Steuererstattung als gesamt Brutto bei der Berechnung?

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UlliBln

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Wenn man arbeitet, zahlt man Steuern, dass ist auch völlig ok.
Dann hat man zu Jahresbeginn des neuen Jahres die Möglichkeit der die Einkommens oder Lohnsteuer einzureichen.

Zählt die zuviel gezahlte Steuerrückerstattung eigendlich dann zum Netto, bei der Berechnung des ALG?

Denn wenn nicht kann man jeden Arbeitgeber meiner Meinung nach zu einer genaueren Betrachtung der abzuführenden Steuer drücken.

Eine Antwort zu dem, so glaube ich heiklen Thema wäre sehr nett...

mit Erwartungsvollen Grüßen
Ulli
 

Rwasser

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Interessante Fragestellung, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass Steuerrückzahlungen einen Einfluss auf das Netto haben.

Dies sind einige Aspekte, die dagegen sprechen ( aber wissen tue ich es nicht ):

A) dann müssten Steuernachzahlungen das Netto mindern.
B) Steuerrückzahlungen können aus Gründen erwachsen, die nichts mit den Lohnzahlungen des Alg-Empfängern zu tun haben, z.B. Anwendung der Splittingtabelle, also die Einkommensverhältnisse des Partners. Andere Einkunftsarten können ebenfalls dazu beitragen.

Ich sehe allerdings die Berechnung nach Nettolohn ohnehin kritisch.

Beispiel:

Ehegatte 1 verdient deutlich mehr als Ehegatte 2, daher die Steuerklassenwahl richtiger Weise 3 / 5.

Ehegatte 2 weiss, dass Arbeitslosigkeit bevorsteht. Daher wechseln beide die Steuerklassen rechtzeitig nach 5 / 3.

In der Konsequenz zahlt jetzt Ehegatte 1 viel zu viel Steuern, das wird aber durch die Steuererklärung wieder glattgezogen. Gleichzeitig erhöht sich das Alg bei Ehegatte 2 deutlich.

Das Problem ist natürlich, dass man das bis zum Steuerbescheid finanziell durchhalten muss.
 

Holger01

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Zählt die zuviel gezahlte Steuerrückerstattung eigentlich dann zum Netto, bei der Berechnung des ALG?

Nein. Grundsätzlich ist allein die am Jahresanfang bestehende Lohnsteuerklasse relevant (mit wenigen Ausnahmen).

Für die Höhe des Arbeitslosengeldes ist von Bedeutung:
  • ...
  • ...
  • die zu berücksichtigende Lohnsteuerklasse.
Quelle: Höhe des Anspruchs - www.arbeitsagentur.de



Die Höhe der Lohnsteuererstattung richtet sich nach vielen möglichen Gegebenheiten, z.B. bei der Geltendmachung der Fahrten von und zur Arbeit.
Doch dies findet in der Bestimmung der Alg1-Höhe keine Berücksichtigung.

Gleiches gilt für eventuell eingetragene Freibeiträge (Fahrtkosten, Steuerermäßigungen bei Behinderungen u.a.);
auch diese de-facto-Erhöhungen des Gehaltsnetto wirken sich nicht auf die Alg1-Höhe aus.

Weiteres dann noch hier: Ermitteln des Leistungssatzes - www.arbeitsagentur.de
und hier: Bemessungsentgelt/ -zeitraum - www.arbeitsagentur.de

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