der unbedingte Loyalität bis zum eigenen Untergang umfasst und Teil der sozialen Pflichten ist, die aus den 5 Tugenden abgeleitet wird.

Nein, richtig wird das ein Europäer nie verstehen.
Es fühlt sich genau so schlimm an, aber es lässt sich nicht mit der degenerierten Unterwürfigkeit hierzulande vergleichen.Es ist etwas anderes, aus der Religion entwickeltem Verhalten.
 

Clint

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Hier aber ist weniger reine Unterwürfigkeit die Ursache, sondern der konfuzianistische Glauben, der unbedingte Loyalität bis zum eigenen Untergang umfasst und Teil der sozialen Pflichten ist, die aus den 5 Tugenden abgeleitet wird.

Es ist etwas anderes, aus der Religion entwickeltem Verhalten.
Na dann lies Dir mal nen Kathechismus aus den 50 - 60ern durch. Dein Chef ist Dein Chef weil Gott das gewollt hat. Also tue was er sagt. Höre immer auf die Obrigkeit denn sie ist gottgegeben. Dieses Pamphlet hatte bis Ende der 60er den Segen im Bistum Essen (vom Bischof) und war als Schulbuch im kath. Rel. Unterricht zugelassen.

LG

Clint
 
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Steamhammer

Gast
Na dann lies Dir mal nen Kathechismus aus den 50 - 60ern durch. Dein Chef ist Dein Chef weil Gott das gewollt hat. Also tue was er sagt. Höre immer auf die Obrigkeit denn sie ist gottgegeben. Dieses Pamphlet hatte bis Ende der 60er den Segen im Bistum Essen (vom Bischof) und war als Schulbuch im kath. Rel. Unterricht zugelassen.

LG

Clint
..und noch heute gilt das inoffiziell.
 

hartaber4

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:danke:

Freunde und Verwandte von mir sind bereits im Ausland. Daher weiß ich, dass es nicht ganz leicht wird, die Verfolgungsbetreuung deutscher Bürokratie loszuwerden. Das erste, was Deutschland einem hinterherschickt, ist die Steuernummer. Dafür ist kein Weg zu weit und man recherchiert bis zur abgelegensten Insel.

Am dreistesten ist jedoch die GEZ: Nach Wegzug eines Freundes hat man tatsächlich blitzsauber übersetzt die Behörden im Zielland ernsthaft darüber "informiert", dass sie doch darauf achten SOLLEN, dass derjenige seine Rundfunkgeräte anmelden MUSS. Der Befehlston aus Deutschland kam im Zielland schon recht schräg und als Angriff auf deren Souveränität rüber, zumal im betreffenden Fall das Zielland den Rundfunk sowieso ganz anders und automatisch über die Steuern regelt.

Aufgrund meines Ziellandes mache ich mir da nicht so große Sorgen....Dänemark hat europarechtliche viele Sachen nicht ratifiziert..... (erst denken, dann unterschreiben!).....

Wäre wirklich gespannt, was die "GEZ" (heißt ja nun etwas anders) in Dänemark für Ansprüche gegen mich geltend machen will.....:icon_lol:
 

hartaber4

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Clint
Wenn das für dich rechtlich verbindlich ist..... bitte!
 
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