Steuererklärungspflicht für ALGII Bezieher ? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

DrSnuggels

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Hallo zuammen.

Gestern erreichte mich ein Schreiben meines Finanzamtes, dass ich meine Steuererklrung nachreichen soll.

Gezz meine komplizierte Frage.

Im Jahr 2011 war ich zweimal kurzzeitig ( ca. 14 Tage ) beschäftigt, zahle aber in die "Riester-Rente" ein.

Muß ich jetzt doch die Steuererklärung abgeben? Andernfalls drohen die netten Menschen ja mit einer Schätzung.....:icon_kinn:
 
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ExitUser

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Hallo zuammen.

Gestern erreichte mich ein Schreiben meines Finanzamtes, dass ich meine Steuererklrung nachreichen soll.

Gezz meine komplizierte Frage.

Im Jahr 2011 war ich zweimal kurzzeitig ( ca. 14 Tage ) beschäftigt, zahle aber in die "Riester-Rente" ein.

Muß ich jetzt doch die Steuererklärung abgeben? Andernfalls drohen die netten Menschen ja mit einer Schätzung.....:icon_kinn:
Soweit ich das beurteilen kann, bist du aufgrund deiner kurzfristigen Tätigkeit und der daraus erzielten Mindereinnahmen nicht verpflichtet, die Erklärung abzugeben. Siehe auch hier:

Abgabepflicht für die Einkommensteuererklärung

Um jedoch Nachteile durch eine evtl. Schätzung zu verhindern, wäre eine Abgabe ratsam. Ist ja auch heutzutage kein Problem mehr. Elsterformular und los gehts! :icon_daumen:
 

Hartzeola

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Muß ich jetzt doch die Steuererklärung abgeben? Andernfalls drohen die netten Menschen ja mit einer Schätzung.....:icon_kinn:
Bei einer Aufforderung auf jeden Fall, auch nach der Schätzung:

§149 AO

(1) Die Steuergesetze bestimmen, wer zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet ist. Zur Abgabe einer Steuererklärung ist auch verpflichtet, wer hierzu von der Finanzbehörde aufgefordert wird. Die Aufforderung kann durch öffentliche Bekanntmachung erfolgen. Die Verpflichtung zur Abgabe einer Steuererklärung bleibt auch dann bestehen, wenn die Finanzbehörde die Besteuerungsgrundlagen geschätzt hat (§ 162).
 

Jurschi9

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Ich bekam auch mal so ein Schreiben, da ich nicht wußte, daß man als Arbeitsloser eine Steuererklärung abgeben muß.
Beim FA angerufen und erklärt, daß ich das ganze Jahr über ALG I/II bekam; woraufhin ich noch die ALG-BescheidKopien nachreichen sollte und gut wars. Allerdings scheint das Ermessenssache zu sein, ruf einfach den Finanzbeamten an
 
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Rounddancer

Gast
Es ist so: Wer Alg I bezieht, muß Steuererklärung machen.
Wer eine Mischung aus Alg I und II bezieht, auch.

Wer Alg II bezieht, der braucht allein aus diesem Grunde normal keine Steuerklärung machen, und das Alg II dort auch nicht anzugeben.

Wer aber dazu vom Fi-Amt aufgefordert wird, muß es tun. Und dann eben -falls vorhanden- irgendwelche zusätzliche Einkünfte angeben.

Natürlich kann es sein, daß Die Deine Steuererklärung sehen wollen, weil Du trotz Alg II es noch schaffst, für die Riester-Rente einzuzahlen,-
und dies, obwohl


  • Du mit Alg-II eh schon zuviel zum Sterben, aber zu wenig zum Leben hast, und jedes Kleinkind, kaum der Wiege entwachsen, heute schon weiß, daß

  • die meisten Erwerbslosen und Geringverdiener später von ihrer Riesterrente nichts haben werden, da sie, wenn sie Grundsicherung bekommen, von dieser abgezogen werden und man so bloß das Staatsdefizit verringert.
Aber: Ich würde die Steuererklärung machen. Mittlerweile gibts ja schon Steuererklärungssoftware für das Jahr 2011 gratis auf irgendwelchen Heftdisketten und zum Runterladen bei Computermagazinen.
 

pinguin

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Rein praktisch ist doch aber entscheidend, ob man überhaupt bei der Summe aller Einkünfte einen steuerpflichtigen Bereich erreicht. Wenn der nicht erreicht wird, ist jede Steuererklärung nur Beschäftigungstherapie.

