Stellenangebote über Bewerberprofil - Bewerbungspflicht? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

franzi

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Wenn man über das anonymisierte Bewerberprofil beim AA ein Stellenangebot z.B. von einer ZA-Firma zugeschickt bekommt, welches offensichtlich nicht im allgemeinen Stellenpool des AA gelistet ist, besteht dann eine sanktionierungsfähige Bewerbungspflicht?

Das Angebot ist ja kein VV mit Rfb.

Muss man den Eingang dieses Stellenangebotes dem eigenen Arbeitsvermittler melden?

Darf man die Bewerbung auch ablehnen?
 

stummelbeinchen

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Nein, Du hast die Frage selbst schon beantwortet:

Nur ein VV mit RfB kann bei Nichtbewerben zu einer Sanktion führen.
 
R

Rounddancer

Gast
Wenn man über das anonymisierte Bewerberprofil beim AA ein Stellenangebot z.B. von einer ZA-Firma zugeschickt bekommt, welches offensichtlich nicht im allgemeinen Stellenpool des AA gelistet ist, besteht dann eine sanktionierungsfähige Bewerbungspflicht?
Kommt drauf an, denn wir als Stellenanbieter können uns ja passende Stellensuchende von der Jobbörsen-Datenbank ausgeben lassen.
Und dann haben wir zwei Möglichkeiten.
Entweder:
1. Mit dem Bewerber Kontakt aufnehmen (dabei können wir die ausgeschriebene Stelle optional mitliefern), das ist nur eine Info und selbst wir, die wir so Bewerber anschreiben, wissen dann nicht, wen wir so angeschrieben haben (jedenfalls merkt es sich die Jobbörse NICHT). Oder
2. "Zur Bewerbung auffordern", dann wird die Stelle, um die es geht, zwingend in der Anlage der Mail, des Bewerberbriefkastens und ggf. des Briefes aus Nürnberg, mitgliefert. Und dann steht sie auch auf der Zugangsseite des Bewerbers in der Jobbörse drin unter "Zur Bewerbung aufgefordert",- und wir als Stellenausschreiber finden dann diese Aufforderung auch bei "Bewerbungen" in unserem Backoffice der Jobbörse.
Tipp: Sollte so eine Bewerbungsaufforderung kommen, und Ihr Euch darauf bewerben,- dann bitte

nennt im Bewerbungstext Eure Nummer bei der Jobbörse,- da Euch sonst der potentielle Arbeitgeber nicht aus den Massen anonymisierter Bewerbungen herausfindet und dann u.U. unschuldig Euch ein "Hat sich nicht beworben" auf den Datensatz hängt.
Was dann unnütz Ärger brächte.

Das "Zur Bewerbung aufgefordert" sieht dann auch Euer FM/pAp/AV,- es sei denn, Ihr seid in einer Optionskommune zuhause.
 
E

ExitUser

Gast
Nur ein VV mit RfB kann bei Nichtbewerben zu einer Sanktion führen.
Genau genommen sogar nur ein VV mit Rfb, der einem per PZU zugestellt bzw. persönlich ausgehändigt wurde oder sonstwie nachweislich in den Machtbereich des Leistungsempfängers gelangt ist und zu dem der Empfänger dann - bei Verdacht auf Nichtbewerbung - nachweislich angehört wurde. Will heißen: Rechtskonform zu sanktionieren macht viel Arbeit.
 

Muzel

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Bewirb dich doch einfach telefonisch. Dann kann dir niemand etwas wollen. Es steht Aussage gegen Aussage. Schreib dir Namen des Teilnehmers und Uhrzeit des Gesprächs auf.
 

ALiL

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Wenn man über das anonymisierte Bewerberprofil beim AA ein Stellenangebot z.B. von einer ZA-Firma zugeschickt bekommt, welches offensichtlich nicht im allgemeinen Stellenpool des AA gelistet ist, besteht dann eine sanktionierungsfähige Bewerbungspflicht? ...
Kann nicht sein, niemand kann Dich zwingen, einen funktionsfähigen Computer bereitzuhalten.
Schau doch da einfach nie mehr rein, einen auf dich passenden richtigen Job gibt's da eh nie, sondern nur
Zeitarbeitsschmarotzer, bei denen Du mit Deiner Arbeit 2 Firmen unterhalten musst.
 

