Stromkosten einer Gastherme sind Heizkosten

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kalle

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Auch eine Heitherme mit Gas benötigt Strom. Die Argen gehen bisher immer davon aus, das Strom ja im Regelsatz enthalten ist. Dieses sollte man nicht so hinnehmen.
Zur Berechnung legt der ALG II-Antragsteller die Rechnung der jeweiligen Bezugsstelle für den Brennstoff Erdgas vor. Das Monatsmittel wird errechnet, und 18% für die Bereitung von Heißwasser werden pauschal abgezogen. Nicht berücksichtigt werden allerdings die Elektroenergiekosten zum Betreiben der Gastherme. Der Bearbeiter geht ja grundsätzlich davon aus, dass Stromkosten bereits im ALG II-Bedarf berechnet und vergütet sind.

In der Praxis ist dieser anteilige Strom zum Betreiben der Gastherme logischerweise aber den Heizkosten zuzuordnen.

Stromkosten einer Gastherme sind Heizkosten und gemäß § 22 Abs. 1 SGBII zu übernehmen.

In der Betriebskostenabrechnung von ALG II-Empfängern, die mit Fernwärme heizen, sind die Stromkosten zum Betreiben der jeweiligen Anlagen wie Pumpen mit Sicherheit berücksichtigt worden, da die Umlage durch die jeweiligen Betreiber erfolgt.

Hiermit bitte ich Sie, Einfluss darauf zu nehmen, dass die fehlende Berechnungsgrundlage rückwirkend für alle Betroffenen schnellstmöglichst erstellt wird.

Hier das Aktenzeichen zum Heizstromgrundsatzurteil bei Gasetagenheizung: 3 A 3392/96 VG Hannover

Grundlagen: Haushaltsgemeinschaft bestehend aus 9 Personen, davon 6 Personen hilfebedürftig (2 Erw. u. 4 minderj. Kinder). Die Gaskosten betrugen laut Stadtwerkeabrechnung (2344,14 DM : 9 x 6) für die 6 Kläger 1.562,76 DM, also 130,23 DM monatlich für die Gaslieferung.

Hiervon hat das Gericht zunächst für die 6 Kläger einen Warmwasseranteil in Höhe von 44,- DM pro Monat, der 1996 in den Regelsätzen enthalten war, abgezogen. Dies ergab einen monatlichen Anteil am Gasverbrauch von (130,23 ./. 44) 86,23 DM an reinen Heizaufwendungen.

Zitat aus dem Urteil:
"Hinzuzurechnen ist der Aufwand an Hilfsenergie (Strom), der für den Betrieb der Heizung entsteht. Nach der in die mündliche Verhandlung eingeführten Auskunft der Stadtwerke Hannover beträgt dieser Energieaufwand insgesamt 50,- DM im Jahr für eine Gasetagenheizung wie sie die Kläger nutzen (Ergebnisse des Arbeitskreises "Heizkostenvergleich" des Bundesverbandes der Deutschen Gas- und Wasserwirtschaft e. V.).
Dies ergibt einen monatlichen Elektroenergieberbrauch in Höhe von 4,17 DM. Hiervon entfallen auf die Kläger 2,78 DM, so dass sich ein monatlicher Heizungsaufwand der Kläger in Höhe von 89,01 DM ergibt.
Die Beklagte kann dem nicht mit Erfolg entgegenhalten, dieser Aufwand sei bereits durch die den Klägern für Haushaltsenergie gewährten Anteile des Regelsatzes gedeckt. In jedem Fall ist unstreitig, dass dieser Anteil des Regelsatzes ausschliesslich für die Deckung des Bedarfs an haushaltsenergie ohne Heizung gewährt wird.
Vielmehr ist völlig unbestritten, dass es sich bei der Leistung von Heizenergie um einen auf §§ 12 Abs. 1 Satz 1, 22 Abs. 5 BSHG iVm § 3 Abs. 2 iVm § 1 RegelsatzVO beruhenden eigenen Anspruch handelt. Argumente dafür, hier abweichend vom klaren Gesetzeswortlaut eine teilweise Deckung des Heizungsenergiebedfarfs durch die Energiekostenanteile im Regelsatz - je nach Verbrauch - anzunehmen, hat die Beklagte im übrigen auch nicht vorgetragen." Zitat Ende.

