Stimmt die Höhe meines ALG 1 Anspruchs nach Aussteuerung aus dem Krankengeld ???

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Esra

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Hallo!
Bin total überfordert mit der AGL1 Berechnung!Ich beziehe Krankengeld und werde bald ausgesteuert!Habe mein Arbeitsstelle noch aber bin noch Krank geschrieben!

Nun habe ich mich bei der Agentur gemeldet und habe gesagt bekommen das das AGL viel weniger ist wie Krankengeld!Krankengeld hatte ich etwas über 1600 Euro und AGL soll um die 1100 Euro sein!
Mich hat der Schlag getroffen,wie kann das sein das ist für ein Single zu viel um zu Sterben und zu wenig um zu Leben!Dafür hat man eingezahlt wo man am Ende etwas mehr wie Sozialhilfe bekommt!
Kann das sein mein Gehalt war 2776 Brutto und hatte noch etwa pro Jahr einmal etwa 2000 Euro Brutto an Zuwendung!Bin Krankenschwester im öffentlichen Dienst!

Ich habe so eine Angst vor allem was auf mich zu kommt und vorallen werden sie mich als auffordern mit Eingliederung bei denen ihr Gutachten was ihre Ärzte schreiben alles ja möglich!Ich habe so eine Angst!
Kann das wirklich sein das die AGL1 wirklich noch nicht mal 1100 Euro wird?Danke im Voraus ?
 

Helga40

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Bei mir geht der Link.

Es ist so, dass, weil du in den letzten 2 Jahren keine 150 Tage mit Lohn hattest, du nicht nach deinem alten Verdienst eingestuft wirst, sondern fiktiv nach einer Qualifikationsgruppe. Das ist bei dir die 3, weil du "nur" eine Ausbildung als Qualifikation hast. Dadurch ist dein Bemessungsentgelt für das Alg1 niedriger und daher auch das Alg1 .

Im dritten Link wird eigentlich alles gut erklärt, du musst nur Elternzeit mit Zeit der Erkrankung austauschen.
 

TazD

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Moinsen Esra!
Ich war so frei und hab' den Titel Deines Fadens mal etwas griffiger gestaltet. Eine vollständige Frage ist immer nett - und soviel Zeit muß sein ... ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11
[FONT=Arial,Wide Latin]11. Themen/Threads erstellen[/FONT]
[FONT=Arial,Wide Latin]Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!! oder [/FONT]AGL1 -Berechnung!!![FONT=Arial,Wide Latin], sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt![/FONT]
Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf 110! Zeichen erweitert. Da passt deutlich mehr als ein bis drei Worte rein...
Erhellendes zum Thema findet man auch hier ->klick

Ich wünsche Dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt hier im Forum.
 

Doppeloma

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Hallo Esra, :welcome:

Bin total überfordert mit der AGL1 Berechnung!Ich beziehe Krankengeld und werde bald ausgesteuert!Habe mein Arbeitsstelle noch aber bin noch Krank geschrieben!

Da kann ich dem Hinweis von @Helga40 auf "fiktive Berechnung" nicht folgen, das ist in der Regel nach einer Aussteuerung noch nicht zutreffend. :icon_evil:

Ich wurde selbst auch ausgesteuert nach 78 Wochen Krankengeld und mein ALGI wurde nach dem letzten Einkommen VOR Beginn der AU berechnet, ich wüsste nicht, warum das bei dir jetzt anders sein sollte.

Hast du denn schon die Lohnbescheinigung von deinem AG ausfüllen lassen, da sollte doch zu erkennen sein, welche Einkünfte bescheinigt wurden, ab wann wirst du denn ausgesteuert ... ohne die Unterlagen und den Antrag kann dir zunächst mal noch Niemand genau sagen, wie hoch dein ALGI wirklich sein wird (auch nicht bei der AfA ).

Nun habe ich mich bei der Agentur gemeldet und habe gesagt bekommen das das AGL viel weniger ist wie Krankengeld!Krankengeld hatte ich etwas über 1600 Euro und AGL soll um die 1100 Euro sein!

In der Regel ist es aber tatsächlich so, dass dein ALGI (deutlich) weniger sein wird als das bisherige Krankengeld, das liegt daran, dass Krankengeld ganz anders berechnet wird als das ALGI ... und etwa 75 - 80 % vom letzten (Netto) Einkommen beträgt.

ALGI beträgt nur ca. 60 % (vom Netto) ohne Kinder im Haushalt und 67 % (vom Netto) wenn es noch unterhaltberechtigte Kinder gibt.

Der Brutto-Betrag alleine hilft hier nicht weiter, du hast ja auch Abzüge (Steuern/ Versicherung usw.), es könnten (Steuer- und Versicherungsfreie) Schichtzuschläge dabei sein, die gehören aber NICHT zum regulären Durchschnitts-Einkommen, das für ALGI berücksichtigt wird.