Und mit ALG2 kommt man selbst mit einem Hauptjob nebenher eigentlich gar nicht in den steuerpflichtigen Bereich. :icon_kinn:

Derzeit sind ja 8.004 Euro definitv steuerfrei; sind im Monat 667 Euro. Alles andere hängt von der Höhe des ALG2 ab und von der Einkommenszusammensetzung für den Fall eines vorhandenen Jobs. Und übrigens: "steuerfrei" heißt hier, daß nach Abzug sämtlicher Werbungskosten und Co. ein Betrag übrig bleibt, der diese 8.004 Euro übersteigt. Man darf also nicht vom Brutto ausgehen, sondern vom "bereinigten Einkommen". :icon_kinn:
 

Jurschi9

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Rein praktisch ist doch aber entscheidend, ob man überhaupt bei der Summe aller Einkünfte einen steuerpflichtigen Bereich erreicht. Wenn der nicht erreicht wird, ist jede Steuererklärung nur Beschäftigungstherapie.
Ja, aber dem Finanzmänni geht es um die Unterschrift, damit niemand vorwerfen kann, es gehe nicht mit rechten Dingen zu
 

Doppeloma

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Im Jahr 2011 war ich zweimal kurzzeitig ( ca. 14 Tage ) beschäftigt, zahle aber in die "Riester-Rente" ein.
Wer "riestert" muss (und sollte) auch eine Steuererklärung machen, es gibt ja nicht ohne Grund immer Anfang des Jahres diese Bescheinigung vom Anbieter FÜR das Finanzamt... :icon_daumen:

Die Berechnung der (Riester) Zulagen ist von den eingezahlten Beiträgen UND dem tatsächlich erreichten Jahres-Einkommen abhängig, diese Zulage-Höhe wird dann dem Anbieter gemeldet.

Machst du keine Steuererklärung fehlt dir die Zulagen-Klärung für 2011 , bei Lohnersatzleistungen (KG/ ALGI) im Kalenderjahr über 800 € ist man übrigens generell verpflichtet eine Einkommensteuererklärung abzugeben.

Es hängt nicht immer davon ab, ob man (von der Einkommenshöhe) tatsächlich Steuern zahlen muss oder gezahlt hat, sondern welche Einkommensarten im abgelaufenen Jahr vorgelegen haben.

Korrekt, Leistungen des SGB II braucht man dort nicht angeben, meist gibt es aber tausend andere Gründe, warum man trotzdem eine Steuererklärung machen MUSS oder sollte, z.B. eine kurzzeitige Beschäftigung...ODER auch NUR ein Riester-Vertrag...

MfG Doppeloma
 

DrSnuggels

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Danke erstmal für Eure Antworten.

Soeben hab ich die Steuererklärung übermittelt.
Neben meinen vollkommen horrenden Hartz4 Bezug von der kurzzeitigen Beschäftigung die 450 Ocken angegeben.
Elster die Berechnung machen lassen und siehe da: et gibt nüscht zu erstatten....

Online hab ich sie übermittelt, drucken geht nich, weil ich keinen Drucker zur Verfügung hab. ( Ist in Reperatur )

Online müsste doch zuersteinmal reichen, oder ?:confused:
 
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Rounddancer

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Alg-II hättest Du gar net angeben müssen. Nur die anderen Einkünfte.
Und natürlich Riester, etc.

Normal kommt bei der Elster eine Liste raus von dem, was das Fi-Amt doch als Belege haben will (wie Zinsabschlagsbelege, Parteispendenquittungen, etc.) und eine komprimierte Steuererklärung, die man unterschreiben und mit den minimalen Belegen einschicken muß.

Wenn Du bei der Elster Deine elektronische Unterschrift hinterlegt haben solltest, sieht das u.U. etwas anders aus.
Ich schieb das auch immer wieder hinaus, aber ab nächstem Jahr ist es zumindestens für Gewerbetreibende Pflicht.

