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Straßenfegen künftig kein Ein-Euro-Job

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Paolo_Pinkel

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#1
Aufregung um die so genannten "Ein-Euro-Jobber": Die 113 Frauen und Männer, die über einen solchen Zusatzjob bei der Stadtreinigung oder beim Stadtteil-Service Straßen gefegt haben, dürfen genau das jetzt nicht mehr. Eine deutlich strengere Auslegung der Vorschrift zwinge die Arbeitsagentur, die diese Jobs finanziert, zum exakten Hinschauen: Besteht irgendwo eine Reinigungspflicht für Bürger oder Kommune, dürfen die Zusatz-Jobber nicht ran. Während die Gewerkschaft Ver.di Sturm läuft gegen diese strenge Regelung, wollen Arbeitsagentur und Arge den Kritikern den Wind aus den Segeln nehmen: Man werde Zusatzjobs nicht beschneiden, sondern sogar noch weiter ausbauen.


Dürfen die Zusatz-Jobber nun zum Besen greifen oder nicht? Eine schwierige Frage, die Hermann Genz, der Leiter der Arge Job-Center mit einem eindeutigen "Jein" beantwortet. Es komme nämlich darauf an, wo sie das tun. "Wenn wie im öffentlichen Straßenraum entweder die Stadt oder der einzelne Bürger dazu verpflichtet ist, dort sauber zu halten, dürfen es diese Kräfte nicht." Die Kriterien für einen solchen Einsatz sind "öffentliches Interesse" und "Zusätzlichkeit" - und genau auf diese Zusätzlichkeit heben entsprechende Rügen des Bundesrechnungshofs und einer Innen-Revision der Arbeitsagentur ab. Man habe dieses Kriterium für die Einsatzmöglichkeit der "Ein-Euro-Jobs" in der Vergangenheit mitunter zu "großzügig" gehandhabt vorort, heißt es in dem Rüffel.


Dagegen freilich zieht an vorderster Front Ver.di zu Felde - was insofern ungewöhnlich ist, als dass Gewerkschaften im Allgemeinen nicht unbedingt zu erklärten Befürwortern dieser Beschäftigungsvariante gehören. "Lieber Vernunft als Bürokratie" fordert Ver.di-Geschäftsführer Peter Erni und spricht dabei die gute Arbeit des Stadtteil-Services und die exzellente Integrationsquote der Zusatzjobber etwa bei der Stadtreinigung an, die durch die "neue Strenge" gefährdet seien. Diese Quote ist in der Tat beachtlich, wie Lee Roy Rohrbach vom Personalrat des städtischen Eigenbetriebs bestätigt: "36 von 112 Kollegen hatten ursprünglich einen solchen befristeten Job und wurden übernommen."
Noch mehr Zusatzjobs

Das findet auch Christian Greiner, der Leiter der Arbeitsagentur. Seine Behörde habe die Zusatzjobs in der Stadt 2009 noch mal um 400 auf 1200 aufgestockt - "in schlechten Zeiten sind die noch wichtiger". Die Aufregung um den Reinigungseinsatz hält er für verfrüht, "es finden sich außer auf öffentlichen Straßen viele andere Tätigkeitsfelder für die Menschen."
Der Einsatz von 70 Zusatzjobbern bei der Stadtreinigung und 43 beim beliebten Stadtteil-Service, den Biotopia und Gemeinschaftswerk Arbeit und Umwelt organisieren, sei jedenfalls nicht in Gefahr, sagt Hermann Genz entschieden. Jetzt sucht man in Gesprächen mit allen Betroffenen nach "kreativen" Lösungen. Ein Runder Tisch, an den Ver.di geladen hatte, brachte gestern ein erstes positives Ergebnis. Peter Erni: "Der Stadtteil-Service geht im bisherigen Volumen weiter."
Straßenfegen künftig kein Ein-Euro-Job

Gruss

Paolo
 

wolliohne

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#2
das kann nur ein erster Schritt sein verdi,

wir wollen diese Sklavenjobs weg haben bzw.umgewandelt wissen in sozialvers.pfl.Vollzeitjobs von denen Mensch einigermassen würdevoll Leben kann!
 
E

ExitUser

Gast
#3
wir wollen diese Sklavenjobs weg haben bzw.umgewandelt wissen in sozialvers.pfl.Vollzeitjobs von denen Mensch einigermassen würdevoll Leben kann!
Wieso so bescheiden

SIE sollen zu 100 % würdevoll leben können. Einigermassen hilft hier auch nicht weiter.

Verdi druckst auch nur rum. Nichts ganzes und nichts halbes. Diese "Jobs" gehören verboten oder besser gesagt gerecht entlohnt.
 

Mario Nette

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#4
Neulich liefen mir - diesmal in Kiel - Leute mit knallgelben Westen über den Weg, die ebenfalls die Straßen reinigten. Auf dem Rücken stand ihnen irgendwas mir verdächtig Vorkommendes geschrieben. Leider hatte ich keine Zeit, sie mal anzusprechen und nachzufragen. Aber ich denke, das waren Ein-Euro-Straßenputzsklaven, weil: Die Stadt Kiel hat ja auch nicht so viel Geld, gelle.

Mario Nette
 
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