Stimmt die von der Krankenkasse errechnete Blockfrist?

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Sunnyegypt2001

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Hallo, gerade geht es mir siedendheiß durch den Körper. Bevor ich meine Widerspruch Frist verliere frage ich hierzu die Profis.
- Die KK steuert mich Anfang Mai 2020 aus. - es leuchtet mir ein, immer wieder selber Diagnose Schlüssel.
- Aber auch, als ich in der Reha war, oder aber mein AG die ersten 6 Wochen das Gehalt stets weiter zahlte?
Ich wünsche mir so sehr erfahrene Helferlein hier, darum habe ich das Schreiben der KK hier als jpg. eingestellt.
Was meint ihr dazu. Herzliche Grüße, Su.
 

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HermineL

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Die Lohnfortzahlung zählt zu den 78 Wochen Krankengeld (6 Wochen LFZ und 72 Wochen Krankengeld) und die Reha ebenfalls.
Mit angerechnet werden immer die Zeiten in denen das Krankengeld ruht. Diese verlängern nicht die Bezugsdauer des Krankengeld.
Rechtsgrundlage ist § 49 Abs.1 Satz 1 und 3 SGB V

In diesem Punkt ist die Berechnung der KK also richtig.
 

Sunnyegypt2001

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Guten Morgen HermineL, vielen Dank, dass du dir die Zeit für mein Anliegen genommen hast. Die Blümchen💐sind virtuell für dich. - Was ist das hier doch für ein grandioses Forum?! -
Hilfsbereit, menschlich und so oft sachkundig.
Kompliment, mir sind schon 2x meine Bauchschmerzen genommen worden! Danke! 👍👍
 

saurbier

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Hallo Sunnyegypt2001,

bei den von deiner KK aufgeführten KG-Bezugszeiten solltest du dir dann mal die dir hoffentlich vorliegenden Kopie deiner AUB`s etwas genauer anschauen. Denn für die Blockfrist welche hier deine KK zugrunde legt gilt, daß es sich um die "gleiche" Krankheit handelt (Diagnoseschlüssel). Einzige Ausnahme wäre, zu der bestehenden Erkrankung für die du eine AUB erhalten ist, ist eine weitere hinzu getreten.

Bei den Blockfristen tricksen die KK´s leider öfters und schon so mancher hat hier aufgrund seiner Nachforschungen plötzlich länger KG erhalten.

Also fordere mal von deiner KK die AUB-Liste an, wenn du keine Kopien deiner AUB´s hast, denn dann kannst du es am besten prüfen, wann du mit welcher Erkrankung wie lange Krank gescchrieben wurdest.

Es scheint ja auf deinem Anhang etwas unklar zu sein mit den 163 Tagen.

Ansonsten gilt natürlich was HermineL bereits erläutert hat.


Grüße saurbier
 

Sunnyegypt2001

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Denn für die Blockfrist welche hier deine KK zugrunde legt gilt, daß es sich um die "gleiche" Krankheit handelt (Diagnoseschlüssel
Vielen Dank saurbier für den Hinweis. Ja, ich habe sämtliche Kopien und die auch gerade noch kontrolliert.
Ich vermute Du hast gezielt - "gleiche" - geschrieben, da es eher gleiche Diagnosen bei mir sind aber nicht immer der selbe Diagnose Schlüssel ist.
Mich hatte nur verwirrt, dass die 6 Wochen Reha auch implementiert sind, aber logo AU ist AU.
Danke, deine Hilfe ist Gold wert. 👍
 

saurbier

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Hallo Sunnyegypt2001,

Nun ja, die Feststellung "gleiche" bezieht sich darauf, daß vereinfacht gesagt du nicht wegen einem Beinbruch in der Vergangenheit 8 Wochen KG erhalten hast und man dir jetzt diese Bezugszeit bei deinem jetzigen Diagnoseschlüssel z.B. HWS-Probleme mit anrechnet. Wir haben hier in der Vergangenheit schon so manches miterleben dürfen.

Wenn ich mich da noch so recht erinnere, wollte man jemanden der in den letzten zig Monaten mit M54.xx AU geschrieben wurde eine F Diagnose mit welcher er in der Vergangenheit lange AU war mit anrechnen. Erst der genaue Blick in die AUB Liste viele Jahre zurück brachte dann eine Klärung woraufhin die KK dann ihren Aussterungstermin entsprechend abänderte und er noch Monate weiter KG erhielt. Man sollte dabei auch immer bedenken, es geht hier um nicht wenig Geld, sowohl für sich selbst (KG ca. 80% des letzten Einmommens, anstatt 60/67% beim dann ggf. folgenden ALG-I) als sicherlich auch für die KK´s bei der Masse. Da lohnt sich sicherlich ein ganz genauer Blick.

Wenn du natürlich alle AUB-Belege der letzten Jahre in deinen Akten hast (Kopie), dann ist das natürlich erfreulich (zumal das leider bei den wenigsten der Fall ist) und du kannst es schnell und vor allem unbürokratisch in Ruhe prüfen.

Ich vermute Du hast gezielt - "gleiche" - geschrieben, da es eher gleiche Diagnosen bei mir sind aber nicht immer der selbe Diagnose Schlüssel ist.

Nun das verwirrt mich jetzt, wie bitte soll das funktionieren - gleich Diagnose aber nicht der selbe Diagnoseschlüssel -. Z.B. der ICD-Schlüssel M54.4 sagt aus Lumboischialgie, sollten da andere Diagnoseschlüssel hinzu kommen, muß man sehr genau schauen ob dieser in einem ursächlichen Zusamenhang steht (Kausalität), denn sowas würde die KK liebend gerne so sehen. Dazu müßte man das dann mit dem behandelnden Arzt erörtern. Wie gesagt VORSICHT ist hier das Sichwort.


Grüße saurbier
 

Sunnyegypt2001

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Nun das verwirrt mich jetzt, wie bitte soll das funktionieren - gleich Diagnose aber nicht der selbe Diagnoseschlüssel
Hallo saurbier
Jetzt bin ich auch leicht verwirrt, darum hänge ich einmal meine Diagnoseschlüssel als Datei an, vielleicht kannst du da, eher als ich, eine evtl. Ungereimtheit erkennen.
Danke für deine Mühe.
Viele Grüße Su.
 

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saurbier

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Hallo Sunnyegypt2001,

Also so wie ich das sehe dreht es sich hier um durchgehende Belastungsstörungen als auch depressive Störungen. Die Frage hier wäre lediglich, stehen bei in einem ursächlichen Zusammenhang und das kann dir nur der Facharzt sagen (unsereins ist leider ein Laie). Wenn ja dann stimmt die Berechnung so.


Grüße saurbier
 
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