Stromkostenerhöhung

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heino

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Erschienen am 19. Dezember 2008 | bv
Strom - Demnächst Mehrkosten bei vielen Anbietern (Foto: imago) Rund 50 Millionen Stromkunden müssen im Januar und Februar mit Preiserhöhungen rechnen. Das Vergleichsportal "Check24" hat herausgefunden, dass mehr als die Hälfte der 900 deutschen Stromversorger ihre Preise anheben wollen, darunter auch der größte Anbieter E.ON. Die Preissteigerungen fallen dabei mit teils über 20 Prozent heftig aus. Die durchschnittliche Erhöhung liegt laut "Check24" bei 8,4 Prozent.Übersicht - Diese Stromanbieter erhöhen die Preise
Animierte Grafik - So entwickeln sich die deutschen Verbraucherpreise
Bild-Quiz - Erkennen Sie den Euro?
News, Hintergründe, Ratgeber - Alles zur FinanzkriseBis zu 188 Euro Mehrkosten im Jahr

Insgesamt haben bisher mehr als 480 Anbieter höhere Strompreise für Januar oder Februar bekannt gegeben. 44 weitere hätten Preisänderungen angekündigt. Die höchste Preisanhebung von fast 21 Prozent bedeutet nach Angaben des Vergleichsportals für einen Vier-Personen-Haushalt Mehrkosten von 188 Euro im Jahr, wobei ein Verbrauch von 4000 Kilowattstunden zugrunde gelegt wurde. Im Durchschnitt liegt die Mehrbelastung demnach bei 73 Euro pro Haushalt und Jahr.Anzeige
Bayern langen kräftig zu

Mit Erhöhungen von rund 20 Prozent liegen drei bayerische Versorger vorne: die Stadtwerke Dettelbach (+ 20,8%), die Stadtwerke Uffenheim (+ 20,6%) und die Stadtwerke Burgbergheim (+ 19,94 %). Auf Platz Vier der unrühmlichen Hitliste steht die enwor GmbH aus Nordrhein-Westfalen, deren Strom um 19,92 Prozent teurer wird. Auf Rang Fünf folgt mit den Stadtwerken Gunzenhausen ein weiterer bayerischer Versorger (+ 18,8%).Eine Milliarde Euro Zusatzbelastung

Ende November hatten bereits mehr als 300 Stromanbieter Preiserhöhungen angekündigt. Dem sind nun fast 200 weitere gefolgt. Das Verbraucherportal Verivox hatte damals ausgerechnet, dass die bis dahin angekündigten Mehrpreise beim Strom die Verbraucher insgesamt eine Milliarde Euro zusätzlich im Jahr kosten. Dagegen könnten die Verbraucher acht Milliarden Euro sparen, wenn alle in Deutschland den günstigsten Tarif wählten.VERIVOX-STROMRECHNER
Stromtarife vergleichen

Verbrauch

Anbieterwechsel ist einfach und risikolos

Experten rufen die Stromkunden schon seit langem auf, zu einem günstigeren Anbieter zu wechseln. Das ist einfach und risikolos - niemand muss befürchten, plötzlich im Dunkeln zu sitzen, weil der eigene Anbieter vielleicht insolvent geworden ist. Formal kommt der Strom nämlich weiterhin vom lokalen Versorger - es werden keine neuen Leitungen verlegt. Die verschiedenen Anbieter speisen ihren Strom in die Verteilnetze ein und bekommen dafür die entsprechende Vergütung.Stromtarife genau vergleichen

