Studentin außerhalb - gehört sie noch zur Haushaltsgemeinschaft? (wegen KdU)

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Erolena

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Folgende Frage: Eine volljährige Tochter geht zum Studium nach außerhalb, vermutlich in Studentenwohnheim oder WG . Hauptwohnsitz soll gern bei mir bleiben. Sie wird Kindergeld, Unterhalt und bischen Bafög erhalten - ist noch nicht beantragt/berechnet. Das Zimmer meiner Tochter in meiner Wohnung steht dann sozusagen für Wochenendbesuche bereit.
Es geht um die Kosten der Unterkunft in meinem Haushalt. Fällt die Studentin ganz raus und die verbleibenden zwei Bewohner (Mutter und Sohn) teilen sich die Mietkosten? Die ARGE müßte in dem Fall zukünftig statt 1/3 der Wohnkosten 1/2 übernehmen, wenn die Tochter herauszurechnen wäre.
Wie geht das bei Euch in den Haushalten, die außerhalb Studierende haben?

Gehört der Studierende für die ARGE noch zum Haushalt? (wenn der Haupt- oder Nebenwohnsitz hier bleibt). Die ARGE hat bezüglich Student früher schon geäußert, ein Student U25 gehört weiterhin zur BG !, ist nur von der Leistung ausgeschlossen.
Gehört er zur Bedarfs- oder Haushaltsgemeinschaft oder nichts davon?
Ich frage das wegen der zukünftigen Angemessenheit der Wohnkosten. In unseren Angemessenheitskriterien ist festgelegt, für einen einzelnen ALG- II-Bezieher, der in einem Mehrpersonen-Haushalt (Haushaltsgemeinschaft, keine Bedarfsgemeinschaft) lebt, sind die KdU als angemessen anzusehen, die entstünden, wenn er allein leben würde (also ca. 310 Euro). Dagegen sind in einer 3er-BG für jeden 170 Euro angemessen (ca. gesamt 510 Euro), in einer 2er BG 205 pro Person (ca. gesamt 410 Euro).
 
E

ExitUser

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Ich würde mich bei der ARGE zu einem Beratungstermin anmelden und in dieser Frage beraten lassen. Dazu sind sie verpflichtet (Beistand mitnehmen).

Im Zweifelsfall einfach den Hauptwohnort am Studienort anmelden. So geht man dem ganzen Mist aus dem Weg. CUT! Ist ja nicht viel Aufwand.
 

Erolena

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Tja, wird aber dann noch einer arbeitslos nach Studium, ist eventuell Wohnung wirklich zu teuer für die restlichen zwei Bewohner. Und ein Umzug würde drohen. Deshalb frage ich ja, ob wir das alles geregelt bekommen. Ich habe mal gelesen, dass für den Studenten der außerhalb studiert aber trotzdem in der elterlichen Wohnung Wohngeld beantragt werden könnte.
P.S. wie ist das eigentlich für Wohngeldberechtigte mit den Heizkostennachzahlungen? haben leider die 100 Euro dieses Jahr verpasst. Lohnt es sich wegen der BK/Heizkosten einen Wohngeldantrag zu stellen? Oder war das diesmal eine einmalige AKtion mit den 100 Euro?
 

Erolena

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Meiner Meinung nach gerade noch für zwei Haushaltsgemeinschaftsmitglieder. Bin mir aber nicht sicher, ob die Preise nicht weiter steigen und die Nachzahlungen schaffen wir kaum. Insofern wäre ein kleiner Zuschuss über Wohngeld oder ähnliches ganz gut. Ich hoffe deshalb auf Tipps, weil vor Jahren diskutiert wurde, dass die Studierenden aus ALG II -Haushalt nicht gezwungen werden können, gänzlich an den Studienort umzuziehen. Außerdem ist mir so, als verlöre das volljährige Kind den Kindergeldanspruch, wenn es komplett aus dem elterlichen Haushalt auszieht, immerhin 164 Euro. Vielleicht irre ich mich auch.
ALG 2 + Wohngeld geht schon, aber nur an unterschiedliche Personen in der Haushaltsgemeinschaft z.B. an minderjährige oder vollj. Kinder, die eigenen Bedarf decken können oder Wohngeld für Kinder, die kein ALG-II beziehen können (Studenten, die dem Grunde nach nicht Bafög-Berechtigt sind).
 

Koelschejong

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Bei diesen Überlegungen bitte auch immer die Zweitwohnsitzsteuer berücksichtigen, viele Uni-Städte erheben diese, wenn die Studenten ihren Hauptwohnsitz nicht in die Uni-Stadt verlegen. Im Zweifel beim ASTA der Uni fragen, die wissen das.
 

Mario Nette

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Na nicht nur die Zweitwohnsitzsteuer wird da hinzukommen (wobei hier von oberster Gerichtsebene immer mal wieder entsprechende Urteile gefällt werden und diese Steuer in einigen Kommunen doch arg am Wackeln ist), sondern sie muss zwei Mieten bzw. Mietanteile tragen. Die ARGE wird sagen, dass, wenn da jemand also Wohnraum hat, dieser diesen auch bezahlen muss.

