Stimmt es, dass im Jobcenter nicht immer nur studierte Sachbearbeiter, zumindest in der Arbeitsvermittlung, sitzen, sondern auch ehemalige Arbeitslose (Quereinsteiger)?

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Ich habe des Öfteren gelesen, dass dort nicht immer nur studierte Sachbearbeiter, zumindest in der Arbeitsvermittlung sitzen, sondern auch ehemalige Arbeitslose (Quereinsteiger) stimmt das wirklich?

Falls es stimmt, jemand hier Erfahrung damit?

Ich würde es bringen mich dort einfach mal zu bewerben und die Seiten zu wechseln. Möchte auch mal das andere Leid kennenlernen. Falls eine Arbeitsstelle dort nicht zu vergeben ist, müsste ein unentgeltliches Praktikum doch allemal möglich sein. Kann mir absolut nicht vorstellen, dass die Jobcenter was das Thema Arbeit angeht, nicht antworten oder darüber nichts hören wollen. Wie man immer hört, sind die Jobcenter doch überarbeitet. Ich würde den einfach immer zu lieben Sachbearbeitern in der Arbeitsvermittlung, mal zu gerne über die Schulter und auf die Finger schauen, ob die auch mal die konkret Gesetze anwenden, um die schlimme Arbeitslosigkeit der Kunden zu beseitigen. Sollte das Jobcenter die Bewerbung und das Praktikum ablehnen, werde ich denen schreiben wie das sein kann, dass Arbeit doch das wichtigste im Leben für mich und die ist, und ob das Jobcenter nicht das SGB anerkennt, dass jede Arbeitsgelegenheit anzunehmen und zu erfolgen hat, besonders bei noch jüngeren Leuten, und dass denen nun Ärger in Form von Sanktionen an das Jobcenter droht, da das Jobcenter bewusst meine Arbeitsgelegenheit vereitelt hat, obwohl diese absolut möglich und zumutbar war § 10 SGB II. Für mich eine glasklare Pflichtverletzung des Jobcenters. Ich würde die dafür sogar schriftlich anhören. Das Jobcenter habe doch alles denen in der Macht stehende zu tun um den SGB-II-Bezieher in Arbeit zu bringen und wenn es nur ein Praktikum ist. Es gibt genug Arbeit (besonders im Jobcenter). Mit den eigenen Waffen schlagen, die Gesichter würde ich von denen gerne mal sehen.

Gut ein wenig Spaß muss sein, aber nun mal Spaß beiseite, aber mal wirklich, jemand Erfahrung mit seriösen Bewerbungen an die Jobcenter als Quereinsteiger? Grundkenntnisse sind ganz zufällig schon vorhanden, SGB-Gesetzes Kenntnisse ebenso.
Ich wusste jetzt kein anderes Thema, für den Beitrag, falls es hier falsch sein sollte, bitte an der richtigen Stelle einsetzen. Danke.
 

Gaddezwerg

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Schau doch einfach was in den Stellenanzeigen gefordert wird.

Ich kenne jetzt nur Ausschreibungen der Agentur für GEs. Dort ist für Fachassistenten (z.B. Eingangsbereich) eine abgeschlossene Verwaltungs- oder kaufmännische Ausbildung gefordert. Und für die Stufe drüber (Leistungssachbearbeiter oder Vermittler) ein Studium.
 

Katzenstube

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Ja, es stimmt. Ich habe das bei einer Ausbildung (ich war kurz vor 50) bei einer jüngeren Mitschülerin erlebt.

Ein befristeter Vertrag (sie war von uns allen Kaufmännern übrigens die Beste) im Jobcenter, für den H4 Bereich. Dieser lief dann aus und sie wurde auf dem Landratsamt (wieder befristet) eingestellt. Das Landratsamt (bei dem sie nun angestellt war) verlieh sie wieder an selbigen Arbeitsplatz im H4 Bereich.

Sie ist, so meine ich seit rund 4 Jahren an selbigem Arbeitsplatz (unter den unterschiedlichsten Arbeitgebern).

Ihr wurde damals als sie Kunde der AfA war ein entsprechender Stellenvorschlag gegeben.

Gruß von Katzenstube
 

Zermürbt38

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Ich habe des Öfteren gelesen, dass dort nicht immer nur studierte Sachbearbeiter, zumindest in der Arbeitsvermittlung sitzen, sondern auch ehemalige Arbeitslose (Quereinsteiger) stimmt das wirklich?
Ja das stimmt leider! Die Wenigsten haben das gelernt oder gar studiert. Ich hatte schon Erzieher, Krankenschwester, Arbeitslose und und und. Die preisen zwar immer an, dass sie ein Studium wollen, doch in der Praxis liegt die Sache anders.
In Wirklichkeit sind nur die Mitarbeiter in der Leistungsabteilung gelernt oder haben studiert.

Das Jobcenter habe doch alles denen in der Macht stehende zu tun um den SGB-II-Bezieher in Arbeit zu bringen und wenn es nur ein Praktikum ist.
Stimmt machen sie aber nicht. Oft legen sie sogar Steine in den Weg und/oder machen von Versprechungen Rückzieher. Wie bei mir hat meine Fallmanagerin mir zwei Zusagen für eine Ausbildung verbockt, was ich ihr heute noch nicht verzeihe.