Dein Drucker wird ja sicher bald wieder gesund sein, hoffe ich. Sonst
hast sicher wen, der Dir das kurz mal ausdruckt ...
 

Doppeloma

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Online müsste doch zuersteinmal reichen, oder
Soweit ich weiß MUSS man die Unterlagen schon noch separat zusätzlich hinschicken zum Finanzamt, die wollen ja die Original-Bescheinigung vom Anbieter haben...und eine Unterschrift irgendwie auch, das geht ja nicht so einfach online...:icon_kinn:

Darum habe ich bisher auf Online-Übermittlung verzichtet, wenn ich trotzdem noch was per Post schicken muss, kann ich auch gleich alles komplett hinschicken.

MfG Doppeloma
 

biddy

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Online hab ich sie übermittelt, drucken geht nich, weil ich keinen Drucker zur Verfügung hab. ( Ist in Reparatur )

Online müsste doch zuersteinmal reichen, oder ?:confused:
Dazu hab ich das hier gefunden, siehe Fettdruck:
Nach der Fertigstellung Ihrer Steuererklärung sind es nur wenige Maus-Klicks - und die Daten sind bei der Finanzverwaltung. Selbstverständlich werden Ihre Daten verschlüsselt in die Rechenzentren der Bundesländer übertragen.
Nach dem Versand wird eine »komprimierte Steuererklärung« erzeugt. Diese müssen Sie ausdrucken, unterschreiben und ggf. mit Ihren Belegen (z.B. Spendenquittungen) bei Ihrem Finanzamt einreichen. Über eine individuelle »Telenummer« kann Ihr Finanzbeamter Ihren elektronischen Fall zu Ihrer gedruckten komprimierten Steuererklärung abrufen.
Mir sagte jemand (war's beim Finanzamt? Ich weiß es nicht mehr ...), dass nicht automatisch auf die Daten zugegriffen wird (anders als bei der elektronischen Signatur), sondern erst, wenn Du die unterschriebene komprimierte St'erklärung hingeschickt hast. Ansonsten wissen nämlich die Finanzbeamten nicht, dass etwas für sie abrufbar ist. Also erst nach Hinweis von Dir durch Einreichung der kompr. St'erklärung werden Deine Daten abgerufen.

Übrigens hat ein Bekannter von mir neulich per elektronischer Signatur übermittelt, keinerlei Belege nachgereicht (hätten zig Unterlagen sein müssen) und nun den Steuerbescheid. Wurde auch schriftlich nicht dazu aufgefordert, Belege nachzureichen. Alles akzeptiert, ohne Nachweis. Seltsam, aber toll für denjenigen.
 

mathias74

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Ich häng mich jetzt mal dran :icon_smile:

Von meinem Finanzamt hab ich jetzt schon die 2. Aufforderung bekommen meine Steuererklärung abzugeben. Ich habe 2011 nichts verdient, muß ich da trotzdem was abgeben ? 2010 musste ich sogar 32,- Euro Steuern nachzahlen :eek:

Was schreibt man jetzt denen oder nichts machen, Bausparer und Co braucht man ja dann auch nicht angeben oder.
 
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Rounddancer

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Die Vorschrift sagt, daß man die Steuererklärung machen muß, wenn das Fi-Amt dazu auffordert.

Warum? Eben weil man, wie der TO riestert (oder die schwarze Version davon), Freibeträge eingetragen hat, Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit hat, eine Unterhaltssituation, bei der der Unterhaltspflichtige proportional mehr Steuern spart, als der Unterhaltsberechtigte dadurch zahlen muß (der Unterhaltspflichtige muß dann die Steuerersparnis mit dem Unterhaltsberechtigten hälftig teilen), etc.

Also bitte einreichen, denn sonst schätzt das Fi-Amt, und das schätzt immer in geradezu und ganz bewußt abschreckender Höhe. Und auf so eine Schätzung kommt dann oft gleich der Steuereintreiber und will kassieren oder pfänden. Nicht gut und durch rechtzeitige Abgabe der Steuererklärung vermeidbar.
 

mathias74

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Ich hab aber keine Riester und Unterhaltspflicht sondern nur das Hartz4 und trotzdem soll ich eine Erklärung machen ?
 
