Stress und psychische Belastungen

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wolliohne

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"Widerstandsfähigkeit für Mensch und Unternehmen
"Die Politik hofft auf betriebliche Maßnahmen, um Burnout in den Griff zu kriegen – auch bei sozialen und strukturellen Ursachen Über zunehmenden "Psychostress" der Beschäftigten berichtete der DGB-Index "Gute Arbeit" über das Jahr 2012 und fordert gesetzliche
Maßnahmen: Der Stress-Report der Bundesanstalt für Arbeitsmedizin und Arbeitsschutz (BAUA) kommt ebenfalls zum Ergebnis, dass Handlungsbedarf bestehe: Wachsender Arbeitsdruck und Hetze bedingten immer mehr psychische Erkrankungen…" Artikel von Birgit v. Criegern in telepolis vom 19.02.2013 "Widerstandsfähigkeit für Mensch und Unternehmen" | Telepolis

Aus dem Text: "… Ins Hintertreffen geraten soziale Aspekten wie Armut, Verunsicherung, Tagelöhner-Dasein. Seit gut ein bis zwei Jahren wurde die Flut von Burnout- und Depressionserkrankungen als Missstand allgemein Thema – wobei auch strukturelle und soziale Faktoren zu Buche schlagen. (…)Die Politik bekundet derzeit, den Appellen der großen Gewerkschaften zu folgen, eine Rechtsverordnung anzupeilen. Ein wichtiges Instrument dürfte dabei die betriebsinterne Vorsorge werden.
Sie erhält schon besonderes Gewicht seitens des Arbeitsministeriums z.
B. in der Handlungsempfehlung für "Psychische Gesundheit im Betrieb"
(Ausschuss für Arbeitsmedizin im Auftrag des Ministeriums) von 2011.
Deutlich ist, dass die Politik derzeit dazu tendiert, Burnout abseits vom arbeitsmarktpolitischen Scherbenhaufen zu besprechen. (…) Bei alldem stellt sich die Frage, ob denn arbeitsbedingter Stress wirklich das gleiche sein solle wie "Stress am Arbeitsplatz", der zurzeit viel besprochen wird. Sind es nicht auch pekuniäre Sorgen bei Niedriglohnverhältnissen, familiäre Sorgen oder Bewerbungsstress zwischen verschiedenen befristeten Arbeiten, die Erschöpfung mit bedingen können? Und was ist mit den Freelancern, die heute gar nicht im Betrieb, sondern freiberuflich für verschiedene Firmen arbeiten und zeitweise "Aufstocker-Geld" beim Jobcenter beziehen?..."

Und worauf das LabourNet Germany bereits hingewiesen hat (siehe Stressreport Deutschland 2012. Psychische Anforderungen, Ressourcen und Befinden ):
LabourNet Germany: Treffpunkt für Ungehorsame, mit und ohne Job, basisnah, gesellschaftskritisch » Stressreport Deutschland 2012. Psychische Anforderungen, Ressourcen und Befinden

"… In von der Leyens Statement kam sogar ein alter Unternehmensmythos zum Tragen, als sie anlässlich des Anti-Stress-Gipfels erklärte:
"Unser Ziel ist Resilienz, also Widerstandsfähigkeit, nicht nur für jeden einzelnen Beschäftigten, sondern auch für die Unternehmen als Ganze." Damit traf sie keine Unterscheidung zwischen menschlicher gesundheitlicher und monetärer-unternehmerischer
"Widerstandsfähigkeit": In der Formulierung verschmelzen beschäftige Menschen und Unternehmen zu einem einzigen Körper. Dass der Unternehmenserfolg – bei ständig implizitem Wachstumsdiktat- zugleich natürliches menschliches Wohlergehen für alle bringe, ist ein alter Glaubenssatz der Marktliberalen, der hier wiederaufgelegt wird. Und so bricht auch nicht die Broschüre ihres Ministeriums "Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz" mit dieser Perspektive…"
 

BibiBlocksberg2009

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In der aktuellen Focus (24/13) ist ein 12-seitiger Bericht zum Thema "Wenn Arbeit krank macht" zu finden.

Vieles ist nicht neu, aber dennoch wieder interessant zu lesen.
Z.B. die Geschichte der Mitarbeiterin aus einem Callcenter

Heute weiß sie: "Wenn ich jemals wieder gesund werden will, kann ich dort nicht mehr hingehen"
Und wenn so ein geschundener Mensch sich dann beim "Job"center arbeitslos meldet, welche VV wird er wohl bevorzugt unter Androhung von Sanktionen bekommen? :icon_neutral:
 

Trixi2011

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Von vielen Menschen, insbesonderen die, die ne ruhige Kugel schieben und sich damit den Hintern goldig machen, wird sowas wie "Bournout" schlicht nur als Vorwand der arbeitenden Menschen gesehen, nicht arbeiten zu müssen bzw. weniger zu leisten, als man es von ihnen erwartet.

"Früher haben die Menschen viel härter arbeiten müssen, als heute mit all den technischen Geräten und sind auch nicht wie die Fliegen umgekippt!" meinte mal eine Person Jahrgang 1930 zu mir, als wir über ein ähnliches Thema sprachen.
 

BibiBlocksberg2009

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"Früher haben die Menschen viel härter arbeiten müssen, als heute mit all den technischen Geräten und sind auch nicht wie die Fliegen umgekippt!" meinte mal eine Person Jahrgang 1930 zu mir, als wir über ein ähnliches Thema sprachen.

Klar, saßen früher vielleicht drei bis vier Frauen an Schreibmaschinen im Büro, macht heute den gleichen Job mit wesentlich mehr Aufgaben eine einzige Frau am PC. :icon_rolleyes:

Der technische Fortschritt bedeutet nicht, dass deswegen alles einfacher wird.
Genau das Gegenteil ist der Fall, und die Beschleunigung gepaart mit ständiger Optimierung der Leistung und Kontrolle der Mitarbeiter ohne Wertschätzung ist mit ein Hauptgrund, warum immer mehr Arbeitnehmer ausbrennen.

Der Mensch ist heute beliebig austausch- und ersetzbar.
An der Tür warten schon 20 andere Kandidaten, die den Job schneller und billiger erledigen können...
 
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