Die Beklagte wurde durch dieses Urteil verpflichtet, den Klägern Sozialhilfe unter Berücksichtigung der tatsächlich entstandenen Heizungsaufwendungen zu gewähren.


Wichtig ist, dass 1997 der Kostenbetrag von 50,- DM (50 : 1,95583) bzw. 25,56 € für Hilfsenergie pro Jahr festgestellt wurde, weil einige Sachbearbeiter meinen, der monatliche Betrag von 4,17 DM bzw. 2,13 € sei nur während der Heizperiode zu gewähren (gewesen), also nur für 7 Monate.
In den 7 Monaten wären dann aber 7,14 DM bzw. 3,65 € zu gewähren.
Bei dem Jahresbetrag von 25,56 € in 1997 handelt es sich um einen statistischen Bundesdurchschnittsbetrag für relativ neue Heizanlagen (Vergl. Heizkostenvergleiche des BDGW e. V. von 2003 oder 2005, zu finden ua mit der Googlesuchfunktion).
Die Stadtverwaltung Hannover hatte daher den Wert von 4,17 DM auf 5,- DM bzw. 2,56 € monatlich festgesetzt. Dieser Wert gilt, allerdings nur für Leistungen nach dem SGB XII, bis heute unverändert, obwohl der Arbeitspreis für Strom in Hannover seit 1997 um rund 25 % (0,260 DM/0,1329 € in 1997 - 0,1652 € in 2006) gestiegen ist.

Da auch das SGB II wie früher das BSHG die Hauhaltsenergie pauschal (20,67 € incl. Warmwasserzubereitung) mit den Regelleistungen in § 20 SGB II und die tatsächlichen Aufwendungen für die Heizung in § 22 SGB II getrennt regelt, ist dieses Grundsatzurteil auf das SGB II ohne Einschränkungen übertragbar.
Entweder muss der aktuelle Wert über den örtlichen Energieversorger erfragt werden oder es ist die Preissteigerungsrate für den Stromarbeitspreis incl. Steuer von 1997 bis 2005/2006 zu ermitteln.

Je älter die Heizanlage ist, je mehr Hilfsenergie wird benötigt. Daher beträgt der Ausgangswert bei älteren Geräten in 1997 ca. 30,72 € und bei Neugeräten in 1997 ca. 25,56 € jeweils jährlich.
 
E

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Gast
Das, was sie da so grottenfalsch von sich gab (was auch meine Anwältin und sogar die Gegenseite so sah), war glücklicherweise nichts zu dem Thema, um das es in meiner Verhandlung ging ... sie wollte es halt wohl nur mal gesagt haben :s
Aber auch mit meinem "Ding" hatte sie Schwierigkeiten. Ich war dann noch beim LSG und hatte einen ... ich nenn's mal "Teilerfolg".


kannst Du das Urteil einscannen ( ohne Namen etc) wäre ganz toll!
LG Moonwind
 

biddy

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Ich glaube nicht, dass es irgendwie hilfreich für Dich wäre, denn es geht in keinster Weise auch nur annährend um das Thema dieses Threads hier. Hatte mich nur hierzu: "Naja und begriffen hat sie nichts" (Zitat AnnMcCat), geäußert ... also dass das mir und bestimmt noch vielen anderen nichts Neues ist ... nicht nur beim Jobcenter, sondern eben sogar auch vor Gericht (untere Instanz).
 

romeo1222

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Bei mir kommt auch endlich Bewegung in die Sache, das SG wird jetzt in den nächsten 2 Wochen ein Urteil bezüglich der Untätigkeitsklage fällen. Mal sehen wie es dann weitergeht, ob das BSG-Urteil denen auch geläufig ist usw.
 

