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Stiftungsantrag stellen, wenn etwas kaputt geht ....

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#1
In jeder Gemeinde oder Stadt gibt es ein Sozialbürgerhaus oder aber einen sogenannten "Allgemeinen Sozialdienst", Caritas oder andere soziale Einrichtungen. Wenn es dort nichts gibt, dann in die der nächstgelegenen Stadt suchen.

Der dort zuständige Sozialdienstmitarbeiter kennt Stiftungen wo er einen Stiftungsantrag für Dich stellen kann z.B. für eine kaputte Waschmaschine, für dringend notwendige Reparaturen in der Wohnung, für evtl. längst überfällige Malerarbeiten usw.

Der Antrag wird Dir in der Regel vom Sozialdienstmitarbeiter zum Ausfüllen gegeben. Den Antrag muss man dann an den Sozialdienstmitarbeiter zurückgeben mit allen erforderlichen Unterlagen und natürlich auch komplett ausgefüllt. Desweiteren ist normalerweise auch ein Kostenvoranschlag beizufügen oder eben ein dementsprechendes Angebot.

Der Sozialdienstmitarbeiter verfasst dann eine sozialpädagogische Stellungnahme und sendet alles zusammen an die jeweilige Stiftung. Dauert dann zwar ein bisschen - aber immerhin ....

Also - einfach mal erkundigen und nachfragen - auch bei Caritas usw.
Sowas gibt es fast überall. Und nicht abwimmeln lassen und schön brav fragen :wink:

Viel Erfolg!
 
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#2
Mit Sicherheit sinnvoll, dass es solche Möglichkeiten für den Notfall gibt. Allerdings schlimm, dass wir sie in unserer Gesellschaft in diesem Umfang brauchen und viele, die einen gesetzlichen Anspruch z. B. auf neue Möbel, eine neue Waschmaschine oder neue Kleidung haben, auf diese Angebote verwiesen werden und ihnen die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, wo man einkauft, verwehrt wird.

Im Einzelfall kann es sich lohnen, genau zu überprüfen, welche Ansprüche z. B. für Erstausstattung, Mehrbedarfe usw. entstehen und hartnäckig zu bleiben.
 

Kerstin_K

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#3
Das Problem mit Stiftungen ist halt auch, dass auch dort nur Mittel in begrenztem Umfang zur Verfügung stehen. Deshalb sind viele Stiftungen gezwungen, den Personenkreis, den sie fördern, immer mehr einzuschränken, damit sie den Ansturm der Anträge überhaupt noch bewältigen können.
 

catwoman666666

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#4
Das Problem mit Stiftungen ist halt auch, dass auch dort nur Mittel in begrenztem Umfang zur Verfügung stehen. Deshalb sind viele Stiftungen gezwungen, den Personenkreis, den sie fördern, immer mehr einzuschränken, damit sie den Ansturm der Anträge überhaupt noch bewältigen können.
Dazu kommt noch, wenn man einmal das Glück hatte, von einer Stiftung eine Zuwendung bekommen zu haben, ist i. d. R. für längere Zeit chancenlos, wieder was zu bekommen.
 
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  Th.Starter/in  
#5
Dazu kommt noch, wenn man einmal das Glück hatte, von einer Stiftung eine Zuwendung bekommen zu haben, ist i. d. R. für längere Zeit chancenlos, wieder was zu bekommen.


Jährlich könnte man .... und in Großstädten gibt es einige Stiftungen.

Ein Versuch lohnt sich - muss ja auch immer der Sozialpädagoge mitspielen und der kommt in der Regel zu Dir nach Hause und spricht mit Dir und schaut sich um usw.
 

Kerstin_K

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#6
Das kann jede Stiftung eigene Regeln für sich aufstellen.
 
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  Th.Starter/in  
#7
Das kann jede Stiftung eigene Regeln für sich aufstellen.
Ja klar! Dennoch weiß der Sozialpädagoge wohin er den Antrag stellen kann. Der ist doch informiert und weiß hierüber Bescheid.
 
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#8
Ich kann nur eines dazu sagen. Es ist kein betteln!

So mancher, der noch niemals was in den Staat eingezahlt hat, kassiert ohne Ende. Ebenso ist es bei den Renten.