Versuche es!
 

RoxyMusic

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In Wirklichkeit sind nur die Mitarbeiter in der Leistungsabteilung gelernt oder haben studiert.
Auch für den Leistungsbereich gibt es Stellenausschreibungen für FachassistentInnen, die als Voraussetzung zB eine kaufmännische Ausbildung nachweisen müssen (also nicht unbedingt eine Ausbildung in der Verwaltung).
 

Mona Lisa

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Warum sollte man studiert haben, wenn man im JC arbeiten will? Welches Studium sollte das sein?

LG

Mona Lisa
 

Zermürbt38

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Auch für den Leistungsbereich gibt es Stellenausschreibungen für FachassistentInnen, die als Voraussetzung zB eine kaufmännische Ausbildung nachweisen müssen (also nicht unbedingt eine Ausbildung in der Verwaltung).
Nichts anderes habe ich behauptet.

Warum sollte man studiert haben, wenn man im JC arbeiten will? Welches Studium sollte das sein?
Sagt keiner. In der Stellenausschreibung wird es aber oft verlangt, obwohl die Einstellungspraxis anders aussieht. Es wird fast jeder eingestellt, ja sogar Langzeitarbeitslose von einer auf die andere Seite. Was man bekommt sind mehrmonatige Schulungen wie man Leute diskrmininiert und erzieht. Als auch wie man die Statistik schönigt. Das ist aber eine andere Sache!v Die wollen von Außen hin gut dastehen. Ich hatte bereits viele Berufe in der Arbeitsvermittlung.
 
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Sowhat

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Also im JC sind nicht nur Akademiker, allenfalls die Fallmanager sind Sozialpädagogen oder so. Die Leute mit Studium werden bei der Afa gesucht, da sitzen als Arbeitsvermittler Wirtschaftsingenieure, Wirtschaftsjuristen, BWLer usw. Auch immer nur befristet, aber sie werden ständig geschult. Zumindest kenne ich welche privat.
Praktikanten habe ich beim JC noch nie gesehen, wäre wohl auch ein Problem wegen der Verschwiegenheitspflicht.

Aber kaufmännische Ausbildung sollte man beim JC schon haben, dachte ich zumindest.
 

Gollum1964

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Hallo Stingy,

ein kontroverses Thema, dass man mit seinem Gewissen ausmachen muß.
Soweit ich gehört habe, arbeiten in der Leistungsabteilung nur Leute mit abgeschlossenen Studium. Als ich noch in ALG1 war, hat mir mein damaliger Arbeitsberater ebenfalls unverbindlich vorgeschlagen, es dort zu versuchen, da ich eigentlich ein idealer Kandidat wäre und zu der Zeit (2016) wegen der Flüchtlingswelle viele Leute, sogar überwiegend Quereinsteiger, gesucht wurden. Außerdem kann ich gut mit Zahlen und Gesetzen umgehen und habe vor ca. 20 Jahren schon einmal 2 Jahre für das Sozialamt gearbeitet. Bei dem Gedanken daran habe ich allerdings schon schwere Gewissensbisse bekommen und es verworfen.
Die Arbeitsberater können alles mögliche sein und ich vermute, dass viele vorher selber am Hartz4-Tropf hingen. Ich habe mittlerweile wieder einen neuen bekommen und der hat mir verraten, dass er ca. 15 Jahre als Groß- und Außenhandelskaufmann seine Brötchen verdient hat. Ich habe mir meinen Teil gedacht, aber bin nicht weiter darauf eingegangen, um keine schlafenden Hunde zu wecken. Zumindest scheint er menschlich korrekt zu sein und das ist schon vieles wert.
Wenn man noch tiefer in die Hierarchie der JC geht, wie Empfang oder Wachschutz, bin ich mir nicht sicher, ob da auch Leute ohne Ausbildung zum Zuge kommen. Ich denke gerade im Wachschutz sind viele ohne Ausbildung.

Falls du über deinen Schatten springen kannst, ist es für dich einen Versuch wert, da ein Quereinstieg nach wie vor möglich ist. Ich sehe immer wieder vereinzelt Ausschreibungen von JC.

Aber ich rate dir davon ab, dich als EEJ verscherbeln zu lassen, da dass fast nie einen regulären Arbeitsplatz nach sich zieht (wenn es denn überhaupt direkt im JC möglich ist wegen Zusätzlichkeit) und beim Jobcenter dann Wiederholungsgefahr auf irgendeinen EEJ besteht.
 
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Georg1975

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Bei uns wollten sie eine zeit lang nur Bewerber mit Studium. Da saßen dann Germanisten, Philosophen oder Kunsthistoriker, ohne jeglichen Bezug zur Praxis. :D

Ein Bekannter, der jahrelange Praxis als Disponent in einer ZAF vorzuweisen hatte, wurde abgelehnt, weil er kein Studium vorweisen konnte. Dabei wäre er die ideale Besetzung als Vermittler gewesen, da sich die Tätigkeiten sehr ähnlich sind.