Mario Nette

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Ich kann ja hier mal verraten, dass ich kurz vor Inkrafttreten des Gesetzes, dass die Überprüfungsfrist für uns so arg einschränkt, einen Ü-Antrag über alle ergangenen Bescheide eingereicht habe, um z. B. auch die Gasthermestromkosten mit einfließen zu lassen. Antrag ging persönlich im letzten Dezember ein und wegen Problemen der Nachweisbarkeit eben auch noch mal kurz vor Inkrafttreten ... Bald sind sechs Monate rum, um das bearbeiten zu können und dann werde ich mal freundlich nachfragen :biggrin: und ggf. wegen Untätigkeit mal wieder klagen (müssen). Bis das durch ist, haben wir 2012 rum. Dann wird mein Antrag bestimmt abgelehnt, dann kann ich widersprechen, dann wird vermutlich wieder nicht reagiert und dann kann ich klagen. Bis die Klage durch ist, haben wir bestimmt 2014 oder 2015. Und dann kriege ich vielleicht die Leistungen nachgezahlt, die mir hätten ab 2006 ausgezahlt werden müssen - fast zehn Jahre später. :icon_party:

Mario Nette
 

gelibeh

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Ich habe auch nix vorgerechnet, ich kriege jetzt 4,81€ im Monat für die Stromkosten der Therme. Weiß jemand, wie dieser Betrag zustande kommt? Gibt es dafür evtl. eine Pauschale?
Nö, gibt es nicht. Bei mir muss nun das Gericht entscheiden, denn die Arge will basierend auf 10% der Strokosten 20% des dann ermittelten Wertes bezahlen.
In Zahlen: 40€ Stromkosten, 10% = 4€ und dann 20% davon.

Begründung war, dass in irgendeiner Broschüre stand, dass bei alten Heizkreispumpen 10% der Stromkosten dafür veranschlagt werden und man beim Einbau einer neuen Pumpe 80% sparen kann.
Nur sind das Heizungen, die im Heizungskeller stehen und man die nicht ohne weiteres mit einer Kombitherme vergleichen kann. Dazu hab ich auch Unterlagen, die das belegen. www.mainz-bingen.de/deutsch/downloads/uebz/heizungspumpen.pdf

Außerdem sind die 10% Blödsinn, denn bei einem sparsamen Umgang mit dem Stromverbrauch z.B. da man Wasser nicht mit Strom erwärmt, sinkt ja nicht der Stromverbrauch der HK-Pumpe:icon_neutral:

Na ja, wird das Gericht entscheiden müssen.
 

gelibeh

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Ich weiß, dass es in einigen Kommunen da wohl schon Werte festgelegt wurden. Wie die das ermittelt haben, keine Ahnung. Es sind ja viele Faktoren, die den Verbrauch und damit die Kosten beeinflussen.
 

totalbaff

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Nun weiß ich wie der Betrag zustande kommt:
Die Bundesagentur hat meine IFG-Anfrage an das örtliche Jobcenter weitergeleitet und die haben mir eine Einladung geschickt um mir den Sachverhalt zu erklären.

Zum Verständnis vorab: Anfang August diesen Jahres hatte ich Verhandlung beim Sozialgericht gegen das JC u.a. wegen der Stromkosten für meine Heizung. Das Gericht hat mir Recht gegeben. In der Klage hatte ich vorgerechnet, wie sich die Stromkosten für die Gas-Therme zusammensetzen. Die Klage bezog sich nur auf einen bestimmten Zeitraum der Jahre 2006 und 2007.

Bei meinem Besuch erklärte mir die Dame von der Widerspruchsstelle, wie sie die Beträge errechnet hat. Danach übernahm sie aus meiner Klageschrift meine Berechnung und ersetzte die Strompreise pro kWh durch die aktuell geltenden Preise beim örtlichen Grundversorger. :icon_daumen:

Ich sagte, dass ich das nachvollziehen könne, allerdings habe sich die Rechtslage seit dem 1.1.2011 geändert. :icon_evil: Laut §20 SGB II müssen die Kosten für die Erzeugung von Warmwasser nicht mehr aus der Regelleistung bezahlt werden sondern gehören nun zu den Kosten der Unterkunft und müssen komplett übernommen werden. Das Warmwasser erzeuge ich mit der gleichen Therme, die auch als Heizung dient. Der Unterschied zur Situation zur Zeit der Klageerhebung sei, dass ich damals für meine Rechnung eine bestimmte Betriebszeit (Heizperiode) für die Heizung zugrunde gelegt habe. Die Therme sei aber zum Zwecke der Warmwasserbereitung das ganze Jahr über in Betrieb, also 8.760 Stunden, wenn auch die meiste Zeit im sogenannten „Stand-by-Betrieb“. Die elektrische Steuerung der Anlage müsse registrieren wenn der Warmwasserhahn aufgedreht wird, das Gasventil öffnen, den Zündfunken erzeugen und das Gasventil auch wieder schließen, wenn der Wasserhahn zugedreht wird.

