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Streikbrecher? ABM-kräfte und 1 € Jobber

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edy

Redaktion

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#1
Streikbrecher? ABM-Kräfte und 1-Euro-Jobber

„Auch wenn die Arbeitgeber es gerne anders hätten: ABM-Kräfte und
Beschäftigte in Arbeitsgelegenheiten nach Sozialgesetzbuch (SGB) II
(1-Euro-Jobber) dürfen nicht zur Streikbrecherarbeit gezwungen werden.
In einem Urteil vom 25. Juli 1957 hat das Bundesarbeitsgericht
klargestellt, dass es einem "Arbeitnehmer nicht zuzumuten (ist), den
Streikenden in den Rücken zu fallen. Es würde sich bei der direkten
Streikarbeit um eine unmittelbare Beeinträchtigung der Aussichten des
Streiks handeln, die der in den Kreisen der Arbeitnehmer mit Recht
herrschenden Anschauung widerspricht". Dieses Recht muss auch für
ABM-Kräfte und 1-Euro-Jobber gelten. (…) Wo ABM-Kräfte oder
1-Euro-Jobber
dennoch zu Streikbrecherarbeit aufgefordert werden, sollten sie sich an
die jeweilige Streikleitung oder an den für sie zuständigen
ver.di-Bezirk
wenden. ver.di-Mitglieder erhalten dabei kostenlosen Rechtsschutz.“
ver.di-Info vom 16.02.2006
 

athene

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#3
hier gelesen
http://www.rf-news.de/rfnews/schlagzeilen#News_Item.2006-02-20.24 18

Doppelter Skandal: Erst Ein-Euro-Jobber als Streikbrecher missbraucht - dann Polizei gegen Streikende eingesetzt!

In der niedersächsischen Stadt Osnabrück wurden bei der Müllabfuhr 1-Euro-Jobber als Streikbrecher missbraucht, die die Stadt erpresste: Wenn sie nicht ordentlich arbeiten, würden sie beim Arbeitsamt gemeldet...
Dabei heißt es immer wieder, die 1-Euro-Jobber dürften nur für zusätzliche Arbeiten eingesetzt werden. Doch damit nicht genug. Als die Streikposten sich in den Weg stellten, ließ die Stadt Osnabrück den ALG-II-Empfängern mit einem Polizeieinsatz den Weg gewaltsam freiräumen. Dabei wurden Streikposten die Gelenke und Köpfe verdreht. Dem Osnabrücker Ver.di-Bezirksgeschäftsführer, Jürgen Humer, drohte die Polizei sogar mit "Schutzhaft"! Soll das jetzt vielleicht bundesweit Schule machen?
 

Arania

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#4
Das ist jetzt hier auch schon in verschiedenen Threads besprochen worden, klar ist das ein Unding und sollte eigentlich nicht erlaubt sein, aber natürlich können die das gut mit ZUSÄTZLICHER Arbeit begründen, ist ja Arbeit die zur Zeit keiner macht.

Wird wahrscheinlich Schule machen und die Streikenden zusätzlich unter Druck setzen, ist doch auffällig das gerade überall Gespräche geführt werden zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften wo noch nichts nach draussen sickern soll, würde da gerne Mäuschen spielen
 

uwenutz

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#5
Eigenverantwortung in einem Unrechtssystem

... nichts für ungut, aber solangsam müsste selbst der dümmster Beschäftigungslose begreifen, daß er mit seiner Unrechtstätigkeit als sogenannten EEJ - Arbeit getarnter Sklave auch selbst eine Verantwortung trägt wenn er sich vor den Karren als Streikbrecher einsetzen lässt. Unabhängig der Sanktionsgefährdung ist nur dann eine Veränderung möglich, wenn man nicht jedes Unrecht mit sich machen lässt und dies hat generell nichts damit zutun, daß MAE an sich das legalisierte Pondon des R.A.D ist und ebenso abzulehnen ist.

Traurig aber wahr, jahrhundertalte soziale Errungenschaften arbeitsmarktlicher Menschwerdung auf den Müll der Geiz ist Geil Verblödung
 
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