Jährliche Sonderzahlungen werden natürlich mit einbezogen, sofern sie Versicherungspflichtig waren (Urlaubsgeld / Weihnachtsgeld), ich gehe mal davon aus, dass dir eine konkrete Berechnung der AfA / ein Bescheid noch gar nicht vorliegt. :icon_evil:

Wenn ich das mal grob "überschlage" (unter Berücksichtigung von pauschal 35 % Abzügen aus deinem Brutto) komme ich allerdings auch auf knapp über 1100 € ALGI ... da sehe ich keine "fiktive" Berechnungsgrundlage.

Mich hat der Schlag getroffen,wie kann das sein das ist für ein Single zu viel um zu Sterben und zu wenig um zu Leben!Dafür hat man eingezahlt wo man am Ende etwas mehr wie Sozialhilfe bekommt!

Nun mal langsam, ich glaube nicht, dass du weißt wie "hoch" Sozial-HILFE so in der Regel sein wird (für einen Single aktuell 404 € Regelsatz + Wohnkosten nach "Angemessenheit" der Behörde) ... und bei längerer Krankheit muss man sich leider irgendwann darauf einrichten, dass es mit dem Einkommen immer weiter abwärts geht ... :sorry:

Kann das sein mein Gehalt war 2776 Brutto und hatte noch etwa pro Jahr einmal etwa 2000 Euro Brutto an Zuwendung!Bin Krankenschwester im öffentlichen Dienst!

Die Lohnersatzleistungen (Krankengeld / ALGI ) sollen ja nur einen (eigentlich) vorübergehenden Lohnausfall "abfedern", leider geht es Allen genau so, wenn sie unerwartet länger krank werden und vielleicht irgendwann gar nicht mehr arbeiten können, dass es mit dem Geld immer knapper wird.

Einen vollen Lohn-Ausgleich bekommt man nur die ersten 6 Wochen noch direkt vom AG ... da schreibe ich dir sicher nichts, was dir nicht schon bekannt sein dürfte.

Ich habe so eine Angst vor allem was auf mich zu kommt und vorallen werden sie mich als auffordern mit Eingliederung bei denen ihr Gutachten was ihre Ärzte schreiben alles ja möglich!Ich habe so eine Angst!

Hast du dir noch nie Gedanken darum gemacht, was so auf dich zu kommen könnte wenn du länger krank bist und vielleicht mal gar nicht mehr arbeiten kannst oder nicht mehr in deinem Beruf ?

Warst du mal in einer med. Reha (während der AU verlangt das ja die KK oft schon), immerhin dauert es ja 1,5 Jahre bis man aus dem Krankengeld ausgesteuert wird ... und die KK zahlen aktuell auch nicht mehr so gerne so lange ... wenn es sich (durch eine Reha-Maßnahme) vielleicht vermeiden lässt. :icon_kinn:

Kann das wirklich sein das die AGL1 wirklich noch nicht mal 1100 Euro wird?Danke im Voraus ?

Ja, das kann durchaus sein, aber nur wenn in deinem Brutto noch Schichtzuschläge drin sein sollten, die nicht berücksichtigt werden ... letztlich wirst du es genau wissen wenn du deinen Antrag samt Lohnbescheinigung abgegeben hast und die AfA dir den Bescheid schickt.

Wir hatten zu Zweit mal gute 800 € ALGI zur Verfügung (nach meiner Aussteuerung) mit Wohngeld dazu haben wir das auch "irgendwie überlebt" ... viel wichtiger solltest du jetzt darüber nachdenken, wie es überhaupt weiter gehen soll für dich beruflich ...

Welche konkrete Angst hast du jetzt im Bezug auf eine "Eingliederung", wenn du die bisherige Arbeit nicht mehr machen kannst, gibt es auch keine Eingliederung mehr ... hast du schon mal über EM-Rente nachgedacht ???

Ich schiebe dein Thema mal in einen besseren Bereich, da wirst du mehr Infos dazu finden, was nach einer Aussteuerung bei der AfA so zu beachten ist ...

Das hat mit ALGI wegen "normaler Arbeitslosigkeit" nämlich nur noch wenig zu tun ... der zustehende Betrag des ALGI und die Anspruchsdauer ändert sich allerdings auch nicht in der "Nahtlosigkeit" nach § 145 SGB III :icon_evil:

Wir lesen uns dort wahrscheinlich auch mal wieder ...

MfG Doppeloma
 
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Helga40

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Wenn du eine andere Rechtsnormen für den Bemessungszeitraum und das Bemessungsentgelt findest, dann poste sie. Es ist und bleibt dabei, dass die TE keine 150 Tage in den letzten 2 Jahren zusammen bekommt und daher fiktiv eingestuft wird.

Ob das bei dir anders war und warum, weiß ich nicht. Vielleicht hattest du Glück und jemand hat sich geirrt oder dein Lohn war vorher entsprechend der fiktiven Einstufung, so dass sich da kein (großer) Unterschied ergab.