Die Dame stimmte mir zu und wollte wissen, wie hoch die Stromkosten denn seien. Ich sagte, dass wisse ich nicht, das sei auch schwer zu berechnen. Die einfachste Methode den Stromverbrauch zu ermitteln wäre, einen Zwischenzähler einzubauen.

Sie meinte, dass das Gesetz und andere Vorschriften zu diesem Fall nichts aussagten. Sie habe diese Fragestellung auch noch nicht gehabt. Ich betonte, dass es in sicher etliche Leistungsberechtigte gibt, die eine Gas-Kombitherme betreiben, dass diesen bloß noch nicht aufgefallen sei, dass sie die Stromkosten selber tragen. Dies verstoße gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz, da diese Stromkosten bei Leistungsberechtigten, die über eine zentrale Heizung- und Warmwasserversorgung verfügen, mit den anderen Wohnnebenkosten übernommen werden.

Die Dame teilte mir mit, dass sie mich heute, wenn sie mit ihrer Vorgesetzten den Fall besprochen hat, telefonisch benachrichtigen würde wie weiter verfahren wird. Ich kündigte an, falls es keine zufriedenstellende Lösung gäbe, ich wiederum Widerspruch einlegen würde mit dem Ziel die Angelegenheit gerichtlich zu klären.
Tatsächlich rief sie heute an und teilte mir mit, dass sie die Angelegenheit auf dem Dienstweg an die Kommune weiterreichen würden, damit diese eine Regelung in einer Verwaltungsanweisung erlassen.

Soweit so gut, ich denke mal, dass kann sich hinziehen. Ich werde Widerspruch einlegen mit dem Ziel, die Stromkosten für die Erzeugung von Warmwasser durch meine Gastherme bezahlt zu bekommen.:biggrin:
 

romeo1222

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Nun weiß ich wie der Betrag zustande kommt:
Die Bundesagentur hat meine IFG-Anfrage an das örtliche Jobcenter weitergeleitet und die haben mir eine Einladung geschickt um mir den Sachverhalt zu erklären.

Zum Verständnis vorab: Anfang August diesen Jahres hatte ich Verhandlung beim Sozialgericht gegen das JC u.a. wegen der Stromkosten für meine Heizung. Das Gericht hat mir Recht gegeben. In der Klage hatte ich vorgerechnet, wie sich die Stromkosten für die Gas-Therme zusammensetzen. Die Klage bezog sich nur auf einen bestimmten Zeitraum der Jahre 2006 und 2007.

Bei meinem Besuch erklärte mir die Dame von der Widerspruchsstelle, wie sie die Beträge errechnet hat. Danach übernahm sie aus meiner Klageschrift meine Berechnung und ersetzte die Strompreise pro kWh durch die aktuell geltenden Preise beim örtlichen Grundversorger. :icon_daumen:

Ich sagte, dass ich das nachvollziehen könne, allerdings habe sich die Rechtslage seit dem 1.1.2011 geändert. :icon_evil: Laut §20 SGB II müssen die Kosten für die Erzeugung von Warmwasser nicht mehr aus der Regelleistung bezahlt werden sondern gehören nun zu den Kosten der Unterkunft und müssen komplett übernommen werden. Das Warmwasser erzeuge ich mit der gleichen Therme, die auch als Heizung dient. Der Unterschied zur Situation zur Zeit der Klageerhebung sei, dass ich damals für meine Rechnung eine bestimmte Betriebszeit (Heizperiode) für die Heizung zugrunde gelegt habe. Die Therme sei aber zum Zwecke der Warmwasserbereitung das ganze Jahr über in Betrieb, also 8.760 Stunden, wenn auch die meiste Zeit im sogenannten „Stand-by-Betrieb“. Die elektrische Steuerung der Anlage müsse registrieren wenn der Warmwasserhahn aufgedreht wird, das Gasventil öffnen, den Zündfunken erzeugen und das Gasventil auch wieder schließen, wenn der Wasserhahn zugedreht wird.

