Stellenbörse im Jobcenter. Ist es Pflicht mit den Zeitarbeitsfirmen zusprechen?

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Solo Morasso

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Hallo ihr Lieben,

nur eine kurze Frage: Einladung Stellenbörse im JC mit RFB(siehe Anhang). Bin ich verpflichtet mit den Sklavenfängern zu reden oder langt es zu erscheinen und sich "ein paar" Informationsbroschüren mitzunehmen? Bei der Meldepflicht bin ich ja nur verpflichtet mit den Mitarbeitern des JCs zu reden, oder? Ich bin mir da leider nicht so ganz sicher, auch nach dem studieren des Forums mit der Suche-Funktion.

Bei allen anderen bin ich mir schon sicher:

*Keine vollständige Bewerbungsunterlagen mitnehmen und *höchsten meinen Lebenslauf zur Ansicht vorlegen.
*Nichts unterschreiben.
*Anwesenheit quittieren lassen.
*Fahrkostenantrag.
*Im laufe des Tages eintrudeln langt, weil nur Meldepflicht.
*Nach konkreten Arbeitsstellen fragen auf die man sich bewerben kann -> kein Bewerberpool.

Das sind so die wichtigsten Sachen.

Liebe Grüße
 

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G

Gewerkschafter

Gast
Hallo Solo Morasso,

Gar nicht so einfach die Frage? Zunächst die schlechte Nachricht, dank deiner Rechtsfolgebelehrung vom JC musst du dort hingehen. Ob du mit denen reden musst, weiß ich allerdings nicht. Möglicherweise wird dich dein Sachbearbeiter oder Fallmanager fragen, mit welcher ZAF du in Kontakt getreten bist. Manche ZAF Arbeitgeber sind einfach nur lästig, man wird sie einfach nicht los. Gar nicht so einfach sich davonzuschleichen. Wichtig dabei ist es, das AÜG zu kennen. Viele ZAFs hoffen auf die Unwissenheit der Erwerbslosen. Manche ZAFs sagen, einen Mindestlohn müssen wir nicht zahlen, sie sind ja schon sehr lange arbeitslos. Doch nach dem AÜG gibt es die Lohnuntergrenze, die beträgt im Westen 9,23 Euro und im Osten 8,91 Euro. Stand 01.03.2017. Weiterhin haben wir nach dem AÜG das Mitwirkungs und Mitbestimmungsrecht. Eine Vermittlungsgebühr muss an die ZAF auch nicht gezahlt werden, anders sieht es bei der PAV aus. Würde mich gar nicht wundern wenn diese netten Firmen auch dort sind. Im Zweifelsfalle einfach nochmal das Forum kontaktieren. Bin mal gespannt was andere Elo´s schreiben. Lerne gerne viel dazu.
 
G

Gelöschtes Mitglied 41016

Gast
Wichtig dabei ist es, das AÜG zu kennen. Viele ZAFs hoffen auf die Unwissenheit der Erwerbslosen.
Stimmt beides.
Manche ZAFs sagen, einen Mindestlohn müssen wir nicht zahlen, sie sind ja schon sehr lange arbeitslos.
Diese Ausnahmeregelung gilt in der Leiharbeit nicht!
Doch nach dem AÜG gibt es die Lohnuntergrenze, die beträgt im Westen 9,23 Euro und im Osten 8,91 Euro. Stand 01.03.2017.
West: 9,49€
Ost: 9,27€
Stand: 01.04.2018
Quelle: Dritte Verordnung über eine Lohnuntergrenze in der Arbeitnehmerüberlassung (LohnUGAÜV 3)

Eine Unterschreitung zählt rechtlich als Mindestlohnverstoss, kann der ZAF also ordentlich Ärger bringen.

Eine Vermittlungsgebühr muss an die ZAF auch nicht gezahlt werden, anders sieht es bei der PAV aus. Würde mich gar nicht wundern wenn diese netten Firmen auch dort sind.
Viele ZAF sind beides.
Doppelte Lizenz zum Gelddrucken, sozusagen.
 