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Rounddancer

Gast
Hm, das ist komisch, aber vielleicht wollen die einfach mal eine Stichprobe machen.

Egal warum: Die Rechtslage sagt: Wenn das Fi-Amt eine Steuererklärung fordert, dann muß man diesem Verlangen nachkommen. Sonst kriegt man Pfanne.

Also einfach Steuererklärung für 2011 machen,- Software dazu gibts ja mitlerweile auch von gratis bis nach oben keine Grenze. Oder telefonierst im Verwandtenkreis oder Netzwerk herum, irgendwer hat sicher noch irgendeine 2011er-Steuersoftware aufm Rechner und macht das mit Dir zusammen schnell mal so.
 

wicki

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Hallo,
ich häng mich mal hier dran. Hier stand, dass man auch bei ALG1/Krankengeld eine Steuererklärung abgeben muss. Bekommt man dann vorher eine Aufforderung, bevor geschätzt wird? Bisher war meine Steuererklärung immer freiwillig (hatte nur Einkommen als Arbeitnehmer, sonst nichts, und hab immer Geld zurückbekommen), daher hab ich auch nie eine Aufforderung bekommen. Hab 2010 und 2011 Einkommen+ALG1 bzw. ALG1+Krankengeld bekommen. Möchte jetzt ungern eine Steuererklärung machen, da mir die Erstattung ja direkt aufs ALG2 angerechnet wird. Gibts dafür irgendwelche Fristen, bis wann man so eine Steuererklärung machen muss? (bei der freiwilligen Steuererklärung hat man 4 Jahre Zeit)

Kann ich einfach warten, ob ich eine Aufforderung vomn Finanzamt bekomme oder kanns mir dann passieren, dass mir ganz unerwartet eine Schätzung ins Haus flattert? Aber woher soll das Finanzamt wissen, dass ich ALG/KG bekommen habe und es mich nun auffordern/schätzen müsste? Wie gesagt, bisher hab ich nie von denen eine Aufforderung erhalten.

Ich hoffe, es ist ok, das hier zu schreiben, aber ich dachte, es passt ganz gut, da es sich hier ja schon da drum drehte...

Vielen Dank schonmal!
 
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Rounddancer

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Schon wer nur Alg-I kriegt, muß Steuererklärung machen. Ohne dazu aufgefordert zu sein. Steht im Alg-I-Papierkrieg drin.

Wissen tut das Fi-Amt, weil die Behörden Daten abgleichen.
 
T

teddybear

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Habe noch nie, weder im Alg I noch Alg II Bezug, eine Steuererklärung gemacht, weil dies in meinen Augen nichts weiter als ein sinnloser Baum-Mord (Papier) wäre.

Wenn ich keine Steuern zahlen und mithin nachzahlen oder mir erstatten lassen kann, dann braucht man mir dies auch nicht mittels eines Steuerbescheides aufgrund einer sinnlosen Steuererklärung zu bescheinigen.

Wenn der Gesetzgeber hier meint, man muss eine sinnlose Steuererklärung machen, dann soll er mich doch einsperren, wenn ich es logischerweise wegen der Sinnfreiheit doch unterlasse.
Ob man nun im Knast oder im ortsnahen KZ-Bereiches seines zuständigen Jobcenters gefangen ist, ist mir mittlerweile auch schon völlig egal. Im Gegenteil kann man feststellen, dass ich im Knast wenigstens nicht täglich um meiner existenzsichernden Leistungen mit völlig unqualifizierten Volltrotteln kämpfen und mithin in Folge stets klagen muss.


Im Knast hat man wenigstens ohne ständiges kämpfen und klagen einen Fernseher, Essen als auch ein Dach über dem Kopf! Die Fürsorge der Knastleitung ist allemal besser als die, des vermeintlichen "Grundsicherungsträgers" mit seiner erweiterten nazistisch geprägten Vollzugsgewalt gegen Bedürftige! Also ganz gleich, ob nun bedürftiger Jude, Farbiger, Gelber oder Weisser!
 

wicki

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Hm, und was heisst das dann konkret, wenn man bisher weder eine Aufforderung noch ein Schätzung bekommen hat? Dass man die Steuererklärung dann doch noch machen kann?
 
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