Sterbegeldversicherung bei Erwerbsminderung im Alter SGB XII Grundsicherung (2 Betrachter)

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AndreGrusi

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Liebe Forenmitglieder,

ich beziehe seit Jahren Erwerbsminderungsrente und Grundsicherung.
Meine Eltern haben seinerzeit einmal eine Sterbegeldversicherung für mich abgeschlossen, wie mir jetzt bekannt wurde und zahlen hier auch seit ca. 30 Jahren ein. Ca 7-8 Euro mtl.

Meine Frage, kann ich diesen monatlichen Betrag auf das Grundsicherungsamt umlegen, will sagen muss das erstattet werden. Dann brauchen meine Eltern das nicht weiter bezahlen.

Und: weil das ja schon ein paar Jahre läuft, kann man mich belangen wegen falscher Angaben ?
Oder einfach alles weiter so laufen lassen. Mein Vater zahlt es monatlich, da ich schwer krank bin und im Versicherungsfall abgesichert sein will.

Vielen Dank für eure Hilfe

Allen einen schönen Abend

AndreGrusi
 

Seepferdchen 2010

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Guten Tag AndreGrusi

Meine Frage, kann ich diesen monatlichen Betrag auf das Grundsicherungsamt umlegen, will sagen muss das erstattet werden. Dann brauchen meine Eltern das nicht weiter bezahlen.
Das geht leider nicht, weil................

Seite 18 von 285.3.5 SterbegeldversicherungBeiträge für eine Sterbegeldversicherung dürfen auf keinen Fall der Vermögensbildung dienen, also etwa über die eigentlichen Beerdigungskosten hinaus im Falle eines Unfalltodes zusätzliche Leistun-gen abdecken. Was hierbei unter dem Gesichtspunkt der Angemessenheit berücksichtigungsfähig ist, ergibt sich aus den Vorgaben zu § 33 SGB XII <LINK>.
.

Text hervor gehoben.

Quelle:
Und: weil das ja schon ein paar Jahre läuft, kann man mich belangen wegen falscher Angaben ?
Hierzu mal eine Verständnisfrage, wer hat die Versicherung abgeschlossen bzw. unterschrieben, du oder dein Vater?

Du hast geschrieben:

Mein Vater zahlt es monatlich, da ich schwer krank bin und im Versicherungsfall abgesichert sein will.
daher meine Frage.

Und bitte beachten § 33 SGB XII

(2) Weisen Leistungsberechtigte Aufwendungen zur Erlangung eines Anspruchs auf ein angemessenes Sterbegeld vor Beginn der Leistungsberechtigung nach, so werden diese in angemessener Höhe als Bedarf anerkannt, soweit sie nicht nach § 82 Absatz 2 Nummer 3 vom Einkommen abgesetzt werden.
Text hervorgehoben.
 
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AndreGrusi

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Hallo,

also abgechlossen habe ich das wie ich sehe vor 24 Jahren. ich hatte es aber mal gekündigt. Dann gab es Stress mit den Eltern, also wiedereintritt und diese bezahlen das auch.
Wie ich das verstehe geht es um eine Versicherungssume bei Kündigung um ca. 3000,- Euro. Bei Tod das doppelte. Ich bin zufällig darauf gekommen und sehe das jetzt. Muss ich das kündigen und das Geld ausgeben um dann wieder Leistungen zu bekommen oder kann man das so weiterlaufen lassen ? Was mache ich denn jetzt und was sage ich meinen Eltern ? Ich bin irgendwie ratlos ?
Vielen Dank
 

AndreGrusi

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Hallo,
ich muss mich verbessern. abgeschlossen wurde die Versicherung, da war ich 16 Jahre alt. Seitdem läuft das. Im Todesfall jetzt oder im Jahr 2058 (Vers. Ende) werden 5.900 Euro gezahlt + 800 Euro Überschuss. Wenn ich es jetzt beitragsfrei stelle so 3000 Euro. Im Normalfall ist da doch nichts an Geldwert zu erwarten wenn man das kündigt oder sehe ich das falsch ?
Danke für eine Antwort
 

Seepferdchen 2010

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Hallo AndreGrusi


ich muss mich verbessern. abgeschlossen wurde die Versicherung, da war ich 16 Jahre alt.
Gut also haben deine Eltern die Versicherung für dich abgeschlossen und wie @Kerstin_K schreibt bei der Höhe
vom Betrag würde ich das auch nicht beitragfrei stellen.