Die Dame stimmte mir zu und wollte wissen, wie hoch die Stromkosten denn seien. Ich sagte, dass wisse ich nicht, das sei auch schwer zu berechnen. Die einfachste Methode den Stromverbrauch zu ermitteln wäre, einen Zwischenzähler einzubauen.

Sie meinte, dass das Gesetz und andere Vorschriften zu diesem Fall nichts aussagten. Sie habe diese Fragestellung auch noch nicht gehabt. Ich betonte, dass es in sicher etliche Leistungsberechtigte gibt, die eine Gas-Kombitherme betreiben, dass diesen bloß noch nicht aufgefallen sei, dass sie die Stromkosten selber tragen. Dies verstoße gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz, da diese Stromkosten bei Leistungsberechtigten, die über eine zentrale Heizung- und Warmwasserversorgung verfügen, mit den anderen Wohnnebenkosten übernommen werden.

Die Dame teilte mir mit, dass sie mich heute, wenn sie mit ihrer Vorgesetzten den Fall besprochen hat, telefonisch benachrichtigen würde wie weiter verfahren wird. Ich kündigte an, falls es keine zufriedenstellende Lösung gäbe, ich wiederum Widerspruch einlegen würde mit dem Ziel die Angelegenheit gerichtlich zu klären.
Tatsächlich rief sie heute an und teilte mir mit, dass sie die Angelegenheit auf dem Dienstweg an die Kommune weiterreichen würden, damit diese eine Regelung in einer Verwaltungsanweisung erlassen.

Soweit so gut, ich denke mal, dass kann sich hinziehen. Ich werde Widerspruch einlegen mit dem Ziel, die Stromkosten für die Erzeugung von Warmwasser durch meine Gastherme bezahlt zu bekommen.:biggrin:

Eben, darüber habe ich mir auch schon Gedanken gemacht, und ich werde diese Kosten dem JC dann auch in Rechnung stellen, also für die Stromkosten der Warmwasseraufbereitung über eine Gastherme.

Obwohl es bei mir ein einfach gelagerter Fall ist laut gericht, gibt es noch immer keine Entscheidung über die Untätigkeit des Überprüfungsantrages in dieser Sache. Laut JC haben die darauf geantwortet, haben es extra schön ans Gericht geschrieben. Nur ging es in dem Fall um die Regelsätze. Den Überprüfungsantrag wegen den Stromkosten hatte einen Tag später als Datum :cool:
Und darauf gab es bisher keine Antwort. Aber leider habe auch ich einen Fehler gemacht, und habe jetzt Angst das es mir zum Nachteil angelastet werden kann. Hatte eine Erinnerung dem JC geschickt, aber leider hier das Datum des Regelsatzüberprüfungsantrags reingeschrieben, auch wenn dennoch ersichtlich war das es um die Stromkosten ging. :eek:
 

romeo1222

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Nach fast 2 Jahren geschieht jetzt endlich was, das JC hat mich heute angeschrieben, und mir mitgeteilt, dass Sie meinen ÜA übersehen hatten :cool:

Komischerweise wollen die aber gar keine Strompreise, wie wollen Sie denn berechnen, was mir zusteht (zustand von 2005 aus?). Außerdem wollen Sie Betriebskostenabrechnungen (Wäre der Betrag da drinnen enthalten, hätten sie vermutlich es schon lange bezahlt, so einfach ist es ja leider nicht) und von meinem Vermieter Auskünfte über die Höhe des anfallenden Stromes, dabei hat der noch weniger Ahnung als ich von dem ganzen.

Nach 6 Stunden Arbeit, etlichen Telefonaten habe ich immerhin ab 2006 alles aufschlüsseln können für 8 Heizmonate im Jahr, ab 2011 dann die vollen 12 Monate. Denke aber nicht das die es so akzeptieren, sind immerhin deutlich über 500€ die ich von ihnen haben möchte :biggrin:
 

biddy

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Denke aber nicht das die es so akzeptieren, sind immerhin deutlich über 500€ die ich von ihnen haben möchte :biggrin:
500 € sind für die Peanuts - da sind schon ganz andere Summen geflossen bzw. "mussten geflossen werden" quasi :D Mach' Dir um den Betrag mal keine Sorgen ;)
 

romeo1222

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Habe heute Antwort erhalten, meinem Antrag wurde teilweise statt gegeben. Ca. 160Euro weniger als angedacht wurden anerkannt, was in erster Linie daran liegen dürfte, dass sie nur 7 Monate (Oktober bis April) berücksichtigen, statt der von mir angegebenen 8 Monate.