Und ich bin der Meinung, daß man ruhig auch einmal wo vorsprechen kann, wo einem geholfen wird. Ich würde mich dafür nicht schämen! Noch dazu wo ich schon 30 Jahre unseren tollen Staat und mein Bayernland mit Steuern und Abgaben gefüttert habe, damit die alles zum Fenster rausschmeissen können, sich selbst bereichern können und sich mit Spenden nach Tambuktiland Ansehen in der Welt verschaffen wollen.

Sollen die mal lieber im eigenen Land "spenden". Deppen die!
Man ich werd da sowas von sauer :icon_motz:
 
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#9
In jeder Gemeinde oder Stadt gibt es ein Sozialbürgerhaus oder aber einen sogenannten "Allgemeinen Sozialdienst", Caritas oder andere soziale Einrichtungen. Wenn es dort nichts gibt, dann in die der nächstgelegenen Stadt suchen.

Der dort zuständige Sozialdienstmitarbeiter kennt Stiftungen wo er einen Stiftungsantrag für Dich stellen kann z.B. für eine kaputte Waschmaschine, für dringend notwendige Reparaturen in der Wohnung, für evtl. längst überfällige Malerarbeiten usw.

Der Antrag wird Dir in der Regel vom Sozialdienstmitarbeiter zum Ausfüllen gegeben. Den Antrag muss man dann an den Sozialdienstmitarbeiter zurückgeben mit allen erforderlichen Unterlagen und natürlich auch komplett ausgefüllt. Desweiteren ist normalerweise auch ein Kostenvoranschlag beizufügen oder eben ein dementsprechendes Angebot.

Der Sozialdienstmitarbeiter verfasst dann eine sozialpädagogische Stellungnahme und sendet alles zusammen an die jeweilige Stiftung. Dauert dann zwar ein bisschen - aber immerhin ....

Also - einfach mal erkundigen und nachfragen - auch bei Caritas usw.
Sowas gibt es fast überall. Und nicht abwimmeln lassen und schön brav fragen :wink:

Viel Erfolg!
Im übrigen sollte das ein Tip gewesen sein, für solche Menschen die nicht mehr ein noch aus wissen. Das muss man nun hier nicht zerpflücken. Vor allem trauen sich arme Menschen sowieso kaum noch irgendetwas.

Bin der Meinung, daß man auch solche Tips ruhig mal weitergeben kann. Viele wissen das nämlich nicht.

 
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#10
Ich kann nur eines dazu sagen. Es ist kein betteln!

So mancher, der noch niemals was in den Staat eingezahlt hat, kassiert ohne Ende. Ebenso ist es bei den Renten.

Und ich bin der Meinung, daß man ruhig auch einmal wo vorsprechen kann, wo einem geholfen wird. Ich würde mich dafür nicht schämen! Noch dazu wo ich schon 30 Jahre unseren tollen Staat und mein Bayernland mit Steuern und Abgaben gefüttert habe, damit die alles zum Fenster rausschmeissen können, sich selbst bereichern können und sich mit Spenden nach Tambuktiland Ansehen in der Welt verschaffen wollen.

Sollen die mal lieber im eigenen Land "spenden". Deppen die!
Man ich werd da sowas von sauer :icon_motz:
Mir gehts ähnlich muci. Ich beantrage bald Bekleidungsgeld für meine Lütte, von der Mutter-und Kind-Stiftung. Darf man jedes Jahr bis sie drei Jahre ist. Auch bei Umzug gibt es etwas. Ich tu das für mein Kind. Selbst die Sachbarbeiterin meinte das letzte Mal (Bei Beantragung der Erstausstattung 2006), dass ich kommen SOLL und mich nicht schämen muss. Dann quatschen wir über eine Stunde und sie freut sich, dass jemand keine Abtreibung vorgenommen hat. Ich habe sie aber auch so schon besucht.
Ich kann nur sagen, dass es jährlich möglich ist und auch in besonderen Situationen.
Habe das hier auch schon mehrfach erwähnt und in einem anderen Forum bin ich dafür gesperrt wurden. Die wollten das eben unbedingt von der Arge und nicht von der Stiftung, da fällt mir nichts mehr ein.
 
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  Th.Starter/in  
#11
Mit Sicherheit sinnvoll, dass es solche Möglichkeiten für den Notfall gibt. Allerdings schlimm, dass wir sie in unserer Gesellschaft in diesem Umfang brauchen und viele, die einen gesetzlichen Anspruch z. B. auf neue Möbel, eine neue Waschmaschine oder neue Kleidung haben, auf diese Angebote verwiesen werden und ihnen die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, wo man einkauft, verwehrt wird.