Somit gibt es keinen Anlass an dieser Versicherung etwas zu ändern oder dem Amt etwas mitzuteilen.
 

AndreGrusi

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Hallo. Ich hab jetzt die 31 Jahre alten Unterlagen gesehen. Also unterschrieben wurde das Teil von mir, mit 16. Der Rückkaufswert, darauf kommt es doch an ? liegt bei ca. 1000 Euro. Es bezahlen meine Eltern - 7,40 Euro mtl.
1. Also normal kann ich das doch angeben ?
2. Frage, kann ich das dem Amt aufdrücken, diese mtl. Rate? Der Vertrag läuft bis 2058 (ob ich das erlebe ?)

Vielen Dank für eure bisherigen Meinungen und Antworten, ich würde mich über weitere Antworten freuen. Danke
 

abcabc

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Du kannst das NICHT als Mehrbedarf beantragen. Versicherungen sind zu 100% Privatvergnügen, egal ob Haftpflicht, Hausrat, Rechtsschutz oder was auch immer.
Maximal kann der Rückkaufwert beim Schonvermögen angerechnet werden. Hast du denn so viel Vermögen, dass du mit den 1000€ Rückkaufwert die Freigrenze beim Schonvermögen überschreiten würdest?
 

AndreGrusi

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Nein. Nur ich habe unterschrieben. Versicherungsbeginn sogar 01.12.1988, also noch eher, ich war 15 Jahre alt, Schüler und meine Eltern haben, klar dementsprechend mündlich zugestimmt, bzw. das veranlasst. Ich musste das unterschreiben. UND seitdem wird es von dem Konto meiner Eltern monatlich abgebucht.
Ich darf doch Vermögen haben wie ich sehe und die paar Euro. Ich habe sonst keine Werte oder Geld oder sonstiges Vermögen.
Vielen Dank für deine / eure Meinungen. Sonst geb ich das gar nicht an, hab ich nichts mit zu tun, was da meine Eltern wurschteln
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Du kannst das NICHT als Mehrbedarf beantragen. Versicherungen sind zu 100% Privatvergnügen, egal ob Haftpflicht, Hausrat, Rechtsschutz oder was auch immer
Hausrat und Haftpflicht werden übernommen und monatlich erstattet !!!
 
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AndreGrusi

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Gerade was gefunden: Quelle Wikipedia
Sterbegeldversicherungen werden bei Sozialhilfebedürftigkeit anders als Lebensversicherungen auf den Erlebensfall nicht als verfügbares Vermögen (§ 90 Zwölftes Buch Sozialgesetzbuch) angesehen. Auch laufende Beiträge zur Sterbegeldversicherung können bei Sozialhilfebezug als Mehrbedarf übernommen werden (§ 33 SGB XII). Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass weder ein Bezugsrecht, noch ein anderes Auszahlungsdatum als "mit dem Tod" festgelegt sind, um die zweckbestimmte Verwendung der Gelder sicherzustellen. Die Höchstbeträge für schützenswerte Sterbegeldversicherungen richten sich nach den jeweiligen örtlichen Gegebenheiten und sind beim zuständigen Sozialamt zu erfragen.
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und
Die Sterbegeldversicherung wird in der Regel bis zum 85. Lebensjahr bezahlt, danach läuft die Sterbegeldversicherung bis zum 100. Lebensjahr beitragsfrei weiter. Die Versicherungsleistung (also die Versicherungssumme plus Überschüsse) der Sterbegeldversicherung wird fällig, wenn der Versicherte verstirbt oder das 100. Lebensjahr vollendet
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In meinen Augen ist somit schon allein die Frage in einem Antrag nach so einer Versicherung NICHT RECHTENS, weil es mit dem Vermögen eines Hilfebedürftigen nichts zu tun hat.
Wird so eine Versicherung ausgezahlt, also frühzeitig gekündigt muss man das natürlich angeben, sollte es das sog. Schonvermögen übersteigen.
 
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