Was für das Jahr 2011 und 2012 angeht, da werde ich aber nicht so richtig schlau draus. Glaube, hier werden auch nur 7 Monate berücksichtigt, obwohl es ja 12 sein müssten, da ja mittlerweile auch die Kosten für die Warmwasseraufbereitung mit zu den KDU gehören. Zwar wird von 12 Monaten geschrieben, aber es werden nur ca. 10€ statt der ca. von mir ausgerechneten 15€ berücksichtigt. Sind also pro Jahr ca. 60€ weniger, als ausgerechnet, und ich denke schon das meine Zahlen stimmen.
 

totalbaff

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Das Jobcenter hat beschlossen, dass ich einen Zwischenstromzähler für meine Kombi-Gastherme (Heizung und Warmwasser) eingebaut bekomme, da ich ein Einzelfall sei. (Einzelfall würde bedeuten, dass ich der einzige Leistungsberechtigte in der Kommune bin, der die Stromkosten für den Betrieb der Therme beantragt hat :icon_eek:.)
Gestern wurde der Zähler eingebaut :biggrin:.

Nach 24 Stunden Betrieb stand der Zähler bei 0,6kWh (Außentemperatur: moderate 5-8°C). Mit dem Preis des hiesigen Stromversorgers multipliziert, ergibt das Kosten von 0,14€/Tag. Hoch gerechnet auf einen Monat sind das 4,20€.
(Anm.: Vor 3 Jahren ist eine neue Umwälzpumpe eingebaut worden. Neue Pumpen benötigen wesentlich weniger Strom als ältere Exemplare.)

Rechnet man die Kosten auf das ganze Jahr hoch und berücksichtigt dabei, dass nur ca. 6 Monate geheizt wird, bedeutet das, dass im Monat etwa 2-3€ Stromkosten für den Betrieb der Therme anfallen.

Bei niedrigeren Temperaturen und/oder älteren Umwälzpumpen erhöht sich dieser Betrag natürlich. Natürlich spielen auch die Größe der Wohnung und der bauliche isoliertechnische Zustand sowie das individuelle Heizverhalten eine Rolle.

Ich werde den Zähler im Auge behalten und bei neuen Erkenntnissen hier berichten.
 

gelibeh

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dass nur ca. 6 Monate geheizt wird, bedeutet das, dass im Monat etwa 2-3€ Stromkosten für den Betrieb der Therme anfallen.
Wie kommst Du da drauf? Die normale Heizperiode ist von Oktober bis April, das sind schon mal 7 Monate. Und oft ist das noch bis in den Juni hinein kalt. Die neuen Thermen mit Außenfühler heizen dann auch. Bin aber auf Deine Werte gespannt.
Kann man aber nicht verallgemeinern, denn dazu kommt auch wo man wohnt und eben ob das eine alte Therme, die man abschalten kann oder eine mit Außenwandfühler ist, wo zumindestens die Regelung das ganze Jahr über läuft. Außerdem gibt es Unterschiede zwischen Wandgeräten und den anderen, die im Heizungskeller stehen, denn die Pumpe der Wandgeräte verbraucht mehr.
 
G

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Zwischenzähler
Wie wurde der Vermieter / Eigentümer überzeugt das zuzulassen?
Bei den anteiligen Stromkosten bitte die Nebenkosten, Verrrechnungsgebühr etc. nicht vergessen.

Wer zahlt die Zählermiete nachdem Du kein Verhartzter mehr bist?
Wer zahlt ggf. den Rückbau?