Mittlerweile hat man umgedacht, und sucht vermehrt Praktiker, anstatt Theoretiker.
 

Sowhat

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Ist ja schon erstaunlich, dass gerade jetzt soviele Arbeitsvermittler etc. bei den JC gesucht werden, wo es doch jetzt fast keine Arbeitslosen mehr gibt, laut Meldungen in den Medien.
Als ich bei H4 gelandet bin, das ist jetzt 8 Jahre her und ich bin kaufmännisch ausgebildet, da wurde zumindest bei uns in der Stadt (und ich lebe in einer bayrischen Grossstadt) niemand gesucht.
Jetzt, wo ich auf die 60 zu gehe ist mein Zug aber längst abgefahren.
Aber ich würde @Stingy auch empfehlen sich mal zu bewerben.
 

Georg1975

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Bei uns sind die Stellen alle befristet, von 5 bis max. 12 Monaten. Och nööö, wieso sollte ich mir sowas antun? Für mich ist das prekäre Beschäftigung. Die frischen SB legen sich natürlich voll ins Zeug, immer in der Hoffnung der Vertrag wird verlängert. Wie ein Esel, dem die Mohrrübe vor dem Maul baumelt.
 

RobbiRob

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Es wird fast jeder eingestellt, ja sogar Langzeitarbeitslose von einer auf die andere Seite. Was man bekommt sind mehrmonatige Schulungen wie man Leute diskrmininiert und erzieht. Als auch wie man die Statistik schönigt.
Hast Du eigentlich auch mal sachlich fundierte Beiträge und nicht nur Polemik der übelsten Sorte?

Was bedeutet denn, „wird fast jeder eingestellt“?
Was soll uns das sagen?

Meine Meinung dazu ist, dass die JC -wie mittlerweile viele Firmen- Probleme haben, passendes Personal zu bekommen.

Zumal Befristungen wenig attraktiv für wirklich gute Leute sind.
Die gehen dann lieber in andere Firmen.

Das bedeutet allerdings kaum, dass dort jeder ohne jegliche Qualifikation anfangen kann.
Dass Stellenausschreibungen teilweise Wunschzettel von HR sind, ist in der freien Wirtschaft genauso.

Die frischen SB legen sich natürlich voll ins Zeug, immer in der Hoffnung der Vertrag wird verlängert. Wie ein Esel, dem die Mohrrübe vor dem Maul baumelt.
Das Grundübel jeder Befristung.

Wichtig ist halt, dass man bei guter Leistung eine reelle Chance auf eine unbefristete Stelle hat.
 

Zermürbt38

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Hast Du eigentlich auch mal sachlich fundierte Beiträge und nicht nur Polemik der übelsten Sorte?
Du meinst wie du! Ich gebe nur meine Erfahrungen wieder! Weiterhin habe ich etliche Freunde und Bekannte im JC sitzen. Da guckste wa!
Ach und im übrigen einen Daumen runter zugeben ist eine Frechheit, vor allem wenn man nicht mal versteht was man damit sagen möchte. Und du hast es nicht verstanden, genauso wie die anderen beiden. Aber macht nichts. Andere sind der gleichen Meinung und bekommen kein Daumen runter. Komisch das ganze. Aber jedem das seine!
 

Helga40

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Dir ist aber schon klar, dass du keine Meinung kund getan hast, sondern Behauptungen aufgestellt hast? Dass fast jeder eingestellt wird, ist keine Meinung, sondern eine Behauptung. Dass es Schulungen zu Diskriminierung gibt, ist ebenfalls keine Meinung, sondern eine Behauptung. Genauso wie du behauptest, dass es Schulungen zur Statistikfälschung gibt. Ebenfalls keine Meinungsäußerung, sondern eben eine klare Behauptung.

Der Unterschied zwischen Meinung und Behauptung ist dir klar oder muss der näher erläutert werden?

Ach ja: es wird weder "fast jeder" eingestellt, noch gibt es solche Schulungen. Es gibt Schulungen für Quereinsteiger und zwar fachlich, je nach Einsatzbereich des Quereinsteigers. Und nicht jeder wird behalten, selbst, wenn fachliche Kompetenz vorhanden ist. Einen Kollegen, der seine stinkenden Schuhe ins Fenster stellt, bei Runden, in welchen jemand was ausgibt, das doppelte und dreifache von dem einsackt, was die anderen Kollegen nehmen und sich weder wäscht noch die Zähne putzt, kann nämlich fachlich noch so gut sein, den will niemand als Kollegen.
 

Else Kling

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Ach und im übrigen einen Daumen runter zugeben ist eine Frechheit, vor allem wenn man nicht mal versteht was man damit sagen möchte. Und du hast es nicht verstanden, genauso wie die anderen beiden.
Aber Daumen runter als Trotzreaktion auf alte Beiträge von mir ist natürlich bedeutend erwachsener.
 

Ottokar

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Im für mich zuständigen Arbeitsamt herrscht, örtlichen Gerüchten zur Folge, Personalüberschuß und perspektivisch Personalabbau am Horizont.
 
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