Im Einzelfall kann es sich lohnen, genau zu überprüfen, welche Ansprüche z. B. für Erstausstattung, Mehrbedarfe usw. entstehen und hartnäckig zu bleiben.
Jetzt mal ein Fall aus der Praxis. Ich bekam 1250€ Erstausstattung, kann das auch beweisen und ich darf einkaufen, wo ich will, neu. Musste nur Quittungen aufheben, hat aber bisher keiner zum Ansehen verlangt! Und ich war kein Hartz4-Empfänger, sondern Geringverdiener. Hartz4-Empfänger bekommen einen Teil von der Arge und den Rest von der Stiftung, wenn sie das wollen. Zwingen kann man niemanden. ;-)
 

Sonntagsmaja

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#12
Ich habe auch schon Stiftungen in Anspruch genommen. Ich kann auch nur bekräftigen: Es ist kein betteln!
Man stellt z.B. hier beim kommunalen Sozialdienst eine Art "Antrag"; meist mündlich und dann sagt man, was man dringend brauch und warum und der Sozialarbeiter schreibt selbst noch eine kurze Begründung für diesen Antrag (z.B. jahrelanger ALG II/Sozialhilfebezug und das aus eigenen Mitteln der Gegenstand nicht beschafft werden kann etc.).

Die Stiftung entscheidet dann und man bekommt Nachricht (hier dann vom Stiftungsamt) und kurze Zeit später dann das Geld aufs Konto.

Ich bekam einmal ungerechnet ca.120 Euro für Wollsachen/Pullover. Bei mir war eine ganze Waschmaschinenladung Pullover verdorben und auf Puppengröße geschrumpft, weil mein Sohn in einem unbeaufsichtigten Moment am Temperaturregler gespielt hat und aus einem Kaltwasch-Schonprogramm eine 95° Kochwäsche gemacht hat:icon_mad:

Das zählte auch als Notfall und wurde stiftungsmässig auch anerkannt.
 

biddy

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#13
Bei mir war eine ganze Waschmaschinenladung Pullover verdorben und auf Puppengröße geschrumpft, weil mein Sohn in einem unbeaufsichtigten Moment am Temperaturregler gespielt hat und aus einem Kaltwasch-Schonprogramm eine 95° Kochwäsche gemacht hat:icon_mad:
Aha, Dein Sohn ... :biggrin:


*offtopic-ende*
 

biddy

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#16
Na gut, dann will ich Dir mal glauben, dass Du es nicht selbst warst... :icon_razz:

:icon_wink:
 

Sonntagsmaja

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#17
:wink:
Bei der Familienhilfe kannte man meinen Sohn. Daher war die Schilderung meines Schadenfalls mehr als glaubwürdig.

Einige Zeit vorher hat er Blumengiesswasser über den Fernseher gegossen. Da bekam ich von Bekannten ein altes Ersatzgerät und brauchte in dem Fall keine Finanzspritze.
Aber diese Schandtat kannte meine Sozialarbeiterin auch:smile:
 
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#18
Muss ich jetzt ganz lieb sein und meinem SB gehorchen, damit im Falle des Falles er mir die Adresse eines möglichen Helfer gibt?

Ist das dann nicht Einkommen. Waschmaschine ist angeblich im Regelsatz enthalten. Somit ist die von Caritas dann wohl als Einkommen zu deklarieren. Wie gut, dass mein SB den Fall schon kennt. Er beugt das Recht, damit es mir, dem Dressierten, besser geht?
 

Kaulquappe

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#19
In jeder Gemeinde oder Stadt gibt es ein Sozialbürgerhaus oder aber einen sogenannten "Allgemeinen Sozialdienst", Caritas oder andere soziale Einrichtungen. Wenn es dort nichts gibt, dann in die der nächstgelegenen Stadt suchen.

Der dort zuständige Sozialdienstmitarbeiter kennt Stiftungen wo er einen Stiftungsantrag für Dich stellen kann z.B. für eine kaputte Waschmaschine, für dringend notwendige Reparaturen in der Wohnung, für evtl. längst überfällige Malerarbeiten usw.

Der Antrag wird Dir in der Regel vom Sozialdienstmitarbeiter zum Ausfüllen gegeben. Den Antrag muss man dann an den Sozialdienstmitarbeiter zurückgeben mit allen erforderlichen Unterlagen und natürlich auch komplett ausgefüllt. Desweiteren ist normalerweise auch ein Kostenvoranschlag beizufügen oder eben ein dementsprechendes Angebot.

