Stromabschlag drastisch erhöht, welche Regelung gibt es? Übernimmt das JC es?

Leser in diesem Thema...

Loulo

Ganz Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
23 Mrz 2021
Beiträge
1
Bewertungen
0
Der Stromanbieter hat den Abschlag drastisch erhöht, wohl deswegen, weil es vorher falsch eingeschätzt wurde und wegen der sog. Energiekrise.
Vorher war der Abschlag 80 Euro, nun sind es 360 Euro. Jeden Monat.
D.h. es gibt eine Nachzahlung für das vergangene Jahr in Höhe von ca. 800 Euro und ab jetzt eben monatlich die 360 Euro.

Warum die Stromkosten so hoch sind weiß man nicht genau, aufgrund von Krankheitsfall ist der ALG-2 Bezieher dauernd in der Wohnung und verbraucht entsprechend mehr Strom + Energiekrise …

Jedenfalls gehe ich davon aus, dass das Jobcenter davon nichts übernehmen wird, richtig?
Weder den hohen Stromabschlag in Höhe von 360 Euro monatlich für die Zukunft, noch die Nachzahlung?
Soll man das mal versuchen und gucken, was das Jobcenter sagt?
Wie ist das gesetzlich geregelt, gibt es einen Höchstbetrag für Strom? Wird das pro Quadratmeter oder so berechnet?
 

Ruhrpottmensch

1. VIP Nutzergruppe
Mitglied seit
7 Aug 2020
Beiträge
2.570
Bewertungen
2.957
Hallo & "Willkommen hier"

Ich bin ganz ehrlich... 360€ monatlich nur für Strom halte ich - trotz einiger Schlagzeilen & der "Energiekrise" - für arg utopisch...

Also entweder betreibt der Bekannte Zuhause min drei große Serverfarmen, baut im Keller Gras an oder hat nen Durchlauferhitzer 24h am Tag laufen...

Wäre eventuell gut, wenn man das Schreiben vom Anbieter mal hier (anonymisiert) hochladen könnte. Dann kann man mal schauen, wie sich der neue Abschlag berechne und ob nicht vielleicht ein Missverständnis vorliegt...

Grundsätzlich wird Strom nicht übernommen, anteilig nur wenn Strom auch zum Heizen verwendet wird. Einen "Höchstsatz" gibt es genauso wenig wie eine Abrechnung "nach Quadratmeter". Wenn der Verbrauch so enorm hoch ist, muss der der Bewohner der Wohnung mal gucken, ob man nicht irgendwelche Verbraucher einsparen kann...
 

Larsson

1. Priv. Nutzergruppe
Mitglied seit
2 Jan 2019
Beiträge
1.178
Bewertungen
1.914
Da kann etwas nicht stimmen. Entweder da wird eine Canabisplantage betrieben oder der Zähler wird angezapft oder ein Abrechnungsfehler.
 

Scholz

Standard Nutzergruppe
Mitglied seit
25 Feb 2022
Beiträge
203
Bewertungen
69
Was soll denn die Kilowattstunde kosten? Es gibt derzeit Anbieter, die Wucherpreise verlangen....

Sonst mal bei Vergleichsportalen schauen, wie z.B. https://www.verivox.de/ oder https://www.check24.de/strom/
Musst du ein bisschen drauf achten, dass du einen seriösen Anbieter findest (keine Vorkasse). Bei fast allen Stromanbietern kann man den Abschlag bzw. den geplanten Verbrauch selbst festlegen.
 

Woodruff

1. VIP Nutzergruppe
Mitglied seit
25 Jun 2006
Beiträge
4.864
Bewertungen
5.493
Hallo @Loulo,

was Du an Stromverbrauch so schilderst, hört sich wirklich recht utopisch an.

Mit dem kostenlosen Stromspar-Check der Caritas könnte man wahrscheinlich herausfinden woran der hohe Stromverbrauch liegt.

Gemeinsam mit dem Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands (eaD) schickt die Caritas an mehr als 150 Standorten ausgebildete Stromsparhelfer(innen) in Haushalte von Bezieherinnen und Beziehern von Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Wohngeld. Diese machen zunächst einen Stromspar-Check. Dabei messen sie die Verbrauchswerte von Waschmaschinen, Elektroherden, Kühlschränken, Lampen, Computern, Warmwasserbereitern oder Fernsehgeräten. Danach geben sie qualifizierte Tipps, wie sich der Verbrauch mit einfachen Mitteln senken lässt. Doch dabei bleibt es nicht.
Die Stromsparhelfer(innen) bauen kostenlos LEDs, Thermo- und Hygrometer, Wasserperlatoren, und Wassersparduschköpfe, WC-Stoppgewichte oder schaltbare Steckdosenleisten ein und leisten so Hilfe zur Selbsthilfe.

