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Stiefvater wird in ALG II Berechnung angerechnet

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Harbinger of Doom

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#1
Ich grüße euch.

Ich musste vor zwei Tagen, am Donnerstag den 22.07.2010, meinen Antrag auf Hartz 4 abgeben. Bevor ich in die Details gehe, erstmal ein paar grundlegende Infos.

Ich bin unter 25 Jahre alt und wohne bei meiner Mutter, die ungefär 750€ monatlich verdient. Zudem wohnt noch mein Stiefvater mit in der Wohnung, mit dem meine Mutter verheiratet ist, er aber nicht mein leiblicher Vater ist. Er verdient ungefär 1650€ monatlich, was allerdings variiert, da er auf dem Bau tätig ist. Zudem lebt mein leiblicher Vater auch noch, der wiederum um die 750€ Erwerbsunfähigkeitsrente bekommt, aber in Bayern wohnt. Ich selbst bin arbeitslos, ohne Arbeitslosengeld 1 Anspruch und daher komplett ohne Einkommen. Momentan bin ich noch nichtmal krankenversichert.

Als ich mir den Antrag abgeholt habe, hieß es, dass mein Stiefvater nicht mit hineingerechnet wird, da er und meine Mutter zusammen eine sogenannte Haushaltsgemeinschaft bilden. Meine Mutter und ich aber bilden eine Bedarfsgemeinschaft. Ich habe auch nur für mich allein den Antrag auf ALG II gestellt. Getan habe ich dies beim hiesigen Jobcenter, bzw. bei der kommunalen Organisation Neue Wege Kreis Bergstraße in Hessen, die die Aufgaben des Jobcenters übernommen hat.

Am Donnerstag habe ich nun meinen Antrag gemeinsam mit meiner Mutter abgegeben, denn ohne Zeugen gehe ich schon lange nicht mehr zum Jobcenter und da hieß es dann plötzlich, dass auch mein Stiefvater mit in die Bedarfsgemeinschaft hineinfällt, weswegen ich einige Angaben im Antrag überarbeiten musste.

Heute kam der Bescheid vom Jobcenter, dass ich keinen Anspruch auf ALG II habe, da mein Stiefvater, so entnehme ich das aus dem Antrag, wohl genug verdient um mich mit zu versorgen, was wir allerdings alle nicht wollen, denn hier steht ein 10 Jahre altes Auto für das auch noch Kreditraten abgezahlt werden müssen.

In diesem Bescheid steht auch, dass er nicht durch Widerspruch anfechtbar ist, aber da ich nicht krankenversichert bin und zudem selbst jeden Monat 50€ an meinen Anwalt zahlen muss für den letzten Prozess, auf den ich hier nicht weiter eingehen möchte, kann ich mich natürlich nicht damit zufrieden geben, was mir das Jobcenter hier vorgelegt hat.

Ich bitte daher inständig um Hilfe und Rat, da meine Krankenkasse natürlich auch Geld in Form von Mitgliedsbeiträgen sehen will und ich zudem verpflichtet bin mich krankenzuversichern.

Vielen Dank schon mal im Voraus. Falls ich Angaben vergessen habe, dann bitte bescheid sagen.
 

spin

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#2
Gegen jeden Bescheid kann man Widerspruch einlegen. Ich werte dies als Betrugsversuch der ARGE, dich bzw. Deine Familie um Geld zu bringen.

Ich kenne mich da nicht aus, vermute aber, dass sie mindestens Deine KV übernehmen müßten. Auf jeden Fall würde ich mir einen Beratungsschein vom Amtsgericht holen und eine guten Anwalt konsultieren.
 

Harbinger of Doom

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#3
Der Schwachsinn beginnt ja schon bei der Begründung der Sachbearbeiterin, die meinte - auf meine Äußerung hin, dass ich vor 5 Jahren auch schon Hartz 4 bezogen hatte und es da keine Probleme wegen meines Stiefvaters gab - dass es vor 5 Jahren genauso war bzgl. Antragstellung. Dass ich als unter 25jähriger Erwerbsloser absolut kein Interesse darin habe mich von meinem Stiefvater aushalten zu lassen, sollte auch verständlich sein.

Ich werde jetzt auf jeden Fall mal Deinen Rat befolgen und mir einen Beratungsgutschein holen und mir nen fachkundigen Anwalt nehmen. Vielleicht habe ich ja Glück und bekomme das Ganze sogar kostenlos von der Gewerkschaft, wobei ich glaube, dass sich diese ausschließlich um Arbeitsrecht und nicht Sozialrecht kümmert.
 

gelibeh

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#4
Doch Gewerkschaft macht auch Sozialrecht, ob die aber Ahnung haben. Musst Du mal schauen.
 

gelibeh

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#6
Ich habe bei der IGM nichts extra abschließen müssen. Die haben für meinen fürstlichen Beitrag von 1,53€ auch Sozialrecht gemacht.
 
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