Der Sozialdienstmitarbeiter verfasst dann eine sozialpädagogische Stellungnahme und sendet alles zusammen an die jeweilige Stiftung. Dauert dann zwar ein bisschen - aber immerhin ....

Also - einfach mal erkundigen und nachfragen - auch bei Caritas usw.
Sowas gibt es fast überall. Und nicht abwimmeln lassen und schön brav fragen :wink:

Viel Erfolg!
Muci, vielen Dank, dass du diese Information weiter gibst :icon_daumen: Ich habe große Angst davor, etwas sehr Notwendiges zu brauchen (weil kaputt gegangen o.ä.) und nicht weiter zu wissen.

Sollte es zB nur die Caritas geben, die ist ja kirchlich ... muss man da in der Kirche sein, um etwas zu bekommen?
 
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#20
Muci, vielen Dank, dass du diese Information weiter gibst :icon_daumen: Ich habe große Angst davor, etwas sehr Notwendiges zu brauchen (weil kaputt gegangen o.ä.) und nicht weiter zu wissen.

Sollte es zB nur die Caritas geben, die ist ja kirchlich ... muss man da in der Kirche sein, um etwas zu bekommen?
Ich weiß es nicht. Caritas war nur ein Beispiel - sicher wissen die auch Stiftungen und könnten helfen - aber irgendwo in Deiner Gegend gibt es sicher AUCH irgendeine andere soziale Einrichtung, wie oben beschrieben. Auf jeden Fall gibt es sowas in jeder größeren Gemeinde und in Städten sowieso. Einfach fragen ..... rumfragen, erkundigen .... mit Fragen erfährt man viel Neues. Und vor allem keine Angst haben - vor niemanden.
 
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#21
Muss ich jetzt ganz lieb sein und meinem SB gehorchen, damit im Falle des Falles er mir die Adresse eines möglichen Helfer gibt?

Ist das dann nicht Einkommen. Waschmaschine ist angeblich im Regelsatz enthalten. Somit ist die von Caritas dann wohl als Einkommen zu deklarieren. Wie gut, dass mein SB den Fall schon kennt. Er beugt das Recht, damit es mir, dem Dressierten, besser geht?
Du kannst auch selbst deine Beine in die Hand nehmen und musst deinen SB ganz bestimmt nicht fragen!
Nein, das ist auch kein Einkommen, weil zweckgebunden!
 
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#22
Muss ich jetzt ganz lieb sein und meinem SB gehorchen, damit im Falle des Falles er mir die Adresse eines möglichen Helfer gibt?

Ist das dann nicht Einkommen. Waschmaschine ist angeblich im Regelsatz enthalten. Somit ist die von Caritas dann wohl als Einkommen zu deklarieren. Wie gut, dass mein SB den Fall schon kennt. Er beugt das Recht, damit es mir, dem Dressierten, besser geht?
Der SB der ARGE hat damit gar nichts zu tun. Lies nochmal genauer: Es ist ein Sozialdienstmitarbeiter ... ein Sozialpädagoge, das Sozialbürgerhaus (meist im Sozialreferat einer Stadt).... eine soziale Institution - nicht die ARGE.

Und wie Andine geschrieben hat - Du bekommst ja z.B. Geld für die Waschmaschine und das ist zweckbestimmt. Bei der Waschmaschine wird es - so denke ich - ein Hinweis auf Deinem Auszug sein, daß es Stiftungsmittel für Waschmaschine sind. Ausserdem kannst Du die Bestätigung der Stiftung (daß die Waschmaschine von der Stiftung bezahlt wird) der ARGE vorlegen. Somit ist das kein Einkommen.

Ausserdem ist es z.B. so, wenn es sich z.B. um Malerarbeiten handelt, dann hast Du ja vorher ein Angebot einer Firma eingeholt. Dann bekommt man die Zustimmung der Stiftung. Die Rechnung der Malerfirma schickst Du direkt an die Stiftung. Und die Stiftung bezahlt dann die Rechnung der Malerfirma direkt an die Malerfirma.
 

catwoman666666

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#23
In Nürnberg gibt es die Diehl-Stiftung, Anträge stelt man soweit ich noch weiß, übers Sozialamt.
 