Fällt der eigene Anbieter aus, landet man als Kunde automatisch wieder in der Grundversorgung des lokalen Stromversorgers. Das gilt auch für eventuelle Übergangszeiten, wenn etwa der Vertrag mit dem bisherigen Anbieter ausläuft bevor der neue Versorger mit der Belieferung begonnen hat. Diese Grundversorgungstarife sind häufig teurer. Auch die lokalen Versorger bieten billigeren Strom an, in der Regel im Gegenzug für längere Vertragslaufzeiten. Kunden sollten generell beachten, dass längere Laufzeiten einen Anbieterwechsel erschweren, ohne dass sich dadurch die Versorgungssicherheit erhöht. Auch eine Preisgarantie ist bei längeren Laufzeiten keineswegs selbstverständlich. Teilweise werden auch Tarife mit Vorauszahlung angeboten. Hier kann das Geld bei einer Insolvenz des Unternehmens verloren gehen.Mehr zum Thema:
Strom - Preise steigen - Mehrkosten von einer Milliarde Euro
Inflation - Teuerung geht zurück
Vermögensbildung - Deutsche sind risikoscheu und irrational
Bundessozialgericht - Harte Urteile für Hartz-IV-Empfänger
ÖPNV - Saftige Preiserhöhungen im Nahverkehr
Spenden - Wie Sie seriöse Projekte finden
Finanzkrise - Wie sicher ist meine Altersvorsorge?


Wie sieht es denn damit aus? Mit den paar Kröten Hans Hartz reicht es ja nicht mal mehr zum überleben.
Genauso wie mit den Gaspreisen.

Könnte mann denn da nicht auch mal der ARGE n netten Antrag schicken mit der Begründung" aufgrund der horenden Kostenerhöhung....u.s.w."

Oder wäre des sinnlos??
 

Arania

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Bis jetzt ist es zumindest immer sinnlos gewesen, da im Gesetz nicht vorgesehen ist das es dafür etwas extra gibt
 

Kleeblatt

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Ab 2013 müssen die Stromerzeuger ihre Umweltzertifikate kaufen, bekommen sie also nicht wie jetzt vom Staat geschenkt und können diese bisher an Großverbraucher gewinnbringend weiterverkaufen.
Da diese Zusatzeinkommensquelle also wegfällt, kündigen jetzt bereits die Stromerzeuger einen stark steigenden Strompreis zu 2013 an. Richtiger muß es heißen zu 2012, denn immerhin müssen diese Zertifikate VOR Beginn 2013 gekauft werden.
Ich bin sicher das denen bis dahin auch noch mehr "gute" Gründe einfallen um weitere Preiserhöhungen dem Bürger "plausibel" zu machen.
 

Atlantis

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Ab 2013 müssen die Stromerzeuger ihre Umweltzertifikate kaufen, bekommen sie also nicht wie jetzt vom Staat geschenkt und können diese bisher an Großverbraucher gewinnbringend weiterverkaufen.
Da diese Zusatzeinkommensquelle also wegfällt, kündigen jetzt bereits die Stromerzeuger einen stark steigenden Strompreis zu 2013 an. Richtiger muß es heißen zu 2012, denn immerhin müssen diese Zertifikate VOR Beginn 2013 gekauft werden.
Ich bin sicher das denen bis dahin auch noch mehr "gute" Gründe einfallen um weitere Preiserhöhungen dem Bürger "plausibel" zu machen.

ab 2013 sind sie verstaatlicht da auch die strommafia der wirtschaft und dem kunden einen unermeßlichen schaden beibringt, die krise die auf uns zukommt wird auch die strommafai nicht mehr ermöglichen mit ihrer eigenen strombörse den kunden zu bescheißen, dieser strom wirtschaft mit ihre überhöhten preisblase wird es an den hals gehen.
 

Nigra17

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Hallo heino,

das ist sinnlos. Die Argen setzen ja nur die Vorgaben aus Berlin um. Die Argen können und dürfen nicht anders.
Die Höhe des Regelsatzes wurde ja erst vom BSG bestätigt.
Bei den Heizkosten würde ich notfalls klagen. Die gehören zu den Kosten der Unterkunft. Die Stromkosten werden aber vom Regelsatz gedeckt.
Man kann natürlich trotzdem so ein Schreiben schicken - macht sich dann aber evt. beim Sachbearbeiter unbeliebt :icon_twisted:
Grüße
Nigra17
 

redfly

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Ich denke beim Strom sind nur rund 22 EUR in der RL enthalten. Sollte man höhere Abschläge zahlen, müsste das doch die ARGE übernehmen. Das wird doch hier im Forum immer geschrieben. Wenn der übersteigende Rest keine KdU sind, was dann?
 
