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Stellenabbau, Lohnverzicht, Massenarmut... Es reicht!

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Paolo_Pinkel

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himbeerbrombeer

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Stellenabbau, Lohnverzicht, Massenarmut... Es reicht!

Das erste Vernünftige, was ich hier seit Wochen lese.Leider ist die Aufzählung nicht vollständig.Es fehlt die Entrechtung durch die Gerichte, die Bruno oder
auch ich erfahren durfte.Das klein machen und krank machen durch die Behörden, insbesondere durch die ARGEn.
Der Entzug des Glücks und der Hoffnung durch die dauerhaltige Zerstörung der Lebensgrundlage.
Und dieses elendige Gefühl, diesen perversen entmenschten geldgierigen gewissenlosen und verlogenen Schweinen nicht entkommen zu können, es sei denn, es sind genügend Leute bereit, dafür mit Ihrem Leben zu kämpfen.
 
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es gibt nur einen ausweg aus dieser krise für alle, politisch denken und werden, dann den angriff fahren, da kommt der bundestagswahlkampf gerade recht, ansonsten geht das elend weiter.....
 

basou

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es gibt nur einen ausweg aus dieser krise für alle, politisch denken und werden, dann den angriff fahren, da kommt der bundestagswahlkampf gerade recht, ansonsten geht das elend weiter.....
:icon_klatsch:

sehe ich auch so. Wir könnten denen das fürchten lernen aber der Deutsche Michel wird bestimmt wieder schlafen.:icon_neutral:
 

Bienchen

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Ich bin ebenfalls dieser Meinung.
Aber wie schon erwähnt, so will die Menschheit in Deutschland einfach nicht erwachen. Es ist viel zu ruhig.

Oder soll es bedeuten, es ist die Ruhe vor dem Sturm??
Die Bevölkrung tut sich leider immer sehr träge mit dem Durchsetzen von Veränderungen durch Demonstrationen usw. . Warum es so ist, kann ich mir auch nicht erklären.

Es muss aber schnellstens etwas passieren, sonst gehen wir alle (ohne Politiker und die oberen 10.000) unter mit dem sinkenden Schiff Deutschland.
 
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Auf wen und was wartet ihr noch, welche Häuptlinge und Vortänzer braucht ihr noch???

Ignoriert ihr eigentlich alles was euch nicht in den Kram passt???
Lest ihr auch mal Vorschläge und Beiträge die Lösungswege aufzeigen und eigenen Einsatz erfordern!???
Oder ist das schon zuviel für euch???

Macht es doch mal vor, was ihr von den schlafenden Michel erwartet und so vermisst?!

Warten auf den Messias der es für euch richten soll oder den Michel die Schuld geben weil nix nach Wunsch verläuft, das kann jeder der popeln kann, das ist einfach und bequem und eine Ohrfeige für alle die jenigen die nicht nur meckern und motzen, sondern auch trotz eigener Probleme noch andere so gut es geht mit Rat und Tat unterstützen!

So langsam kommt es mir tatsächlich so vor, als wenn das bewusst gezielte Provokation ist, wenn nicht, dann kann es nur******* sein!

Denn wenn man damit Leute die nicht erwerbslos sind ansprechen wollte, dann wäre es wohl etwas deplaziert, denn ich denke nicht das sich die arbeitende Bevölkerung in der Mittagspause oder nach Feierabend in die Tiefen des ELO-Forums stürzen wird.

Und falls ich mich täuschen sollte, dann hätte ich gerne mal erklärt bekommen, warum immer und immer wieder die gleichen Parolen über den doofen Michel aufgerollt werden??????????
Was bezweckt ihr damit, was wollt ihr erreichen, was versprecht ihr euch davon, hat dieses Gejammer über den Michel und das allgemeine Gemotze über alles und jeden schon irgend eine nachweisliche Besserung für die Betroffenen, seit Hartz IV gebracht???

------:icon_eek:
 
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du hast es nicht verstanden, wir aktive reißen uns seit jahren den hintern auf, ohne guro, aber wenn die breite masse nicht reagiert und jede schweinerei schluckt, dann geht halt wenig, es macht auch wenig sinn es nicht zu berücksichtigen, das ist der stand, da helfen keine konzepte....
 