Kaulquappe

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#24
Ich weiß es nicht. Caritas war nur ein Beispiel - sicher wissen die auch Stiftungen und könnten helfen - aber irgendwo in Deiner Gegend gibt es sicher AUCH irgendeine andere soziale Einrichtung, wie oben beschrieben. Auf jeden Fall gibt es sowas in jeder größeren Gemeinde und in Städten sowieso. Einfach fragen ..... rumfragen, erkundigen .... mit Fragen erfährt man viel Neues. Und vor allem keine Angst haben - vor niemanden.
Angst habe ich keine :rolleyes: aber nicht, dass die AA nachher das gespendete Gerät oder Möbel oder was auch immer als Zufluß oder wie es heißt ansieht ... (ist mir gerade eingefallen :-( ).

OK, gerade dein posting 22 gelesen. Ich würde es, denke ich, trotzdem machen, auch wenn ich von der ARGE was befürchten müsste. Es ist krank und pervers genug, dass man diese Befürchtungen haben muss :icon_motz:
 
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#25
Euren Informationsaustausch verfolge ich mit einem sehr zwiegespaltenen Gefühl: Einerseits können wir dankbar sein, dass es Stiftungen und Vereine gibt, die Unterstützung anbieten, wenn es dringend notwendig ist. Doch andererseits ist es so, dass sozialrechtliche Ansprüche häufig nicht ausgeschöpft werden, weil ein langer, beschwerlicher Weg damit einhergeht. Und auch der Weg des politischen Engagements wird meiner Erfahrung nach eher selten genutzt.

Vielleicht könnt Ihr mir bei meiner Frage nach dem "Warum?" weiterhelfen?
 
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#26
Vielleicht könnt Ihr mir bei meiner Frage nach dem "Warum?" weiterhelfen?

Weil viele nicht mehr wissen wie es weitergehen soll und weil man sich dann vielleicht an Strohhalme klammert. Egal wie einem geholfen wird - Hauptsache es hilft überhaupt irgendjemand.
Und auch der Weg des politischen Engagements wird meiner Erfahrung nach eher selten genutzt

Ausserdem widerspricht es sich nicht verschiedene Wege gleichzeitig zu gehen.
Beantworte Du bitte warum man nicht mehrere Wege gleichzeitig gehen kann, wenn man nicht mehr weiter weiß.


Im übrigen sollte das ein Tip gewesen sein, für solche Menschen die nicht mehr ein noch aus wissen. Das muss man nun hier nicht zerpflücken. Vor allem trauen sich arme Menschen sowieso kaum noch irgendetwas.

Bin der Meinung, daß man auch solche Tips ruhig mal weitergeben kann. Viele wissen das nämlich nicht.

Stiftungsmittel sind zweckbestimmt und daher kein Einkommen!
 
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  Th.Starter/in  
#27
Warum? Weil es Dinge gibt, die alle im Regelsatz enthalten sind und doch nicht bezahlt werden können und weil es schneller geht. Stiftungen gab es auch schon vor Hartz4. Diese zu nutzen bedeutet doch nicht, dass man auf sein Recht bei Hartz4 verzichtet.
 
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#29
Wichtig: Ergänzung zur Mutter-Kind-Stiftung

Muss etwas Wichtiges zur Mutter-Kind-Stiftung ergänzen.

Dort bekommt nur die Mutter Leistungen, die schon vor der Geburt auch einen Antrag auf Erstausstattung gestellt hatte. Ich hatte das ja und wollte für eine Bekannte wegen Bekleidungsgeld nachfragen und da wurde mir das so erklärt, hatte ich auch zuvor noch im Internet gelesen.

Verstehen tue ich das nicht, kann doch jede Mutter, die zuvor nicht in Not war, in Not kommen.
 
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#30
Ich hätte das mit der Stiftung gar nicht gewusst, wenn ich damals nicht über Abtreibung nachgedacht hätte und deshalb eine Schwangerenberatung aufsuchen musste.
Seltsam, erst wenn man das Kind nicht mehr will, werden den Frauen alle finanziellen Hilfen aufgezeigt. Deshalb kann ich nur jeder Frau raten, einen Termin bei der Schwangerenberatung zu machen, aber vor der Geburt.
 