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Ich könnte mich jeden Tag drüber ärgern (hab auch schon gewechselt und das trotz Nachttarif).
Ich heize mit Strom! Die kwh steigt ab 1.1. um satte 7cent! Und genau das machts für mich nochmal so schwer, weil die Arge das nicht so wirklich juckt. Ich krieg knapp die Hälfte für die Heizung, ende aus. Ob ich nun mehr zahlen muss oder nicht und das obwohl der Großteil (fast 2/3) für die Heizung rausgeht (Nachtspeicher), ist halt schwer nachzuweisen, was genau Strom für Licht usw und was für die Heizung ist.
Ich versuchd enen das auch grad zu verklickern, dass beim neuen Anbieter der Abschlag um 20€ steigt (beim alten würde ich halt am 1.12 300e nachzahlen, von daher)......
bin mal gespannt, ob die mitdenken.
 

Aufmucker

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Ich habe diesen Widerspruch geschrieben:
Sehr geehrte Damen und Herren,

laut der Urteile des BSG vom 27.02.08 (B 14/11b 15/07R); 19.03.08 (B11b/AS31/06R) und der RSV, entsprechen die Kosten in Abteilung 04 (Strom, Gas, Instandhaltung d. Wohnung) 8% des Regelsatzes. Dieser Anteil wird dann prozentual auf die Kosten für Strom, Warmwasserbereitung und Instandhaltungskosten verteilt.

Bei 351 € entspricht die Pauschale demnach 28,08 € monatlich, bzw. bei 281 € 22,48 € pro Monat. Ich lege diese Zahlen, mangels Kenntnis über die konkreten Beträge, wie folgt als grobe Orientierung für meine Berechnungen zu Grunde:
Die Warmwasserbereitung wird mit ca. 6,64 €/5,31 € (~23,6%), die Instandhaltung mit ca. 5,61 €/4,49 € (~20%) und der Strom mit ca. 15,83 €/12,68 € angesetzt.

Aus obigen Urteilen geht hervor, dass die Stromkosten, die über den im Regelsatz enthaltenen Betrag hinausgehen, als Kosten der Unterkunft zu übernehmen sind. Mein Stromverbrauch liegt mit 2.619 KWh sogar erheblich unter dem Durchschnittsverbrauch.
(3-Pers. 3.900/2 Pers. 2800) obwohl meine Gastherme und das Thermostat ja auch Strom verbrauchen.

Aus meinem Einkommen aus Untervermietung ziehen Sie korrekterweise 15,48 € (statt die von mir überschlagenen 15,83 €) ab. Die anteiligen Stromkosten für meinen Sohn und mich betragen (15,83+12,68) 28,51 €. Das ergibt einen Gesamtstromanteil von 43,99 €.
Mein monatlicher Abschlag beträgt 53 €. Daher sind monatlich 9,01 also mindestens ~ 9 € als KDU anzuerkennen, bzw. bei der Jahresendabrechnung des Versorgers zu erstatten.

Sofern konkrete Beträge und die Berechnung bei einem 3-Personenhaushalt vorliegen, bitte ich, diese zu Grunde zu legen, die aus dem Regelsatz zu bestreitenden Stromkosten zu errechnen und in den Bewilligungsbescheiden zu berücksichtigen.

Um den Aufwand gering zu halten, verzichte ich auf eine Korrektur und Nachzahlung für vergangene Jahre, und beantrage nur, diese Regelung/Berechnung ab 2009 vorzunehmen.

Mit freundlichen Grüßen
 
E

ExitUser

Gast
Ich habe vom Stromanbieter RWE zu Nuon gewechselt.

Das hat sich gelohnt. Rückzahlung über 150 €

jetzt habe ich nachgeschaut und würde bei einem wechsel zu einem anderen anbieter 35 € sparen im Jahr.

Naja aber bei drastischen Preiserhöhungen spart man nicht mehr wirklich.

Die Preis treiberreien der Konzerne muss einhalt geboten werden.
 

Aufmucker

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wenn die KDU die kosten übernimmt, oder übernehmen muss, tangiert mich das nicht mehr. dann habe ich meinen im Regelsatz enthaltenen anteil und der rest geht mich nix an.

ein grund mehr für die regierung, der preistreiberei garaus zu machen. wenn in der krise noch mehr leistungsbezieher dazu kommen, geht das nämlich mächtig ins geld.
 