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du hast es nicht verstanden, wir aktive reißen uns seit jahren den hintern auf, ohne guro, aber wenn die breite masse nicht reagiert und jede schweinerei schluckt, dann geht halt wenig, es macht auch wenig sinn es nicht zu berücksichtigen, das ist der stand, da helfen keine konzepte....
Ach, ich habe nichts verstanden? Erkläre und begründe mit bitte mal welchen Nutzen es hat in einem Erwerbslosenforum ständig die Masse oder den pennenden Michel als den Schuldigen zu präsentieren und den Leuten zu suggerieren das eh alles fürn ***** ist???!

Aus der Sicht der Erwerbslosen und anderen Benachteiligten geht es vordergründig ihre Situation grundsätzlich zu verbessern oder gerecht zu gestalten! Und nicht um die Masse zu beglücken! Seit 98 als Schröder an die Macht kam und viele (auch ich) geträumt haben, dass es endlich mal etwas mehr Gerechtigkeit für alle gibt, mussten wohl auch die härtesten Verfechter einsehen, dass politisch für uns nicht viel dabei rauskommt!

Und wer heute davon träumt das eventuell von der Linken endlich mal soziale Geschenke an uns verteilt werden, darf das ja auch gerne tun und ich wünsche ja der Linken auch Erfolg, aber darauf verlasse ich mich nicht.

Die Masse bleibt immer die Masse, es ist genauso mühselig und erlahmend, zu versuchen die Masse zu überzeugen, wie sich darüber auch noch zu beschwehren, (das Wort sagt schonn alles be-schwehren) wenn es nicht funktioniert.

Es gibt nur EINEN vernünftigen Weg! Nämlich, das wir uns zusammenschliessen und verbünden! Das wir uns nur auf das konzentrieren was uns, also allen Benachteiligten, zu mehr Gerechtigkeit und Lebensqualität führt! Es muss endlich schluss damit sein Schuldige zu suchen und sekündlich nach bösen Nachrichten zu suchen, anstatt sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Greenpeace - ADAC - u.s.w.! Die machen es auch nicht anders. Das uns die Möglichkeiten fehlen so agieren zu können ist mir schon klar, aber die Methodik nacheifern, könnte man sich schon angewöhnen.

Unsere Position ist ganz weit unten, es kann nur nach oben gehen, aber auch nur dann, wenn wir uns gegenseitig fit genung machen und nicht ständig mit gemotze, jammern und gemeckere oder immer noch schlechteren Nachrichten nach unten ziehen.

Anstatt nach allem zu suchen was schlecht ist, kann man sehr viele Tips finden, die jeden Bereich des alltäglichen Lebens abdecken. Und das macht zu dem noch Spass und baut auf, wenn sich erste Erfolge einstellen.

Und wenn man eine gestärkte Position erreicht hat, kann man auch besser agieren.

Ich habe mir auch schon für viele den Buckel krumm gemacht und bin enttäuscht worden, aber das hält mich nicht davon ab weiter zu machen, allerdings konzentriere ich mich auf das was machbar ist, die Masse zu überzeugen interesiert mich schon lange nicht mehr. Auch wenn ich merken sollte das ich ins Leere laufe und gegen Wende renne, dann haue ich ab und suche einen anderen Weg!
 
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was glaubst du eigentlich was wir seit jahrzehnten machen ?????
genau das was du vorschlägst.... noch fragen ?
 
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richtig ist, auch hier im forum wird mehr geredet als gehandelt, hab ich immer kritisiert, wie andere auch.....
 
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aber große sprünge in dieser gesellschaft gehn nur mit der masse...
 
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Gast
was glaubst du eigentlich was wir seit jahrzehnten machen ?????
genau das was du vorschlägst.... noch fragen ?
Ja!

* Ja, welche Ergebnisse hast du vorzuweisen?

* Was hat sich positiv für Benachteiligte geändert, bis jetzt?

* Hast du etwas anders probiert, wenn etwas nicht funktioniert hat?