Hier mal eine Auskunft aus einem anderen Forum, der dort antwortende User ist mir persönlich bekannt und war langjähriger Leistungs SB bei der BA (jetzt Rente) :

Berechnung ALG 1 nach langer Krankheit ?

Auch bei "Frag einen Anwalt" gibt es keine andere Antwort:

Arbeitslosengeld nach Krankheit? - frag-einen-anwalt.de
 

Doppeloma

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Hallo Helga40,

Wenn du eine andere Rechtsnormen für den Bemessungszeitraum und das Bemessungsentgelt findest, dann poste sie. Es ist und bleibt dabei, dass die TE keine 150 Tage in den letzten 2 Jahren zusammen bekommt und daher fiktiv eingestuft wird.

Dafür brauche ich keine anderen rechtsnormen, dafür muss man nur etwas rechnen können, dass auf 2 Jahre erweitert wird wenn ein Jahr nicht reicht weißt du ja schon ...

Krankengeld bis zur Aussteuerung gibt es (in der Regel) höchstens 78 Wochen ( = 18 Monate) das muss auch nicht unbedingt durchgehend gewesen sein, und 150 Tage mit Arbeitseinkommen sind genau 5 Monate, da bleibt man also noch INNERHALB der erforderlichen 2 Jahre.

Ob das bei dir anders war und warum, weiß ich nicht. Vielleicht hattest du Glück und jemand hat sich geirrt oder dein Lohn war vorher entsprechend der fiktiven Einstufung, so dass sich da kein (großer) Unterschied ergab.

Das war bei mir nicht anders und ich hatte auch kein besonderes "Glück", es war ganz einfach korrekt berechnet von der AfA entsprechend genau der gesetzlichen Grundlagen, die du für den "Beweis" des Gegenteiles verlinkt hast ...

Es mag Ausnahmen geben wo das anders ist, aber im hier vorliegnden fall ist das auch genau so ... wenn sie vor Beginn der AU (wenigstens 150 Tage) gearbeitet hat.

Ich habe auch eine Bekannte bei der es durch Überschreiten der Blockfrist (vor der Aussteuerung) zu deutlich längerer Krankengeldzahlung kam, da wurde dann tatsächlich das ALGI "fiktiv" berechnet, sie bekam durch diesen "glücklichen" Umstand aber auch fast 3 Jahre Krankengeld gezahlt.

MfG Doppeloma
 

saurbier

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Also ich kann mich da Doppeloma nur anschließen.

Ich hab es nun 2 mal erlebt und beide male bekam ich meine ALG-I nach dem letzten Einkommen berechnet. Aber wie Doppeloma ausführte, ergibt sich dies auch logisch aus den entsprechenden Zeiträumen (2 Jahre gleich 731 Tage minus 546 Tage max. KG-Anspruch verbleiben 185 Tage ALG-I Berechnungszeitraum).

So ist eben der finanzielle Abstieg bei den meisten Langzeitkranken vorprogrammiert, wenn man seinen bisherigen Lebensstandart nicht unverzüglich reduziert, weil man doch insgeheim immer noch die Hoffnung hegt bald wieder in Arbeit zu kommen.

Hier würde dann der Fernsehbericht von vorgestern abend auf ARTE sehr gut passen, welcher dort über das Thema steigende Verschuldung durch Krankheit/Arbeitslosigkeit oder Scheidung und die damit verbundenen Tabus berichtete.


Grüße saurbier
 
G

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Die Frage wäre einfach zu beantworten, wenn TE mal sagen würde, ob 150 Tage zusammenkommen.

Alles andere ist Spekulatius, denn es gibt sehr wohl Konstellationen, wo die 150 Tage / 24Monate auch bei Krankengeld nicht zusammenkommen.
Einen Hinweis hat @Doppeloma ja schon gegeben.
 

Doppeloma

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Hallo RobbiRob,

Die Frage wäre einfach zu beantworten, wenn TE mal sagen würde, ob 150 Tage zusammenkommen.

Man braucht eigentlich nur den ersten Beitrag richtig lesen, dann ist soweit schon nachvollziehbar, dass es sich wohl um die meist uebliche Konstellation bei einer Aussteuerung handeln wird.

Esra hat oben geschrieben...

Bin total überfordert mit der AGL1 Berechnung!Ich beziehe Krankengeld und werde bald ausgesteuert!Habe mein Arbeitsstelle noch aber bin noch Krank geschrieben!

Es ist also stark anzunehmen, dass dann hoechstens 78 Wochen Krankengeld durchgehend bezogen und direkt davor noch gearbeitet wurde ... weitere Informationen kann aber wirklich nur die TE selber geben.

MfG Doppeloma
 

Dark Vampire

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bei mir wurde auch so berechnet wie bei Doppeloma und Saurbier....und 1100 Euro kommen gut hin

damit muss man eben leben lernen, andere mussten das auch , ich auch, und heut leb ich mit nur 800 Euro recht gut weil Miete angemessen ist und ich alleine bin.
 
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