Arania

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Die Stromkosten werden aber nicht übernommen, sämtliche Urteile lauten negativ
 

Aufmucker

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Die Stromkosten werden aber nicht übernommen, sämtliche Urteile lauten negativ

danke, ab er welche urteile meinst du? kannst du mir für diese entscheidungen einen link nennen? weil anders kann ich deine behauptungen ja nicht überprüfen und haben keionen nutzen für die hilfesuchenden hier.

witzigerweise ist sogar hier in diesem Forum ein Urteil (zwar nur SG), dass Stromkosten zu übernehmen sind!!!
https://www.elo-forum.org/kosten-unterkunft/29838-stromkosten-urteil-kennt.html
und hier
Entscheidung der 9.*Kammer vom*12.8.2005 -*S*9*AS*1048/05*-

also musst du mir auch die frage erlauben, was du hier schon wieder behauptest, ohne quellen zu nennen und du offensichtlich nicht wirklich informiert bist.
das hatten wir doch schon in sachen beweispflicht. also frage ich mich, warum du dich zu wort meldest, ohne die fakten zu kennen, bzw. zu nennen.
Dieter Nuhr hatte schon recht ;)

wie würdest du diese urteile beurteilen und interpretieren?
BSG, Urteil vom 19. 3. 2008 - B 11b AS 31/ 06 R
[..]Zwar besteht grundsätzlich ein Anspruch auf Übernahme der Kosten der Unterkunft nur, soweit der Bedarf nicht dadurch anderweitig gedeckt ist, dass bestimmte Kosten bereits von der Regelleistung gemäß § 20 SGB II umfasst sind (vgl zur Warmwasserbereitung Urteil des 14. Senats des BSG vom 27. Februar 2008, B 14/ 11b AS 15/ 07 R, RdNr 20). Richtig ist auch, dass sich die Höhe der Regelleistung an der EVS 1998 mit Hochrechnung auf den Stand 2003 sowie an der RSV orientiert (vgl Urteil des Senats vom 23. November 2006, B 11b AS 1/ 06 R, SozR 4-4200 § 20 Nr 3, RdNr 50). Weiter trifft es zu, dass sowohl der EVS (vgl Frommann NDV 2004, 246 ff) als auch der Begründung zur RSV (BR-Drucks 206/ 04) entnommen werden kann, dass Anteile für "Reparatur und Instandhaltung der Wohnung" in die Bemessung der Regelleistung eingeflossen sind (vgl auch Spellbrink in Eicher/ Spellbrink, SGB II, 2. Aufl, § 20 RdNr 24; BSG Urteil vom 27. Februar 2008, B 14/ 11b AS 15/ 07 R, RdNr 26 - zur Veröffentlichung vorgesehen).[..]Die Größenordnung der von der EVS bzw der RSV erfassten Beträge spricht somit dafür, dass mit "Instandhaltung und Reparatur der Wohnung" im Sinne der Einbeziehung in den Regelsatz keine Aufwendungen für mietvertraglich vereinbarte Schönheitsreparaturen - auch nicht in Form eines Eigenanteils - gemeint sind, sondern nur Aufwendungen des Mieters für kleinere Reparaturen, wie zB Beseitigung kleinerer Schäden[..]

-> Fazit, aus dem im Regelsatz beinhalteten Betrag von 8% der Gruppe 04 laut RSV sind aus dem Gesamtbetrag der Anteil der Instandhaltungskosten rauszurechnen. Alles, was nicht mit durch den Regelsatz abgedeckt ist, muss zusätzlich als KDU geleistet werden.