* Welche Möglichkeiten haben sich in diesen "Jahrzehnten" zur Besserung der Misere entwickelt?

richtig ist, auch hier im forum wird mehr geredet als gehandelt, hab ich immer kritisiert, wie andere auch.....
Hier im Forum kann man nur schreiben, lesen und "reden", handeln tut man draussen in der Realität!

aber große sprünge in dieser gesellschaft gehn nur mit der masse...
Wenn aber die Masse woanders hinspringen möchte, als du! Was dann, etwa hinterher springen, oder stehen bleiben und warten bis der Bus kommt?
 

mercator

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Ich glaube, die mangelhafte Mobilisierung hat viele Ursachen. Ganz sicher gehört die deutsche Mentalität dazu. Wenn überhaupt, dann wird hier lieber diskutiert als der Aufstand geprobt. Das liegt auch an unserem historischen Hintergrund. Die viel zitierten Franzosen schöpfen heute noch ihre Motivation und ihren Kampfeswillen aus der franz. Revolution. Was haben wir? Zwei verlorene Weltkriege mit jeweils verheerenden Folgen.

Außerdem ist ein nicht unerheblicher Teil der ALG2-Empfänger immer noch eher schlecht gebildet sowie politisch und gesellschaftlich uninteressiert. Das typische Unterschichtenklientel. Aber das wird sich demnächst wohl ändern, wenn die vielen Kurzarbeiter erstmal in die Arbeitslosigkeit rutschen und anschliessend in die Hartz4-Armut fallen. Man kann nur hoffen, das wenigsten die sich nicht jeden Scheiß gefallen lassen werden und das Protestpotential dann steigt.

Warten auf den Messias der es für euch richten soll oder den Michel die Schuld geben weil nix nach Wunsch verläuft, das kann jeder der popeln kann, das ist einfach und bequem und eine Ohrfeige für alle die jenigen die nicht nur meckern und motzen, sondern auch trotz eigener Probleme noch andere so gut es geht mit Rat und Tat unterstützen!
Stimmt schon. Warten auf den Messias bringt keinen weiter. Aber genau so jemand fehlt einfach. Jemand, der intelligent ist, zu argumentieren weiß und die Massen begeistern und mobilisieren kann. Aber mit solchen Persönlichkeiten haben wir in der Vergangenheit extrem schlechte Erfahrungen machen müssen, weshalb die Reaktionen wohl überwiegend skeptisch bis ablehnend wären. Außerdem dürfte sojemand nicht aus der Politik kommen, da politische Parteien bzw. deren Vertreter zu sehr eingebunden sind in rechtsstaatliche Strukturen. Um wirklich Wind zu machen ist das eher hinderlich, da ein wirklich wirksamer öffentlicher Protest nur im Rahmen des zivilen Ungehorsams auf breiter Front mögich ist.

Und schliesslich hat die Gleichgültigkeit und die kalte Arroganz der damals regierenden rotgrünen Koaliton viele Menschen resignieren lassen, die zu hunderttausenden gegen Hartz4 auf die Straße gingen. Als schliesslich noch die Montagsdemonstrationen mehr oder weniger im Sande verliefen, war die Gegenwehr entgültig gebrochen.

Es gibt natürlich viele Organisationen und Initiativen, die im Kleinen direkte Hilfe anbieten. Das ist gut so, aber ein großer Protest kann und wird daraus nicht entstehen.

Dann sind da natürlich noch die Eitelkeiten, die im Zuge der Protestbewegungen entstehen. Das habe ich selber erlebt, als ich in einem Gewerkschaftsforum auf die Großdemos in FFM und Berlin hinwies und fragte, wieso die Gewerkschaften so still sind, obwohl sie so ein großes Mobilisierungspotential haben. Als Antwort erhielt ich den Hinweis darauf, das die Gewerkschaften ja was eigenes machen.

