Stimmt es, daß eine Fortbildung via Bildungsgutschein nur dann möglich ist, wenn mindestens 50% des Unterrichts als Präsenzunterricht stattfindet?

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bluedrake

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Hallo liebe Forengemeinde,

mein SB hat mir mitgeteilt, daß eine Fortbildung via Bildungsgutschein nur dann möglich ist, wenn mindestens 50% des Unterrichts als Präsenzunterricht stattfindet.
Das ist sehr unglücklich für mich, weil alle passenden Angebote aktuell coronabedingt nur als Fernunterricht (online) angeboten werden.

Kann das jemand bestätigen? Weiß jemand ob das immer so gehandhabt wird? Gibt es vielleicht einen Weg eine solche Fortbildung trotzdem zu ermöglichen?

Danke!
 

Ruhrpottmensch

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Hallo & Willkommen

Auf welche (rechtlichen) Grundlagen bezieht sich SB denn bitte da?! 🤔

Fakt ist: Der s.g. Bildungsgutschein ist im Prinzip eine "Kostenzusage" für den Bildungsträger. Nicht mehr und nicht weniger...
Und in einer Kostenzunahme kann nicht festgelegt werden, in welcher Form bzw. in welchem Anteil die Weiterbildung durchgeführt werden "muss". Schon gar nicht momentan...

Ich würde an Deiner Stelle mal schriftlich beim SB nachfragen, auf welche Rechtsgrundlagen er sich bei seiner Aussage bezieht.
Fruchtet das nicht, dann auf jeden Fall in Widerspruch gehen, falls eine Ablehnung des Bildungsgutschein kommt...
 

bluedrake

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Hallo und Danke für deine Antwort!

In meinem Berufsfeld könnte ich mit einer bestimmten Fortbildung meine Chancen auf Einstellung MASSIV erhöhen, da die zu erlangenen Fähigkeiten meine bisherigen Kompetenzen ideal ergänzen würden. Dies habe ich meinem SB in einem Gespräch mitgeteilt. Glücklicherweise hat dieser sich zunächst offen gezeigt für eine solche Fortbildung und mir geraten, mich nach passenden Angeboten im Kursnet umzuschauen. In einem weiteren Gespräch wurde mir dann aber gesagt, daß eine solche Fortbildung nur bei 50% Präsenzunterricht möglich wäre. Das macht die Sache natürlich unmöglich, weil alle Anbieter momentan nur online unterrichten.

Wie kann ich jetzt am besten Vorgehen? Habe ich einen Anspruch auf eine solche Fortbildung oder hängt das von der Kulanz meines SB's ab? Kann ich die Sache irgendwie forcieren?

Falls das relevant ist: Es ist so, daß ich erst seit wenigen Monaten ALG2 beziehe.
 

Ruhrpottmensch

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Wie kann ich jetzt am besten Vorgehen?
Wie gesagt: Mal nachfragen auf welche Rechtsgrundlagen sich der SB bei der Aussage -das min. 50% in Präsenz stattfinden muss- bezieht...
Habe ich einen Anspruch auf eine solche Fortbildung oder hängt das von der Kulanz meines SB's ab? Kann ich die Sache irgendwie forcieren?
Nein, einen "Anspruch" auf den s.g. AVGS (Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein) hast Du im ALG2 leider nicht. Siehe §16 SGB II (Ist eine s.g. "Kann-Leistung").

 

yux1000

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Ich hab aktuell ein Onlinestudium, als reines Selbststudium, welches ich auch dauerhaft von zuhause betreibe, per Bildungsgutschein für 18 Monate genehmigt bekommen. Präsenzunterricht ist meines erachtens nur erforderlich wenn es sich dabei um eine Umschulung mit anerkanntem IHK Abschluss handelt die per Bildungsgutschein gefördert werden soll und auch bei solch einer Umschulung muss der Präsenzunterricht nicht zu 100% stattfinden. Ich hatte in 2019 eine Umschulung zum Fachinformatiker angefangen, der Präsenzunterricht fand von 8 Uhr bis 12 Uhr in der Schule statt. Danach durften wir nach hause fahren und mussten dort die restlichen Unterichtseinheiten absolvieren. Das heißt wir hatten dort 50% Präsenz und 50% Telelearning. Uns wurde von der Schule erklärt das wir 50% Präsenzunterricht beim Träger benötigen, andernfalls wird man nicht zur Abschlussprüfung bei der IHK zugelassen.
 
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