https://juris.bundessozialgericht.d...dd7c91d02648810eeb41bb68&nr=10401&pos=0&anz=1
[..]Nach dem dort vom BMAS vorgelegten Zahlenwerk entsprachen die Gesamtausgaben in der Abteilung 04 der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 1998 (Wohnung, Wasser, Strom, Gas und Brennstoffe) einem Wert von 313,23 EUR. Hieraus werden als Regelsatz relevant 24,18 EUR anerkannt. Dies entspricht dem in § 2 Abs 2 der Regelsatzverordnung vom 3. Juni 2004 (BGBl I 1067) ausgewiesenen Vomhundertsatz (ca 8 vH) der im Eckregelsatz anerkannten Ausgaben der Abteilung 04. Aus den 24,18 EUR sind die Kosten für Reparatur und Instandhaltung der Wohnung in Höhe von 4,84 EUR herauszurechnen, sodass insgesamt für Strom/Haushaltsenergie 19,34 EUR regelsatzrelevant wurden.[..]Dementsprechend ist der für Strom bzw Haushaltsenergie anerkannte Betrag in Höhe von 19,34 EUR um 7,1 % zu dynamisieren, woraus sich der im streitigen Zeitraum relevante Betrag für Haushaltsenergie in Höhe von 20,74 EUR monatlich ergibt.[..]Folglich können auch im konkreten Fall nur diese 10,74 EUR von den geltend gemachten Kosten der Unterkunft und Heizung in Abzug gebracht werden. Die Beklagte hat mithin rechtswidrigerweise 11,76 EUR von den Heizkosten in Höhe von 40,00 EUR abgesetzt. Zulässig war lediglich der Abzug von 10,74 EUR. Mithin stehen den Klägern monatlich höhere Leistungen von insgesamt 1,02 EUR (0,51 EUR pro Angehörigem der Bedarfsgemeinschaft) zu.
-> Fazit, aus dem im Regelsatz beinhalteten Betrag von 8% der Gruppe 04 laut RSV sind aus dem Gesamtbetrag der Anteil der Instandhaltungskosten rauszurechnen. Daraus ergibt sich ein Betrag für Strom un WWb. Alles, was nicht mit durch den Regelsatz abgedeckt ist, muss zusätzlich als KDU geleistet werden.
Schlussfolgerung -> Also auch der Strom, der nicht mit dem Regelsatz abgedeckt ist.
 

theota

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danke, ab er welche urteile meinst du? kannst du mir für diese entscheidungen einen link nennen? weil anders kann ich deine behauptungen ja nicht überprüfen und haben keionen nutzen für die hilfesuchenden hier.

witzigerweise ist sogar hier in diesem Forum ein Urteil (zwar nur SG), dass Stromkosten zu übernehmen sind!!!
https://www.elo-forum.org/kosten-unterkunft/29838-stromkosten-urteil-kennt.html
und hier
Entscheidung der 9.*Kammer vom*12.8.2005 -*S*9*AS*1048/05*-

also musst du mir auch die frage erlauben, was du hier schon wieder behauptest, ohne quellen zu nennen und du offensichtlich nicht wirklich informiert bist.
das hatten wir doch schon in sachen beweispflicht. also frage ich mich, warum du dich zu wort meldest, ohne die fakten zu kennen, bzw. zu nennen.
Dieter Nuhr hatte schon recht ;)

wie würdest du diese urteile beurteilen und interpretieren?
BSG, Urteil vom 19. 3. 2008 - B 11b AS 31/ 06 R
[..]Zwar besteht grundsätzlich ein Anspruch auf Übernahme der Kosten der Unterkunft nur, soweit der Bedarf nicht dadurch anderweitig gedeckt ist, dass bestimmte Kosten bereits von der Regelleistung gemäß § 20 SGB II umfasst sind (vgl zur Warmwasserbereitung Urteil des 14. Senats des BSG vom 27. Februar 2008, B 14/ 11b AS 15/ 07 R, RdNr 20). Richtig ist auch, dass sich die Höhe der Regelleistung an der EVS 1998 mit Hochrechnung auf den Stand 2003 sowie an der RSV orientiert (vgl Urteil des Senats vom 23. November 2006, B 11b AS 1/ 06 R, SozR 4-4200 § 20 Nr 3, RdNr 50). Weiter trifft es zu, dass sowohl der EVS (vgl Frommann NDV 2004, 246 ff) als auch der Begründung zur RSV (BR-Drucks 206/ 04) entnommen werden kann, dass Anteile für "Reparatur und Instandhaltung der Wohnung" in die Bemessung der Regelleistung eingeflossen sind (vgl auch Spellbrink in Eicher/ Spellbrink, SGB II, 2. Aufl, § 20 RdNr 24; BSG Urteil vom 27. Februar 2008, B 14/ 11b AS 15/ 07 R, RdNr 26 - zur Veröffentlichung vorgesehen).[..]Die Größenordnung der von der EVS bzw der RSV erfassten Beträge spricht somit dafür, dass mit "Instandhaltung und Reparatur der Wohnung" im Sinne der Einbeziehung in den Regelsatz keine Aufwendungen für mietvertraglich vereinbarte Schönheitsreparaturen - auch nicht in Form eines Eigenanteils - gemeint sind, sondern nur Aufwendungen des Mieters für kleinere Reparaturen, wie zB Beseitigung kleinerer Schäden[..]