Andererseits bin ich der Meinung, das auch von Gewerkschaften und Parteien organisierte Proteste im Kern wirkungslos bleiben, da sie natürlich im Rahmen des gesetzlich erlaubten ablaufen. Von den nur auf Krawall schielenden Chaoten mal abgesehen. Sie sind nichts weiter als ein Ventil, um den angestauten Volkszorn in gelenkten Bahnen wirkungslos verpuffen zu lassen. Darum genießt die Demonstrations- und Versammlungsfreiheit auch so einen hohen Ruf. Ungeachtet der Tatsache, das es Bundesländer gibt, die grundgesetzwidrige Einschränkungen planen (Bayern, soweit ich weiß).
 
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Ja, eben!

Wir können hoffen, warten, beten und Lotto spielen! Aber ob es was bringt?

Und darum, bitte ich ENERGISCH darum, dass jeder Betroffene, erstmal nur alles daran setzt sich seinen Lieben und seinem Umfeld, alle bietenden Möglichkeiten zu nutzen, um sich zu stärken, sozusagen als Metapher "Scheuklappen auf" um seine Rechte durchzusetzen und Bedürfnisse zu befriedigen!!! Ohne wenn und aber!

Nur so, kann man dann auch gestärkt, sich langsam aber stetig, gegenseitig unterstützen und verbünden.

Wir selbst müssen agieren und nicht auf die schielen, die nicht mitziehen wollen oder können. Warum ist das so schwierig umzusetzen?

Schaut euch Brunos Situation an! Ist das ein sinnvoller Weg, dem man nacheifern sollte?

Wer hat Arbeitsplätze vernichtet! Wir?
Wer hat Hartz IV ermöglicht! Wir?
Wer ist für die Krise verantwortlich! Wir?
Wer hinterzieht Steuern und bringt sie ins Ausland! Wir?
Wer hat soziale Erungeschaften vernichtet! Wir?
Wer duldet und läst zu das Menschen in Not geraten! Wir?
Wer verspricht den Menschen Besserung und hält es aber nicht! Wir?
Wer versucht die Masse einzulullen und zu verarschen! Wir?
Wer glaubt den Politikern und Verantwortlichen noch! Wir?
Wer ist schuld das die Welt so ist wie sie ist! Wir?

Wer tut alles mögliche, nur nicht das was ihn glücklich und zufrieden machen könnte? Wir!!!

Und warum nicht? Weil wir uns selbst zu häufig geistig und mental limitieren, oder lassen! :icon_pause:
 

basou

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Auf wen und was wartet ihr noch, welche Häuptlinge und Vortänzer braucht ihr noch??? :icon_party:

Wir benötigen einen Häuptling wie dich der jede menge Sprüche auf Lager hat wie ein Politiker.
Schreib doch einmal ausführlich was du so alles machst gegen diese Missstände im sozialen Bereich.
 
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Auf wen und was wartet ihr noch, welche Häuptlinge und Vortänzer braucht ihr noch??? :icon_party:

Wir benötigen einen Häuptling wie dich der jede menge Sprüche auf Lager hat wie ein Politiker.
Schreib doch einmal ausführlich was du so alles machst gegen diese Missstände im sozialen Bereich.
Ich muss mich hier bestimmt nicht rechtfertigen was ich tue, weil ich auch nicht Schuldige und Buhmänner suche wenns nicht so klappt wie ich mir das wünsche.

Ich habe hier noch niemanden solche Fragen gestellt, wie jetzt diese typische von dir an mich! Mir muss niemand Rechenschaft ablegen, weil ich davon ausgehe, das jeder tut was er kann. Und diese Leute maulen auch nicht ständig rum oder schimpfen auf den pennenden Michel....

Was meine Sprüche angeht, die du als die eines Politikers wertest, wenn dem so sein sollte, dann frage ich dich ernsthaft: Gibt es für dich wirklich keine Perspektive mehr? Wer soll denn dann deine Interessen vertreten, Politiker werden dann ja scheinbar aus deiner Sicht nicht in Frage kommen, und welche Rhetorik und Sprüche wären dir denn sonst genehm?

Immunisierung gegen Kritik und gekränkte Eitelkeit das ist bestimmt das richtige Konzept, na ja!

Wenn die Mehrheit der Leute in diesem ELO-Forum das so sieht.....
 
