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Steuererklärung Eltern

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Selene

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#1
Hallo @ all.

Haben die Eltern eine Möglichkeit Kosten und Hilfen, die sie Ihrem Kind (alg2) gewährt haben, in der Steuererklärung als Aufwendungen o ä geltend zu machen?Und das rückwirkend für 2005/06?Wenn ja kann man als Kind dadurch Probleme bekommen durch eine rückwirkende aufhebung eines ALG2-Bescheides?Wenn man das ohne Ärger für das Kind gelten machen kann, gibt es dafür eine Höchstgrenze?

Selene:icon_hug::icon_hug:
 

Koelschejong

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#2
Sind die Steuerbescheide für 2005 und 2006 vorläufig? Wenn die bereits rechtskräftig sind, kannst Du das Nachfolgende vergessen. Dann kann man das evtl. für 2007 versuchen.
Generell gibt es einen Kinderfreibetrag und einen Freibetrag für Betreuungs-, Erziehungs- und gewöhnlichen Ausbildungsbedarf (BEA-Freibetrag von € 2.160,00). Diese werden für über 18-jährige Kinder gewährt, wenn deren eigenes Einkommen unter € 7.680,- liegt. Geltend machen kann man diese Beträge aber nur dann, wenn die Steuerersparnis größer wäre, als das gezahlte Kindergeld. Falls das Finanzamt seine Hausaufgaben korrekt gemacht hat, wurde von denen bereits festgelegt, was günstiger ist - Kindergeld oder Freibetrag.

Das ganze ist also eine Hilfe für die bedauernswerten Teile der Bevölkerung, die mit sehr hohen Einkommensteuersätzen geplagt werden. Also wieder ein schönes Beispiel dafür, dass dieser unser Staat denen besonders kräftig hilft, die unter einer besonders hohen Steuerlast zu ächzen haben. Da freuen wir uns doch, dass wir diese Bürde nicht zu tragen haben!:icon_biggrin::icon_biggrin:
 

Selene

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#3
Steuer

Bahnhof.Also nochmal:Meine Mutter möchte auf Ihrer Steuererklärung für 05/06 eine finanz. Unterstützung als außergewöhnliche Belastung für mich geltend machen in Höhe von bis zu 180 € monatlich.Würde das für ALG2 Empfänger als Einkommen (auch rückwirkend) gelten?

Selene
 

Koelschejong

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#4
Neuer Versuch:
Deine Mutter müsste eigentlich längst die Steuerbescheide für 2005 und 2006 bekommen haben - die Fristen für die Abgabe der Steuererklärungen sind doch längst vorbei.
Wenn sie also bereits die Steuerbescheide hat (was ich sehr stark vermute), dann muss sie schauen, ob sie
- entweder gegen diese Bescheide aus irgend einem Grund Widerspruch eingelegt hat, oder
- diese vom Finanzamt zu vorläufigen Bescheiden erklärt wurden, weil z.B. man noch auf wichtige Gerichtsentscheidungen warten wollte (ich denke da an die Pendlerpauschale)

Falls beides nicht zutrifft, sind die Bescheide rechtskräftig und man kann nichts mehr machen.

Falls die Bescheide noch nicht rechtskräftig sind, dann kann Deine Mutter überprüfen, ob sie mit dem von mir bereits genannten BEA-Freibetrag von € 2160 mehr Steuern sparen kann als Sie an Kindergeld kassiert hat. Dann könnte sie da etwas geltend machen.
Als außergewöhnliche Belastung aber kann man Kinder (leider) nicht steuerlich geltend machen - das geht z.B. bei Krankheitskosten o.ä. - Kinder gelten aber nicht als Krankheit.
 

biddy

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#5
Würde das für ALG2 Empfänger als Einkommen (auch rückwirkend) gelten?
FALLS es möglich sein sollte:

Ich denke, es ist ähnlich zu sehen wie der Ehegattenunterhalt, der ja im Gegensatz zum Kindesunterhalt steuerlich absetzbar ist.
Beim Unterhaltsempfänger gilt dies dann als Einkommen. Diesen Nachteil kann er sich vom Unterhaltszahler ausgleichen lassen - leider nur steuerlich, nicht beim AlgII ;) :( klar.

Und diese Gefahr der Einkommensanrechnung, des Bekanntwerden von Einkommen gilt dann meiner Meinung nach auch in dem von Dir geschilderten Fall (falls die Zahlung überhaupt steuerlich berücksichtigt würde). Der Name des Empfängers muss genannt werden und Behörden können sich ja bekanntlich untereinander austauschen.
 
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#6
Versuch

Man könnte so eine Art "Verlustrücktrag" versuchen. Also die aktuellen "Mindereinnahmen" mit Gewinnen der vergangenen Jahre verrechnen lassen. Bei Unternehmen funktioniert so was.
Mehr als nicht anerkennen kann der Finanzbeamte das dann auch nicht.
 

Selene

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#7
Lohnsteuerhilfeverein

Die Dame von demselben hat gesagt da ich ja ALG2 bekomme und meine Mutter mich bissel unterstützt hat könnte meine Mutter das als Außergewöhnliche Belastungen geltend machen.Auch rückwirkend für die 2 Jahre.Daher brauch die Dame meine ALG2 Bescheide für diesen Zeitraum.Meine Mutter hat durch ihre Selbstständigkeit bis ca 98 immer eine Steuererklärung gemacht.Nur Ihr wurde irgendwann angeraten vom Fin.amt das zu lassen da es sich nicht mehr lohnt.U jetz war Sie halt mal bei dieser Dame.Die sagt es müsste so 180€ pro Jahr Freibetrag geben.Das Geld steht auch nicht bei mir auf den Auszügen.

Selene
 
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