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#31
Stiftungen können manchmal der letzte Strohhalm sein, ja das ist wahr. Irgendwann, insbesondere mit Kindern wo die "Notlage" ja eigentlich fast zwei Jahrzehnte sich nicht ändert - sprich du bist immer in Notlage - hängt dir das ganze Antragstellen auch zum Halse heraus. Du kannst, und du magst keinen Antrag, keine Erklärung und kein etc. mehr abgeben.

Manche Mutter hat ihr Kind nur dadurch dass es Stiftungsmittel gibt, bei Sozialgeldbezug durchgebracht. Was eben eigentlich zum Brechen ist, aber eben auch nicht anders geht. Schlimm, dass es so sein muss.

Auch in München gibt es etliche Stiftungen, Mutter-und-Kind müsste es geben, dann auch die Marianne-Strauss-Stiftung. Bspw. hat mein Sohn seinen Schulranzen zur Einschulung über die SZ-Aktion gekriegt. Auch wenn mensch sich sehr freut dass das Kind einen guten Ranzen hat, auf der anderen Seite ist es doch alles zum Heulen. Ich engagiere mich wo es irgend nur möglich ist, doch davon hat das Kind noch lange keine Schulsachen. Jetzt geht es mit dem Beginn des neuen Schuljahre auch wieder los mit monatlichen Materialgeldern usw.

Der SB der ARGE hat damit gar nichts zu tun. Lies nochmal genauer: Es ist ein Sozialdienstmitarbeiter ... ein Sozialpädagoge, das Sozialbürgerhaus (meist im Sozialreferat einer Stadt).... eine soziale Institution - nicht die ARGE.
In München sitzen die (heissen hier ASD= Allgemeiner Sozialdienst) aber IN den ARGEN - das solltest du eigentlich wissen. Ich war schon mal so weit dass ich fast psychosomatisch auf das Gebäude des SBH (wo die ARGE drin ist) reagiert habe. Es hat sich nur gelegt, da mein RA mit mir zum letzten Gespräch am Grossen Tisch (2 SBs, 2 MAs der Wohnungsstelle + 2 MAs des JA - für den fall dass die Kinder gesichert werden müssen) dorthin ist, und wir keinesfalls zu zweit weniger waren als die zu sechst.

Also, was ich sagen wollte: Das ist schon alles ein Klüngel, und da weht ein Geist. Klar schreiben die SozPäds den Bericht. Übel wird einem trotzdem. Die Caritas könnte bspw. solche Berichte ebenfalls machen, macht es aber nicht und schickt einen für den Bericht zum ASD.

Es ist schon alles so angelegt, dass keiner ihnen auskommt.


Emily


PS: Auch vom Anblick von Gebäuden - man sollte es nicht glauben, kann man retraumatisiert werden. Hier mein Trauma: Sozialbürgerhaus Mitte muenchen.de
 

isabel

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#32
Ich wollte eigentlich gar nichts dazu schreiben, aber ich möchte es doch.
Hannover, Evangelische Hilfe: Leine Lotsen.

Meine Tochter und ich haben sehr viel Hilfe davon erfahren, wie z.B SchuleMaterial und Fahrkarten für meine Tochter (ca.22 bis 25 /Mo).für 3 Jahren.
Und Gespräche, mind. 1 mal pro Woche. Und viel mehr.
Die Psychologisch-pädagogische Hilfe war sehr wichtig.

Klar, das hat mit Problemen nach der Scheidung angefangen.
Also, wie Andine schon geschrieben hatte: nicht ohne Grund, der in der Vergangenheit liegt.
Ich musste (ging nichts anders, alleinige SR), bei Amtsgericht unterschreiben, mein Kind soll 6 Wochen in Behandlung bleiben.

Dabei muss ich sagen, ich bin konfessionsfrei, auch meine Tochter.
Es ist, wie auch immer, wir haben Glück (nach ein paar nicht so glückliche Bearbeiterinnen) letztendlich gehabt.

Ich würde gerne unsere Freundin und Sachbearbeiterin offiziel bekannt machen, aber ich weiss nicht, ob sie damit einverstanden wäre.
Vor allem, weil man im INet falsch verstanden sein kann oder will.

Was ich vor allem sagen möchte:
in jeder Stadtteil von Hannover gibt es ein Kommunaldienst.
Ricklingen: Göttingencheusee 14.
Andere Adressen: im INet zu finden.

Ich wünsche Jedem, der Hilfe sucht, verständnisvollen Sachbearbeiter.
Dabei scheitert nämlich die Hilfe sehr oft schon am Anfang.

MfG
Isabell
 
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