E

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Ich glaube, die mangelhafte Mobilisierung hat viele Ursachen. Ganz sicher gehört die deutsche Mentalität dazu. Wenn überhaupt, dann wird hier lieber diskutiert als der Aufstand geprobt. Das liegt auch an unserem historischen Hintergrund. Die viel zitierten Franzosen schöpfen heute noch ihre Motivation und ihren Kampfeswillen aus der franz. Revolution. Was haben wir? Zwei verlorene Weltkriege mit jeweils verheerenden Folgen.

Das hat weniger mit dem historischen Hintergrund zu tun, sondern mit der "mentalitätsprägenden" Medien, die einen systematisch Verblöden.
Dazu kommen noch die ständigen, fast hysterischen Postings einiger hier, die in allem nur das Allerschwärzeste sehen und in jeder Meldung oder Nachricht nur noch hinterhältig Übles sehen. Nachrichten, die zumindest etwas positiv sind, sind eigentlich Mangelware. Wie soll da überhaupt etwas entstehen wie "Widerstand"?
Das Alles zieht herunter und man verliert jeden Mut, überhaupt etwas machen zu wollen, denn es ist ja "alles Schei..."

Außerdem ist ein nicht unerheblicher Teil der ALG2-Empfänger immer noch eher schlecht gebildet sowie politisch und gesellschaftlich uninteressiert. Das typische Unterschichtenklientel. Aber das wird sich demnächst wohl ändern, wenn die vielen Kurzarbeiter erstmal in die Arbeitslosigkeit rutschen und anschliessend in die Hartz4-Armut fallen. Man kann nur hoffen, das wenigsten die sich nicht jeden Scheiß gefallen lassen werden und das Protestpotential dann steigt.

Könnte man als Wunschdenken sehen, denn auch normale Arbeiter sind "politisch und gesellschaftlich uninteressiert". Das liegt auch an der Politik und deren Vertreter aus allen Parteien.(und natürlich auch die Medien).

Stimmt schon. Warten auf den Messias bringt keinen weiter. Aber genau so jemand fehlt einfach. Jemand, der intelligent ist, zu argumentieren weiß und die Massen begeistern und mobilisieren kann. Aber mit solchen Persönlichkeiten haben wir in der Vergangenheit extrem schlechte Erfahrungen machen müssen, weshalb die Reaktionen wohl überwiegend skeptisch bis ablehnend wären. Außerdem dürfte sojemand nicht aus der Politik kommen, da politische Parteien bzw. deren Vertreter zu sehr eingebunden sind in rechtsstaatliche Strukturen. Um wirklich Wind zu machen ist das eher hinderlich, da ein wirklich wirksamer öffentlicher Protest nur im Rahmen des zivilen Ungehorsams auf breiter Front mögich ist.

Es kann jede(r) ein Messias werden, sofern man gute Ideen und auch etwas Überzeugungsvermögen hat. :icon_smile:
Weitere Kommentare erspare ich mir.

Und schliesslich hat die Gleichgültigkeit und die kalte Arroganz der damals regierenden rotgrünen Koaliton viele Menschen resignieren lassen, die zu hunderttausenden gegen Hartz4 auf die Straße gingen. Als schliesslich noch die Montagsdemonstrationen mehr oder weniger im Sande verliefen, war die Gegenwehr entgültig gebrochen.

Was auch noch dazu gehört, ist die immer wieder "gescholtene" Ellenbogengesellschaft, die schon länger auch die "untersten Schichten" erreicht hat. Da "prügeln" Elos auf andere Elos ein, nur weil sie (vermeintlich) schwächer sind und klagen aber gleichzeitig über die "mangelnde Solidarität".

Es gibt natürlich viele Organisationen und Initiativen, die im Kleinen direkte Hilfe anbieten. Das ist gut so, aber ein großer Protest kann und wird daraus nicht entstehen.

Viele kleine können zusammen zu einem Großen wachsen, liegt aber dann meistens an der Leitung. Da ist dann meistens der Knackpunkt zu sehen.

