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Stiftung Warentest - Es lohnt, Widerspruch einzulegen

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#1
Arbeitslosengeld II
Auf Hartz und Nieren
In den ersten Monaten nach dem Start vom Arbeitslosengeld II herrschte bei Arbeitsagenturen und Arbeitsgemeinschaften Chaos. Wochenlang warteten Arbeitslose auf ihr Geld. Oft verschwanden Unterlagen. Maßnahmen zur Qualifizierung oder Beschäftigung waren Mangelware. Viele Bescheide waren fehlerhaft. Zahlreiche Arbeitslose hatten mit ihrem Widerspruch Erfolg und bekamen im Durchschnitt 127 Euro mehr als ursprünglich bewilligt. Das sind Ergebnisse des Hartz IV-Tests der STIFTUNG WARENTEST. FINANZtest hat dafür 4 400 Arbeitslose und zahlreiche Behörden befragt.
den ganzen Artikel gibt es hier :

http://www.stiftung-warentest.de/online/bildung_soziales/test/1304187/1304187/1305775.html
 

Silvia V

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#3
Reaktion der BA...

Presse Info 071 vom 18/10/2005

Befragung der Stiftung Warentest bringt keine neuen Erkenntnisse

Die heute von der Stiftung Warentest veröffentlichte Befragung von Arbeitslosengeld-II-Empfängern bringt aus Sicht der Bundesagentur für Arbeit (BA) keine neuen Erkenntnisse. Die BA hat nie abgestritten, dass es gerade zu Jahresbeginn zu langen Wartezeiten und Schwierigkeiten bei der Bearbeitung von Arbeitslosengeld-II-Anträgen gekommen ist.



Die BA musste zusammen mit den kommunalen Trägern innerhalb weniger Monate 356 Arbeitsgemeinschaften mit mittlerweile mehr als 46.000 Mitarbeitern einrichten. Mitarbeiter aus verschiedenen Behörden mussten in kürzester Zeit ein neues Gesetz umsetzen. Dass dabei im Einzelfall auch Entscheidungen getroffen wurden, die später im Widerspruchsverfahren oder vor Gericht keinen Bestand hatten, kann niemanden verwundern.

In der Praxis lernen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter täglich dazu. Inzwischen sind viele Anlaufschwierigkeiten behoben worden. Trotzdem nimmt die BA die Kritik der Stiftung Warentest ernst, wenngleich die Aussagefähigkeit der Ergebnisse zumindest fraglich ist: Die Stiftung räumt selbst ein, dass ihre Umfrage bei 4400 der bundesweit 4,88 Millionen Empfängern von Arbeitslosengeld II via Internet nicht repräsentativ ist.

So gaben laut Stiftung Warentest nur 18 Prozent der Befragten an, ein Förderangebot erhalten zu haben. Grundsätzlich gilt, dass nicht bei jedem Empfänger von Arbeitslosengeld II ein Angebot tatsächlich notwendig ist. Unter den Betroffenen gibt es z.B. zahlreiche Menschen, die erwerbstätig sind, aber damit zu wenig verdienen, um den Lebensunterhalt zu decken. Insgesamt werden derzeit 2,83 Millionen Empfänger von Arbeitslosengeld II als arbeitslos gezählt. Seit Jahresbeginn haben mehr als eine Million Arbeitslosengeld-II-Empfänger eine Fördermaßnahme begonnen. Der Umfang der Förderung hat seit Jahresbeginn deutlich zugenommen, da das Hauptaugenmerk von Agenturen und Kommunen zunächst auf der Leistungsgewährung lag.

http://www.arbeitsagentur.de/vam/va...y=presse_info&docId=86626&rqc=5&ls=false&ut=0
 

edy

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#4
Stiftung Warentest bestätige: Widerspruch lohnt sich

Widerspruch lohnt sich
Schlechte Noten für Hartz IV bei "Stiftung Warentest"

Das ist gutes Timing: Der Hartz-IV-Report von Noch-Superminister Clement mit dem vielsagenden Titel "Vorrang für die Anständigen - Gegen Missbrauch, Abzocke und Selbstbedienung im Sozialstaat" ist gerade ein paar Tage alt, da erscheint der Hartz-IV-Test von Stiftung Warentest - und entwirft eine völlig andere Sicht der Dinge. Laut neuem Finanztest sind die ersten neun Monate unter Hartz nicht, wie Clement gerne behauptet, geprägt von faulen, aber trickreichen Arbeitslosen, die sich skrupellos Geld von der Allgemeinheit ergaunern. Im Gegenteil! Glaubt man dem Test, heißt Hartz IV vielmehr Chaos bei den Ämtern, viel Fordern, wenig Fördern und jede Menge erfolgreiche Widersprüche.

Die Behörden sahen das Desaster offenbar kommen: Zweidrittel der 21 angefragten Arbeitsagenturen und -gemeinschaften weigerten sich laut Finanztest, den Fragebogen auszufüllen. Die Arbeitsgemeinschaft von Agentur und Sozialamt (ARGE) in Köln gehört ebenso dazu wie die Sozialagentur Mülheim/Ruhr. An dem Test sollte Köln als größte NRW-Stadt teilnehmen, und Mülheim, weil dort das Optionsmodell praktiziert wird - die Stadt also alleine für Hartz IV zuständig ist. Aber ARGE hin, Optionskommune her: Unter den 4.400 Arbeitslosen, die den online-Fragebogen ausfüllten, schnitten beide Modelle gleich schlecht ab.