Wer zahlt die Abrechnungskosten des Zwischenzählers?
 

totalbaff

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Wie kommst Du da drauf? Die normale Heizperiode ist von Oktober bis April, das sind schon mal 7 Monate. Und oft ist das noch bis in den Juni hinein kalt. Die neuen Thermen mit Außenfühler heizen dann auch. Bin aber auf Deine Werte gespannt.
Natürlich kann man meine Werte nicht verallgemeinern. Es spielen halt viele Faktoren eine Rolle. Letztlich kann ich dazu erst nach einem Jahr Zählerbetrieb was sagen, und das Ergebnis gilt dann natürlich auch nur in meinem Fall.

Kann man aber nicht verallgemeinern, denn dazu kommt auch wo man wohnt und eben ob das eine alte Therme, die man abschalten kann oder eine mit Außenwandfühler ist, wo zumindestens die Regelung das ganze Jahr über läuft. Außerdem gibt es Unterschiede zwischen Wandgeräten und den anderen, die im Heizungskeller stehen, denn die Pumpe der Wandgeräte verbraucht mehr.
Meine Therme hat keinen Außenfühler und hängt an der Wand in der Küche.

Wie wurde der Vermieter / Eigentümer überzeugt das zuzulassen?
Ich bin der Eigentümer.

Bei den anteiligen Stromkosten bitte die Nebenkosten, Verrrechnungsgebühr etc. nicht vergessen.
Was meinst du damit?

Wer zahlt die Zählermiete nachdem Du kein Verhartzter mehr bist?
Wer zahlt ggf. den Rückbau?
In meinem Alter bleibt man wohl verharzt :icon_twisted:.
Der Zähler ist gekauft und vom Mobcenter bezahlt. Da ich vom Fach bin, habe ich ihn neben die Therme an einen Nagel gehängt und angeschlossen.

Wer zahlt die Abrechnungskosten des Zwischenzählers?
Gute Frage! Ist mir auch ein Rätsel, ob da einer vom Mobcenter vorbeikommt und den Zähler abliest?
 

romeo1222

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Hatte jemand eigentlich schon Erfolg und bekommt jetzt das komplette Jahr gezahlt? Da ja seit 2011 die Warmwasseraufbereitungskosten (Gas) nicht mehr im Regelsatz sind, müsste ja auch der Strom für eine Kombi-Therme auch außerhalb der Heizsaison übernommen werden, soweit die Therme immer läuft?!
 
E

ExitUser

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Hatte jemand eigentlich schon Erfolg und bekommt jetzt das komplette Jahr gezahlt? Da ja seit 2011 die Warmwasseraufbereitungskosten (Gas) nicht mehr im Regelsatz sind, müsste ja auch der Strom für eine Kombi-Therme auch außerhalb der Heizsaison übernommen werden, soweit die Therme immer läuft?!

Ich hatte damit erfolg für eine Gasetagenheizung, ohne Wasseraufbereitung, im Jahre 2009:biggrin:




Betrifft: Stromkosten meiner Gasetagenheizung



Sehr geehrte
bezugnehmend auf Ihr Schreiben vom 26.11.2009 Heiz-und Betriebskosten möchte ich wie folgt erwidern:

Sie gehen in oben genannten Schreiben für eine kleine Heizungsanlage von 1600-1800 Vollbenutzungsstunden aus, durchschnittlich rechnen sie mit 1750 Stunden. Als Anlage sende ich Ihnen einen Auszug des TWW e.v. mit.

Unter Kennwerte und Laufzeit :

Zirkulationspumpe: mittlere Laufzeit in Stunden per Anno – 5840 Stunden bei 8 Std. Abschaltung

Ich selbst würde von geschätzten 4000 Std. ausgehen,weil ich bei Abwesenheit Sa.+So., sowie auch bei längerer Tagesabwesenheit, die Anlage zurück fahre. Ebenso in den Sommermonaten ausstelle. Wenn ich quer Rechne entspricht das auch den Heizgradtagen in Hannover (265), Düsseldorf (257) und Aachen (263). Leider habe ich nichts über Bielefeld gefunden.
Meine Rechnung würde wie folgt aussehen:
Bruttoarbeitspreis 15,47 Cent *4000 Arbeitsstunden *80 Watt= 49,50€ :12 Mon. = 4,13€ pro Monat plus Grundpreis und Stromsteuer.


m.f.G.




Anlagen:
TWW 1
Heizgradtage 3

Siehe auch Ages Klimatabelle Klimadaten bei ages GmbH
:icon_smile:
 
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