Dann sind da natürlich noch die Eitelkeiten, die im Zuge der Protestbewegungen entstehen. Das habe ich selber erlebt, als ich in einem Gewerkschaftsforum auf die Großdemos in FFM und Berlin hinwies und fragte, wieso die Gewerkschaften so still sind, obwohl sie so ein großes Mobilisierungspotential haben. Als Antwort erhielt ich den Hinweis darauf, das die Gewerkschaften ja was eigenes machen.

siehe Oben.

Andererseits bin ich der Meinung, das auch von Gewerkschaften und Parteien organisierte Proteste im Kern wirkungslos bleiben, da sie natürlich im Rahmen des gesetzlich erlaubten ablaufen. Von den nur auf Krawall schielenden Chaoten mal abgesehen. Sie sind nichts weiter als ein Ventil, um den angestauten Volkszorn in gelenkten Bahnen wirkungslos verpuffen zu lassen. Darum genießt die Demonstrations- und Versammlungsfreiheit auch so einen hohen Ruf. Ungeachtet der Tatsache, das es Bundesländer gibt, die grundgesetzwidrige Einschränkungen planen (Bayern, soweit ich weiß).
Es sind ja nicht nur die Parteien und Gewerkschaften "schuld" daran, sondern auch die Erwerbslosen, die wegen Kleinigkeiten zu Hause bleiben (fehlendes Geld und Mitfahrmöglichkeiten, etc ausgenommen)

Da bekriegen sich verschiedene Organisationen lieber, statt mal dafür einzutreten, was sie eigentlich vertreten wollen. Aber bei vielen ("Anführern") geht das eigene Ego vor, dann kommt lange nichts und dann erst die, für die sie sich eigentlich stark machen wollen, Arbeiter, Elos usw.

Das da noch lange nichts passieren wird, ist klar und da wird sich auch noch lange nichts ändern. Also ist (eigentlich) jeder Einzelne gefragt, sich mit anderen Gleichgesinnten zusammen zu schließen und zumindest zu versuchen, etwas aus eigener Initiative zu machen. Dazu gehört aber auch der Wille, zusammen etwas zu machen und nicht, wie schon oft geschehen, erst einen Vorstand, Sprecher usw. zu wählen und dann erst "aktiv" zu werden.

Das ist eigentlich der Hauptgrund, das wirklich nur sehr wenig bis garnichts passiert, weil es zu vielen erstmal nur um Posten geht.
 

mercator

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Sancho, ich stimme dir im Wesentlichen zu. Nur ist der Einzelne nicht gut genug vernetzt, um was auf die Beine zu stellen, das auch wirklich Eindruck macht. Daher sind Organisationen schon wichtig.
 
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Sancho, ich stimme dir im Wesentlichen zu. Nur ist der Einzelne nicht gut genug vernetzt, um was auf die Beine zu stellen, das auch wirklich Eindruck macht. Daher sind Organisationen schon wichtig.
stimmt, aber auch klein anfangen kann was bringen, statt darauf zu warten, bis sich eine Gruppe gebildet hat. :icon_smile:
 

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Auch wenn es hier keiner hören mag,es ist immer noch ein tolles Land mit einem Super Sozialsystem um das euch viele Menschen beneiden(auch Amerikaner die darüber informiert sind,leider nur wenige) und sollte es in Zukunft zu Veränderungen kommen werden 100 %ig alle die Menschen darunter leiden die heute schon am unteren Ende leben.
Du unterliegst einem Denkfehler. Klar, ein Inder wäre froh, unser Sozialsystem zu haben. Aber die Produktivität ist hier im Industriestandort so dermaßen viel höher, dass es kein Problem wäre, den ALG2-Empfängern ein halbwegs menschenwürdiges dasein zu finanzieren. Es wäre auch kein Problem, die Rentenfrage einigermaßen in den Griff zu kriegen. Nur leider ist das viele Geld extrem ungleich verteilt. Und diese ungleiche Verteilung nimmt zu, auf Kosten der Armen. Das ist durch nichts zu rechtfertigen.

Deutschland ist kein "tolles Land", sondern längst eine Bananenrepublik, in der von oben nach unten getreten wird und wo Korruption längst Mittel zum Zweck ist, sowohl in der Wirtschaft, als auch, nicht ganz so offensichtlich, in der Politik.
 
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