ALiL

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Bewirb dich doch einfach telefonisch. Dann kann dir niemand etwas wollen. Es steht Aussage gegen Aussage. Schreib dir Namen des Teilnehmers und Uhrzeit des Gesprächs auf.
Wenn in der EGV steht „Bewerbungsbemühungen“, war bei mir eine telefonische Bemühung mit den eingetragenen Daten in ein selbst erstelltes Dokument ausreichend.
Aber ich wohne auch nicht in sog. Ballungsgebieten, scheinbar gibt's da doch riesige Unterschiede.
 

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BibiBlocksberg2009

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Genau genommen sogar nur ein VV mit Rfb, der einem per PZU zugestellt bzw. persönlich ausgehändigt wurde oder sonstwie nachweislich in den Machtbereich des Leistungsempfängers gelangt ist und zu dem der Empfänger dann - bei Verdacht auf Nichtbewerbung - nachweislich angehört wurde. Will heißen: Rechtskonform zu sanktionieren macht viel Arbeit.
Hier wäre interessant, ob die Zusendung über das Jobbörse-Profil die gleiche Relevanz hätte wie die Zustellung per PZU.
Im Grunde genommen ist diese Jobbörse ja nix anderes als ein Intranet zwischen JC und "Kunden". Man nutzt ein gemeinsames Postfach.
D.h. der SB kann auf jeden Fall nachweisen, dass er einen oder mehrere VV in diesem Profil zugeklickt hat.
Das würde auch erklären, warum die JC so extrem scharf darauf sind, dass die "Kunden" sich da alle registrieren und einloggen - weil das ein schnelles und komplett kostenfreies Procedere darstellt.
 

Fritz Fleißig

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Hier wäre interessant, ob die Zusendung über das Jobbörse-Profil die gleiche Relevanz hätte wie die Zustellung per PZU.
Nein, weil gar nichts "zugesandt", sondern lediglich zum Abruf bereitgestellt wird. Es ist auch keine qualifizierte elektronische Signatur vorhanden, welche Authentizität und Integrität der Mitteilung schützen würde. Das "Jobbörsen"-Konto gehört eben nicht zu deinem "Machtbereich", wo der Eingang einer Mitteilung identisch mit der Zustellung wäre.

Aus genau diesem Grunde halte ich auch generell die elektronische Zustellung von Bescheiden o.ä. (De-Mail und was jetzt alles propagiert wird) für sehr riskant. Bei diesem Modell soll ja gerade das qualifizierte elektronische Postfach als Teil des Machtbereichs des Empfängers deklariert werden. Das gesamte Zugriffsrisiko (funktionierende Internetleitung, funktionsfähiger eigener PC und Drucker) wird so auf den Kunden verlagert. Darauf würde ich nie eingehen.

Im Grunde genommen ist diese Jobbörse ja nix anderes als ein Intranet zwischen JC und "Kunden". Man nutzt ein gemeinsames Postfach. D.h. der SB kann auf jeden Fall nachweisen, dass er einen oder mehrere VV in diesem Profil zugeklickt hat.
Das JC könnte lediglich nachweisen (manipulationssichere Protokollierung aller Zugriffsvorgänge einmal vorausgesetzt), daß irgend jemand unter Verwendung einer bestimmten Nutzerkennung auf das Dokument zugegriffen hat. Das braucht aber nicht der Kunde gewesen zu sein, sondern vielleicht jemand anders, der sich Kenntnis von den Zugangsdaten verschafft hat.

Das würde auch erklären, warum die JC so extrem scharf darauf sind, dass die "Kunden" sich da alle registrieren und einloggen - weil das ein schnelles und komplett kostenfreies Procedere darstellt.
Die Erklärung dürfte vor allem in Kostengründen liegen. Der Kunde wird dadurch, daß er sein Profil selbst pflegen soll, zum unbezahlten Datentypisten des JC. Die VV müssen derzeit noch so oder so schriftlich zugesandt werden, auch wenn sie schon im "Jobbörsen"-Konto stehen.
 
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