G

Gewerkschafter

Gast
Hallo Dagobert1,

Na das ist ja eine Überraschung, da werden wir ja richtig reich bei der ZAF am 01.04.2018. Wie ein kleiner Lotteriegewinn! Aber googelt mal beim BMAS, da habe ich was schönes rausgefunden: Gebt in die Googlezeile BMAS ein. (Bundesministerium für Arbeit und Soziales) BMAS, Themen, Arbeitsmarkt, Arbeitsvermittlung, öffentliche und private Arbeitsvermittlung, mehr erfahren, ein wenig runterscrollen, bis „Private Arbeitsvermittlung“. Dort steht wortwörtlich geschrieben, ich zitiere „Die Inanspruchnahme eines privaten Arbeitsvermittlung ist freiwillig". Vorsicht gilt möglicherweise nur für die PAV, nicht für die ZAF!:popcorn:
 

Sonne11

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-für Gespräche mit nicht angekündigten/ unbekannten Personen außerhalb des SGB
-für Gespräche mit nicht angekündigten Firmen
-für Gespräche über nicht von der AfA/ JC ausgehändigte Stellen
-für Eintragungen in den Bewerberpool eines Unternehmens
-für Übermittlung von Daten (personenbezogen, LL, Foto u.s.w.)
-für mithörende SB und Gespräche mit unbekannten Personen außerhalb des SGB.....

-kann die Rechtsfolgenbelehrung einer Vorladung, rechtlich nicht greifen
-kann die Rechtsfolgenbelehrung einer Vorladung keine Mitwirkungspflichten entfalten/ verlangen

Nutze dieses Wissen und verhalte Dich so. Es kann nur eine Infoveranstaltung sein, wo das Obige ausgeschlossen ist oder freiwillig geschieht (besonders Datenschutz und Zumutbarkeit)

Man kann sich ja im Internet Stellen der ZAF angucken, man hat aber leider die ZAF geheim gehalten. Ob das anderen ZAF so passen würde? Ob die einen Wettbewerbsnachteil dadurch haben, dass AfA/JC Veranstaltungen bevorzugter ZAF finanzieren???? :biggrin::icon_hihi::icon_evil::wink:

Wenn ZAF oder SB zu sticky, dann eben die vorbereiteten Fragen an ZAF stellen wie "fester Arbeitsort im Vertrag, Fahrdienst, Übernahmequote, Urlaub, erste Dienststelle, Diensthandy und headset, Tarifvertrag, Zukunft, Zeitkonto und richterliche Entscheidungen.......

Liste mit Fragen kann man im Forum bei Thema ZAF finden.

Nachtrag: wenn Du trotz Bemühungen doch noch mit einer ZAF sprechen musst, würde ich für ZAF nicht leserlich die Fragen vom Blatt ablesen und Antworten notieren. Und überhaupt notieren, was ZAF sagt, damit es dann später keine Missverständnisse gibt! Denn diese kann es beim 3-some mit den Drückern immer geben! Dein aufgeschriebenes bei Nachfrage "Notizen" nennen, nicht Protokoll oder so. Das Gegenüber hat auf diese kein Anrecht!
:wink: So sollte man abgesichert sein und beklo.....ich meine, eigenartig genug erscheinen! :peace:
 
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G

Gelöschtes Mitglied 41016

Gast
Na das ist ja eine Überraschung, da werden wir ja richtig reich bei der ZAF am 01.04.2018. Wie ein kleiner Lotteriegewinn!
Kannste mal sehen, wie toll Zeitarbeit ist. :biggrin:
Dort steht wortwörtlich geschrieben, ich zitiere „Die Inanspruchnahme eines privaten Arbeitsvermittlung ist freiwillig". Vorsicht gilt möglicherweise nur für die PAV, nicht für die ZAF!:popcorn:
Korrekt.
Das liegt daran, dass PAV Dienstleister sind, keine Arbeitgeber.
 
G

Gewerkschafter

Gast
Aber selbstverständlich sind das Dienstleistungsagenturen, was sollen diese Agenturen den sonst sein? Solche Agenturen braucht kein Mensch. Interessant wird es wenn man einen Vermittlungsvertrag unterschrieben hat, das Arbeitsverhältnis aus irgendwelchen Gründen kündigt, oder schuldhaft gekündigt wird und der Vermittlungsgutschein ungültig wird. Na was glaubt ihr wer dann die Zeche zahlen darf? :peace:
 
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