Die Antworten der Arbeitslosen zeichnen ein trauriges Bild vom Stand der "Reformen". Erstens: Die Behörden arbeiten lahm und schlampig. 45 Prozent der Umfrageteilnehmer mussten länger als vier Wochen auf die Bearbeitung ihres Antrags warten, bei mehr als 50 Prozent waren Unterlagen verschwunden. Zweitens: Beim Fördern sind die Behörden geizig und einfallslos. Nur 783 der 4.440 Befragten bekamen ein Qualifizierungs- oder Beschäftigungsangebot - meist ein Ein-Euro-Job. Ihren persönlichen Ansprechpartner haben Dreiviertel noch nie gesehen. Drittens: Wenn schon nicht gefördert wird, so geht das Fordern umso fixer. 17 Prozent wurden zum Umzug in eine günstigere Wohnung aufgefordert.

Ein Lichtblick für Arbeitslose: Widerspruch einlegen lohnt! Von den 1.427 Befragten, die ihrem Bescheid widersprochen haben, waren nur 20 Prozent erfolglos. Im Schnitt brachte ein erfolgreicher Widerspruch 127 Euro mehr in die Kasse. SUSANNE GANNOTT

taz NRW Nr. 7797 vom 19.10.2005, Seite 2, 96 Zeilen (TAZ-Bericht), SUSANNE GANNOTT
 

Arania

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#5
Stiftung Warentest über Hartz IV

Arbeitslosengeld II
Auf Hartz und Nieren
In den ersten Monaten nach dem Start vom Arbeitslosengeld II herrschte bei Arbeitsagenturen und Arbeitsgemeinschaften Chaos. Wochenlang warteten Arbeitslose auf ihr Geld. Oft verschwanden Unterlagen. Maßnahmen zur Qualifizierung oder Beschäftigung waren Mangelware. Viele Bescheide waren fehlerhaft. Zahlreiche Arbeitslose hatten mit ihrem Widerspruch Erfolg und bekamen im Durchschnitt 127 Euro mehr als ursprünglich bewilligt. Das sind Ergebnisse des Hartz IV-Tests der STIFTUNG WARENTEST. FINANZtest hat dafür 4 400 Arbeitslose und zahlreiche Behörden befragt.
http://www.stiftung-warentest.de/online/bildung_soziales/test/130 4187/1304187/1305775.html
 

terri

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#6
Ja,
aber wenn du Pech hast und der Widerspruch noch nicht entschieden ist dann bleibt der Folgeantrag erst mal liegen und Geld gibts dann auch erst mal nicht.
MfG
terri
 
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#7
terri sagte :
Ja,
aber wenn du Pech hast und der Widerspruch noch nicht entschieden ist dann bleibt der Folgeantrag erst mal liegen und Geld gibts dann auch erst mal nicht.
MfG
terri
Dann muss aber mehr dahinter stecken. Über meinen ersten Widerpruch wurde auch noch nicht entschieden, der Folgeantrag aber anstandlos bewilligt.
 

terri

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#8
Hi,
mein Folgeantrag liegt habe ich heute erfahren,
bekomme aber eine Abschlagszahlung, gleich pauschal um 150 Euros gekürzt.
Habe eine Mieterhöhung von 45 Euros, jetzt wurde die KDU um 100 Euros gekürzt,
Einkommen von 50 Euros hinzu gedichtet,
das alles ohne Bescheid.
Muss also gegen die Zahlung dann Widerspruch einlegen.
Kann ich aber gar nicht mehr abwarten da ich einfach pleite bin trotz Nebentätigkeiten.
Ärger geht also wieder weiter.
terri
 
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#9
Re: Stiftung Warentest über Hartz IV

Arania sagte :
Arbeitslosengeld II
Auf Hartz und Nieren
In den ersten Monaten nach dem Start vom Arbeitslosengeld II herrschte bei Arbeitsagenturen und Arbeitsgemeinschaften Chaos. Wochenlang warteten Arbeitslose auf ihr Geld. Oft verschwanden Unterlagen. Maßnahmen zur Qualifizierung oder Beschäftigung waren Mangelware. Viele Bescheide waren fehlerhaft. Zahlreiche Arbeitslose hatten mit ihrem Widerspruch Erfolg und bekamen im Durchschnitt 127 Euro mehr als ursprünglich bewilligt. Das sind Ergebnisse des Hartz IV-Tests der STIFTUNG WARENTEST. FINANZtest hat dafür 4 400 Arbeitslose und zahlreiche Behörden befragt.
http://www.stiftung-warentest.de/online/bildung_soziales/test/130 4187/1304187/1305775.html
Gleicher Link nur kürzer ;)

http://makeashorterlink.com/?U2542570C

Gruß von Besucher S.
 

Falcko

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#11
Antworten vom Server der Bundesagentur für Arbeit

Hallo

In den betreffenden Heft auf Seite 3 im Editorial
Zitat......

Erstaunt waren wir auch über eine spezielle Resonanz, die uns von Behördencomputern zuging.
57 Betroffenen - Fragebögen mit außerordenlich positiven Berichten erreichten uns über Server der Bundesagentur für Arbeit.
Ein Schelm, wer Böses dabei denkt

Gruss Falcko
 
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