Mario Nette
 

Erolena

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.... sondern sie muss zwei Mieten bzw. Mietanteile tragen. Die ARGE wird sagen, dass, wenn da jemand also Wohnraum hat, dieser diesen auch bezahlen muss. Mario Nette
Für den Rest des Haushaltes stellt sich die gleiche Frage. Wie sollen die Wohnkosten, die ja gleich bleiben, aufgebracht werden? siehe unten.
Es muss für den außerhalb Studierenden noch etwas geben!
Irgendwo steht, der Wohngeldantragsteller soll eine Bescheinigung erbringen, dass er/das Kind am anderen Ort (Studienort?) kein Wohngeld erhält.

Ich lebe jetzt in Haushaltsgemeinschaft (Mischhaushalt) 3 Pers. Wohnkosten pro Person ca.190 Euo (1/3) wenn Komplettauszug der Studentin werden es pro Pers. 285 Euro (1/2 pro Bewohner) .
Lt. KdU -Richtlinien der Stadt passt für mich auch die höhere Summe. Aber mein Sohn müßte dann für die halbe Wohnung die 285 Euro aufbringen. [Berufsakademie-Student ohne Bafög-Berechtigung, ausgeschlossen vom Zuschuss KdU nach §22 (7), wohngeldberechgtigt].
Dringend ist Wohngeldantrag zu stellen. Aber für wieviele Personen? Studienzusage ist noch nicht da. Vielleicht wohnen hier 1, vielleicht auch 2 wohngeldberechtigte Pers. Evtl. müßte mein Sohn einen Bildungskredit aufnehmen, faktisch wg . Auszug der Schwester! Dazu hat er keine Lust. Aber Umzug wäre auch sinnlos, weil mein Sohn in 1 J. Studienabschluss macht. Bisher gings so ganz gut. Jetzt wirds eng. ARGE kann an meinem Umzug auch. kein Interesse haben, weil sie nur meinen KdU -Anteil übernehmen muss. Was soll ich machen?
 

Mario Nette

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Deine Tochter zieht komplett aus (schon weil sie sich zwei Mieten gar nicht leisten können wird und auch keiner von euch ihren Anteil irgendwie herzaubern kann). Dass sie dabei ihr "Gerümpel" bei dir stehen lässt, obwohl du ihr natürlich ganz klar sagst, dass sie natürlich alles mitnehmen muss - nicht wahr, die Ämter wollen das ja so -, geht die ARGE nichts an. Du meldest der ARGE einfach, dass deine Tochter ausgezogen ist. Gleichzeitig wird Wohngeld für den Sohn beantragt bzw. auch dort eine Veränderung bekanntgegeben. Wovon bestreitet er denn momentan seinen Lebensunterhalt?

Mario Nette
 

Erolena

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Gleichzeitig wird Wohngeld für den Sohn beantragt bzw. auch dort eine Veränderung bekanntgegeben. Wovon bestreitet er denn momentan seinen Lebensunterhalt?Mario Nette

Bisher kein Wohngeld für Sohn. Hat Praxisvergütung weil ein Berufsakademie-Student studiert und vollzeitarbeitet (im Wechsel). Die Praxisvergütung gibt es in jedem Monat. Deshalb sammeln sich an der BA Studienabbrecher ohne Bafög-Möglichkeit (Zweitstudium). Außerdem kleine Einnahmen aus Ehrenamt. Bis vor kurzem konnte ich seine Kostenbeteiligung niedrig halten aus meinem niedrigen Erwerbseinkommen, aber jetzt muss er alles selber beisteuern.
 

Mario Nette

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Das ist mir zu konfus, sorry :icon_smile:. Auf etwaige Missstände hinsichtlich der Ausbildungsfinanzierung von jungen Leuten können wir aber gern später noch eingehen, habe da auch eine Geschichte ... Was genau kriegt denn dein Sohn nun wann und von wem? Und was ist beantragt, was wurde abgelehnt und worauf hat er überhaupt keinen Anspruch? Hat er schon eine Ausbildung fertig?

Mario Nette
 

Erolena

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Das ist mir zu konfus, sorry ...Was genau kriegt denn dein Sohn nun wann und von wem? Und was ist beantragt, was wurde abgelehnt und worauf hat er überhaupt keinen Anspruch? Hat er schon eine Ausbildung fertig?Mario Nette
Wieso konfus? Das ist sozusagen ein duales Studium. Habe das nur näher ausgeführt, weil es das BA -Studium nicht überall gibt.
Ja, es ist ein Zweitstudium (Ausschluss von Bafög, Ausschluss v. Zuschuss zu den ungedeckten Kosten der Unterkunft; dafür wohngeldberechtigt).

Mario Nette vielen Dank für Deine vorangegangenen Beitrage! Das hilft mir weiter.
 
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