 

Admin2

Administration
Mitglied seit
1 Jul 2007
Beiträge
4.832
Bewertungen
15.313
Der Stromanbieter hat den Abschlag drastisch erhöht, wohl deswegen, weil es vorher falsch eingeschätzt wurde und wegen der sog. Energiekrise.
Vorher war der Abschlag 80 Euro, nun sind es 360 Euro. Jeden Monat.
D.h. es gibt eine Nachzahlung für das vergangene Jahr in Höhe von ca. 800 Euro und ab jetzt eben monatlich die 360 Euro.
Ich kann das gut nachvollziehen, geht mir ähnlich.
Es gäbe eine Möglichkeit, die du aber wohl zum Sozialgericht bringen musst.

Wichtig dabei wäre nachzuweisen, dass der Preissprung nicht aufgrund eines relevant höheren Verbrauchs entsteht.
Die Kosten für eventuellen Heizstrom, der sich verteuert hat, werden übernommen, in der Regel aber nicht für Haushaltsstrom, da gilt es zu klagen.

Stichwort: Unabweisbarer Bedarf nach § 21 Abs. 6 SGB II

 

Matt45

1. Priv. Nutzergruppe
Mitglied seit
23 Mrz 2016
Beiträge
1.599
Bewertungen
4.398

Disep

Standard Nutzergruppe
Mitglied seit
30 Okt 2020
Beiträge
129
Bewertungen
161
Irgendwas kann hier nicht stimmen.
Selbst bei 40ct die kwh and 20€ Grundpreis p.m. komme ich auf 850kwh pro Monat. Soviel habe ich nicht mal in einem halben Jahr, aber solange TE still ist, kann man auch nicht helfen.
 

avrschmitz

1. VIP Nutzergruppe
Mitglied seit
25 Jul 2019
Beiträge
2.907
Bewertungen
5.789
Also entweder betreibt der Bekannte Zuhause min drei große Serverfarmen, baut im Keller Gras an oder hat nen Durchlauferhitzer 24h am Tag laufen...

Da kann etwas nicht stimmen. Entweder da wird eine Canabisplantage betrieben oder der Zähler wird angezapft oder ein Abrechnungsfehler.

Selbst bei 40ct die kwh and 20€ Grundpreis p.m. komme ich auf 850kwh pro Monat.

In allen vorgenannten Zitaten wurde nicht berücksichtigt, dass auch die Möglichkeit besteht, dass elektrisch geheizt wird. Bei der Umwandlung von elektrischer Energie in thermischer explodieren die Kosten.

Desgleichen wenn zur Erzeugung von Warmwasser ein oder mehrere Boiler (keine DLE) verwendet werden und die ständig eingeschaltet sind, statt nur für die Erzeugung von WW.

Aber mangels näherer Angaben von TE , lässt sich aus der Ferne nichts sagen.
 

Vulture

Standard Nutzergruppe
Mitglied seit
30 Aug 2020
Beiträge
452
Bewertungen
1.359
Wie meine Vorredner schon sagten: ohne anonymisiert hochgeladene Rechnung lässt sich schwer etwas sagen.

@Larsson vermutete ja, dass evtl. der Zähler angezapft wird. Wäre auch eine Möglichkeit, das überprüfen zu lassen.

Wenn nicht ein exorbitant hoher Stromverbrauch zu Grunde liegt, würde ich die Abrechnung überprüfen lassen. Vergleich die Abrechnung mal mit der vom letzten Jahr. Vielleicht findest du da den Fehler.

Wieviele Rechner laufen wie lange? Warst du vorher bei einem Billiganbieter, und wurdest gekündigt (dann Grundversorgung)? Wie alt ist der Kühlschrank? Wie lange läuft der Fernseher? Läuft eine (oder mehrere) Spielkonsole? Sind fragen, die bei der Klärung helfen könnten.

Ich hatte vor Jahren einen ähnlich gelagerten Fall, bei dem mein Gasabschlag von 39 € auf 547 € stieg, obwohl ich eine Erstattung bekommen habe, und der Abschlag hätte gleich bleiben bzw. leicht sinken müssen.
Ich habe meinen Versorger angerufen, und gefragt, ob die das ernst meinen. Die haben in ihre Rechner geschaut, und sofort den Fehler gefunden, und korrigiert. Der Fehler lag beim Versorger.


BTW: Ich bin auch den ganzen Tag zu Hause, und habe im letzten Monat 120 kW/h, im Mai 128 kW/h verbraucht.
 

Mikado67

Standard Nutzergruppe
Mitglied seit
2 Feb 2020
Beiträge
202
Bewertungen
185
Ich hatte im Januar einen neuen Vertrag für Strom und Gas abgeschlossen.
24 Monate Preisgarantie. Glück gehabt!
Am Montag habe ich meinen Zählerstand für Strom durchgegeben, da ja seit dem
1. Juli die EEG Umlage entfällt. Sie sagten mir, das müsste man nicht, es wird sonst
einfach die Hälfte genommen. Aber nach Zählerstand ist mir einfach lieber.
Dadurch das die EEG Umlage wegfällt, sind das nochmal eine Ersparnis von
4 ct pro kW/h. Ich finde, das bringt schon was.
 
Oben Unten