-> Fazit, aus dem im Regelsatz beinhalteten Betrag von 8% der Gruppe 04 laut RSV sind aus dem Gesamtbetrag der Anteil der Instandhaltungskosten rauszurechnen. Alles, was nicht mit durch den Regelsatz abgedeckt ist, muss zusätzlich als KDU geleistet werden.

https://juris.bundessozialgericht.d...dd7c91d02648810eeb41bb68&nr=10401&pos=0&anz=1
[..]Nach dem dort vom BMAS vorgelegten Zahlenwerk entsprachen die Gesamtausgaben in der Abteilung 04 der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 1998 (Wohnung, Wasser, Strom, Gas und Brennstoffe) einem Wert von 313,23 EUR. Hieraus werden als Regelsatz relevant 24,18 EUR anerkannt. Dies entspricht dem in § 2 Abs 2 der Regelsatzverordnung vom 3. Juni 2004 (BGBl I 1067) ausgewiesenen Vomhundertsatz (ca 8 vH) der im Eckregelsatz anerkannten Ausgaben der Abteilung 04. Aus den 24,18 EUR sind die Kosten für Reparatur und Instandhaltung der Wohnung in Höhe von 4,84 EUR herauszurechnen, sodass insgesamt für Strom/Haushaltsenergie 19,34 EUR regelsatzrelevant wurden.[..]Dementsprechend ist der für Strom bzw Haushaltsenergie anerkannte Betrag in Höhe von 19,34 EUR um 7,1 % zu dynamisieren, woraus sich der im streitigen Zeitraum relevante Betrag für Haushaltsenergie in Höhe von 20,74 EUR monatlich ergibt.[..]Folglich können auch im konkreten Fall nur diese 10,74 EUR von den geltend gemachten Kosten der Unterkunft und Heizung in Abzug gebracht werden. Die Beklagte hat mithin rechtswidrigerweise 11,76 EUR von den Heizkosten in Höhe von 40,00 EUR abgesetzt. Zulässig war lediglich der Abzug von 10,74 EUR. Mithin stehen den Klägern monatlich höhere Leistungen von insgesamt 1,02 EUR (0,51 EUR pro Angehörigem der Bedarfsgemeinschaft) zu.
-> Fazit, aus dem im Regelsatz beinhalteten Betrag von 8% der Gruppe 04 laut RSV sind aus dem Gesamtbetrag der Anteil der Instandhaltungskosten rauszurechnen. Daraus ergibt sich ein Betrag für Strom un WWb. Alles, was nicht mit durch den Regelsatz abgedeckt ist, muss zusätzlich als KDU geleistet werden.
Schlussfolgerung -> Also auch der Strom, der nicht mit dem Regelsatz abgedeckt ist.

auch das BSG-Urteil hat mir leider Ende letzten Jahres nicht viel genützt (hatte erst auf Erstattung der Stromkosten geklagt, nachdem das ELO dazu ermuntert hat)

meine Klage wurde vor dem zuständigen SG abgewiesen

die Richterin beharrte auf ihrem Standpunkt, daß das BSG nicht ausdrücklich sagt, daß einem die Erstattung der Kosten über 20,74 €/mtl. zusteht

daher muß ich Arania (leider ;-) ) Recht geben!

aber versuch dein Glück selbst, bitte - und nächstes Mal bitte nicht so vorlaut (s. Dieter Nuhr) im Gegensatz zu dir hat Arania hier durch unzählige postings bewiesen, daß sie in dieser Materie sehr bewandert ist (Stichwort Erfahrungswerte!)

gutgemeinte Grüße,

theota
 
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Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

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